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4. JULI 2022 – Montag

04.07.2022 | Tageskommentar

 

Gestern in der Wiener Staatsoper: Hoher Besuch aus Monaco – der Fürst in Begleitung seiner Schwester, der „Prinzessin von Hannover“

 Der Besuch der Wiener  Staatsoper war sehr “ tapfer“ von der Prinzessin von Hannover – wie sie in deutschen Gazetten  genannt wird. Für einen guten Zweck kehrte Caroline von Monaco wieder in das Haus zurück, wo sie vor über 30 Jahren auf der Feststiege von Fotografen, Paparazzi und schaulustigen Gästen beinahe erdrückt worden wäre und zumindest ihre Robe Schaden erlitt. Am 23. Februar 1990 besuchte sie mit ihrem später tödlich verunglückten Ehemann Stefano Casiraghi den Wiener Opernball. Der Andrang war so gewaltig, dass sie ihre Loge nicht mehr verlassen wollte und auch kein Interview gab. Was ich zumindest  beruflich bedauerte, war ich doch Chefin der Sendung Seitenblicke. Auf der Bühne heute hat sie sich an der Seite ihres Bruders Fürst Albert II und inmitten des Gastensembles der Opera Garnier bestimmt wohler gefühlt. Eine Art Wiedergutmachung..

Ulrike Messer- Krol

Ein Foto vom Besuch kann ich leider nicht zeigen, denn der „Paparazzi“ würde mir wohl eine Rechnung schicken. Im Kurier-Artikel finden Sie eines!

Wiener Staatsoper
Fürst Albert II. führte Schwester Caroline in die Wiener Staatsoper aus
Albert und Caroline von Monaco besuchten eine Opernpremiere. Fürstin Charlène war nicht dabei.
Kurier.at

Szenenfoto IL TURCO IN ITALIA. Foto: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

Cecilia Bartoli bei szenischem Staatsopern-Debüt umjubelt
Die sommerliche Extrawoche in der Wiener Staatsoper hat am Sonntag ihren unterhaltsamen Höhepunkt erreicht: Rossinis „Il Turco in Italia“ als Gastspiel der Oper von Monte Carlo präsentierte sich Starvehikel für Cecilia Bartoli. Flockig, locker, jedoch ohne allzu mitreißenden Zug ist dieses Herzstück der „Rossinimania“ benannten Residenz der Monegassen unter ihrer künftigen künstlerischen Leiterin Cecilia Bartoli. Und diese feierte damit ihr szenisches Debüt im Haus am Ring.
https://www.sn.at/kultur/allgemein/cecilia-bartoli-bei-szenischem-staatsopern-debuet-umjubelt-123712483

 

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Anna Netrebko besuchte am Samstag mit Yusif Eyvazov „LA TRAVIATA in der Arena von Verona

Zwischen Netrebko und Eyvazov hat sich die mutige Verona-Intendantin Gasdia platziert

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

 

GG in Verona: Für dem „Ramfis“ in „Aida“

 

ZU INSTAGRAM mit weiterem Foto und einem Kurzvideo

Wien
Goldene Stunde für Bruckners größte Symphonie (Bezahlartikel)

Am Boden zerstört war Anton Bruckner 1887, weil die Partitur seiner Symphonie Nr. 8 beim verehrten Dirigenten Hermann Levi nur Haareraufen und Kopfschütteln hervorgerufen hatte. Jubelstürme entfachte nun genau diese erste Fassung des zyklopischen Werks im Wiener Musikverein unter Leitung von Markus Poschner beim 50. Auftritt des Bruckner Orchesters Linz im Goldenen Saal.
DiePresse.com

Leonard Bernsteins Sohn über seinen Vater und »West Side Story«. »Die Liebesgeschichte ist zeitlos. Die Tragödie ist leider zeitlos« (Bezahlartikel)
Zwei Filme und ein Revival: Leonard Bernstein erlebt ein Comeback, 32 Jahre nach seinem Tod. Hier erzählt sein Sohn, wie sich der Starkomponist manchmal quälte – und wie er mit seinem Doppelleben als Schwuler klarkam.
DerSpiegel.de

Das ist ein Bezahlartikel, wenn er sie interessiert, dann müssen Sie wohl investieren.

