Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

4. OKTOBER 2019 – Freitag

04.10.2019 | Tageskommentar

„A Midsummer Night’s Dream“. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

»A Midsummer Night’s Dream«, 2. Akt: die in Bottom (Peter Rose) verliebte Tytania (Erin Morley) mit Coweb (Emil Lang), Peaseblossom (Niklas Rudner), Mustardseed (Mihail Savenkov) und Moth (Fabio Ringer). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Ein Janus-Erlebnis: Lege ich die üblichen Maßstäbe an diesen Abend: Es wäre musikalisch ein verlorener. Erfreue ich mich am Spiel, an Bühne und Ausstattung, an den von Irina Brook inszenierten Anspielungen und Shakespeares Text: ein gewonnener…

Zum Premierenbericht von Thomas Prochazka

Sommernachtstraum: Ein Fest nicht nur für das Wiener Ensemble
Irina Brook inszenierte Benjamin Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ ohne Regietheater-Verballhornungen.
Die Presse
Ein „Sommernachtstraum“ im Zauber des Wohlgefallens
Für die Wiener Staatsoper ist Benjamin Brittens „A Summer Night’s Dream“ eine bezaubernde Bereicherung.
Wiener Zeitung
Britten-Premiere in der Staatsoper: Keine Freud‘ an Sommernachtstraumdeutung Bezahlartikel
Der „Midsummer Night’s Dream“ in der Regie von Irina Brook setzt auf die Fantasie des Publikums, einen umjubelten Puck-Darsteller und musikalische Hochwertigkeit.
Kurier

HEUTE an der Wiener Staatsoper: SALOME

Dazu passend:

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS: AUSRINE STUNDYTE (heute „Salome“ an der Wiener Staatsoper)

Ausrine Stundyte. Foto: Barbara Zeininger

Der erste Aufenthalt der Sängerin in Wien fand schon im Jahre 2006 beim 25.Belvedere Gesangswettbewerb statt. Sie hat sich damals bei diesem bedeutenden Award den 2.Platz ersungen, allerdings nicht, wie man auf Grund der bis heute im dramatischen Opernfach verlaufenden Karriere glauben möchte, im Operngesang, sondern ganz im Gegenteil im Fach Operette.

Frau Stundyte stammt aus der Hauptstadt Litauens, dem auch „Rom des Nordens“ genannten Vilnius. Der Vergleich mit Rom hat seinen Grund in den vielen Barockbauten im Zentrum der Stadt. Und der Vorname der Künstlerin, nämlich Ausrine, der stammt aus der litauischen Mythologie und bedeutet der Name der Göttin der Morgenröte.

ZUM INTERVIEW mit Peter Skorepa

Staatsoper Berlin: Die lustigen Weiber von Windsor
David Bösch inszeniert Otto Nicolais selten gespielte Falstaff-Oper. Unter den Sängern brillieren René Pape, Michael Volle und Anna Prohaska, während Bösch voll auf Gaudi setzt. 
Konzertkritiopernkritikberlin

Erwartungsgemäß: Plácido Domingo geht als Chef der Los Angeles Opera
Die Presse
Vorwürfe der sexuellen Belästigung: Plácido Domingo verlässt auch Oper in Los Angeles
Opernstar Plácido Domingo muss sich wegen Belästigungsvorwürfen verantworten. Deshalb hat er nun die Leitung der Oper von LA aufgegeben. Er könne der Kompanie nach den jüngsten Anschuldigungen nicht mehr dienen.
Der Spiegel
Plácido Domingo tritt auch als Opernleiter in Los Angeles zurück
Erst verließ er die Met, nun sagt er sein Engagement in Los Angeles und alle Auftritte dort ab. Er tue es „schweren Herzens“, so Domingo, der Frauen belästigt haben soll.
Die Zeit.de

Dieser Abgang kam nicht überraschend – nachdem die Met ihr Urteil gefällt hat! Domingo bleibt also nur mehr Europa – und das wohl nur bis zum Auslaufen der Verträge. Neue Chancen für Domingo? Vielleicht in China und Japan. Vielleicht geht er auch in den längst verdienten Ruhestand!

