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4. JUNI 2018

04.06.2018 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: Der Freischütz. Die mit Spannung erwartete Premiere ist für Montag, 11. Juni angesetzt. Copyright: Gary McCann

Schon wenige Monate nach der Eröffnung der Hofoper – am 1. Jänner 1870 – wurde das Werk zum ersten Mal im Haus am Ring gezeigt. Es folgten weitere acht Neuproduktionen (davon eine im Volksoperngebäude) bis zur bisher jüngsten Neuinszenierung 1995 in einer Regie von Alfred Kirchner und unter der musikalischen Leitung von Leopold Hager. Der Freischütz wurde im Haus am Ring bisher insgesamt 477 Mal in zehn unterschiedlichen Produktionen gezeigt, zuletzt stand die Oper im April 1999 auf dem Staatsopernspielplan.

 

Der deutsche Regisseur  Christian Räth brachte an der Wiener Staatsoper bisher Macbeth heraus. Er nähert sich der Freischütz-Partitur – wie Dramaturg Andreas Láng im Staatsopernmagazin „Prolog“ erläutert – und dem ihr innewohnenden Wechselspiel aus Schönheit und Abgründen, indem er den männlichen Protagonisten Max in ein neues Umfeld stellt respektive sein Betätigungsfeld erweitert. Dieser ist bei Räth nicht bloß Jäger, sondern zuvorderst Künstler, genauer Komponist…

Wiener Volksoper: GASPARONE – Operette von Carl Millöcker. Premiere war am Samstag

Copyright: Barbara Palffy/Volksoper

Eine Kritiken der Tageszeitungen

„Gasparone“ an der Volksoper: Reif für die Küsscheninsel
Sizilien wird zum Schauplatz überdrehter Liebeswirren: Regisseur Olivier Tambosi setzt bei Millöckers „Gasparone“ auf buntes Tumulttheater
Der Standard
Wiener Spritzwein auf Sizilien: „Gasparone“ an der Volksoper
Carl Millöckers Operette „Gasparone“ schaffte es nie ganz aus dem Schatten des berühmtesten Werks seines Schöpfers, des „Bettelstudenten“. Die neue Inszenierung von Oliver Tambosi an der Wiener Volksoper, die am Samstag Premiere feierte, wird dies leider auch nicht ändern. Dazu fehlt die nötige Prise Ernst, auch wenn die Neuproduktion musikalisch und schauspielerisch einige Diamanten birgt
Salzburger Nachrichten
Volksoper: Sex, Schneefall und Ohrwürmer
Kritik „Net hinschauen!“, lautet die kuriose Empfehlung bei „Gasparone“ von Carl Millöcker. Trotz vieler schöner Melodien macht die Aufführung wenig Lust auf Operette
Die Presse

Rarität in Erfurt: „Agnes von Hohenstaufen“

Claudia Sorokina, Kakhaber Shavidze, Bernhard Berchtold, Margrethe Fredheim. Copyright: Lutz Edelhoff

Auszug aus unserer Online-Lritik (Larissa Gawritschenko/ Thomas Janda: …Um es auf den Punkt zu bringen, da ist jede Menge Stoff für Intrige und Oper. Das hat sich wohl auch Ernst Raupach gedacht, als er gemeinsam mit Gaspare Spontini die Pläne für diese Historien-Oper schmiedete. Damals jedenfalls hatte dieser Stoff offenbar Sitz im Leben. Preußen sah sich auf der Gewinnerstrecke, darum hatte man ja auch Spontini aus Paris geholt. Spontini und Raupach entwarfen einen versöhnlichen Ausgang der Rivalitäten. Selbst der geprellte französische König wünschte den Liebenden alles Gute. Historisch ist das nicht nachvollziehbar, vielleicht wurde das Stück gerade deshalb so entwickelt. Das Stück war ein Auftragswerk des Preußen-Königs Friedrich Wilhelm III. zur Hochzeit seines Sohnes Carl mit einer Weimarer Prinzessin.

Den damaligen Zeitgenossen gefiel grundsätzlich so ein Stoff, doch das Stück wurde im damaligen Berlin von einigen mit Unbehagen aufgenommen, weil ein Italiener, aus Frankreich kommend, sich dieses Themas angenommen hatte…

Zum Bericht von Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

Peter Ruzickas „Benjamin“ an Staatsoper Hamburg
Die Hamburgische Staatsoper bringt ein Auftragswerk über den deutschen Philosophen und Kulturwissenschaftler Walter Benjamin auf die Bühne. Komponist Peter Ruzicka steht bei der Uraufführung am (heutigen) Sonntag selbst am Pult des Philharmonischen Staatsorchesters. Inszeniert wird die Oper „Benjamin“ von der gebürtigen Südkoreanerin Yona Kim, die auch das Libretto verfasst hat
Musik heute

Weltklasse-Pianist Trifonov verunglückt – Konzert in Hamburg abgesagt
Trifonov verletzte sich so sehr, dass er seine ganze Tournee absagen musste. Hamburger Ticket-Inhaber bekommen einen Ersatz
Hamburger Abendblatt

