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4. JULI 2021 – Sonntag

04.07.2021 | Tageskommentar

 

 

BAYREUTHER FESTSPIELE:  KARTENVERKAUF FÜR 2021 NUR ONLINE AB HEUTE 14 h

Tickets für die Bayreuther Festspiele 2021 werden ausschließlich über den Online-Sofortkauf ab dem 04. Juli 2021, 14:00 Uhr angeboten. Kunden, die in der Saison 2020 eine Kartenzuteilung erhalten und auf eine Erstattung des Geldes verzichtet hatten, werden von den Festspielen separat kontaktiert. Alle Informationen zum Online-Sofortkauf werden auf unserer Homepage www.bayreuther-festspiele.de veröffentlicht.

Sollten Sie für die Saison 2021 keine Kartenwünsche haben, kann die bevorzugte Zuteilung auch im Folgejahr 2022 genutzt werden. Ein etwaiges Guthaben würde dann bis zur Verrechnung bei der Bayreuther Festspiele GmbH verbleiben. Sollten Sie eine Erstattung des Guthabens wünschen, senden Sie bitte eine E-Mail an ticket@bayreuther-festspiele.de  unter Angabe Ihrer Kunden- und Rechnungsnummer.

Sie können aufgrund des voraussichtlich geringeren Ticketkontingents für die Saison 2021 pro Werk maximal 4 Karten erwerben.

Bayreuth
Online-Verkauf startet: Gute Chancen für Wagner-Tickets
https://www.br.de/nachrichten/kultur/online-verkauf-startet-gute-chancen-fuer-wagner-tickets,SbwP1F9

Das Kartenangebot ist merklich reduziert, dennoch haben Interessenten ganz gute Chancen, Karten zu bekommen. Die Opernbesucher sind immer noch verunsichtert und die Politik tut das Ihre, die Angst am Leben zu erhalten. Um nicht missverstanden zu werden, vorsichtig bin ich auch, selbst wenn ich die Fahrbahn vor der Merker-Galerie betrete. Es gibt auch andere Krankheiten, die man sich durch Unvernunft einfangen kann. Vorsicht liegt im ureigensten Interesse des Menschen und braucht nicht in Angst umgewandelt und geschürt zu werden.

Auffallend in Bayreuth ist der angenehme Ton, der auch im Umgang mit der Presse herrscht. Da der Online-Merker am Presseverteiler von fast 100 Theatern hängt, weiß ich das zu werten. Obwohl Bayreuth über Jahrzehnte hinweg den Ruf hatte, dass man keine Karten bekommt, weil die Festspiele mehrfach überbucht sind (und lange, sich oft über Jahre erstreckende Wartelisten angelegt wurden, man also eigentlich keine „Werbung“ gebraucht hat), hat man im Umgang mit Bayreuth nicht das Gefühl, ein Bittsteller zu sein -zumindest was den Umgangston betrifft.

Anderswo ist das etwas anders. Die Pressebetreuung und auch der Umgang mit Kartenkäufern eines anderen, eigentlich sogar des größten Festivals überhaupt, ist unterirdisch und für uns eigentlich kein Thema mehr. Wenn es gilt, die Herrschaften vom hohen Ross zu holen (und das kann nur das Publikum), stehen wir an vorderster Stelle bereit. Auch bekam ich erst diese Woche eine Textstelle betreffend ein großes Opernhaus zu lesen, in der die Möglichkeit zum Kauf (!) einer Eintrittskarte als (ich zitiere wörtlich) „Privileg, um das Sie viele beneiden“ bezeichnet wird. Da wird die Entwicklung genau zu beobachten sein.

Nichts davon in Bayreuth. Sichern Sie sich also heute Ihre Karten – und berichten Sie uns davon!

Burgenländerwitze

Blondinen und Burgenländern tut man hierzulande mit Witzen, die über sie gemacht werden, unrecht. In Deutschland gibt es angeblich die Ostfriesenwitze, aber von denen kenne ich keinen. Gerade das Burgenland hat ein bemerkenswertes Kulturangebot, das weit über das, was größere benachbarte Bundesländer anzubieten haben, auch an Qualität hinausgeht.

Wen nun was geritten hat, gewachsene Strukturen zu zerstören und einen, der schon anderswo seine Unzulänglichkeit bewiesen hat, als „Generalunterhaltungsdirektor“ (in einer Presseaussendung war schon mal von „Generalmusikdirektor“ zu lesen) zu installieren, weiß ich nicht, das ist wahrscheinlich einer der besten Burgenländerwitze, die kursieren. Wenn der gute Mann nun seine Aufgabe möglichst effizient, aber als Person unauffällig erledigen würde, würde die breite Öffentlichkeit darüber hinwegsehen. Gemeint ist ohnedies nur die Zeit, in der ein Anderer das Sagen hat und er an seinen Zukunftsplänen werken kann. Aber nein, gerade das kann er nicht.

