Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

4. NOVEMBER 2018

04.11.2018 | Tageskommentar

Bildergebnis für heilige

Heilige auf Opernbühnen sind meist nur aus der zweiten Reihe. Sind Heilige für die Oper schlichtweg zu langweilig?

Heilige sind für viele Vorbilder, weil sie selbstlos für andere da waren und gar ihr Leben für ihren Glauben riskiert haben. Große Dramen haben sich in ihren Leben abgespielt. Eigentlich eine tolle Vorlage für die Oper. Oder etwa doch nicht?

DOMRADIO.DE: Gibt es Opern, in denen Heilige die großen Helden spielen?

Dr. Christian Geltinger (Chefdramaturg an der Oper Leipzig): Es gibt natürlich einige Opern, in denen Heilige eine große Rolle spielen. Das sind nicht wahnsinnig viele und es sind auch nicht die Heiligen, die wir als „Standard-Heilige“ kennen.

Es gibt keine Oper – soweit ich weiß – über den Heiligen Florian oder den Heiligen Georg oder den Heiligen Korbinian. Es gibt Opern über Figuren, die auch irgendwo eine gewisse theatrale Qualität haben…

Warum Heilige in Opern selten eine Rolle spielen: Reine Charaktere sind eher langweilig“
Heilige sind für viele Vorbilder, weil sie selbstlos für andere da waren und gar ihr Leben für ihren Glauben riskiert haben. Große Dramen haben sich in ihren Leben abgespielt. Eigentlich eine tolle Vorlage für die Oper. Oder etwa doch nicht?
Domradio

HEUTE ab 16,30 : LES TROYENS als Stream aus der Wiener Staatsoper

In unseren „Infos des Tages“ /Aktuelles können Sie sich über die nächsten Streamvorhaben der Wiener Staatsoper informieren!

NEU EINGELANGTE KRITIKEN

Wien/ Staatsoper: LOHENGRIN (Vorstellung am 2.11.

Die Wiener Staatsoper lässt sich die Karten für Kritiker bezahlen, zumindest die für „die Merker“ allgemein. Mir gefällt diese Regelung aus wirklich ganz eigennützigen Gründen, denn mit einer bezahlten Karte schreibt es sich viel freier und ehrlicher als mit einer Gratiskarte – zumal der (Gratis)Kritiker ja bereits die nächste Gratiskarte im Blickwinkel hat. Es soll sogar Theaterdirektoren geben, die zu kritische Rezensenten mit „Liebesentzug“ bestrafen – im Klartext „ab jetzt gibt es keine Pressekarten mehr“ (schon geschehen und bei uns registriert).

In deutschen Landen gibt es Kritiker, die nach einem Theaterschock das Pressebüro fragen „Wollt Ihr einen Totalverriss oder soll ich mir die Arbeit sparen?“  Das ist zwar ehrlich und dem Theater gegenüber fair, nicht ganz fair ist es gegenüber der Leserschaft, die nur positive Berichte liest und vermeint, auf unseren Bühnen wird nur Großartiges geleistet, bei Lesen der Kritik einschlummert wie bei einer Oper mit einem Heiligen (siehe oben).

Es gibt aber auch Rezensenten, denen alles zu gefallen scheint! Der geübte Leser identifiziert diese aber sehr bald und nimmt sie nicht erst!

Nun, Thomas Prochazka ist sehr, sehr kritisch. Seine „Lohengrin“-Rezension ist ein Verriss, wie er in unseren „Wohlfühlzeiten“ immer seltener wird. Dabei frequentiert er nicht einmal die reservierten „Merker-Bezahlkarten“ – nein, er kauft sich seine Karten auf dem freien Markt!

Was also meint Thomas Prochazka zur (übrigens gestreamten) „Lohengrin-Vorstellung?

Es ist an der Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen. Also denn: Die gestrige Vorstellung war die bisher schlechteste der Saison. Doch tragen daran nicht allein die Sänger schuld.

