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4. FEBRUAR 2022 – Freitag

04.02.2022 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: „MANON LESCAUT“ – heute zweiter Versuch. Asmik Grigorian. Foto: Lina Jushke

Über Asmik Grigorian zu sprechen ist nicht einfach. Warum? Weil sie für mich eine der vielschichtigsten und komplexesten Künstlerinnen der Gegenwart…

Zum Interview mit Asmik Grigorian

Entnommen der Website der Wiener Staatsoper

Unser vorgesehener Rezensent fällt leider aus, soeben hat er mir berichtet: Heute in der Früh war das „positive“ Testergebnis im Mail, womit ich leider die „Manon Lescaut“ und morgen den „Peter Grimes versäumen werde.

Bis jetzt hab ich nur einen leichten Schnupfen, möge es dabei bleiben.

Hoffentlich kann ich einen Alternativbericht organisieren!

WIENER STAATSOPER: SIMONE YOUNG NEUES EHRENMITGLIED, JONAS KAUFMANN UND BRYN TERFEL ZU KAMMERSÄNGERN ERNANNT

ORF-VIDEO – Ehrungen in der Wiener Staatsoper (Seitenblicke)

Auszeichnungen im Anschluss an Peter Grimes am 2. Februar auf offener Bühne

KS Jonas Kaufmann, Ehrenmitglied Simone Young, KS Bryn Terfel © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Nach einer umjubelten Vorstellung von Peter Grimes am gestrigen Mittwoch, 2. Februar 2022 wurden drei bedeutende und der Wiener Staatsoper seit vielen Jahren eng verbundene Künstler geehrt:

Dirigentin Simone Young wurde zum Ehrenmitglied des Hauses ernannt, im Rahmen der Auszeichnung wurde ihr auch der Ehrenring der Wiener Staatsoper aus dem Hause Juwelier Wagner überreicht.
Den österreichischen Berufstitel »Kammersänger« dürfen nun der Sänger der Titelpartie Jonas Kaufmann und Sir Bryn Terfel, der in Peter Grimes den Balstrode verkörpert, tragen.

Mehr darüber in unseren „Infos des Tages“

Wiener Staatsoper ehrt drei herausragende Künstler
Die Dirigentin Simone Young ist zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt worden. Wie das Haus am Donnerstag mitteilte, wurde der Australierin die Auszeichnung am Mittwochabend nach der Vorstellung von Benjamin Brittens „Peter Grimes“ auf offener Bühne verliehen. Zudem erhielten der deutsche Tenor Jonas Kaufmann und der walisische Bassbariton Bryn Terfel den österreichischen Berufstitel „Kammersänger“.
Musik Heute

PETER GRIMES. Wiener Staatsoper, 2.2.2022

Lise Davidsen. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Als vor der Vorstellung Bogdan Roscic die Bühne betrat wurde es im Publikum ganz still – normalerweise hat das ja nichts Gutes zu bedeuten. Zuallererst beruhigte der Direktor alle indem er sagte, dass alle Solisten wohl auf sind. Allerdings hätte Omikron seinen Tribut beim Staatsopernchor gefordert, allerdings gelang es ihm – in Rücksprache mit Erwin Ortner – 19 Mitglieder des Arnold Schönberg Chors kurzfristig zu engagieren, damit diese die Vorstellung retten. Es war quasi „noch ein Glück“, dass dieser ja im Herbst vergangenen Jahres ebendieses Stück für die Aufführungen im „Theater an der Wien“ einstudiert hatte. In Zeiten wie diesen – auch eingedenk der Tatsache, dass die STOP am Vortag die Vorstellung wegen eines Corona-Falls absagen musste – war es ein glücklicher Zufall, dass hier in Wien an zwei Häusern das eher selten gespielte Stück von Benjamin Britten in der gleichen Spielzeit zur Aufführung gebracht wurde. Der Chor spielt in „Peter Grimes“ eine wichtige Rolle, und dass Christine Mielitz eine Meisterin darin ist, Chormassen zu bewegen erschwerte sicherlich die „Einarbeitung“ von Außenstehenden in diese Produktion. Allerdings bemerkte man überhaupt nichts, es war ein einheitlicher Bewegungsablauf. Der Chor der Wiener Staatsoper, einstudiert von Thomas Lang, bewies auch an diesem Abend sein außergewöhnliches Niveau. Um es mit dem bekannten Floridsdorfer Philosophen Marko A. zu sagen – „Shampoo“…

