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4. SEPTEMBER 2018

04.09.2018 | Tageskommentar

Die Gewinner des wichtigsten Gesangswettbewerbes der Welt. Foto: Veranstalter

We are proud to announce the Winners of Operalia 2018!
Congratulations to all winners and participants for another great edition of Plácido Domingo’s Operalia, The World Opera Competition!

1st Prize

Emily D’Angelo, mezzo-soprano, Canada/Italy, 23

Pavel Petrov, tenor, Belarus, 27

Lissabon/ Operalia
Mezzo Emily D’Angelo and Tenor Pavel Petrov Win Top Prizes at Plácido Domingo’s Operalia Competition in Lisbon
Pavel Petrov ist derzeit Ensemblemitglied der Oper Graz
https://www.operanews.com/Opera_News_Magazine/2018/9/News/Operalia

Domingo hat mit seinem Gesangswettbewerb die anderen, in erster Linie den früheren „Marktführer“ „Belvedere“, in den Hintergrund gedrängt. Warum? Weil Domingo seinen Siegern auch tatsächlich „etwas auf die Sprünge hilft“, was die anderen Bewerbe in dieser Form nie geschafft haben.

Berlin: ECHO KLASSIK-Nachfolger Opus: Preisträger stehen fest
Nach dem Skandal um den Musikpreis ECHO im April dieses Jahres gibt es nun für die Klassikbranche einen neuen Preis: den Opus Klassik. Am 3. September wurden die ersten Preisträger bekanntgegeben. Darunter Diana Damrau, Juan Diego Flórez, Daniil Trifonov und der Chor des Bayerischen Rundfunks
BR-Klassik
Erste „Opus Klassik“-Preisträger benannt
Die Sopranistin Diana Damrau und der Tenor Juan Diego Flórez erhalten den neuen Musikpreis „Opus Klassik“ als Sängerin bzw. Sänger des Jahres. Die Auszeichnung als Dirigent des Jahres geht an Cornelius Meister, teilte der Verein zur Förderung der klassischen Musik am Montag mit
http://www.musik-heute.de/18471/erste-opus-klassik-preistraeger-benannt/

„Abfeiern“ wird in dieser Branche groß geschrieben. Nun ist er also da, der „neue“ Bewerb. Neuer Name – das musste wohl sein! „Alter Wein in neuen Schläuchen“ wird heftigst dementiert.

Wenn Sie mich fragen… Na, fragen Sie mich besser nicht!

GRAFENEGG GEHT IN DAS FINALE

 

Die Wiener Philharmoniker und Franz Welser-Möst geben am Donnerstag, 6. September, mit Bruckners Fünfter Symphonie den Auftakt zum vierten und abschließenden Festivalwochenende in Grafenegg. Einen Tag später dirigiert Dmitrij Kitajenko das Tonkünstler-Orchester. Mit der Pianistin Yeol Eum Son interpretieren sie gemeinsam Mozarts Konzert für Klavier und Orchester in d-Moll. Weiters steht Schostakowitschs berühmte «Leningrader» Symphonie Nr. 7 auf dem Programm. Am Samstag, 8. September, gastiert die Sächsische Staatskapelle Dresden mit Alan Gilbert und Lisa Batiashvili in Grafenegg. Neben Gustav Mahlers Erster Symphonie präsentiert das Orchester Prokofjews Violinkonzert Nr. 2.

Den letzten Höhepunkt des Festivals bilden zwei russische Konzertprogramme des Mariinsky Orchesters St. Petersburg mit Valery Gergiev. Sie gestalten sowohl die Matinee als auch das Abendkonzert am Sonntag, 9. September, mit Werken von Strawinski, Tschaikowski und Prokofjew.

Wagner im israelischen Radio: Israelischer Sender entschuldigt sich für Wagner
Tabubruch im israelischen Rundfunk: Ein Klassiksender hat Ausschnitte aus Richard Wagners Oper „Götterdämmerung“ gespielt – und sich daraufhin in aller Form bei seinen Hörern entschuldigt. Eine Sprecherin des Medienunternehmens Kan verwies am Sonntag auf den „Schmerz, den eine solche Ausstrahlung bei den Holocaust-Überlebenden unter unseren Hörern auslösen könnte“
Wiener Zeitung

NEU: Eine Playlist. Da können die Interessierten klicken und immer wieder Neues erfahren. Jetzt ist es ein Porträt von Bernd Weikl ….

Ein Portrait (80 Minuten) mit interessanten Szenenausschnitten)

 

VIDEO

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS: VALER SABADUS (Counter-Tenor)

Valer Sabadus (Counter). Copyright: Andrea Masek

ZUM INTERVIEW (mit Karl Masek am 30.8. 2018)

NEU IN UNSEREN KRITIKEN
BOCHUM/ Ruhrtriennale/ Jahrhunderthalle: DAS FLOSS DER MEDUSA von Hans Werner Henze

https://www.deropernfreund.de/ruhrtriennale.html

GSTAAD/ Menuhin Festival: LE ALPI NELL’OPERA ITALIANA – OLGA PERETYATKO & JUAN DIEGO FLÓREZ

Olga Peretyatko und Juan Diego Florez. Foto: Raphael Faux

Es ist kühl, an diesem Augusttag in Gstaad im Berner Oberland. Das ewige Provisorium, das grosse weisse Zelt, steht unmittelbar neben der Hauptstrasse am Fusse des postkartenidyllischen Bergdorfes. Seit langem wünscht man sich hier ein festes Konzerthaus, einenPrachtbau, der sich in das ländliche Idyll hineinfügt. Pläne bestehen, die Stiftung Les Arts Gstaad wurde gegründet und, wer weiss, vielleicht wird die angedachte Eröffnung im 2023 Wirklichkeit! Sieht man sich die Website der Stiftung an, kommt man ins Schwärmen, schön könnte es werden.

