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5. AUGUST 2021 – Donnerstag

05.08.2021 | Tageskommentar

 

 

Start der Übertragungen der Salzburger Festspiele 2021 auf ARTE
Das kommende Wochenende mit Castelluccis Don Giovanni und Konzerten mit Andris Nelsons, Christian Thielemann und Elīna Garanča

Wie in jedem Jahr sind auch 2021 die großen Stars der Klassikwelt in Salzburg zu Gast. Der Kultursender ARTE begleitet die diesjährige Ausgabe der Salzburger Festspiele an den kommenden vier Wochenenden von Freitag bis Sonntag mit zahlreichen Übertragungen online auf ARTE Concert (arte.tv/concert) und im TV.

Dieses Wochenende – dem Startpunkt der Übertragungen der Salzburger Festspiele 2021 auf ARTE – können sich Klassikinteressierte und Neugierige besonders auf die einen der Festspielhöhepunkte freuen: Romeo Castelluccis Inszenierung von Mozarts „Don Giovanni“ unter der musikalischen Leitung von Teodor Currentzis aus dem Großen Festspielhaus. Ebenfalls im Programm sind unter anderem die Wiener Philharmoniker, dirigiert von Andris Nelsons und Christian Thielemann mit Mezzosopranistin Elīna Garanča. Die Aufführungen sind auf ARTE Concert europaweit zugänglich.

Don Giovanni live aus dem Großen Festspielhaus
Samstag, 7. August, 22.05 Uhr Im TV und auf ARTE Concert
ARTE überträgt Romeo Castelluccis bildstarke Produktion „Don Giovanni“ unter der musikalischen Leitung von Teodor Currentzis am Samstag, den 7. August, um 22.05 Uhr live (leicht zeitversetzt) im TV. Auf ARTE Concert ist Mozarts berühmte Oper zeitgleich sogar europaweit zugänglich mit Untertiteln in drei Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch). Auch nach der Übertragung bleibt „Don Giovanni“ auf ARTE Concert noch bis zum 5. November online. > Zum Stream auf ARTE Concert

Theodor Currentzis erregt die Gemüter
Bei den Salzburger Festspielen wurde Teodor Currentzis überwiegend gefeiert. Gemeinsam mit Romeo Castellucci hat der Stardirigent eine Neuproduktion von Mozarts „Don Giovanni“ auf die Bühne gebracht. Seine Art erfreut allerdings nicht alle.
Nachdem die Salzburger Premiere von „Don Giovanni“ überwiegend gefeiert wurde, haben sich einige AutorInnen bemüßigt gefühlt, Paroli zu bieten. Vor allem diejenigen, die für „Qualitätsmedien“ publizieren. Ihr gutes Recht. Unabhängig davon, dass negative Kritik nicht nur erlaubt sein muss, sondern gar erwünscht sein sollte, lässt die gefällige Form mancherorts allerdings zu wünschen übrig. Was da in einigen Blättern für Auswüchse präsentiert werden, passt auf keine Kuhhaut.
von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Schatten im Licht
Teodor Currentzis dirigiert in Salzburg die beiden letzten Symphonien Mozarts. Das macht er in bekannter Raserei. Interessanter aber ist etwas anderes.
Sueddeutsche Zeitung

Christian Thielemann, Elīna Garanča und die Wiener Philharmoniker
Freitag, 6. August, 19.30 Uhr auf ARTE Concert
Bereits am Freitag, 6. August, um 19.30 Uhr können die ZuschauerInnen auf ARTE Concert erleben, wie Christian Thielemann bei seinem Konzert mit den Wiener Philharmonikern auf ein (spät-)romantisches Programm setzt: Gustav Mahlers fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert, dargeboten von Elīna Garanča, und die Sinfonie Nr. 7 von Anton Bruckner. Die lettische Mezzosopranistin zählt seit Jahren zu den weltweit erfolgreichsten Sängerinnen in ihrem Fach. > Zum Stream auf ARTE Concert
Andris Nelsons dirigiert G. Mahler Symphonie Nr. 3

Das gesamte umfangreiche Programm in unseren „Infos des Tages“

Zähe Opernabende mit euphorischem Applaus (von Axel Brüggemann

Mit Herrn Brüggemann bin ich nicht sehr oft einer Meinung – aber wo er Recht hat, hat er Recht. Mir geht es oft so wie ihm, und dass es ihm so geht, beruhigt mich. Ansonsten dürfte ich nicht das machen, was ich eben mache – den Online-Merker.

