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4. MÄRZ 2020 – Mittwoch

04.03.2020 | Tageskommentar

Heute Ballett-Premiere an der Wiener Staatsoper. Foto: Ashley Taylor

Mit dem Beitrag von Pontus Lidberg entsteht ein Auftragswerk für das Wiener Staatsballett, womit sich der 1977 in Schweden geborene und durch den Tanzfilm „The Rain“ bekannt gewordene Direktor des Danish Dance Theatre (seit 2018) zugleich an der Wiener Staatsoper erstmals vorstellt. „White Darkness“ aus dem Jahr 2001 – von Nacho Duato als Requiem für seine Schwester konzipiert – und die „Movements to Stravinsky“ von András Lukács (Uraufführung 2017, Volksoper Wien) komplettieren den Abend zu einem Aufeinandertreffen von höchst individuellen choreographischen Zugängen.

Wien/ Staatsoper
Choreograf Pontus Lidbergs Tanz in der Dämmerung
Der schwedische Filmemacher und Tanzschaffende über sein Staatsopern-Azftragswerl und über das Leben als Background-Symphonie.
Wiener Zeitung

Anlässlich des neuen dreiteiligen Ballettabends Lukács | Lidberg | Duato sind von März bis Mai 2020 im Rahmen einer Fotoausstellung im Balkonumgang der Wiener Staatsoper „9 Selected Moments“ – neun ausgewählte Tanzmomente –, festgehalten von Gabriele Schacherl, zu sehen. Die gezeigten Fotos, die Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsballetts abbilden, entstanden backstage während Vorstellungen bzw. während Proben im Ballettsaal. Der Fokus der Werke liegt auf der Darstellung körperlicher Expressivität aus ungewöhnlichen Blickwinkeln. Die Bildinhalte drücken Nähe und Vertrautheit aus, ermöglicht durch den speziellen empathischen und räumlichen Zugang der Fotografin. Zu sehen sind u. a. Fotografien von Publikumslieblingen wie Natascha Mair, Ketevan Papava, Nina Poláková, Maria Yakovleva, Davide Dato und Jakob Feyferlik.

Die Ausstellung wird am 8. März 2020 um 18.00 Uhr (vor der Vorstellung von Lukács | Lidberg | Duato, Beginn: 19.00 Uhr) in Anwesenheit der Fotografin sowie Staatsballett-Tänzerinnen und-Tänzern eröffnet und kann im Rahmen eines Vorstellungsbesuchs kostenlos besichtigt werden.

London: Akademischer Florestan

Jonas Kaufmann, Antonio Pappano. Foto: Instagram

Jonas Kaufmann Ehrendoktor am Royal College of Music
Der Tenor Jonas Kaufmann ist vom Royal College of Music (RCM) in London zum Ehrendoktor ernannt worden. Der Titel wurde dem gebürtigen Münchner am Dienstag von Prince Charles verliehen, teilte die Hochschule mit. Die Ehrendoktorwürde erhielt auch der Dirigent und Musikdirektor des Royal Opera House, Antonio Pappano.
http://www.musik-heute.de/20672/jonas-kaufmann-ehrendoktor-am-royal-college-of-music/

London/ Fidelio: Lise Davidsen und Jonas Kaufmann. Foto: Bill Cooper/ ROH

„Fidelio“ in London: Wer hat geschossen?
Probleme benennen, aber nicht lösen: Tobias Kratzer versucht in London, seine „Fidelio“-Inszenierung mit einem einzelnen, genialen Einfall zu retten.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/fidelio-in-london-wer-hat-geschossen-1.4827903

Noch spielt die Wiener Staatsoper! Die Mailänder Scala hat nach „Corona“-Erkrankung eines Sängers die Sperre vorerst bis 11. März verlängert

Mailand: Scala-Sperre bis 11.3. erweitert
Jetzt ist auch ein Scala-Sänger erkrankt
Coronavirus in Lombardia, positivo cantante della Scala: spettacoli sospesi continua su:
https://www.fanpage.it/live/coronavirus-la-diretta-1835-contagi-52-i-morti-aumentano

Wiener Staatsoper: Madama Butterfly – der Oma hätte es gefallen. Vorstellung am 2.3.

