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4. JUNI 2020 – Donnerstag

04.06.2020 | Tageskommentar

Wir haben genug von leeren Opernhäusern! Die Wiener Staatsoper startet mit Ersatzprogramm – zwar spät, aber doch!

Der Online-Merker“ hat es wieder einmal als Erster gewusst – ein Hoch unseren Netzwerkern. Gestern erfolgte die offizielle Ankündigung überfallsartig – und selbst der Kartenverkauf hat bereits begonnen!

Nach vielen Wochen der coronavirusbedingten Schließung freut sich das Haus am Ring, schon bald wieder für sein Publikum öffnen zu dürfen: In insgesamt 15 Konzerten für maximal 100 Besucherinnen und Besucher wird wieder Musik in der Wiener Staatsoper erklingen.

Geplant ist eine abwechslungsreiche Reihe von klavierbegleiteten Lieder- und Arienabenden im Großen Haus (vor dem Eisernen Vorhang), die von Ensemblemitgliedern des Hauses sowie von Gastsolistinnen und -solisten gestaltet werden. Auch ein Termin der beliebten Reihe „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ wird nun nachgeholt.

Den Auftakt macht am 8. Juni 2020 ein Liederabend von Günther Groissböck; weiters geben die Publikumslieblinge KS Tomasz Konieczny (11. Juni), KS Camilla Nylund (15. Juni), KS Michael Schade (18. Juni), KS Juan Diego Flórez (20. Juni) und KS Krassimira Stoyanova (25. Juni) Liederabende im Haus am Ring.

Die Konzerte am 9., 12., 16., 19., 22. und 24. Juni gestalten Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper.

Als Abschluss findet am 27. Juni das (ursprünglich für 28. Juni geplante) „Galakonzert des jungen Ensembles“ statt. Dabei treten all jene Sängerinnen und Sänger auf, die in der Direktion von Dominique Meyer eine besondere Rolle spielten und, zumindest zeitweise, im Ensemble waren: eine Art musikalischer Rückblick – auch mit dem Orchester der Wiener Staatsoper.

Alle Konzerte werden als Livestream auf www.staatsoperlive.com – weltweit und kostenlos – übertragen.

Das Programm für alle Veranstaltungen, die Besetzungen der Ensemble-Konzerte, des Kammermusik-Abends und des Galakonzertes werden in Kürze auf www.wiener-staatsoper.at veröffentlicht. Die Konzerte beginnen jeweils um 19.30 Uhr (keine Pause), das Galakonzert um 19.00 Uhr (eine Pause).
Karten: Der Kartenverkauf für alle Veranstaltungen beginnt am 4. Juni 2020 um 8 Uhr in der Kassenhalle der Bundestheater sowie online unter www.wiener-staatsoper.at.

 Ticketpreise: EUR 36,- (Konzerte der Ensemblemitglieder sowie Kammermusik) bzw. EUR 100,- (Liederabende, Galakonzert)

Und wer startet am kommenden Montag?: Der unermüdliche Kämpfer gegen den Stillstand

Günther Groissböck bei der Met-Gala

Günther Groissböck hat in unserem kleinen Veranstaltungsraum (Online-Merker, Zeleborgasse/Vivenotgasse) übrigens das allererste Indoor-Konzert nach Monaten der Schockstarre gegeben(keine Angst, genau nach Vorschrift – und niemand ist krank geworden).  In der „Szene“ hat das einiges Aufsehen erregt und offenbar auch etwas bewegt. Auch diesmal wird Groissböck von der exzellenten Aleksandra Goloubitskaia am Klavier begeleitet!