Es gibt freundliche Leser, die Bezahlartikel kopieren und mir zusenden. Danke, aber das kann ich nur als persönliche Information verwenden. Den Inhalt eines Bezahlartikels zu veröffentlichen, wäre nicht sehr klug und würde Rechtsanwälte auf den Plan rufen!

Bern
Die Oper in Bern liegt auf der Intensivstation
Die Sparte Musiktheater, wie sie noch bei Konzert Theater Bern hiess, hat in der Hauptstadt der Schweiz einen schweren Stand. Bereits in der Saison 2018/19 brachen die Zahlen um satte 12’000 Zuschauer ein. Jetzt muss wahrscheinlich Bühnen Bern unter der Intendanz von Florian Scholz Ende 2022 einen neuerlichen Rückgang vermelden.
https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/201036/

Heidenheim
Premiere von Wagners „Tannhäuser“ in Heidenheim mit unerwartetem Ende
Premiere geglückt: Die Heidenheimer Opernfestspiele präsentieren Richard Wagners „Tannhäuser“ als aufregende, anregende, musikalisch und inszenatorisch packende Geschichte vom Zweifeln und Suchen, die am Ende anders ausgeht, als allseits erwartet.
https://www.hz.de/kultur/kultur-regional/opernfestspiele-heidenheim-es-war-einmal-ein-motel-65273057.html

Auch hier – Bezahlartikel. Wenn mit dem unerwarteteten Ende gemeint ist, dass Elisabeth Hand in Hand mit Venus kichernd das Operhaus verlässt, wäre das schwacher Tobak. Soll sie sich in einem Sarg aus dem Haus tragen lassen?

ORF Mediathek
Wiener Prater Picknick. Ein musikalischer Ferien-Auftakt mit den Wiener Symphonikern
Was wäre Wien ohne Prater? Kaum ein anderer Lebensraum in Wien versprüht derart viel Lebensfreude und Energie. Am 1. Juli wollen der ORF und die Wiener Symphoniker die frühsommerlichen Attraktionen im Prater um ein neues Open-Air-Konzert bereichern.
ORF-Mediathek

BUDAPEST/Palast der Künste-Müpa: DER RING DES NIBELUNGEN – Wiederaufnahme

Müpa Budapest vor dem Ring-Start. Foto: Klaus Billand

 Äußerst sehens- und hörenswertes Revival

 Im Jahre 2007 brachten die Wagner-Tage in Budapest im Palast der Künste – MÜPA südlich der ungarischen Metropole unter der musikalischen Leitung von Ádám Fischer zum ersten Mal den „Ring des Nibelungen“ auf die Bühne, und zwar in einer halbszenischen Inszenierung von Hartmut Schörghofer im damals noch recht neuen Béla Bartók Konzertsaal. Die Produktion wurde ein Riesenerfolg mit Besuchern aus Ungarn, Österreich und einem Großteil der weiten Wagner-Welt und wurde 2014 ebenso erfolgreich wieder aufgenommen und kam auch 2019 wieder auf das Programm. Auch damals, wie nun im Juni erneut, legte man Wert auf eine Aufführungsfolge an vier Abenden hintereinander, wie Wagner es einst selbst wollte.