…Anschließend wurden auf offener Bühne die Ehrungen durchgeführt. Eloquent wie immer pries Direktor Roscic die Verdienste von Young, Terfel und Kaufmann (seine Rede ist bei mir auf Facebook zu sehen und zu hören), ehe die Staatssekretärin für Kunst und Kultur, Andrea Mayer die Bühne betrat und bewies, dass sie von einem Zettel ablesen kann. Sie produzierte für meinen Geschmack zuviel „Politsprech“ und kam immer wieder auf die tagespolitische Relevanz des Inhalts von „Peter Grimes“ zu sprechen. Sie liegt damit ja sicherlich nicht falsch, trotzdem ging es an diesem Abend nicht um das Stück, sondern um die zu Ehrenden…

...Es war ein musikalisch großartiger und vom Umfeld her denkwürdiger Abend…

Zum Bericht von Kurt Vlach

Wien/ Konzerthaus
Juan Diego Florez: Stark im Abgang

Juan Diego Florez. Foto: Gregor Hohenberg/ Sony

Gala-Auftritt von Juan Diego Flórez im Konzerthaus.
Wiener Zeitung.at

Bei Flórez im Konzerthaus flogen die Hohen Cs (Bezahlartikel)
Kusshände und hohe Cs flogen nur so beim Auftritt von Juan Diego Flórez. Etwa bei der voller Ironie präsentierten Arie des Paris aus Offenbachs „La belle Hélène“. Natürlich bei der Arie des Tonio aus Donizettis „Regimentstochter“, mit der er 2007 durch ein Da Capo mitten in der Vorstellung an der Scala Operngeschichte geschrieben hat. Auch in Wien schleuderte er die neun hohen Cs nonchalant und außergewöhnlich klar hinaus und hielt sie besonders lang.
Die Presse.com

Wiener Staatsballett – Ballettpremiere in der Volksoper: „BEGEGNUNGEN“ in dunklen Szenerien (2.2. 2022)

Gewisse Schwächen mögen gegeben sein, Konflikte streben diese „Begegnungen“ jedoch nicht an. Vertraut sind sich die drei Choreographen, welchen diesen Dreiteiler des Wiener Staatsballetts in der Volksoper gestaltet haben. Alexei Ratmansky aus St. Petersburg, erfahrener und reifer Choreograph mit einer Erfolgsbilanz vom Moskauer Bolschoi-Ballett bis in die Vereinigten Staaten, zählt zur international arrivierten Choreographenriege. Andrey Kaydanovskiy, künstlerisch aufgeschlossener Mitdreissiger aus Moskau, seit zwei Jahrzehnten nun schon Mitglied des Wiener Opernballetts, ist am guten Weg sich als Gestalter mit originellen Ideen einen Namen zu machen. Und der Schweizer Martin Schläpfer, der Senior im Trio und nun das zweite Jahr Chef der Wiener Kompanie, setzt hier seine Ambitionen fort, nicht mit originaler Ballettmusik sondern mit Tanzschöpfungen auf beliebte symphonische Kompositionen sich dem Gefallen des Wiener Ballettpublikums zu nähern.

Foto: Ashley Taylor/ Wiener Staatsballett

Zum Premierenbericht von Meinhard Rüdenauer

Begegnungen“ von hell und dunkel beim Staatsballett
Licht und Schatten sind auf einer Bühne ja keine unbekannten Gestaltungselemente. Beim neuen Staatsballett-Abend „Begegnungen“ greift dieses Gegensatzpaar aber gleich auf mehreren Ebenen in das Geschehen ein. In den drei verschiedenen Werken, davon zwei Uraufführungen, verschmolz bei der Premiere Mittwochabend an der Wiener Volksoper nicht nur das Tänzerische mit dem Musikalischen, sondern wechselten sich Sehnsucht und Ablehnung, Zuversicht und Melancholie ab.
https://volksblatt.at/begegnungen-von-hell-und-dunkel-beim-staatsballett/

Begegnungen“: Tanz ins Licht
Das Wiener Staatsballett zeigt einen beeindruckenden Abend an der Volksoper.
WienerZeitung.at

