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Die internationale Kulturplattform

4. AUGUST 2021 – Mittwoch

04.08.2021 | Tageskommentar

SALZBURGER FESTSPIELE: HEUTE PREMIERE HÄNDELS „IL TRIONFO DEL TEMPO E DEL DISINGANNO“

ZUM TEASER

Gianluca Capuano Musikalische Leitung
Robert Carsen Regie
Gideon Davey Bühne und Kostüme
Peter Van Praet, Robert Carsen Licht
Rebecca Howell Choreografie
rocafilm Video
Ian Burton Dramaturgie

Regula Mühlemann Bellezza
Cecilia Bartoli Piacere
Lawrence Zazzo Disinganno
Charles Workman Tempo

Les Musiciens du Prince Monaco
TERMINE  UND KARTEN

Sternstunde des Liedgesangs: Goerne und Hinterhäuser in Salzburg Bezahlartikel
Matthias Goerne, begleitet vom Intendanten Markus Hinterhäuser, begeisterte mit Schuberts „Die schöne Müllerin“.
Die Presse.com

Gefeierter Liederabend mit Goerne und Hinterhäuser
Niederösterreichische Nachrichten

Sternstunde der Liedgestaltung: Die „Müllerin“ in Salzburg
Matthias Goerne und Markus Hinterhäuser wurden für ihre verinnerlichte, dabei sängerisch wie pianistisch virtuose Liederreise in den Tod mit Ovationen gefeiert
Der Standard.at

Der Dirigent Teodor Currentzis in Salzburg Streit um den Übertreibungskünstler
BR-Klassik.de

Kurven kratzen mit Currentzis in Salzburg
Currentzis‘ Orchester „musicAeterna“,
https://www.diepresse.com/6016589/kurven-kratzen-mit-currentzis-in-salzburg

SALZBURG/Festspiele: Konzert der Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann mit Elina Garanča
Wieder ein großes Salzburger Trio!

Christian Thielemann, Elina Garanca und die Philharmoniker. Foto: Klaus Billand

Gestern (3.8.21) Abend gab es das zweite Konzert der Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann mit Elina Garanča bei den Salzburger Festspielen 2021, also von einem Trio, das schon im Vorjahr das Publikum begeisterte. Und so war es auch diesmal wieder…

Zum Bericht von Klaus Billand

Der Online-Merker legt Wert auf die Feststellung, dass er um keine einzige Pressekarte für die Salzburger Festspiele angesucht hat.  Wir berichten völlig unabhängig mittels Kaufkarten. Dennoch berichten wir ausführlich und fair, informieren unsere Leserschaft umfangreich. Wir arbeiten nicht für die Festspiele in deren derzeitiger Zusammensetzung, wir arbeiten ausschließlich für unsere Leserschaft. Mit der Salzburger Pressestelle wollen wir nichts zu tun haben!

KlassikWoche 31/2021
TOPS und FLOPS des Festival-Sommers

Zurück vom Festival-Jet-Set! Und einigermaßen ratlos: Was soll man davon halten, wenn das Salzburger Klunker-Publikum nach der „Höllenfahrt“ des „Don Giovanni“ aufsteht, um im finalen Ensemble „Questo è il fin di chi fa mal!“ erschrocken in den Gängen zu stehen und zu merken, dass es noch weitergeht?
Tja, und was soll man davon halten, dass ein Großteil des deutschen Feuilletons Teodor Currentzis und Romeo Castellucci endgültig entzaubert, während die Kollegen aus Österreich einhellig weiter um den heißen Brei herum schreiben und Musikkritik eher als Huldigungs-Journalismus verstehen? Haben wir überhaupt noch ein gemeinsames Koordinatensystem, in dem wir uns positionieren, unsere unterschiedlichen Perspektiven austauschen und debattieren? Oder bewegen wir uns längst im luftleeren Raum, in dem Show, Effekt, hohle Behauptungen und Scharlatanerie sich Bahn brechen?…

Willkommen in der neuen KlassikWoche, heute mit einem kleinen – zutiefst persönlichen – Ranking der Festspiele und einem Blick auf die Attraktivität unserer Orchester.
https://crescendo.de/klassikwoche31-2021-joana-mallwitz-nikolaus-bachler-1000083363/

Genau den „Huldigungsjournalismus“ meine ich. Ich habe noch nie eine Pressekarte für mich persönlich beansprucht, das habe ich nicht nötig. Es ist doch völlig klar, wenn ich mich zum Essen einladen lasse und die/der kochende Gastgeberin/Gastgeber nacher erwartungsvoll fragt, ob es denn gemundet habe, kann ich – falls es mir nicht wirklich geschmeckt hat – entweder lügen oder riskieren, nie mehr eingeladen zu werden bzw. die Gastgeber sogar beleidigt zu haben.