Renate Wagner kennt die Situation ziemlich gut und hat zudem recherchiert:

Ein König? Ein Usurpator!

 

Es stimmt, als Anton Cupak und ich erstmals darüber sprachen, dass Alfons Haider zum Generalintendanten der Burgenländischen Festspiele ernannt wurde (geisterte nicht lächerlicherweise auch einmal die Bezeichnung „Generalmusikdirektor“ herum?), sagte ich sofort: „Wirst sehen, das erste, was er macht, ist ‚King and I’ spielen, damit er seine Traumrolle als König von Siam noch einmal abziehen kann.“

Naiv, wie ich nun einmal bin, dachte ich allerdings, dass er das aus Anstand erst tun würde, wenn der Vertrag von Peter Edelmann in Mörbisch ausgelaufen wäre.

Nun, wie nennt man jemanden, der einen Mann am Thron mit einem Arschtritt hinunter stürzt? Doch wohl Usurpator. Haider konnte es nicht erwarten, bis Edelmanns fünf Jahre abgelaufen waren… Nein, er spielt „King and I“ schon 2022, und der bereits entmachtete Vorgänger kann sich seine „Lustige Witwe“ in die Haare schmieren.

Und ich gehe noch eine Wette ein – Mörbisch darf nicht Stockerau werden? Es wird! Hat sich Haider doch dort so Lala-Möchtegern-Musikalische Komödien auf den Leib schreiben lassen, wo er als Johann Strauß und Willi Forst auf der Bühne stand. Wetten, dass man diese zu „Musicals“ aufmotzen, mit großen Bühnenbildern und üppiger Choreographien versehen wird – und gerettet sind die nächsten Haider-Mörbisch-Hauptrollen-Auftritte. Währenddessen kann er sich (Struppeck bei den Vereinigten Bühnen macht es vor) allerlei ausdenken, worin er sich noch zentral präsentieren kann. Nur mit dem jungen Franz Joseph in „Sissy“ wird es nicht mehr klappen, so viel Schminke gibt es nicht. Aber irgendetwas wird ihm schon einfallen…

Lesen Sie weiter im heutigen Tageskommentar bzw. unter Apropos“

Mörbisch
Peter Edelmann bringt New York nach Mörbisch

Peter Edelmann vor der Kulisse. Foto: Seefestspiele Mörbisch

Am Donnerstag starten die Seefestspiele. Der künstlerische Direktor erklärt, warum heuer ein Musical auf dem Programm steht
Kurier.at

Wien/ Festwochen
Trenklers Tratsch: Kaup-Hasler und eine Bestellung mit Beigeschmack – Bezahlartikel
Die Wiener Kulturstadträtin machte Artemis Vakianis zur Geschäftsführerin der Festwochen. Die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit
Kurier.at

Das ist ein Bezahlartikel und das Wissen, welche Vergangenheit  die Frau Kulturstadrätin mit der Frau Vakianis verbindet, ist mir keine Investition wert. Vielleicht erfahre ich es doch noch!

Aix-en-Provence
Gemischte Gefühle: Die Festspiele in Aix-en-Provence mit „Le nozze di Figaro“ und „Falstaff“

Falstaff Christopher Purves – in der Kosky-Inszenierung natürlich in Unterwäsche. Copyright: Monika Rittershaus

Im vorigen Jahr mussten die Festspiele in Aix-en-Provence ins Internet ausweichen. Jetzt sind sie live zurück. Die charmante Stadt wirkt im zweiten Coronasommer deutlich weniger überfüllt als sonst in dieser Jahreszeit. Beim Betreten des Théâtre de l’Archevêché gibt es neben den üblichen Sicherheits-, zusätzliche Kontrollen der Impf- oder Testnachweise.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Ludwigsburg/ Schlosspark: Barbara Hannigan: »Chiaroscuro« – Ein musikalisches Spiel mit Licht und Schatten

HEUTE, am Sonntag, 4. Juli im Forum am Schlosspark

Teil 1 um 19:00 Uhr: »Brights Lights«

Teil 2 um 22:00 Uhr: »The Dark Side«

Der Doppelabend endet um zirka 23:00 Uhr.