Nun wurde die Produktion ein weiteres Mal gezeigt, gleich zweimal im Juni. Regisseur Schörghofer und das leading team der Wagner-Tage (Dramaturgie Christian Martin Fuchs, Kostüme und Puppen-Design Corinna Crome, Herren meist Frack und Damen Abendkleid, Lichtregie Máté Vajda, Video Szupermodern Filmstúdiò Budapest, Choreograf Gábor Vida et al.) waren aber der Meinung, dass angesichts der mittlerweile fortgeschrittenen technischen Möglichkeiten und auch weil Schörghofer ganz einfach der Meinung ist, dass jede Wagner-Inszenierung eine „Halbwertszeit“ hat, eine Überarbeitung der Produktion zu einer Wiederaufnahme angezeigt war. Dabei bezieht sich der Regisseur auf Wagners eigene Worte, der schon bei der Uraufführung 1876 in Bayreuth meinte, dass ständig an der Inszenierung weitergearbeitet werden müsse, es also ein work in progress sei. Man wollte nun insbesondere die Möglichkeiten der neuen visuellen Medien nutzen, um die psychologischen Verbindungen der Protagonisten besser darzustellen und das emotionale Tauziehen aufzuklären, welches in die „Ring“-Mythologie verwoben ist. Während man bis 2014 noch viele analoge Bilder produzierte, konnte man nun fortschrittlichere Video- und Animationstechnologien einsetzen, wobei durchaus nicht auf Perfektion abgezielt werden sollte. Denn die gibt es in der Kunst nicht, wie Schörghofer im Programmheft richtigerweise unterstreicht.

Und dann sagt er etwas sehr Bemerkenswertes, was heute in Zeiten des überbordenden Wagnerschen Regietheaters, wie wir es in letzter Zeit an der Deutschen Oper Berlin, bei den Salzburger Osterfestspielen, an der Wiener Staatsoper, in Aix en Provence und anderen Häusern erlebt haben: „Man muss dem ‚Ring‘ mit Demut begegnen, denn er ist größer als wir. Der ‚Ring’ ist eines jener sehr seltenen Meisterwerke, die aus den höchstpersönlichen Gefühlen ihrer Schöpfer hervorgehen und deshalb auch die höchstpersönlichen Gefühle ihrer Interpreten fordern.“ Und mit der Art und Weise, wie Schörghofer diese halbszenische „Ring“-Produktion überarbeitet hat, möchte er so viele Menschen wie möglich erreichen. Denn er ist davon überzeugt, dass Kunst ein Teil des Lebens ist. Und da hat er ganz zweifellos Recht! Ein wesentliches Bedürfnis war Schörghofer, mit der Neu-Interpretation des „Ring“ uns allen bewusst zu machen, wie mythologische Muster miteinander verwoben sind und unter unserer rationalen Wahrnehmungsgrenze operieren. Das ist ihm mit der neuen Version in vielerlei Hinsicht gelungen…

Nachstehend einige Fotos dier halbszenischen Produktion:

Die Rheintöchter. Copyright: Attila Nagy

„Die Walküre“. Brünnhilde und Wotan. Copyright: Attila Nagy

„Götterdämmerung“ – Schluss-Szene mit Brünnhilde Catherine Foster. Foto: Attila Nagy

Zum Bericht von Klaus Billand

Regisseur Peter Brook gestorben

Peter Brook. Copyright: Amy Smith

Regisseur Peter Brook 97-jährig verstorben
Der gebürtige Brite war eine der prägenden Theaterfiguren des 20. Jahrhunderts.
WienerZeitung.at

Nachruf
Britischer Regisseur Peter Brook ist verstorben
DiePresse.com

Festspiele Reichenau: Trauriger Panda mit gestutzten Flügeln
Sanfte Zeitenwende: „Die Möwe“ als Auftakt der neuen Intendanz von Maria Happel bei den Festspielen Reichenau.
WienerZeitung.at

„Die Möwe“ bei den Festspielen Reichenau: Startschuss mit Verzweiflung
Zum Auftakt von Maria Happels Festspielära inszenierte Torsten Fischer Tschechow – es wurde eine wohlgelungene Aufführung
DerStandard.at