Das 62. Gstaad Menuhin Festival steht heuer unter dem Motto «Alpen», entsprechend folkloristisch bunt wurde die Bühne dekoriert.

Zum Bericht von Marcel Burkhardt

DIE WIENER VOLKSOPER TRAUERT UM HERMANN LEHR

Copyright: Volksoper

Die Volksoper trauert um Hermann Lehr, der am 27. August 2018 völlig überraschend im 75. Lebensjahr verstorben ist. Er war als Tänzer und Darsteller 50 Jahre lang Ensemblemitglied der Volksoper. Als seine Frau Brigitte Lehr ab 2005 den Kinderchor und später den Jugendchor aufbaute, unterstützte er ihre Arbeit mit viel Liebe und Engagement.

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK –4. – 10. SEPTEMBER 2018

 

4.9. LES PECHEURS DE PERLES (aus Salzburg, Aufnahme v. 23.8.) Bayern 4-20.05 Uhr
8.9. DER SPIELER (aus Wien, Aufmahme v. 7.10.2017) Sveriges Radio 2-18.03 Uhr
PARSIFAL (aus Antwerpen, Aufnahme v. 18.3.)VRT Klara-20 Uhr
9.9. FRA DIAVOLO (aus Rom, Aufnahme v. 8.10.2017) SWR 2-20.03 Uhr

Theatermitschriften: Wolfgang Kraliceks Theaterkritiken in Buchform.
„Schlagt ihn tot, den Hund! Es ist ein Rezensent“, heißt es bekanntlich bei Goethe. An dieser Haltung gegenüber Kritikern hat sich bis heute leider wenig geändert. Das Geschäft des Kritikers ist hart und undankbar, zumal als Theaterkritiker in einer theaterverliebten Stadt wie Wien hat man einen schweren Stand. Ist man zu freundlich, wird einem Kumpanei vorgeworfen, ist man zu kritisch, ist man sowieso unten durch. Egal wie, den schlechten Ruf wird man nicht los.
Auf diesem heiklen Terrain bewährt sich der profilierte Theaterkritiker Wolfgang Kralicek wie kaum ein anderer. 20 Jahre lang schrieb er für die Wiener Stadtzeitung „Falter“, seit langem ist er Korrespondent für das Branchenblatt „Theater heute“ und die „Süddeutsche Zeitung“
Wiener Zeitung

Wien: Kasperl im Urania-Puppentheater vor Pensionierung

Spätestens im April 2019 soll zum letzten Mal der Vorhang fallen, dabei hatte man die volkstümliche Stabpuppe eigentlich für unsterblich gehalten
Den Kasperl kann, einem geflügelten Wort zufolge, keiner erschlagen. Dennoch kommt es vor, dass ihm gewissenlose Geister das Totenglöckchen läuten. Spätestens im April 2019 soll für das Urania-Puppentheater zum letzten Mal der Vorhang fallen. Kasperl, je nach süddeutschem Verkehrsraum auch Kasperle oder Kaschberle genannt, wird sich mitsamt der langen Zipfelmütze und seiner vorspringenden Nase zur allerletzten Ruhe betten.
Der Standard

Mit diesem Kasperl bin auch ich aufgewachsen. Meine Großmutter ging mit mir in das (längst nicht mehr bestehende) „Philadelphia-Kino“ in Meidling/ Philadelphiabrücke –  und ich kann mich heute noch gut an diese ersten „Theatererlebnisse“ erinnern. Wenn die Wiener Institution „Urania Puppentheater“ wirklich zusperrt, wäre es schade! Vielleicht finden sich doch noch „Nachwuchskasperl“! In der Politik gäbe es genug, aber die wollen ernstgenommen werden und nicht für Kinder spielen!

Eine kuriose Einladung – Ausladungsgeschichte rund um den Nitsch-Geburtstag  behandeln wir in unseren „Infos des Tages“/Aktuelles.
Will sich da jemand für das Kasperltheater bewerben?

Unter’m Strich

Dönmez über Rauswurf: „Deutscher Präsident hat bei Kurz interveniert“
Der bald wilde Abgeordnete Efgani Dönmez ist der Meinung, dass der deutsche Präsident persönlich seinen Rauswurf aus dem ÖVP-Klub forderte.
HEUTE.at

Da hätten wir schon Anwärter für das Kasperltheater!

Übrigens, was der Herr Dönmez gemeint hat, habe offenbar nicht nur ich nicht kapiert. Heinrich Schramm-Schiessl ist offenbar auch kein „Sexperte“.

H.S.S: Manchmal frage ich mich, sind Politiker – egal welcher Couleur – wirklich so blöd? Es müsste sich doch mittlerweile bis in den letzten Winkel herumgesprochen haben, dass man sich in den sogenannten „sozialen“ Medien nicht zweimal, sondern mindestens fünfmal überlegen muss, was man schreibt. Allerdings, aber vielleicht bin ich zu naiv dazu, habe ich  bei der Sache mit den Knien nicht sofort an ein sexuelles Motiv gedacht, eher an das, was Dömnez dann nachgeschoben hat, nämlich dass die Dame vor den Migranten auf den Knien liegt.

Lieber Heinz, auch ich habe gerätselt, was daran sexistisch sein könnte. Offenbar haben wir beide eine Erziehung genossen, bei der dieses Thema nicht einmal gestreift wurde.

Erst gestern hat mich meine Frau über den Grund der Aufregung aufgeklärt!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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