Nun klingen sie wieder
Staatsoper, Musikverein und Konzerthaus nehmen den Betrieb erneut auf. Auch Grafenegg lockt.
Wiener Zeitung

Wiener Staatsoper bietet im Juni 14 Konzerte für je 100 Besucher an
Start am 8. Juni mit Liederabend von Günther Groissböck, Vorverkauf beginnt am 4. Juni – Kostenloser Stream für alle Konzerte
Der Standard

Grafenegg Festival 2020. Programmänderung und Sicherheitskonzept

Wie ursprünglich geplant, findet das Grafenegg Festival 2020 von 14. August bis 6. September 2020 statt.

Grafenegg – outdoor ist es natürlich leichter

(Wien, 3. Juni 2020) Das neue Programm des Grafenegg Festivals 2020 wurde aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus angepasst und heute vom künstlerischen Leiter Rudolf Buchbinder, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Geschäftsführer Philipp Stein vorgestellt. Außerdem wurde ein umfangreiches Sicherheits-konzept präsentiert, das gemeinsam mit der MedUni Wien und der Landessanitätsdirektion NÖ erarbeitet wurde.

Mit anderen Programmen bzw. neuen musikalischen Partnern präsentieren sich u. a. Simon Höfele, Jonas Kaufmann, Camilla Nylund, Harriet Krijgh, Alice Sara Ott, Julian Rachlin, Arabella Steinbacher und Emmanuel Tjeknavorian. Darüber hinaus finden sich neue Gäste im Programm wie Piotr Beczała, Yusif Eyvazov oder Anna Netrebko. Rudolf Buchbinder selbst wird an fünf Abenden als Pianist zu erleben sein.
 Eröffnet wird das 14. Grafenegg Festival mit der Uraufführung von Konstantía Gourzís Trompetenkonzert «Ypsilon, A Poem for Trumpet and Orchestra in five scenes». Die Uraufführung des Auftragswerks dirigiert die Komponistin selbst, die auch Composer in Residence des Grafenegg Festivals 2020 ist.

Musikfestival Grafenegg: Netrebko, Kaufmann, Beczala singen am Wolkenturm
Eine Starparade als „Notfallprogramm“.
Kurier

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer
 
Jonas Kaufmann vermisst sein Publikum – In Grafenegg hat er es wieder

ZU INSTAGRAM

Jonas Kaufmann fürchtet „Katastrophe“ für die Oper
„In zehn Jahren wird es keine junge Generation geben, um die ‚Alten‘ zu ersetzen.“
https://kurier.at/kultur/jonas-kaufmann-fuerchtet-katastrophe-fuer-die-oper/400929608
 
„Muss ich immer stolz sein auf das, was ich kann?“
Jonas Kaufmann ist nicht nur Startenor, sondern kann Dirigierpulte bauen und hat auch schon mal vor Affen Mahler interpretiert, wie er erklärt.
https://www.concerti.de/interviews/jonas-kaufmann/
 
Margarita Gritskova und Maria Prinz im Gespräch über Sergej Prokofiew
Sich um Nuancen und Farben bemühen
Die renommierte Sängerin Margarita Gritskova und ihre Pianistin Maria Prinz, die auch als Solistin auf sehr erfolgreiche Auftritte verweisen kann, haben gerade ihr Naxos-Album „Songs and Romances“ mit Liedern von Sergej Prokofiew heraus gebracht – Anlass zu einem Doppel-Gespräch mit René Brinkmann.
http://operalounge.de/features/portraits-interviews/sich-um-nuancen-und-farben-bemuehen

OPER GRAZ: Heute Neustart mit dem „Musenkuss“ 

 

So lautet denn der Titel des ersten Programms, das ab 4. Juni gezeigt wird, deswegen „Musenkuss“, weil der Zuschauerraum neu belebt wird und mit seinem prächtig bemalten Eisernen Vorhang, den goldenen Ornamenten und Stuckengeln, mit seinen vielfältigen Verweisen auf die Theaterlandschaft, schließlich mit der Darstellung des Apoll mitsamt den Musen im Mittelpunkt eines anspielungsreichen Programms steht. Zu hören sind neben Opernausschnitten von Mozart, Gluck, Rossini, Verdi und Wagner über Bizet, Humperdinck und Korngold auch Lieder von Beethoven, Brahms, Schubert und Tschaikowski. 