Kennen Sie das? Man sitzt in einer Oper – eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden. Es wird immer zäher, der Ärger immer größer, und irgendwann muss man sich zusammenreißen, um nicht laut dazwischen zu schreien: „Spielt endlich Mozart!“ oder einfach nur: „Boah ey! Ich kann nicht mehr!“

Als Kritiker beißt man sich natürlich auf die Zunge, man hat schließlich eine Pressekarte. Stattdessen überlegt man Formulierungen und denkt an Monaco Franze:  „Ein rechter Scheißdreck war’s. Altmodisch bis provinziell war’s. Des war’s!“

Und dann erklingt endlich die letzte Note. Und man traut seinen Ohren nicht: Applaus. Überall: Applaus. Bravo!Euphorie! Ja, ich gebe zu: das ist der Moment, wenn man kurz an seinem eigenen Verstand und vielleicht auch Kritiker-Urteil zu zweifeln beginnt.

Brüggemanns Klassikwoche
Salzburg und Bayreuth: Der Festspielsommer bringt das Operngenre ins Wanken
„Was erwarten wir eigentlich noch von der Oper? Ist sie zum großen Zirkus geschrumpft? Amüsement für ein Premieren-Klunker-Publikum, das direkt aus der Klatschpresse kommt?“
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/salzburg-und-bayreuth-eine-zwischenbilanz-des-festspielsommers-100.html

Ja ich wundere mich auch oft. Dabei bin ich das Gegenteil von altmodisch (reaktionär nennt man das), immer für eine Provokation zu haben und eine Veräppelung (im Freundeskreis verwende ich ein anderes Wort) relativ schnell bemerkend. Einer guten Provokation, einer originellen Regieidee,  kann auch ich etwas abgewinnen, Mummenschanz war nie mein Ding. Aber erahnen können , was der Regiekünstler meint, muss ich schon!

Da jubelt die Dame vor mir, die den ganzen letzten Akt geschlafen hat. Echt geschlafen, nicht nur mit geschlossenen Augen andächtigst gelauscht. Die Dame ist „ganz außer Rand und Band“,  will allen Umsitzenden beweisen, wie aufgeschlossen, wie junggeblieben, wie verstehend sie ist. Und die größten Jubler finde ich bei den älteren Jahrgängen, viele Junge haben den Kopf geschüttelt und sind bereits gegangen. Aber Jubel hält jung, besonders wenn Jüngere nicht jubeln!

Asmik Grigorian auf dem Weg zur Bayreuther Senta (3. Vorstellung)

ZU FACEBOOK mit Video

LECH CLASSIC-FESTIVAL – noch bis zum 8.8.

 

Anastasia Huppmann. Foto: Lech Classic-Festival

ZUM PROGRAMM 2021

Konzert am 3.8. – So klopft das Schicksal an die Pforte

Zum Bericht von Susanne Lukas

In unseren heutigen  „Infos des Tages“ finden Sie einen ausführlichen Bildbericht über das „Lech Classic-Festival“

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 5. – 11. AUGIUST 2021

 