Barbara Hannigan. Foto: Marco Borggreve

Zum Höhepunkt ihrer einwöchigen Residenz widmet sich die Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigan zusammen mit dem Festspielorchester dem Spiel von Licht und Schatten. Diese Inspirationsquelle entlehnt Hannigan einem Stil der barocken Malerei. Im gleichnamigen Programm wird das kontrastreiche »chiaroscuro« in zwei aufeinanderfolgende Konzerte übersetzt. Mit »Bright Lights« eröffnet sich eine Welt optimistischer Klänge, einprägsamer Melodien und amüsanter musikalischer Einfälle – mit Igor Strawinskys »Pulcinella«, Joseph Haydns Sinfonie Nr. 90 und George Gershwins »Girl Crazy« mit Hannigan als singender Dirigentin.

Jacopo Salvatori gewinnt den Kompositionswettbewerb der Oper Leipzig

Der Publikumspreis ging an Alberto Marcantonio für sein Werk »Truth and Fiction«

 Jacopo Salvatori wurde am 22.6.21 zum Sieger des zweiten Kompositionswettbewerbs der Oper Leipzig zum Thema »Wahrheiten« gekürt. Mit dem Stück »we wish to inform you that we have heard that tomorrow we shall die with our families« hat er die Jury überzeugt. Den Publikumspreis gewann Alberto Marcantonio mit dem Stück »Truth and Fiction«. Die Fachjury wählte unter fast 40 Partituren drei für das Finale aus, ohne vorher die Namen der jungen Komponistinnen und Komponisten zu kennen. Neben Salome Kammer von der Hochschule für Musik und Theater München und Prof. Gerd Kühr von der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, waren dort auch Joscha Schaback, Senior Promotion Manager der Schott Music GmbH & Co. KG, und Olaf Wegener, Projektleiter Förderprojekte Zeitgenössische Musik im Deutschen Musikrat, vertreten. Den Vorsitz der Jury hatte Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig Prof. Ulf Schirmer, der nach der Entscheidung den beiden jungen Musikern herzlich gratulierte…

Mehr darüber in den Infos des Tages

WIEN/ SIRENE OPERNTHEATER: DIE VERBESSERUNG DER WELT. 7 NEUE KAMMEROPERN IN 8 STUNDEN

Die Links auf den Fotos ind inaktiv, die funktionierenden Links finden Sie unten

 

Die funktionierenen Links

EWIGER FRIEDEN

ELSA

DER DURST DER HYÄNE

DER FREMDE

AMERIKA ODER DIE INFEKTION

IKARUS

DIE VERWECHSLUNG

                                                                        SIRENE AKTUELL

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SCHLOSS KIRCHSTETTEN LOCKT MIT ERMÄSSIGUNGEN

 

– 20 % auf alle Konzerte & Opern

Diesen Freitag – 9. Juli ist Karten-Aktionstag!

Diesen Freitag – 9. Juli 2021 (9-11 Uhr) – erhalten Sie bei telefonischer Bestellung im Festivalbüro -20 % Ermäßigung für AUSGEWÄHLTE Konzerte bei einer Bestellung von max. 6 Karten pro Konzert pro AnruferIn.

Limitierte Kontingente – solange der Vorrat reicht.
Tel. Bestellung: 02523 8314 15

Karten & Service
Einzelkarten: bei oeticket.com & allen Vorverkaufsstellen
Kirchstetten-Abos: Wunsch-Termine können Sie nach Lust & Laune kombinieren – bis zu 20 % Ersparnis. Buchbar über das Festivalbüro.
Tel: +43 2523 831415 (Montag und Freitag von 9-11 Uhr)
info@schloss-kirchstetten.at, www.schloss-kirchstetten.at
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ORF III am Sonntag, 4. Juli

Den ersten Sonntag im Juli läutet „ORF III LIVE“ um 10.00 Uhr mit der Übertragung des katholischen Gottesdienstes aus der Dompfarre St. Pölten ein.

Im Hauptabend findet die „Wir spielen für Österreich“-Reihe ihre Fortsetzung, wenn „Erlebnis Bühne LIVE“ um 20.15 Uhr das Freiluftkonzert „Klassikstars am Traunsee“ präsentiert. Rolando Villazón und Regula Mühlemann, begleitet vom Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Chefdirigent Markus Poschner, musizieren vor der atemberaubenden Kulisse des Traunsees. Auf dem Programm stehen Arien, Lieder und Duette, die mit dem Salzkammergut eng verbunden sind, u. a. Stücke von Johannes Brahms, Franz Schubert, Anton Bruckner und Franz Lehár. Das Freiluft-Konzert findet im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden statt, die auch das Bruckner Orchester Linz zum „Orchester des Jahres 2020“ kürten.

Alle haben zu kämpfen!