In Österreich wird Gefälligkeitsberichterstattung ganz einfach erwartet – andernfalls ist man out! Das merkt man bereits im Ausland – und dort wundert man sich über die hiesigen Schreiber.

Besagten „Don Giovanni“ können Sie sich am Samstag im Fernsehen anschauen und selbst unbeeinflusst (auch unbeeinflusst von mir) entscheiden, „ob es Ihnen auch gemundet hat“.

Genau in dieser völligen Unabhängigkeit sehe ich die große Aufgabe wie auch Chance für den Online-Merker. Schleimer gibt es in der Branche genug! Leider bereits viel zu viele!

Erinnerungen an Claudio Abbado: In der Werkstatt des Magiers
Der Nachlass des italienischen Dirigenten Claudio Abbado wird in der Berliner Staatsbibliothek verwahrt. Bald soll er allen Interessierten zugänglich sein
Tagesspiegel.de

Lech am Arlberg: „LECH CLASSIC FESTIVAL – Eröffnungskonzert“

„Beethoven forever!“ 2.8.2021

Michael Güttler. Copyright: Lech Classic-Festival

Im zauberhaften Bergdorf Lech/Arlberg findet zum 9. Mal das kleine, aber feine Classic Festival im Zeichen von Ludwig van Beethoven statt. Die Lecher Trachtenkapelle empfängt die Gäste am begrünten Dach der Sporthalle Lech musikalisch, die Sonne kämpft sich zwischen die dramatischen Wolken und das wundervolle Bergpanorama verzaubert zusätzlich schon vor dem ersten Konzert.

Copyright: Lech Classic-Festival

Ein vielfältiges, spannendes Beethoven-Programm (mit „Fidelio“, Sinfonien und Konzerten für Klavier oder Violine) wird noch täglich bis 8.8. (Donnerstag ist Probentag) in Lech/Arlberg präsentiert und man darf sich sehr darauf freuen!

Zum Bericht über das Eröffnungskonzert von Susanne Lukas

Bayreuth – Darf das wahr sein, es gibt Tickets für Bayreuth?

Sonst muss man doch angeblich wie der verfluchte „Holländer“ mindestens sieben Jahre geduldig Absagen einsammeln und warten, bis die „Frist um“ und der Eintritt in die „teure Halle“ gewährt ist. Dieses Jahr aber, wenn bei einer Zuschauerkapazität von 900 Plätzen pro Vorstellung nur die Hälfte der Plätze verkauft werden darf, verspricht die Ampel des hauseigenen Online-Ticketshops immer wieder Karten. Eine Nachfrage bei Pressesprecher Hubertus Herrmann beseitigt alle Zweifel: Zwar gibt es gerade nur noch 21 Tickets für ein Konzert mit Andris Nelsons, aber tatsächlich bleibt dieses Jahr der Ticketverkauf via Internet während der Saison einfach offen.

Kultur.Sommer.Semmering I 5. Festivalwoche vom 5. – 8. August 2021 I Künstlerische Sommerfrische auf 1000 Metern Seehöhe!

Künstlerische Sommerfrische auf 1000 Metern Seehöhe!

 

Weilten einst Literaten wie Hugo von Hofmannsthal oder Stefan Zweig auf Sommerfrische im Südbahnhotel, so begeben sich knapp ein Jahrhundert später hochkarätige KünstlerInnen an eben diesen faszinierenden Ort, um das Werk jener bedeutenden Autoren zu würdigen. Corinna Harfouch interpretiert dabei zum Auftakt der 5. Festivalwoche die Hofmannsthal’sche Elektra in ihrer lyrischen Intensität und psychischen Exzessivität als Soloperformance, während sich zum Abschluss des Wochenendes Elisabeth Orth mit einer der feinsinnigsten Erzählungen Stefan Zweigs auf die Spuren des Meistererzählers begibt.

Donnerstag, 05. August 2021 I 19.30 Uhr I Südbahnhotel Semmering

Copyright: Kultur.Sommer.Semmering
Elektra: Hugo von Hofmannsthal – Corinna Harfouch, Johannes Gwisdek
»Elektra« gilt als Hugo von Hofmannsthals erster großer Theatererfolg, die Vertonung von Richard Strauss zählt zu dessen meistgespielten Opern. Im Mittelpunkt des antiken Stoffes steht die getriebene Figur der Elektra, die – ausgestoßen und erniedrigt – nach der Ermordung des Vaters durch die Mutter auf Rache sinnt. Im Südbahnhotel Semmering präsentiert Corinna Harfouch, eine der vielseitigsten Darstellerinnen des deutschen Theaterkosmos, ihre ganz persönliche Interpretation der Tragödie Hofmannsthals: lyrisch intensiv, psychisch exzessiv, stets getrieben und nach Rache sinnend. Atmosphärisch getragen wird ihre ausdrucksstarke, obsessive »Elektra« von den sphärischen Soundcollagen Johannes Gwisdeks.