Volksoper: Schattentanz in Platos Höhle
Das Staatsballett in der Volksoper: „Begegnungen“
Der Standard.de

Innsbruck
Neues künstlerisches Leitungsteam am Tiroler Landestheater steht
Die designierte Intendantin Irene Girkinger hat ihre Wahl für die Sparten Musiktheater, Schauspiel und Tanz getroffen.
Tiroler Tageszeitung.at

Natürlich hat sie das getan, was von ihr zu erwarten war – sie hat die wichtigsten Positionen mit Frauen besetzt:

So übernehmen mit der Spielzeit 2023/24 die Regisseurin Jasmina Hadžiahmetović und die Dramaturgin Katharina Duda die gemeinsame Leitung der Sparte Musiktheater…

Die Leitung des Schauspiels haben künftig die Regisseurin Bettina Bruinier und die Dramaturgin Elisabeth Schack inne….

Die Intendantin wird wohl wissen, was in Tirol möglich ist – und was nicht!

Baden bei Wien
Corona schlug zu: Besondere Opernpremiere in Baden
Am Samstag fand eine ganz besondere Premiere im Stadttheater Baden statt: Durch Corona-Fälle im Ensemble musste die Premiere der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi (in deutscher Sprache) ohne Chor und Ballett stattfinden.

…Der Künstlerische Leiter der Bühne Baden, Michael Lakner, trat vor den Vorhang und musste diese Botschaft verkünden. „Diese spezielle Premiere wird in die Geschichte eingehen“, war er überzeugt. „Sie werden Ihren Kindern und Enkeln noch davon erzählen“. Aber dennoch: trotz dieser Einschränkungen wurde es eine berauschende Premiere.

Die Darsteller, allen voran die koreanische Koloratursopranistin Jay Yang und Kammersänger Sebastian Reinthaller, beeindruckten in diesem Kammerstück die Zuseher – darunter Ioan Holender, Birgit Sarata, Georgij Makazaria und Landesrat Christoph Kainz und Bürgermeister Stefan Szirucsek. Am Ende gab es Standing Ovations und Jubel für die verdienstvolle Leistung des ganzen Ensembles.

Niederösterreichische Nachrichten

Salzburg
Rolando Villazón widerspricht Gerüchten (Bezahlartikel)
Laut einem Gerücht könnte die Staatsoper in Berlin attraktiv sein.
Salzburger Nachrichten

Rolando Villazon ist ein herausragender Selbstvermarkter. Ob er sich in Berlin selbst in das Spiel gebracht hat oder aus welchen Gründen immer „in das Gerücht gestossen wurde“, wissen wir natürlich nicht. In jedem Fall hat er sich „ins Gespräch“ gebracht – und das ist in dieser Branche ganz wichtig!

Wiesbaden
„Pique Dame“ in Wiesbaden: In einer ganz lieblosen Welt
Frankfurter Rundschau

Valencia
Palau de les Arts 2021-22 Review: Les Contes d’Hoffmann
John Osborn & Pretty Yende Shine in this Fantastic Critical Edition of the Famed French Comedy
https://operawire.com/palau-de-les-arts-2021-22-review-les-contes-dhoffmann/

Ein Festkonzert zum 90. Geburtstag von Balduin Sulzer

Balduin Sulzer, Vera Kral. Foto: Studio 7

Anlässlich des 90. Geburtstags von Balduin Sulzer (1932-2019) veranstaltet Violinistin Vera Kral am 15. März 2022 ein Festkonzert im Rahmen der „Wilheringer Notenköpfe“ im  Zisterzienserstift Wilhering. Gemeinsam mit der jungen Sopranistin Johanna Rosa Falkinger und Starflötist Michael Oman werden Lieblingsstücke des oberösterreichischen  Komponisten aufgeführt – eigene aus dem etwa 420 Titel reichen Werkkatalog und jene „Alter Meister“.
Und so darf man sich am Tag des 90. Geburtstags des unvergessenen Komponisten, Musikpädagogen und Paters auf Mozart, Sammartini und Telemann freuen – nebst zwei ganz besonderen Stücken Balduin Sulzers: die konzertante Invention op. 403 für Blockflöte und Streicher und das Poéme Gregorien op. 90, eine Fantasie für Sopran und Streichquartett über das „Salve Regina“ aus dem Zisterzienser-Choral. Letztere aus dem Jahr 1984 fand Balduin Sulzer schließlich selbst so geglückt, dass sie auf seinen Wunsch bei seinem Requiem am 23. April 2019 erklang