Berlin/ Staatsoper: Eine großartig verrückte Tosca in Berlin
Tosca. Egal wie oft man diese Oper hört, sie ist immer wieder spannend. Das opernübliche Paar – Sopran und Tenor – tritt auf und steht einem der bösesten Figuren der Oper gegenüber, Baron Scarpia.
Sarah Schnoor berichtet aus der Staatsoper Unter den Linden.
https://klassik-begeistert.de/giacomo-puccini-tosca-staatsoper

WIEN / Theater in der Josefstadt: MADAME BOVARY nach Gustave Flaubert
Bühnenfassung von Anna Bergmann und Marcel Luxinger
Premiere: 12. April 2018, besucht wurde die Nachmittagsvorstellung am 3. Juni 2018

Copyright: Barbara Zeininger

Renate Wagner fand jetzt Zeit, diese Produktion zu rezensieren: Mittlerweile reisen auch schon Regisseure (in diesem Fall eine Regisseurin), die nicht zur Oberliga gehören, mit der eigenen „Masche“. An die schwachsinnige Version von Strindbergs „Fräulein Julie“ 2015 in der Josefstadt erinnert man sich nicht zuletzt, weil die arme Sona MacDonald in der Titelrolle des adeligen schwedischen Fräuleins mit Gitarre als Pop-Sängerin agieren musste. Furchtbar viel Musik aller Art, sinnlos und nervtötend, vor allem aber heutig, wird auch bei „Madame Bovary“ in der Fassung von ebendieser Regisseurin Anna Bergmann geboten – na, nicht ein Markenzeichen, eher ein Erkennungszeichen. Ja, und dass das, was man auf der Bühne sieht, mit dem Original fast nichts zu tun hat, das wiederholt sich auch…

So hatte ich im zweiten Teil die ganze erste Reihe der Loge für mich allein. Parterre und erster Rang waren von Anfang an nicht üppig gefüllt, nach der Pause waren es noch sehr viel weniger Zuschauer… Wie ist das eigentlich bei den kolportierten tollen Josefstädter Auslastungszahlen? Wenn man das halbe Theater sperrt, zählt dann die Hälfte als 100 Prozent, oder nimmt man das ganze Haus? Tja, hoffentlich müssen sie nicht einmal ganz zusperren, weil niemand mehr sehen will, was sie da anbieten…

Zum Bericht von Renate Wagner

Jede Statistik ist dazu da, manipuliert zu werden. Wenn man die Latte entsprechend nieder legt, überspringt man sie problemlos. Nur gewinnen wird man damit keinen Blumentopf!

House of Pilz, die Pannenserie

Selten wurden innerparteiliche Streitereien so öffentlich ausgetragen wie die der Liste Pilz. Wie es zu dem Desaster kam.
Die Presse

Besucher unserer  Website, die keine Österreicher sind, kennen diese Tragödie  wahrscheinlich nicht. Tragödie – das ist der richtige Ausdruck. Ein Mann hat bereits verloren, nur weiß er es noch nicht. Ob Herr Pilz wusste, dass er überhaupt keine Führungsqualität besitzt? Längst sind die Po-Grapschereien nicht mehr das vorherrschende Thema. Lesen Sie Näheres über die unglaubliche Pannenserie

ORF: Putin gab Armin Wolf „spöttische“ Antworten
Heute zeigt der ORF in einer „ZiB“-Spezial um 20.15 ein
Interview mit Wladimir Putin.
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Putin-gab-Armin-Wolf

Bisher war Armin Wolf gewohnt, Politiker vorführen zu können. Mit unseren heimischen „Schwammerl“ (nein, Herr Pilz ist diesmal nicht gemeint) war das bisher kaum ein Problem.

Aber Vladimir Putin ist ein anderes Kaliber. Der lässt sich von einem Journalisten nicht ständig unterbrechen, zeigt dem klar die Grenzen auf. Damit liefert er auch den zukünftigen Opfern des bösen Wolf eine Gebrauchsanweisung.

Das Gespräch können Sie heute um 20,15 im ORF sehen, später wohl auch in der Mediathek.

ORF : 1,035 Millionen für Länderspiel-Triumph, 589.000 sahen den „Life Ball 2018“ im ORF. Fußball lässt Life-Ball klar hinter sich!

Ein Fußballfest und ein Fest fürs Leben feierte der ORF Samstag in einem wetterbedingt turbulenten ORF-eins-Hauptabend: Bis zu 1,035 Millionen Fußballfans sahen den 2:1-Sieg von Österreich gegen Weltmeister Deutschland, bis zu 589.000 danach den „Life Ball“ 2018.

Irgendwie beruhigt mich der Vergleich!

Nicht vergessen: Merker-Kunstsalon: Morgen Dienstag Puccinis IL TABARRO (19,30 h Festsaal Gatterburggasse 14.)

Beim „Online-Merker gibt es zur gleichen Zeit  (jeder Veranstalter glaubt, dass Schließtage der Wiener Staatsoper ein guter Termin für eine eigene Veranstaltung sind – ich bin da eher skeptisch) die Vernissage der RING-POSTER-Ausstellung (Teil der Sammlung Dr. Klaus Billand)

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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