Freitag, 06. August 2021 I 15.30 Uhr I Südbahnhotel Semmering
War’s das? – Peter Weck

Weiterführende Links

www.kultursommer-semmering.at
www.floriankrumpoeck.com
www.grandsemmering.com
www.suedbahnhotel-semmering.at

Helgoland/ Klassik Open Air: DIE WALKÜRE – 1. Akt – konzertant

Inmitten der Deutschen Bucht, 60 km vom nächsten Festland entfernt!

Foto: Andreas Strutz

Zum Bericht von Andreas Hauff

Salzburg
„Das Bergwerk zu Falun“: Fantastische Sinnsuche
Warum wird Hugo von Hofmannsthals kaum bekanntes Drama in Salzburg gespielt?
Wiener Zeitung

Dramenfundstück: Das Bergwerk zu Falun
Hugo von Hofmannsthal, einer der Gründungsväter der Salzburger Festspiele, prägt mit einem einzigen Stück das sommerliche Hochkulturereignis: Sein „Jedermann“ gerät am Domplatz seit nunmehr 100 Jahren verlässlich zum Gesellschaftsereignis, obwohl die pompöse Freiluft-Inszenierung ursprünglich nur eine Verlegenheitslösung war.
Wiener Zeitung

Bad Ischl
Neue Leiterin von Bad Ischl 2024: „Wollen qualitativeren Tourismus“
Nach Unstimmigkeiten im Team erhielt das Projekt Europäische Kulturhauptstadt Bad Ischl 2024 eine neue künstlerische Leiterin: Elisabeth Schweeger im Gespräch
Der Standard.at

Hätte die Dame „wir wollen qualitativen Tourismus“ gesagt, wäre wohl dagegen nicht einzuwenden. Diese Frau Schweeger hat aber „qualitativeren Tourismus“ gesagt – und somit klargestellt, dass die bisherigen Ischl-Touristen ihren Qualitätsansprüchen nicht genügen. Meine Schwägerin, die immerhin Prokuristin einer angesehenen Druckerei war  und somit wohl kein Dummerl ist, hat im Sommer jeweils eine Woche in Bad Ischl verbracht. Damit ist nun Schluss, sie lässt sich von der neuen Ischler Tourismuschefin nicht beleidigen. Ich habe ihr sofort diesen Artikel übermittelt und sie hat umgehend reagiert und storniert! Wie heißt es doch: „Oper ist, wo die dicke Frau singt“ – aber „Bad Ischl ist, wo die anscheinend nicht allzukluge Frau ihre seltsamen Formulierungen von sich gibt!)

SALZBURGER LANDESTHEATER SUCHT STATISTEN FÜR VERDIS  „MACBETH“

das Salzburger Landestheater sucht für die Inszenierung von Giuseppe Verdis Opernthriller „Macbeth“ insgesamt vier Frauen und vier Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die als Statistinnen und Statisten zum Bühnengeschehen beitragen. Neben schauspielerischem und tänzerischem Talent ist auch in mehreren Szenen körperliche Fitness erforderlich, zudem werden die Statistinnen und Statisten ständig auf der Bühne präsent sein.

„Macbeth“ wird von Regisseurin Amélie Niermeyer inszeniert und feiert unter der musikalischen Leitung von Leslie Suganandarajah am 30. Oktober 2021 in der Felsenreitschule Premiere. Die Bereitschaft zur intensiven Probenphase ab 1. Oktober 2021 wird ebenso vorausgesetzt wie die Verfügbarkeit an den insgesamt acht Vorstellungsterminen (siehe Website des Salzburger Landestheaters).

Alle Interessierten sind herzlich zum Casting am Freitag, den 3. September 2021 um 18 Uhr im Probenzentrum Aigen eingeladen. Legere Kleidung wäre von Vorteil und bitte bringen Sie einen negativen Corona-Test mit. Anmeldungen erbeten unter statisterie@salzburger-landestheater.at (Herr Felix Mayrhofer).

Alle weiteren Informationen werden nach der Anmeldung mitgeteilt.

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 5. August 2021 
DIE PERFEKTE EHEFRAU
La bonne épouse  /  Frankreich  /  2020
Drehbuch und Regie: Martin Provost
Mit: Juliette Binoche ,Yolande Moreau Noémie Lvovsky
Edouard Baer u.a.