Was wird mit „Operalia“? Der Bewerb war der bedeutendste, weil der „Chef“ wirklich etwas für seine Siegerinnen und Sieger tun konnte. Sehr rosig sehe ich die Zukunft des Bewerbes aber auch nicht.

HEUTE: LIVE-STREAM AUS DER ELBPHILHARMONIE

Das ausverkaufte Konzert des Wolfgang Muthspiel Large Ensemble am Freitag, den 4. Oktober 2019 im Großen Saal der Elbphilharmonie kann im kostenlosen Live-Stream aufwww.elbphilharmonie.demitverfolgt werden. 

WIEN/ HEUTE / Freitag (4.9.) im Loreley-Saal in der Penzingerstraße 72, 1140 Wien: GIULIETTA E ROMEO von Nicola Vaccai (1790-1848)

Nicola Vaccai (1790-1848)

Datum: 4.10.2019 um 19.30 Uhr, Penzinger Straße 72, 1140 Wien

Copyright: Mehmet Emir

Kontakt Team: Johannes Hanel Maria-Saaler-Berg-Weg 20 9063 Maria Saal 0650 9834022 kulturtheatermusik@gmx.at

Kartenvorverkauf:
Restaurant Odysseus, Penzinger Straße 57, 1140 Wien, tägl. 11.30-23 Uhr
Schlosserei Zauchinger, Penzinger Straße 61, 1140 Wien, Mo-Fr 8-17 Uhr
Messerschmiede Nagl, Nisselgasse 16, 1140 Wien, Mo-Fr 9-18, Sa 9 – 14 Uhr sowie bei www.oeticket.com

HEUTE BEIM ONLINE-MERKER: MARYNA LOPEZ/ ADOLFO LOPEZ SINGEN /SPIELEN  „MEXIKANISCHES“

Heute Freitag, 4.5. findet in Meidling die vom Bezirksamt initiierte Aktion „Mitten in Meidling“ statt. 33 Meidlinger Geschäfte und Institutionen laden von 10-18 h ein, der Online-Merker stellt neue Werke von Charlotte Pohl und Artzak aus und bietet um 18 h eine Konzert „etwas abseits der Oper“ an!

Ab 18 h bieten wir im Rahmen der Vernissage Charlotte Pohl ein Konzert an: Maryna Lopez, auf der Gitarre begleitet begleitet von Adolfo Lopez, singt „Mexikanisches“.  Ende offen, solange es Spaß macht! Zu Getränken und Brote/ Naschereien sind Sie herzlichst eingeladen und unsere Gäste.

Adolfo und Maryna Lopez. Wo wurde das Foto geknipst? Beachten Sie die Kirchtürme im Hintergrund. Foto: Lopez

Der Online-Merker befindet sich in der Zeleborgasse 20, Ecke Vivenotgasse in Meidling.

Ich empfehle eine Anreise mit der U 6 (oder Straßenbahn 62, oder Badner Bahn etc. Station Bahnhof Meidling, Ausgang Meidlinger Hauptstraße. Aber gleich die Vivenotgasse 3 Minuten bis 2. Quergasse runtergehen. Dort sehen Sie bereits das Portal des Online-Merker, gleich nach der fast fertigen Baustelle! Kurzparkzone gilt bis 19 h.

Maryna Lopez hat bei uns bereits die Wesendonk-Lieder gesungen, Schumann und Brahms will und wird sie noch singen – aber heute ist ein unterhaltsamer Abend bei freiem Eintritt und freier Konsumation angesagt!