München
Justiz: Siegfried Mauser will am 7. Februar Haftstrafe antreten
Weil er noch „persönliche Angelegenheiten“ zu klären habe, will der Ex-Rektor der Musikhochschule München seinen Gefängnisaufenthalt aufschieben. Er ist wegen sexueller Nötigung verurteilt. Seine Familie spricht von einer „ungerechten Strafe“.
BR-Klassik.de

Aus vorliegender Meldung geht hervor, dass Herr Mauser zum Haftantritt 1.2. ganz einfach nicht erschienen ist. Der österreichische Bundespräsident hat ihn erwartungsgemäß weder begnadigt noch Strafaufschub verfügt/befürwortet, beim deutschen Präsidenten (Herr Mauser ist Doppelstaatsbürger) hat er es offenbar gleich gar nicht versucht.

Alsdann, viel Vergnügen im Knast ab kommenden Montag, Herr Mauser!

Berlin/ Wien
Theatertreffen 2022: Hamburg und Berlin landen mit je zwei Stücken in der Auswahl
Von »Doughnuts« bis Britney Spears: Das Berliner Theatertreffen zeigt die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen des Jahres. In diesem Jahr vermutlich wieder mit Publikum. Für die Leiterin wird es das letzte Festival sein.
Der Spiegel.de

Wiener Volkstheater mit „humanistää!“ beim Berliner Theatertreffen
Unter den zehn nominierten Produktionen ist auch „All right. Good night“ von Rimini Protokoll – koproduziert u. a. mit dem Volkstheater
Kurier.at

Volkstheater: Mit Ernst Jandl zum Berliner Theatertreffen
WienerZeitung.at

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • US-Militäroperation tötet Anführer der Terrormiliz IS in Syrien: Amerikanische Soldaten haben Abu Ibrahim al-Hashimi al-Kuraishi getötet, den Anführer des Islamischen Staates in Syrien und im Irak. Kuraishi war offenbar zu Beginn der Operation im Dorf Atmeh im Nordwesten von Syrien durch eine von ihm selbst gezündete Bombe getötet worden. Mit ihm kamen mehrere Mitglieder seiner Familie ums Leben.
    Zum Bericht
  • Vier Mitarbeiter von Boris Johnson treten wegen Lockdown-Partys zurück: Binnen weniger Stunden haben vier hochrangige Mitarbeiter des britischen Premierministers Boris Johnson ihren Rücktritt angekündigt. Die Rücktritte kommen für Johnson zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Regierungschef steht wegen der «Partygate»-Affäre unter Druck.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Nordirischer Regierungschef Paul Givan tritt zurück: Givan hat aus Protest gegen vereinbarte Brexit-Regeln für Nordirland seinen Rücktritt angekündigt. Zuvor hatte sich der Streit um das sogenannte Nordirland-Protokoll, das die britische Regierung im Zuge des Brexits mit der EU ausgehandelt hatte, zugespitzt. Das Protokoll sieht vor, dass die britische Provinz weiterhin den Regeln des EU-Binnenmarkts und der Zollunion folgt.
    Zum Bericht
  • Amazon verdoppelt Gewinn dank Beteiligung an Elektroautobauer: Der E-Commerce-Gigant hat seinen Gewinn im vierten Quartal auf 14,3 Milliarden Dollar (13 Milliarden Franken) verdoppelt. Der hohe Gewinn geht zu einem grossen Teil auf eine Beteiligung am Elektroauto-Bauer Rivian zurück. Rivian ging im Herbst an die Börse, was Amazon 12 Milliarden Dollar bescherte.
    Zum Bericht
  • Extreme Kursbewegungen erschüttern die Wall Street: Die Standardwerte des Dow Jones Industrial an der Wall Street verloren 1,45 Prozent, der breitere S&P-500-Index ging um 2,44 Prozent nach unten. Die Technologiewerte des Nasdaq Composite haben um satte 3,74 nachgegeben. Meta, die Muttergesellschaft von Facebook, verlor am Donnerstag mehr als 230 Milliarden Dollar ihres Wertes. Dagegen fiel die Kursreaktion bei Google, Amazon und Snap euphorisch aus.
    Zum Bericht
  • Islamwissenschafter Tariq Ramadan zu Geldstrafe verurteilt: Der aus der Schweiz stammende Wissenschafter sitzt wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Frankreich in Untersuchungshaft. Weil er den Namen der Frau, die ihn beschuldigt, in einem Buch veröffentlichte, müssen er und sein Verlag nun eine Strafe und Schadenersatz zahlen. Ramadan hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
    Zum Bericht