Der Oma hätte es gefallen. Obwohl sie nicht taub gewesen wäre gegenüber den vokalen Unzulänglichkeiten des Abends. Aber sie liebte die »Butterfly«. Und — sie liebte die Oper im allgemeinen: die wohl höchste musikalische Kunstform…

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=BBAE77D0-5BAB-11EA-8F38005056A64872

Wien
„Genia“: Kammeroper-Uraufführung muss verschoben werden
Eigentlich hätte am Donnerstag (5. März) in der Wiener Kammeroper Tscho Theissings „Genia oder Das Lächeln der Maschine“ als Beethoven-Hommage Uraufführung feiern sollen. Aufgrund einer Erkrankung von Regisseurin Kateryna Sokolova muss die Premiere nun aber auf kommenden Dienstag (10. März) verschoben werden, teilte das Theater an der Wien mit.
Salzburger Nachrichten

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

New York: Die Tattooes der Kate LINDSEY  für „Agrippina“ werden aufgesprayt

 

ZU INSTAGRAM

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos betreff „Agrippina“

Katharina Wagner versucht sich wieder an LOHENGRIN – in Barcelona

Kathariana Wagner am Regiepult. Foto: Instagram

Günther Groissböck und Klaus Florian Vogt proben. Auf dem dritten Foto (unteren Link anklicken) ist auch Evelyn Herlitzius zu erkennen.  Foto: Instagram

ZU INSTAGRAM

OPER FRANKFURT: SALOME-KURZFILM FREIGESCHALTET

der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Premiere von Richard Strauss’ Salome (Musikalische Leitung: Joana Mallwitz; Regie: Barrie Kosky) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

Foto: Monika Rittershaus

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=194

Plácido Domingos MeToo-Deal in Übersee geplatzt
Whistleblower brachte eine gesichtswahrende Einigung zu Fall: Domingo hätte nach den Belästigungsvorwürfen 500.000 Dollar zahlen sollen.
Wiener Zeitung

Positive Kritik für Volksopern-Zigeunerbaron

Diese wollen wir Ihnen denn doch nicht vorenthalten:

Wien/ Volksoper: Plädoyer für einen neuen Blick: Der Zigeunerbaron an der Volksoper Wien
Der Hurra-Patriotismus und die Kriegsbegeisterung bzw. der Umgang damit sind die wahren Herausforderungen, und man hat gut daran getan, Regisseur Peter Lund damit zu befassen. Er setzt sich intensiv mit seinen Stücken auseinander und hat dem Haus bereits drei grandiose Inszenierungen beschert.
bachtrack

Berlin: Anna Netrebko und Yusif Eyvazov in Berlin:  Sündhaft teuer, traumhaft schön
Dieses medial gehypte Opern-Duo ist also mehr als ein Yellow-Press-Phänomen – und doch bleibt „La Netrebko“ natürlich das Zugpferd, wenn es darum geht, sündhaft teure Tickets zu verkaufen. Beim Berlin-Gastspiel kann man ab 110 Euro dabei sein, die besten Plätze kosten 430 Euro.
Tagesspiegel

Im Instagram-Beitrag (gestern in unserer Webseite) sah man unbesetzt gebliebene Sitze. War Corona daran schuld – oder die Eintrittspreise? Ich vermute eine Kombination!