Jongmin Park bedankt sich bei Dominique Meyer, der seine Karriere sehr gefördert hat
 
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Wer verbirgt sich hinter der Maske? Auflösung bei Instagram

ALEKSANDRA OLCZYK the rising star unter den Koloratursopranen macht 2021 ihrMET – Debut.

Und das gleich mit der „Königin der Nacht“

Interview: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=4495560660470206&id=878533795506262

Aleksandra Olczyk. Foto: Kinga Karpati

Mit der „Königin der Nacht“ macht Aleksandra Olczyk auch ihr Österreich-Debüt – an der Volksoper. Die Volksoper darf sich rühmen, eine Met-Sängerin aufbieten zu können!

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 4. – 10. JUNI 2020

4.6. IL CORSARO (aus Warschau, Aufnahme v. 24.8.2019) BBC 3-15 Uhr
6.6. GIULIO CESARE (aus Amsterdam, Aufnahme v. 16…2.2008) Radio 4 Hilversum- 19 Uhr
FIDELIO (aus London, Aufnahme v. 3.3.) Bayern 4-19.05 Uhr
KATJA KABANOVA (aus New York, Aufnahme v. 25.4.2004) ORF Ö1-19.30 Uhr
LA CENERENTOLA (aus Glyndebourne, Aufnahme v. 17.6.2007) BBC 3-19.30 Uhr
FIDELIO (aus London, Aufnahme v. 3.3.) VRT Klara-20 Uhr
IL TURCO IN ITALIA (aus Mailand, Aufnahme v. 22.2.) HR 2-20.04 Uhr
MANON (aus Wien, Aufnahme v. 13.6.2019) RAI 3-20.30 Uhr

Musiktage Mondsee 2020 | 28. August – 5. September
„Béla Bartók – Musik in Zeiten des Umbruchs“

Die Musiktage Mondsee haben ihr Programm an die derzeitige Situation angepasst: Mit der Umplanung in 19 gekürzte Konzerte jeweils ohne Pause konnten fast alle Programmpunkte erhalten bleiben. Alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen sowie Abstand beim flexibel gestalteten Saalplan garantieren auf allen Plätzen genügend Beinfreiheit und einen ungestörten Konzertgenuss. Der Musiktage-Abstand vor und nach dem Konzert beträgt eine Cello-Länge.
Zu Gast sind internationale Koryphäen der klassischen Musik u.a. Elisabeth Leonskaja, Sir András Schiff, Robert Holl, Erik Schumann, Quirine Viersen, Henri Sigfridsson, Julian Bliss, das Adelphi Quartett u.v.m. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Auryn Quartetts.

Sopranistin Mady Mesplé ist am 30.5.2020 gestorben

Toulouse, . Die französische Sopranistin Mady Mesplé ist tot. Die Sängerin, die seit den 1990er Jahren an der Parkinson-Krankheit litt, wurde 89 Jahre alt.

https://magazin.klassik.com/news/teaser.cfm?

 

Zum Youtube-Video

Wien: Wo sind die Clowns? Die großen Theater bleiben geschlossen …
Trenklers Tratsch: Seit 29. Mai könnte man spielen. Aber die subventionierten Bühnen haben es sich in der Kurzarbeit bequem gemacht.
Kurier

Dr. Trenkler weiter im „Kurier“ Am 15. Mai taten Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) kund, dass ab 29. Mai auch Indoor-Veranstaltungen mit bis zu 100 Besuchern möglich seien. Jubel brannte auf im Josefstädter Theater. Möchte man meinen. Doch nichts passierte. Nur die Videobotschaft ist weiterhin abrufbar.