Zum Bericht von Thomas Prochazka in www.dermerker.com

STUTTGART: Bela Bartoks „Herzog Blaubarts Burg“ am 2. November 2018 im ehemaligen Paketpostamt – Staatsoper/STUTTGART


Claudia Mahnke, Falk Struckmann. Copyright: Mathias Baus

Eine Rauminstallation voller Licht und Schatten präsentiert Hans Op de Beeck bei seiner düsteren Inszenierung von Bela Bartoks expressivem Operneinakter „Herzog Blaubarts Burg“. Es geht hier um ein unmögliches Paar, das das Publikum gleichsam zu Voyeuren macht. Das Herz des Herzogs verwandelt sich in eine Festung. Und die Zuschauer waten mit Gummistiefeln durch einen Fluss, der sich im Raum befindet. Eine Platzanweiserin führt sie durch die Reihen. Man hört unentwegt das geheimnisvolle Flüstern von Wassernixen. Es sind wohl die verflossenen Frauen Herzog Blaubarts. Traum und Albtraum wachsen bei diesem performativ-installativen Gesamtkunstwerk zusammen und fesseln das Publikum…

Zum Bericht von Alexander Walther

 

LUZERN: ROMÉO ET JULIETTE (Charles Gounod)

Premiere 2.11.2018 – Ein selten so authentisches Liebespaar!     


Ein authentisches Liebespaar: Diego Silva, Regula Mühlemann. Copyright: Ingo Höhn

Zum Premierenbericht von Dr. John H. Mueller

 

BADEN bei Wien/ Stadttheater: FIDELIO . Vorstellung in Alternativbesetzung am 2.11.

© Christian Husar | Magdalena Renwart, Claudia Goebl, Erik Rousi, Ricardo Frenzel Baudisch
Copyright: Christian Husar

Zum Bericht von Gerhard Ottinger

Berlin/ Komische Oper: Massenets selten gespielte Märchen-Oper als bitterböser Traum einer unglücklichen Ballettmaus
Anton Schlatz schreibt in seinem Blog: Vergnügliche Wiederaufnahme an der Komischen Oper Berlin: Aschenputtel Nadja Mchantaf und der Prince Charmant von Karolina Gumos bringen Massenets zärtliche, sinnliche Musik zum Glitzern. Witzig, wenn auch nicht in allen Belangen ein Volltreffer, ist die Regie von Damiano Michieletto. Der neue GMD Ainārs Rubiķis, zuletzt harsch kritisiert, haucht der köstlichen Fin-de-Siècle-Oper charmantes Leben ein.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2018/11/03/cendrillon/

CENDRILLON-TRAILER /Komische Oper Berlin

Deutscher Theaterpreis DER FAUST für Tobias Kratzer (Verleihung gestern abends)

Seine Inszenierung  „Götterdämmerung“, für die er gestern ausgezeichnet wurde, steht heute auf dem Spielplan des Staatstheaters Karlsruhe

 

Bildergebnis für tobias kratzer
Tobias Kratzer. Foto:PR

Mehr darüber morgen!


Zum Bericht von Susanne Kittel-May

WIEN :  KONZERT DES BULGARISCHEN BLINDENCHORS „AKADEMIK PETKO STAYNOV“ NOCHMALS AM 7.11.
Das gestrige Konzert des bulgarischen Blindenchors „Akademik Petko Staynov“ war wunderschön und erfolgreich!

Das Schlusskonzert findet wieder in Wien statt:

Donnerstag, 7. 11. im Festsaal des 3. Bezirks, Karl-Borromäusplatz 3

18.00 bis 18.30 Uhr – Filmvorführung „Das Leben Petko Staynovs“ mit englischen Untertitel
19.00 Uhr – Feierliches Schlußkonzert „Tournee des Lichtes“ – vom Barock bis zur Modernen

Unkostenbeitrag €12.-
Hier können Sie das Eröffnungskonzert „Dir singen wir“ sehen und hören: https://www.youtube.com/watch?v=-sfZjEpXOX0

Thema Nachrufe:  Wie man es auch machen kann:

Gerade lese ich den Artikel aus der Wiener Zeitung betreffend Nachrufe. Es geht auch ganz anders, wie wir gestern in Dortmund erfahren konnten. Dort verstarb im April dieses Jahres ein bedeutender Mäzen des Dortmunder Musiklebens, langjähriger Vorsitzender der Mozart-Gesellschaft Dortmund aber auch pianistisch tätig, Herr Peter Wiegmann. Statt einer Trauerfeier wünschte er sich eine Aufführung des „Deutschen Requiems“ von Brahms. Die fand nach einigen Erinnerungsworten seines Patensohns und Herausgebers der Ruhr-Nachrichten Freitag (2.11.) im Konzerthaus Dortmund statt, das den Saal kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Es spielten die Dortmunder Philharmoniker unter Leitung des stellvertretenden GMD Motonori Kobayashi. Es sang der etwa 100 Sänger umfassende Bachchor an St. Reinoldi, der als Laienchor diese Aufgabe übernommen hatte, obwohl er sich eigentlich auf einen Paulus von Mendelssohn vierzehn Tage später vorbereitete. Solisten waren natürlich eine Stipendiatin der Mozart Gesellschaft Dortmund, Lavinia Dames, jetzt an der Rheinoper Düsseldorf engagiert, und ihr Kollege Dmitri Vargin. Eine künstlerische Besprechung einer solchen Gedenkaufführung verbietet sich natürlich. Man sollte nur nachvollziehen, wie hier ein passendes Gedenken an einen musikbegeisterten Unternehmer begangen wurde.

Sigi Brockmann

Opera Quiz: Which Bellini Heroine Are You?
http://operawire.com/opera-quiz-which-bellini-heroine-are-you/

Ausstellungen/ Kunst/ London: Royal Academy zeigt Klimt und Schiele
Gustav Klimt und Egon Schiele, die beiden Größen der Wiener Moderne, sind unbestrittene Vorreiter der Modernen Kunst: Ihr gemeinsames Todesjahr 1918 nimmt die Royal Academy in London nun zum Anlass für eine Neubewertung des künstlerischen Dialogs zwischen Klimt und dem 28 Jahre jüngeren Schiele.
https://orf.at/stories/3092061/

Österreich
Migrationspakt: Kanzler Kurz stellt sich gegen Van der Bellen
Bundeskanzler Kurz (ÖVP) hat gegenüber dem Bundespräsidenten die ablehnende Haltung zum UNO-Migrationspakt bekräftigt. Aber der ÖVP-EU-Abgeordnete Otmar Karas ist anderer Ansicht als sein Parteichef.
Die Presse

Fußball
Infantinos Fußball-Zirkus
Fifa-Präsident Gianni Infantino ist wieder auf PR-Tour, will bereits die WM 2022 in Katar mit 48 Teams austragen – zum Gedeih seiner Wiederwahl und der Gewinnmaximierung.
Die Presse

Ein Wahnsinn! Bereits 32 Teams sind um 16 zuviel. Eine WM beginnt erst mit den Viertelfinalis, was davor kommt ist weitgehend uninteressant. Ich habe selten so gegähnt wie der Russland-WM . Aber der gute Herr Infantino braucht für seine Wiederwahl auch die Stimmen derer, die in früheren Zeiten respektlos „Bloßfüßige“ genannt wurden!

48 Teams: Hurra, Österreich ist wieder dabei!

Dem widerspricht Kollege Schramm-Schiessl, der auch ein Fußball-Interessierter ist: Zur Fussball-WM: Ich würde, würde ich wetten, was ich noch nie getan habe, außer mit mir selbst, wenn meine Frau wieder einmal etwas macht, was ich erwartet habe, nicht darauf wetten, daß unser Team bei einer 48er-WM dabei ist, denn ich bin mir ziemlich sicher, daß man die Europa-Plätze nur sehr rudimentär erhöhen wird.

Bingo, lieber Heinz! Der Infantino braucht die Startplätze für die „Bloßfüßigen“. Wir Ösis spielen zumindest mit Badeschlapfen! Wobei Bloßfüße den Badeschlapfenkickern gegenüber einen Vorteil haben! Warum? Versuchen Sie beides, dann wissen Sie es!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

Diese Seite drucken