Mannheim/ Nationaltheater: Phantome der Oper  von Stölzl/Dvorak  29.2.2020 Premiere

‚Phantome der Oper‘ ist kein Musical, sondern bietet eine Revue aus über 400 Jahren Operngeschichte. Das steht gleich oben auf dem Besetzungszettel, damit es zu keinen Mißverständnissen kommt. Die Idee dazu hatte der Film- und Opernregisseur Philipp Stölzl, die Ausführung oblag dem Komponisten & Autor Jan Dvorak, zuletzt Chefdramaturg am Nationaltheater, der auch die Regie übernahm…

Zum Bericht von Friedeon Rosèn

Filme der Woche

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Die Rüschenkleider rauschen wieder verstärkt auf der Leinwand (man kann sich eigentlich nicht vorstellen, warum?), die Löckchen umrahmen Frauengesichter der Vergangenheit. Dennoch hat man dies kürzlich bei „Little Women“ (die Verfilmung des Romans von Louisa May Alcott, erschienen 1868, die Geschichte der vier Schwestern March in Neuengland, Mitte des 19. Jahrhunderts) viel weniger „gestrig“ empfunden als diesmal bei „Emma“. Es ist die neuestes (unter vielen) filmische Umsetzung des Romans von Jane Austen, 1816 erschienen, in dem englischen Dorf Highbury, 16 Meilen von London entfernt spielend, in der englischen Literatur als „romantic comedy“ eingestuft.

Tatsächlich ist dieses Buch aber etwas anders als die anderen, nicht nur, aber auch, weil die junge Heldin kein armes Mädchen ist, das ununterbrochen nach einer reichen Partie Ausschau halten muss. Emma hat eigenes Vermögen – und sie ist, wie Jane Austen selbst meinte, eine Heldin, die nicht viel Sympathie ernten würde. Denn ihr überhebliches Bestreben, ungefragt und selbstgefällig im Leben der Mitmenschen herumzufummeln und diese nach eigenen Wünschen zu lenken, ist wirklich – seltsam. Allerdings vielleicht gut gemeint. Eine frühere, sehr überzeugende Verfilmung aus dem Jahre 1996 zeigte Gwyneth Paltrow als durch und durch liebenswerte Wichtigmacherin, über die man zwar den Kopf schüttelte, wenn sie einem armen Mädchen (hier sehr gelungen: Mia Goth als Harriet Smith) unbedingt einen Gatten verschaffen will (ob diese den möchte oder nicht), der man aber die Gutherzigkeit und beste Absicht glaubte…

Leipziger Buchmesse wird nun doch abgesagt
Noch am Vormittag hatte es geheißen, dass nur ein einziger Aussteller abgesagt hat. Nun findet die Buchmesse als „Präventionsmaßnahme“ doch nicht statt.
Die Presse

„Konzertgänger in Berlin“
Jonglieren mit rohen Eiern: Pressestimmen zum Roman „Beethovn“
Vor zwei Wochen ist mein Roman „Beethovn“ erschienen und geht jetzt in die zweite Auflage. Zum Erscheinen ist eine Reihe von Kritiken erschienen. Einen ganz neuen, unverbrauchten Zugang zu Beethoven fand die Kritikerin Denise Dreyer auf SR2: so charmant wie abwechslungsreich, mal anrührend, mal witzig, zart und mit Empathie. Susanne Pütz hat sich im Hessischen Rundfunk Gedanken über das fehlende E im Titel gemacht
https://hundert11.net/eierjongleur/

Corona in und um Österreich – Atlas der Infektionen
Heute.at.

Österreich: Gery Keszler entschuldigt sich für „Knackarsch“- und „Schnitzelgesicht“-Sager
Der ehemalige Life-Ball-Organisator entschuldigt sich für seine „beleidigenden Sätze“ gegen Bürgermeister Michael Ludwig und Finanzminister Gernot Blümel.
Die Presse

Herr Keszler wurde gestern in Österreichs auflagenstärkster Zeitung als „Charakter-Chamäleon“ bezeichnet. Solche Töne ist der bisher von den Medien und der Politik verhätschelte Parade-Gutmensch nicht gewohnt und zeigt Anzeichen der Verunsicherung – und wohl auch der Richtungslosigkeit!

Österreich
Hilfe für Flüchtlinge: Kogler blitzt bei ÖVP ab
„Nur Privatmeinung“
Kurier

Aber der Herr Vizekanzler weiß, an wen er sich wenden muss, um den Kanzler umzustimmen – an den Bundespräsidenten. Ich bin gespannt, wie dieses „Match“ ausgeht!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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