Am 25. Mai präsentierte Martin Kušej, der Burgtheaterdirektor, seinen Spielplan ab September. Über ein Programm für den Juni verlor er kein einziges Wort.

Der Verdacht liegt nahe: Die Theatermacher der großen, zum Großteil von der öffentlichen Hand finanzierten Häuser (die Basisabgeltung für die Bundestheater beträgt knapp 163 Millionen Euro!), haben es sich in der Kurzarbeit bequem gemacht. Sie wollen gar nicht spielen.

Ja, wo sind die Clowns nun wirklich. Dieser Tage habe ich von einer gemeinsamen „Kulturwanderung“ in Tirol auf Kosten der Gürtler-Hotels und der ÖBB gelesen!

Schweiz: «Nicht mehr gerechtfertigt». Bund schafft die 2-Meter-Abstands-Buße heimlich ab
Wer die 2-Meter-Abstandsregel nicht einhielt, wurde gebüßt. In der Zwischenzeit wurden die Abstandsbußen abgeschafft. Der Öffentlichkeit wurde bisher nicht darüber informiert.
https://www.20min.ch/story/bund-schafft-die-2-meter-abstands-busse-heimlich

Die Abschaffung erfolgte „wienerisch“. Was heißt das? „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“. Die Polizei straft zwar nicht mehr, sagt das aber nicht der Bevölkerung. Auch die Schweizer lernen von den Nachbarn – besonders Unarten!

Ich habe Hunger! Der Ludwig-Schnitzelgutschein lässt auf sich warten!

 

Wann bitte, wann – Herr Bürgermeister!

Der Wiener Bürgermeister hat einen „Konsumationsgutschein“ im Wert von 5o Euro pro Wiener in Aussicht gestellt. Wir haben ja im Herbst die Wien-Wahl. Eigentlich bekomme ich gar keinen Gutschein, denn ich bin Niederösterreicher. Aber meine Frau hat Anspruch darauf. Die wartet nun und wartet… (schlag nach bei Samuel Beckett) . Sie wird noch lange warten, denn zur Auszahlung bedarf es eines Mehrheitsbeschlusses im Wiener Gemeinderat. Und da zieren sich die „Grünen“. Das muss man sich einmal geben, meine Damen und Herren jenseits unserer Grenzen – das ist weltweit wohl einzigartig: Die Grünen“ wollen nur zustimmen, wenn sie auch Geld aus der Stadtkassa für eine derart „wohltätige Aktion“ für ihre Wahlwerbung bekommen. Sie wissen zwar noch nicht, wofür sie das Geld beim Fenster rauswerfen wollen  (wenn ich wüsste wann und wo, stehe ich gerne unter diesem Fenster), aber sie wollen Geld – das ja bekannntlich kein Mascherl hat.

Wer es nicht glaubt, möge im „Kurier“ lesen

Wien/ „Gastro-Gutschein“
„Wie am Bazar“: Grüne wollten Blanko-Millionen für Ja zu Gastro-Gutschein
Der Beschluss des Gutscheins verzögert sich. Der Grund: Die Grünen wollten sich ihre Zustimmung teuer abkaufen lassen, heißt es aus der SPÖ. Aus grüner Sicht klingt die Geschichte anders.
Kurier

Der Beschluss kann nun frühestens am 24. Juni im Gemeinderat fallen. Bis dahin habe ich Hunger und Gust0 auf mein Schnitzel mit Pommes, dazu ein Krügerl. Wieso ich als Nichtwiener? Weil mich meine Frau sicher einlädt – und bei meinem neuen Wirt in der Koppreitergasse  (der „Karl-Wirt hat ja bekanntlich zugesperrt) bekommt man für 50 Euro sogar zwei Schnitzel plus Suppe plus zwei Krügerl – und fürs Trinkgeld bleibt auch noch was über. Ich lebe ja sehr bescheiden!

Das sind eben „Wiener Sitten“ – da können sich die Schweizer auch noch was abkupfern!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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