Aktuelles aus „Neue ZürcherZeitung“

In der Schweizer Industrie herrscht Alarmstimmung wegen Gas und Strom. Die Anzeichen verdichten sich, dass Erdgas und Strom ab dem Herbst knapp werden könnten. Doch hilflos sind die Schweizer Industrieunternehmen einer möglichen Mangellage nicht ausgesetzt. Mit Notstromaggregaten, der Umstellung auf Flüssiggas und neuen Schichtplänen wappnen sie sich gegen Lücken in der Energieversorgung.
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Lisitschansk in der Ostukraine ist gefallen: Nach der Einnahme von Lisitschansk kontrolliert Russland jetzt die ganze Region Luhansk. Kiew bestätigte am Abend, dass es die Stadt aufgeben musste, die vor dem Krieg etwa 100 000 Einwohner hatte. Die Armee hatte sich offenbar zuvor zurückgezogen, um der Einkreisung zu entgehen.
Zum Bericht
In Kopenhagen werden drei Personen in einem Einkaufszentrum erschossen.  Am späten Sonntagnachmittag hat in einem grossen Einkaufszentrum in der dänischen Hauptstadt offenbar ein junger Mann das Feuer eröffnet, drei Personen getötet und drei weitere schwer verletzt. Die Polizei nahm einen 22 Jahre alten Dänen fest, der mindestens eine Waffe und Munition dabei hatte. Er soll heute vernommen werden.
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 In Ohio haben schon wieder Polizisten einen unbewaffneten Schwarzen erschossen: Der Bürgermeister der Stadt Akron nannte die nun veröffentlichten Videoaufnahmen der Tat «herzzerreissend» und «schwer zu ertragen». Nach einer Verkehrskontrolle Ende Juni war der 25-jährige Jayland Walker zu Fuss geflüchtet. Acht Beamte trafen ihn mit Dutzenden Schüssen. In den Vereinigten Staaten töten Polizisten in trauriger Regelmässigkeit Menschen unter vergleichbaren Umständen. Zum Bericht
 Ein Automechaniker stellte einer Frau nach und versteckte Kameras in Garderoben und Duschen: Für seine Taten muss der 40-Jährige einschlägig vorbestrafte Zürcher sechs Monate ins Gefängnis. Festgenommen wurde er, weil er am Bahnhof wochenlang einer Frau aufgelauert hatte. Danach fand die Polizei die Videoaufnahmen aus einem Solarium und einem Tenniscenter.
Zum Bericht
Mindestens sechs Bergsteiger kommen bei einem massiven Gletscherbruch in den Dolomiten ums Leben: Massen an Eis, Schnee und Felsen sind am Sonntag ins Tal gestürzt und haben mehr als 20 Personen mitgerissen. Das Unglück dürfte mit der Trockenheit und Hitze in Italien zusammenhängen.
Zum Bericht

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Wie viel Wasser soll man wirklich trinken?
Mindestens zwei Liter, gerne auch mehr, so lautet die Lifestyle-Regel. Doch ist das wirklich nötig? Wir nehmen sieben Trinkmythen unter die Lupe
DerStandard.at

OneCoin-Betrug: Die meistgesuchte Frau kommt aus dem Schwarzwald
Mit der Kryptowährung OneCoin soll Ruja Ignatova Milliarden gestohlen haben. Dann tauchte sie unter – und steht nun auf der FBI-Liste der meistgesuchten Verbrecher.
DieZeit.de

Tödlicher Hai-Angriff auf Tirolerin: Mehrere Strände am Roten Meer gesperrt
Die 68-jährige Kramsacherin war am Freitag im seichten Wasser schnorcheln, als sie von dem Tier gebissen wurde. Wie am Sonntag bekannt wurde, gab es am selben Tag eine weitere tödliche Hai-Attacke in dem Gebiet.
TirolerTageszeitung

Formel 1 – Autorennsport
Sainz gewinnt Krimi in Silverstone

Der 73. Grand Prix von Silverstone am Sonntag war an Spannung kaum zu übertreffen. Nach einem Horrorcrash, einer einstündigen Unterbrechung, einem spannenden Restart und einem Safety Car gegen Ende hat schließlich Carlos Sainz das Rennen für sich entschieden und seinen Debütsieg gefeiert. Zweiter wurde überraschend Sergio Perez, Lokalmatador Lewis Hamilton belegte zur Freude der heimischen Fans Platz drei. Überschattet wurde das Rennen aber vom schlimmen Startunfall des Alfa-Romeo-Piloten Guanyu Zhou.
http://sport.orf.at/stories/3097591/

Damit wünsche ich für heute einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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