Natürlich ist es ein Film über weibliche Emanzipation – oder sollte zumindest einer sein. Man fragt sich, ob es tatsächlich „so kurz her“ ist, dass es in den späten sechziger Jahren in Frankreich noch „Frauenhaushaltsschulen“ gab, in denen gelehrt wurde, eine „perfekte“ Frau zu sein. Das heißt eine, die ihre eigene Unterdrückung annimmt und angehalten ist, sie gewissermaßen freudig zu leben. Kinder, Küche, Kirche. Alles zu Wohl des Ehemanns. Kochen, Haushalt führen, ihm seine Wünsche vom Gesicht ablesen…

In ihrem Internat, noch kurz vor 1968, predigen das drei Damen mit schierem Enthusiasmus: Paulette Van der Beck, deren Gatten die Schule gehört, ohne dass er selbst etwas dazu beitrüge, außer… das klärt sich später. Ihre drollige Schwägerin Gilberte Van der Beck, die vor allem für Kochkünste zuständig ist, denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen, und eine Nonne ist auch noch dabei, die vor allem zu Unterwerfung unter den männlichen Willen auffordert…

...Es ist, seien wir ehrlich, vom Inhalt und der Aufbereitung her, eine dürftige Sache. Wäre da nicht die Binoche… Aber da ist Juliette Binoche, und ihr Zauber steckt alles in die Tasche!

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der neuen Zürcher Zeitung

Wahlgericht nimmt Brasiliens Präsidenten Bolsonaro ins Visier: Nach wiederholten Attacken gegen das brasilianische Wahlsystem hat der Oberste Wahlgerichtshof des Landes eine interne Ermittlung gegen Präsident Jair Bolsonaro eingeleitet. Unter anderem über soziale Netzwerke verbreitet Bolsonaro seit den Präsidentschaftswahlen 2018 und zuletzt bei Demonstrationen seiner Anhänger immer wieder Zweifel an der Verlässlichkeit des Wahlsystems.
Zum Bericht
Vertraute von Alexei Nawalny zu anderthalb Jahren Freiheitsbeschränkung verurteilt: Ljubow Sobol dürfe nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nicht aus dem Haus gehen, schrieb ihr Anwalt auf Twitter. Zudem dürfe sie Moskau nicht verlassen. Sobol wird vorgeworfen, dass bei von ihr mitorganisierten Demonstrationen für die Freilassung Nawalnys Anfang des Jahres gegen Corona-Schutzauflagen verstossen wurde.
Zu den neusten Entwicklungen
Vermisster oppositioneller Aktivist aus Weissrussland tot aufgefunden: Witali Schischow, der eine in Kiew ansässige gemeinnützige Organisation leitete, die flüchtige Weissrussen vor Verfolgung schützt, war von seinem Partner als vermisst gemeldet worden. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Mordverdachts eingeleitet.
Zu den neusten Entwicklungen
Verheerende Waldbrände bringen Erdogan in Bedrängnis: Den türkischen Behörden gelingt es seit Tagen nicht, die Waldbrände an der Küste unter Kontrolle zu bringen. Viele Türken werfen der Regierung Untätigkeit vor.
Zum Bericht

Zur Causa Belarus und seine geflohene Läuferin

Hätte sich Österreich in die Asylangelegenheit einmischen sollen, wenn andere Läner gerne bereitstehen?

Tatsächlich ist Österreich einer der größten Investoren in Belarus. Laut Wirtschaftskammer Österreich unterhielten zuletzt 20 österreichische Firmen Repräsentanzen in Minsk und Umgebung, daneben bestanden Beteiligungen an 82 weißrussischen Unternehmen. Unter den Investoren finden sich auch vier börsennotierte Konzerne: Raiffeisen Bank International (Priorbank), Vienna Insurance Group (Kupala), A1 Telekom Austria (A1 Belarus) und Kapsch TrafficCom. (Quelle „Profil“)

ORF
ORF-Intendantenwahl: Freundeskreise halten sich offiziell weiter bedeckt
Lob für Bewerber-Konzepte. Aber FPÖ plädiert für Ende der Ära Wrabetz
Kurier.at

Lohnende Flammen: Das Geschäft mit den Waldbränden
Bei den Bränden, wie sie derzeit in Italien und anderen Mittelmeerländern wüten, ist oft Brandstiftung im Spiel – die Gründe sind fast immer ökonomisch.
Kurier.at

Der Klimawandel ist nicht an allem schuld, er lässt sich auch trefflich missbrauchen.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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