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

7.8. INNOCENCE (aus Aix, Aufnahme v. 10.7.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
PETER GRIMES (aus Madrid, Aufnahme v. 24.4.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
LUISA MILLER (aus Rom, Aufnahme v. 30.4.) ORF Ö1-19.30 Uhr
DIE ZAUBERFLÖTE (aus Beaune, Aufnahme v. 23.7.) Radio Suisse R.-20.03 Uhr
MANON (aus Hamburg, Aufnahme v. 24.1.) HR 2, WDR 3, SWR 2-20.04 Uhr
ÖDIPUS REX (aus Spoleto, Aufnahme v. 27.6.) Bayern 4-20.05 Uhr
9.8. MOISE ET PHARAON (Live aus Pesaro) RAI 3-19 Uhr
10.8. IL SIGNOR BRUSCHINO (Live aus Pesaro) RAI 3-20 Uhr

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Chopard Gala bei Andrea Bocelli, Probenclip mit Bocelli am Klavier

 

ZU INSTAGRAM mit Video

Privatkonzert in der Villa Bocelli

ZU INSTAGRAM mit Video und weiteren 9 Fotos

Salzburg
Ausstellung im Mozarteum: „Mozart macht MINT“ (Podcast)
Im August eröffnet das Mozarteum in Salzburg eine Ausstellung zum Thema „Musik und Mathematik“
BR-Klassik.de

Blindenmarkt, Wien
Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich für Herbsttage-Intendant Garschall
Überreichung im Rittersaal des Palais Niederösterreich an Michael Garschall
Niederösterreichische Nachrichten

Ein „Macher“ ist er (operklosterneuburg und Blindenmarkt – und wer weiß was noch) und gute Verbindungen hat er auch. Ist er schon Professor? Ich kenne Intendanten, die es wegen der Anrede genau darauf anlegen. So ein Professorentitel war bei Mikl-Leitners Vorgänger Erwin Pröll durchaus zu haben, ich kenne Beispiele. Aber für den Professor schaut er noch zu jung aus, dabei ist er gar nicht so jung, wie er aussieht!

Berkeley
Sex, Corruption, and Song at West Edge Opera’s Eliogabalo

Simon Barrad as Inspector Kildare and Leslie Katter as Aveline Mortimer in West Edge Opera’s Elizabeth Cree | Credit: Cory Weaver

https://www.sfcv.org/articles/review/sex-corruption-and-song-west-edge-operas-eliogabalo

West Edge’s Elizabeth Cree Is a Wild Ride
https://www.sfcv.org/articles/review/west-edges-elizabeth-cree-wild-ride

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart; 5. August 2021 
ABSEITS DES LEBENS
Land  /  USA, Kanada, GB  /  2021 
Regie: Robin Wright
Mit: Robin Wright, Demián Bichir, Warren Christie, Brad Leland u.a.

Wenn ein Mensch seine Familie verliert und spürt, dass er sein bisheriges Leben einfach nicht weiterführen kann – da mag sich schon immer wieder jemand in die Einsamkeit zurückgezogen haben. Nicht am Rande eines Dorfes, wo ihn keiner kennt, aber wo noch Menschen sind. Sondern in die echte Wildnis, eine Holzhütte im schweren, dichten, bedrohlichen Wald, wo der nächste Mensch stundenweit entfernt ist…

Das ist die Ausgangssituation von „Land“, eine Möglichkeit, die Robin Wright so fasziniert hat, dass sie dies zum Thema ihrer ersten Film-Regiearbeit, „Land“, gemacht hat. Eigentlich wollte sie nicht selbst die Hauptrolle spielen, ließ sie in Interviews verlauten, aber sie fand keine Kollegin, die bereit gewesen wäre, sich für die Dreharbeiten in die kanadischen Bergen auf die echte Härte der dortigen Lebensbedingungen einzulassen…

Man erfährt lange Zeit nicht viel von Edee Mathis Holzer, der verschlossenen blonden Frau in den mittleren Jahren, immerhin erzählt sie, wie schwer es für sie ist, unter Leuten zu sein. Und schon fährt sie los – übers Land, in die Wildnis (Kanada steht hier für die Rocky Mountains in Wyoming), mietet eine Hütte (ohne Fließwasser und Elektrizität) im waldigen Nirgendwo, lässt ihr Auto wegbringen, da will sie bleiben…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

HEUTE Medaillentag für Österreich bei den Olympischen Spielen! Zweimal Bronze!