WIEN / Kammerspiele der Josefstadt: DER VORNAME von Alexandre De La Patellière und Matthieu Delaporte
Premiere: 4. Oktober 2019

Foto: Theater in der Josefstadt

Es ist amüsant, wie man an einer relativ schlichten Komödie nationale Unterschiede festmachen kann. Das französische Autorenduo Alexandre De La Patellière und Matthieu Delaporte hat schon einige erfolgreiche Komödien geschrieben, in denen das bürgerliche Wohlbefinden unterwandert wird. Ihr Stück „Der Vorname“ habe sie 2012 auch verfilmt.

Der ominöse Vorname, der hier ins Spiel gebracht wird, lautet „Adolf“, und da spitzten die Deutschen sofort die Ohren. Während es im Original – Film und Stück – nur darum geht, dass ein lebenslang mutwilliger, nicht mehr ganz junger Mann seine Verwandtschaft mit der Mitteilung schocken will, seinen ungeborenen Sohn so nennen, das Thema aber bald (und versöhnlich) abgehandelt ist („war ja nicht so gemeint“), hat sich die deutsche Neuverfilmung von Sönke Wortmann aus dem Jahre 2018 zwar lachend, aber eigentlich bitterernst auf das Thema gesetzt: „Adolf“, der verfemte Name, wie kann man nur? Die politische Argumentation uferte humorlos aus, bis zur Befragung von „Mein Kampf“ (das Buch kommt im französischen Original gar nicht vor), bis zur hochnotpeinlichen Diskussion, die den politisch korrekten Linken so aufregt, dass er überall nur Wiederbetätigung sieht und ins unerbitterlich-deutsche Dozieren gerät… Der Name „Adolf“ sei verbannt, verboten, verfemt für alle Zeit!

Nun, die Josefstadt spielt in den Kammerspielen „Der Vorname“ nun in der wesentlich harmloseren französischen Originalfassung, die keinesfalls grundsätzlich weltanschaulich und intellektuell fordernd sein will. Das Reizwort „Adolf“ dient hier vor allem dazu, die Familienmitglieder bei einem Abendessen dermaßen aufzubringen, dass sie schließlich über einander herfallen…

Ein Teil des Publikums verlässt die Vorstellung wohl mit dem zufriedenen Gefühl dass auch andere Familien auf einander los gehen… Die Sache mit dem „Adolf“ hat man da schon längst vergessen.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

WIEN/ KHM: Roms Kulturministermeint  „Schmidt muss Klarheit mit Wien schaffen“
„Es darf zu keinen Problemen in Österreich kommen“, sagt der italienische Kulturminister Dario Franceschini.
Wiener Zeitung

Geh bitte, der soll bleiben wor er ist und um Wien künftig eine großen Bogen machen. Wir brauchen ihn sicher nicht!

London: Das Parlament der Affen erzielte Rekordpreis
Das Werk des Street-Art-Künstlers Banksy kam für 11,1 Millionen Euro unter den Hammer. „Es gibt keinen Zweifel, dass dieses Werk heute relevanter ist als jemals zuvor“, hatte Sotheby’s vorab erklärt.
Die Presse

Der Preis ist nur erklärbar, weil die Situation derzeit hochaktuell ist. Glück muss man haben – wie auch die „Grünen“, denen die Klimadiskussion den entscheidenden Schub gegeben hat. Auch bei der Heiligen Greta dürfen sie sich bedanken, deren Eltern gestern von Nuhr im Deutschen Fernsehen mit „Maria und Josef“ verglichen wurden!

Wien: Abschied von der Citymaut?
Die grüne Vizebürgermeisterin Birgit Hebein lud zum Runden Tisch – und überraschte mit Pragmatismus.
https://kurier.at/chronik/wien/wien-abschied-von-der-citymaut/400637393

Na also, geht doch, wird schon. Die nächste Partei, die sich von unseren Schwarz-Türkisen zu Tode küssen lässt!

Ich wünsche einen schönen Tag. Vergessen Sie nicht: Heute „Tag der offenen Türe“ in der Zeleborgasse!

A.C.

 

 

Diese Seite drucken