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4. JULI 2018

04.07.2018 | Tageskommentar

München: „Der fliegende Holländer“ mit sensationeller „Einspringer-Senta“. Elena Stikhina mit Wolfgang Koch. Foto: Wilfried Hösl

Adrianne Pieczonka hat abgesagt, Elena Stikhina hat sie ersetzt – und dabei begeistert. Hymnen drangen bereits nach ihrer konzertanten „Senta“ bei den Baden-Baden-Festspielen (unter Gergiev) an unser Ohr, nun hat sie den damaligen Eindruck in einer szenischen Aufführung bestätigt.

Susanne Kittel-May berichtet: …Nun also können sich die Münchner davon überzeugen, dass diese Lobeshymnen nicht übertrieben waren. Mit gerade mal 31 Jahren singt und spielt sie die Senta als junge Frau, die genau weiß, was sie will, nämlich den fliegenden Holländer vom Fluch erlösen. Stikhina singt die Partie mit runder warmer Stimme, bruchlos bis ins hohe Register. Ihr gelingen wunderbar schwebende Piani, aber auch dramatische Ausbrüche, die das Orchester mühelos übertönen und auch in den höchsten Tönen nie schrill werden. Mühelos, ganz natürlich klingt das alles, eine kleine slawische Färbung der Vokale fällt nicht störend ins Gewicht.

Ihr Holländer, Wolfgang Koch, liefert eine eindringliche Charakterstudie des gebrochenen, todessehnsüchtigen Mannes ab. Seine Stimme mag nicht die Größte sein, aber er weiß sich seine Kräfte klug einzuteilen und überzeugt vor allem in den leiseren, kantablen Stellen, wo er seine Stimme einfach strömen lassen kann…

Zum Bericht von Susanne Kittel-May

„Der fliegende Holländer“: ein musikalisch-szenisches Feuerwerk bei den Münchner Opernfestspielen
Mit Richard Wagners „Fliegendem Holländer“ stand am Montag eine Produktion auf dem Spielplan der Münchner Opernfestspiele, die bereits seit einigen Jahren in München immer wieder für Furore sorgt. Sechzehntes Jahrhundert trifft auf Moderne, Moderne trifft auf Industriezeitalter: Peter Konwitschnys Inszenierung des „Fliegenden Holländers“ lebt von abwechslungsreichen Zeitsprüngen und schrillen Kontrasten, bevor sie abschließend mit einem krachend heißen Feuerwerk endet.
Raphael Eckardt berichtet von den Münchner Opernfestspielen in der Bayerischen Staatsoper.
Klassik begeistert

Salzburger Festspiele 2018 gehen Leidensweg mit Leidenschaft
Den Salzburger Festspielen steht heuer eine Leidensgeschichte ins Haus, folgt man dem Übertitel der Ouverture Spirituelle, „Passion“. Oder es regiert auch im zweiten Jahr der Intendanz von Markus Hinterhäuser wieder die Leidenschaft (engl.: Passion) an der Salzach – je nachdem, wie man das Motto lesen möchte. Auf jeden Fall sticht der heimische Festspieltanker am 20. Juli wieder in See
Salzburger Nachrichten

Salzburg
Festspiel-Präsidentin Rabl-Stadler: „Habe kein Talent zum Müßiggang“
Am 20. Juli starten die Salzburger Festspiele in ihre nächste Runde – und mit ihnen auch Präsidentin Helga Rabl-Stadler.
Salzburger Nachrichten

Natürlich berichten wir auch nach der anwaltlichen Bedrohung durch die Salzburger Festspiele  (der Spaß hat mich persönlich, nicht dem Online-Merker, 800 Euro gekostet und ich musste mich für eine Bemerkung in der Berichterstattung an dieser Stelle entschuldigen) auch weiterhin von diesem Festspielen, denn wir sind unseren Lesern verpflichtet, keinen Festspielen oder sonst wem. Der „Online-Merker“ ist in der glücklichen Lage, auf nichts und niemand Rücksicht nehmen zu müssen! Deshalb steigt die Leserschaft auch täglich und ich kann unsere Google-Statistik bei Bedarf auch präsentieren.

BAYREUTH: Katharina Wagner hat viel vom Papa geerbt
Die Festspielchefin bezeichnet ihren Vater Wolfgang Wagner als ein Original, das niemand ersetzen könne. Für sie ist es wichtig, eine familiäre Atmosphäre für die Künstler zu schaffen
Hamburger Abendblatt

Katharina Wagner mag viel vom Papa geerbt haben, aber offenbar nicht den „Riecher“. Wolfgang Wagner hätte den „Alagna-Braten“ längst gerochen gehabt.

Mittlerweile wurde der Bayreuther „Lohengrin“ doch gefunden: Piotr Bezala übernimmt kurzfristig!

Piotr Beczala konnte nun doch die Termine freischaufeln

Berlin/Waldbühne: Jonas Kaufmann – ein Tenor, der auch die Küche putzt
Jonas Kaufmann bringt zu seinem Konzert in der Waldbühne einen Überraschungsgast mit
Berliner Morgenpost

LEIPZIG: „Lulu“: Tut nicht weh, berührt nicht – schade um diese verschenkte Chance
Zum Ende der Jubiläumsspielzeit setzt der Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig mutig ein Werk an, das ihm seit über 30 Jahren und seinem Einspringen für Lorin Maazel in Wien emotional besonders am Herzen liegt: die unvollendete 12-Ton-Oper „Lulu“ von Alban Berg. Allerdings gibt es nur drei Vorstellungen der Leipziger Erstaufführung dieser Oper. Das klingt nach Risikominimierung. So wirkt auch das sparsame Bühnenbild (Alex Brok). Ersetzt wird es durch ständige Videofilmeinblendungen der oft wechselnden Spielorte, der Fantasien wie Erinnerungen im Kopfe der Kindfrau Lulu.
Dr. Guido Müller berichtet aus der Oper Leipzig.
https://klassik-begeistert.de/alban-berg-lulu-oper-leipzig/

Dazu eine bereits ältere Kritik aus der Frankfurter Allgemeinen

Kiel: GÖTTERDÄMMERUNG
Wow! Gerade wenn man das erste Mal eine Oper in Kiel besucht, kann ein solch starker Beginn wie in dieser „Götterdämmerung“ massiv beeindrucken!