Bronze gab es für Bettina Plank auf Feldkirch/Vlbg für Karate (Damenklasse bis 55 kg) und Jakob Schubert aus Innsbruck (Kletterwand)

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

 Israel macht Irans Revolutionswächter für Angriff auf Tanker verantwortlich: Israel und Grossbritannien suchen nach dem tödlichen Drohnenangriff auf das Schiff eines israelischen Reeders den internationalen Schulterschluss. London will den tödlichen Vorfall vor den Uno-Sicherheitsrat bringen. Bei dem Angriff wurden ein britischer und ein rumänischer Staatsbürger getötet.
Zum Bericht
Mexikos Präsident scheitert mit Volksbefragung: Andrés Manuel López Obrador wollte in einer erstmals ausgetragenen Volksbefragung wissen, ob die Justiz gegen seine fünf Vorgänger vorgehen sollte. Doch die Initiative scheitert an mangelnder Beteiligung – und an einer unverständlichen Fragestellung.
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Brasiliens Oberstes Gericht ermittelt gegen Bolsonaro wegen Fake News: Der brasilianische Präsident hat wiederholt das Wahlsystem seines Landes angegriffen. Der Oberste Gerichtshof sieht darin einen Versuch den Wahlprozess des Landes zu stören oder Wahlen zu vereiteln.
Zum Bericht
Kritik an ultralockerer Geldpolitik der Bank of England: Die Teuerung ist auf den höchsten Wert seit August 2018 und fast einen Prozentpunkt mehr gestiegen, als die britische Notenbank prognostiziert hatte. Doch die Bank of England hält an ihrer Geldpolitik fest und erleichtert damit dem Staat das Schuldenmachen. Das provoziert immer mehr Kritik – und könnte sich als Boomerang erweisen.
Zum Bericht
Modehersteller Hugo Boss stellt neue Strategie vor: Das Unternehmen plant den Ausbau des Online-Geschäfts und beträchtliche Investitionen in den stationären Handel. Allein für die Erneuerung der eigenen Ladengeschäfte sollen bis 2025 rund 500 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Der Konzernumsatz soll bis 2025 auf 4 Milliarden Euro gesteigert werden, eine Verdoppelung gegenüber dem Corona-Krisenjahr 2020.
Zum Bericht

Österreich Medien/ TV/Film

Puls 24 veranstaltet Diskussionsrunde mit ORF-Bewerbern
Alexander Wrabetz, Roland Weißmann, Lisa Totzauer und Thomas Prantner sind eingeladen
Wiener Zeitung

ORF
ORF-Bewerber Thoma: „Ein Altersheim soll keine Jugendprogramme bauen“
Unternehmen fehlt Vision. Keine Gebührenerhöhung: „Wer in alle Töpfe greifen will, macht die Leute grantig“
Kurier.at

Im Normalfall scheint das Rennen um den ORF-General entschieden – aber was ist schon normal? Wrabetz kämpft weiter – und selbst wenn er verlieren sollte, bleibt er noch eine Weile im Amt und darf die Chefredakteure, Redakteure  und Abteilungsleiter noch selbst bestellen. Was ist das für ein Gag? Wenn „der Neue“ tatsächlich kommt, wird er vor vollendete Tatsachen gestellt!

Dutzende Jungjournalisten kritisieren Arbeitsverhältnisse im ORF
Der Arbeitsalltag sei von Unsicherheit, struktureller Benachteiligung und Perspektivenlosigkeit geprägt, heißt es in einem Brief. ORF- Generaldirektor Wrabetz kündigt eine zeitnahe Lösung an, auch die Mitbewerber zur ORF-Wahl wollen die Missstände beseitigen.
Salzburger Nachrichten

Das ist der exakt richtige Zeitpunkt für Begehrlichkeiten. Sämtliche Kandidaten versprechen im Vorfel der Intendantenwahl das Blaue von Himmel.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

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