Alle haben zu kämpfen, wenige geben es zu. Auch in Aix sind weniger Besucher als in den Vorjahren, Festivals bieten Sonderrabatte an, um den Laden wieder in Schwung zu bringen. Auch bei mir gilt der erste Blick den Google Analytics und der Quote. Dass ich in der Mongolei keinen Leser aufspüre, wundert mich nicht. Aber in Südafrika gab es gestern immerhin 6 Zugriffe, in Russland 49. Das alles muss kontrolliert und notfalls gegengesteuert werden.

Übrigens waren auch bei der Europameisterschaft im Fußball in den beiden gestrigen Viertelfinalspielen weniger Besucher als erlaubt gewesen wären

Die Krise müssen wir da wie dort überwinden – mit gemeinsamen Anstrengungen.

Nachdem gestern die Tschechen aus dem Bewerb der Europameisterschaft ausgeschieden sind, kann ich mir nun den Bewerb ohne Aufregung anschauen. Gestern war ich „auf Tausend“. Dänemark-Tschechien, 5. Minute. Ein Däne befördert den Ball ins Torout, der Schiedsrichter entscheidet aber auf Eckstoß statt auf Torabstoß. Was tat der VAR (also der Videokasperl, der sich sonst bei jedem Furz einmengt? Nichts! Eckstoß und daraus folgernd  1:0 für Dänemark. Mit viel Pech verloren die Tschechen dann 1:2. Hat der Videoschiedsrichter für diese Nicht-Leistung Gage bezogen? Natürlich, das fällt bei mir unter „Glatter Betrug“

Nun zum Schiedsrichter, da ja auf Eckstoß entschieden hat. Ich unterstelle ihm keine Absicht, ein Irrtum in einer unübersichtlichen Situation kann passieren. ABER, der Mann heißt Björn Kuipers und ist Holländer! Wen aber haben die Tschechen vor vier Tagen aus der Euro geworfen? Die Holländer! Nochmals, ich unterstelle keine Absicht, aber lassen wir uns doch von unserem Forumsmitglied „Amfortas“ erklären, was sich im menschlichen Unterbewusstsein abspielt!

Schuld sind in diesem Fall die Herren der UEFA, die für die Schiedsrichterbesetzung zuständig sind. Den Holländer darf ich diesen Verdacht gar nicht erst aussetzen, er war also eine eine Fehlbesetzung. .

Aber es kommt noch dicker. Schiedsrichter der Begegnung Ukraine gegen England war Dr.Felix Brych aus Deutschland! Wen hat England ausgeschaltet, um überhaupt gegen die Ukraine um den Einzug in das Semifinale spielen zu dürfen? Bingo! Deutschland!

Auch eine gefährliche Besetzung! Bei diesem Spiel waren die Engländer aber so klar überlegen, dass es zu keiner strittigen Entscheidung gekommen ist! Glück also!

Auch hier kann ich auf ein eigenes Erlebnis hinweisen. Im Wiener Fußball-Unterhaus wurde mir vor Jahrzehnten als Schiedsrichter das Spiel Hirschstetten – Westbahn anvertraut. Fünf Jahre zuvor war ich auch Obmann des SK.Westbahn (damals stand ich drei Vereinen vor, ich war Verwalter des Westbahnplatzes in der Cumberlandstaße), habe die Obmannschaft jedoch beendet und dies auch dem Fußballverband mitgeteilt. Deswegen sah ich auch keinen Grund, die Besetzung wegen Befangenheit abzulehnen.  Ein Vizepräsident des Wiener Fußballverbandes war zwar nicht beim Spiel anwesend, hat aber die Besetzungen genau studiert – am Tag nach dem Spiel. Darauhin gab es großen Wirbel, Präsident Ehrenberger und Schiri-Obmann Themistokle haben mich angerufen und zur Rede gestellt. Ich unterbrach den Wortschwall und empfahl, sich den offiziellen Spielbericht anzuschauen. Westbahn hat das Spiel 0:2 verloren, ein Cupak manipuliert nicht, zumindest nicht so blöd und als Schiedsrichter!

Daraufhin kam  zwar keine Entschuldigung oder sogar Belobigung, zumindest aber ein gönnerhaftes „Ich hätt’s‘ eh nicht glaubt, aber das nächste Mal sagst uns so etwas vorsichtshalber!

Der legendäre „Koller-Steff“ (Schiribesetzer und Gendarmeriebeamter im Burgenland/ Postenkommandant Mattersburg), hat die Verwandtschaftsgrade seiner Schiedsrichter drei Generationen zuvor rückverfolgt, im kleinen Burgenland hat fast jeder in jeder Ortschaft einen Verwandten!

Womit wir wieder im Burgenland gelandet sind – und auf Alfons Haider möchte ich eigentlich nicht treffen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

 

 

 

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