Klassik begeistert( Sebastian Koik berichtet aus der Oper Kiel).

HEUTE IM SCHLOSSHOTEL WEIKERSDORF IN BADEN BEI WIEN: ERSTES DER BEIDEN WEIKERSDORFER SCHLOSSKONZERTE

 

Nur heute Fabio Armiliato mit Paolo Rumetz und Anna Ryan

Fabio Armiliato

 

 

Es gibt Karten an der Abendkassa (versprochen!), Reservierung ist nicht nötig. Honorieren Sie die Bemühungen des „Merker-Kunstsalons“, der diese Konzerte ausrichtet – mit namhaften Künstlern. Ein Fabio Armiliato hat auf allen großen Bühnen der Welt große Rollen gesungen.

Orchester, Dirigent, Sänger – dazu noch die Saalmiete – das ist ein gewaltiges finanzielles Risiko, das die Organisatoren da eingehen.

MUSIKTAGE MONDSEE: 31. Aug. – 8. Sept. 2018, „Schubert und Fauré – Meister der leisen Töne“

La France im Salzkammergut: Die Musiktage Mondsee feiern ihr 30jähriges Jubiläum mit Franz Schubert und Gabriel Fauré. Zu Gast im Jubiläumsjahr sind u.a. Elisabeth Leonskaja, Robert Holl, Ferhan & Ferzan Önder, Markus Schirmer, Veronika Hagen, Esther Hoppe und Christian Poltéra.

Ferhan und Ferzan Önder erarbeiten mit SchülerInnen und LehrerInnen der Landesmusikschule Mondsee den „Karneval der Tiere“. Copyright Nancy Horowitz

Infos:  www.musiktage-mondsee.at

 

Macht und Gage. Über die Sehnsucht nach Solidarität am Theater
Wir enden bei der Frage: Was ist gerecht? Und: Was ist gleich? Alle gleich zu machen, wäre ungleich
Berliner Zeitung

Jeder kämpft gegen Jeden, Solidarität muss man sich erst einmal leisten können.

Gutachter prüfen nach sexuellen Übergriffen Münchner Musikhochschule
Wegen mehrerer sexueller Übergriffe an der Münchner Musikhochschule soll nun eine Expertenkommission die Einrichtung genauer unter die Lupe nehmen. Unter der Leitung der ehemaligen Präsidentin des bayerischen Verfassungsgerichtshofes, Hildegund Holzheid, soll die dreiköpfige Gruppe die Strukturen und Abläufe an der Hochschule für Musik und Theater begutachten. Das gab das bayerische Kunstministerium am Dienstag in München bekannt. Die Experten sollten unter anderem prüfen, ob an der Hochschule der Missbrauch von Abhängigkeitsverhältnissen leicht möglich sei, erklärte Kunstministerin Marion Kiechle (CSU)
Musik heute

Kein Konzert nach Verleihung des Friedens-Nobelpreises

Das traditionelle Konzert entfällt in diesem Jahr aus Geldmangel. Sponsoren sind abgesprungen, weil der Werbewert gering ist.  Es gibt also kein Konzert nach der Preisverleihung im Dezember in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

„Das ist mein Land“, sagt der kleine Aborigines-Junge zu dem alten weißen Mann. Der schüttelt den Kopf: „Nicht mehr“, sagt er. Und das ist die Geschichte.

Seit die Weißen Ende des 18. Jahrhunderts nach Australien gekommen sind, haben sie diesen Kontinent in Besitz genommen. Das ging – so wie in den USA – nur, indem man die einheimische Bevölkerung verdrängt, unterdrückt und so weit wie möglich ausgerottet hat. Das ist ein Teil ihrer Geschichte, den man weder in Australien noch in den USA gerne hört. Aber die politische Korrektheit hat auch ihr Gutes – sie arbeitet die so sorglich verschwiegenen Verbrechen auf.

Dieser Film, der extrem langsam läuft und die australische Landschaft mit ihrer roten Erde, ihrem Steppenboden, ihrer Strenge, ihrer gnadenlosen Weite (nein, kein touristisch attraktiver Ayers Rock) atmosphärisch stark mitspielen lässt, erzählt eine Geschichte, die in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Alice Springs spielt. Der Western-Charakter ist in den Anfangsszenen, die das harte Leben hier reizlos auspinseln, unverkennbar…

Fußball-WM: England im Elferschießen weiter:

Die Viertelfinalpaarungen lauten:

Brasilien- Belgien
Frankreich gegen Uruquay
England- Schweden
Kroatien- Russland

Ich vermute, dass der Weltmeister in den beiden erstgenannten Paarungen zu finden ist. Brasilien- Belgien wäre ein würdiges Endspiel, die Auslosung macht es unmöglich. Frankreich gegen Uruquay ist das Spiel der besten Defensivabteilung gegen einen Traumsturm. Kroatien hat als Nachbarland natürlich meine Sympathien, allerdings brauche ich in der Meidlinger Hauptstraße keine kroatischen Siegesfeiern!

Für Spannung ist gesorgt, Fußball ist doch durch nichts zu ersetzen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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