  • Pernkopf kritisiert Atomkraft-Pläne der EU scharf
    „Atommeiler sind ein Sicherheitsrisiko für die kommenden Generationen“
    OTS.at.Presseaussendung

München
Kardinal Marx“Bei manchen Priestern wäre es besser, sie wären verheiratet“
Münchens Erzbischof Kardinal Reinhard Marx hat sich für die Abschaffung des Pflichtzölibats ausgesprochen.
Kleine Zeitung.at

Österreich
Wie langlebig ist die Impfgegner-Partei MFG?
Bezahlartikel
Die Impfgegner feiern enorme Erfolge und wollen auch bei künftigen Wahlen antreten. Aber haben sie auch dann noch eine Chance, wenn die Pandemie vorbei ist? Was Experten dazu sagen.
Kurier.at

Diesbezüglich brauche ich nicht die Expertise von bezahlten „Meinung aufs Auge-Drückern“, die Antwort gibt mir mein hoffentlich gesunder Menschenverstand. Wenn es gelingt, von der Punzierung als Impfgegner wegzukommen und als neue Bewegung für die Bewahrung der Grundrechte wahrgenommen zu werden, dann hat die MFG sehr gute Chancen. Das Wort „Impfgegner“  ist das schwerste Geschütz, das die Gegner der Bewegung so lange es geht auffahren werden. 

Wie in Österreich bereits mit Kindern experimentiert werden soll, weiß ich aus eigener Erfahrung. Heute ist im Osten Österreichs „Zeugnistag“, mein Enkel Raffael besucht die Volksschule in Mauerbach und hat dort Probleme. Er ist „hyperaktiv“ – und der Klassenlehrerin gefällt das gar nicht. Sie empfiehlt daher der Mutter des Kindes, den Buben mit dem Medikament „Ritalin“ (ein schweres Beruhigungsmittel mit ebenso schweren Nebenwirkungen) vollzustopfen – damit sie ihre Ruhe hat. Das Medikament ist verschreibungspflichtig  und eine Kinder-Psychiaterin  würde das Rezept ausstellen.

Dazu Wikipedia: Ritalin ist der Markenname eines verschreibungspflichtigen Medikaments, das von dem Pharmaunternehmen Novartis Pharma vertrieben wird. Der Hauptinhaltsstoff ist der amphetaminartige Wirkstoff Methylphenidat. Der Wirkstoff ist dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) (Anlage III) unterstellt.

Vor vielen Jahren hat man Kinder mit Mohn ruhiggestellt, der auch ein Betäubungsmittel ist. Herausgekommen sind die „Depperl“, die zum Beispiel in der Landwirtschaft für die Eltern und Geschwister ohne zu murren die Drecksarbeit gemacht haben. In vielen Fällen war das glattes Kalkül.

Sollte sich die Mutter im konkret genannten Fall querlegen, wird das Kind im Unterricht eben nicht mehr wirklich berücksichtigt (beiseite gelassen) und im Sommer zurückgestuft.  Erkennen Sie das Muster? „Nehmen Sie doch Ritalin, dann ist alles in Ordnung und Sie können das Problem vergessen„! (leicht abgewandeltes Zitat des Heiligen Sebastian)

Glatte Erpressung auf dem Rücken von Kindern, die sich nicht wehren können.

Nun, meine Tochter ist auch Juristin (ohne den Beruf auszuüben) und wird sich wehren. Das kann sie bestens, davon könnte ich ganze Arien singen.

Ich bin gespannt, was passiert. Aber so läuft es in Österreich in letzter Zeit! Und gerade deswegen hat eine Partei, die Grundrechte vertritt, ganz gute Chancen! Ich werde übrigens die MFG vermutlich nicht wählen!

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

A.C.

 

 

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