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4. APRIL 2022 – Montag

04.04.2022 | Tageskommentar

Don Giovanni mit Micheal Volle. Copyright; Matthias Baus

BERLIN/ Staatsoper: DON GIOVANNI.Premiere

Das größte Ärgernis dieses Premieren-Abends an der Berliner Staatsoper ist das verschenkte Potential, das zur Verfügung gestanden hätte. Acht großartige Mozartsänger auf einen Streich, wann und wo könnte man so aus dem Vollen schöpfen? Aber was nützen die guten Sänger, wenn sie zum Rampensingen gezwungen sind, wenn es an der helfenden Hand eines fähigen Regisseurs fehlt. Und wenn aus dem Graben kein Impuls kommt?

Die ersten beiden Tutti-Schläge der Ouvertüre stimmen noch hoffnungsfroh, aber nach wenigen weiteren Takten ist klar, dass Daniel Barenboim sich abermals in dröger Selbstgefälligkeit ergehen wird, das nunmehr vierte Jahrzehnt (!) seiner GMD-Position am Haus beginnt nicht gerade hoffnungsfroh.

Zum Bericht von Peter Sommeregger (Klassik.begeistert.de)

Berlin/ Staatsoper:  „DON GIOVANNI“, bejubelte Premiere, 2.4.2022, Gesangsfest mit sonderbarem Schluss

Elsa Dreisig, Serena Sáenz, Riccardo Fassi, Bogdan Volkov, David Ostrek , Slávka Zámečníková.Foto: Matthias Baus

…Während nun die von Don Giovanni benutzten Frauen und Männer in einem Sextett über die an ihm vollzogene gerechte Strafe  jubeln, steht der – Michael Volle – von den Feiernden unbemerkt am rechten Bühnenrand und schaut ihnen grinsend zu. Sie öffnen eine Schachtel mit einem blauen Getränk. Leporello füllt es in die Gläser, doch gleich nach dem ersten Schluck sacken sie zusammen. Waren es KO-Tropfen oder gar ein tödliches Gift?

Erst im 19. Jahrhundert sei Don Giovanni zum Bösewicht ernannt worden, wird im Programmbuch kritisiert. Das will Huguet nun offenbar ändern. Doch Daniel Barenboim mit der Staatskapelle, der Staatsopernchor, einstudiert von Martin Wright, und Mozart mit seinen Forte-Salven in d-Moll stemmen sich mit Wucht dieser Lesart entgegen, die unter persönlicher Freiheit auch Machtmissbrauch versteht. Die Verblüffung des Publikums ist so groß, dass Huguet nur wenige Buhs erhält. Stattdessen prasselt der Applaus, und der ist ansonsten voll verdient.  

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Die jungen Stimmen überzeugen
An der Staatsoper hat Vincent Huguet mit Mozarts „Don Giovanni“ seine Da-Ponte-Trilogie vollendet – mit durchwachsenem Finale.
BerlinerMorgenpost

„Don Giovanni“ in der Staatsoper Unter den Linden: Der ewige Stenz auf Tinder
Die Inszenierung der Mozatz-Oper überzeugt mehr als Ohren- denn als Augenschmaus. Allen voran: Michael Volle in der Titelrolle
Tagesspiegel.de

Vom Fotoshooting in die Hölle: „Don Giovanni“ gefeiert
t-online.de/region

„Don Giovanni” in Berlin gefeiert
Mainpost.de

 

WIENER STAATSOPER: KARTEN FÜR DIE GENERALPROBE „TRISTAN UND ISOLDE“ (für junge Besucher unter 27 Jahren)

 

 

 

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