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31. JULI 2020 – Freitag

31.07.2020 | Tageskommentar

 

Liebes Publikum!

Das Theater braucht Dich, mehr denn je.  In Krisenzeiten hält man zusammen! Viele, zu viele Veranstalter, hatten nicht wirklich die Möglichkeit zu kämpfen. Denen wurde aufgezeigt, wie abhängig sie von der Politik sind – in jeder Beziehung. Wenige haben privat etwas riskiert, selbst denen hätte ich aus kaufmännischer Sicht davon abgeraten. Aber zum Glück denken nicht alle Menschen nur „kaufmännisch“, obwohl das Wirtschaftliche natürlich nicht ausgeblendet werden darf.

Künstler kämpfen verzweifelt – und auch denen wird ihre Abhängigkeit ziemlich drastisch vor Augen geführt. Das freilich ist ein anderes Kapitel und nicht unser Akutproblem.

Wir freuen uns natürlich, dass die Salzburger Festspiele nun am Samstag mit einem ansehlichen Programm startenaber finanzielles Risiko nehmen sie nicht wirklich. „Der Staat“ garantiert, dass die Finanzen auch nach den Festspielen in Ordnung sind.

Unsere Helden sind aber jene „kleinen Veranstalter“, die privat Risiko übernehmen. Und gerade diese Mutigen (hoffentlich sind sie nicht nur mutig, sondern stehen mit beiden Beinen fest am Boden der Realität). Beispiele: Kittsee, da sind noch drei Vorstellungen von Wiener Blut angesetzt – und wollen/ müssen ausverkauft sein.  Bitte beziehen Sie, verehrte Damen und Herren,  Kittsee für die nächsten Tage in Ihre Überlegungen ein!

31. Juli (Fr) 20:00 Tickets
1. August (Sa) 20:00 Tickets
2. August (So) 20:00 Tickets

Ein Akutfall sind die Weinviertler Festspiele in Mikulov (und Poysdorf), die zur Sensation werden könnten – wenn denn nur alles klappt! Da haben sich Starsänger für ein vorwiegend „Wagner-Programm zusammengefunden – UND BRAUCHEN SIE ALS PUBLIKUM!  Der wichtigste Faktor in allernächster Zeit ist das Publikum, es kann zum wahren Helden werden.

Wenn das Publikum die Veranstalter im Stich lässt, ist „die Politik“ vermutlich nicht unglücklich, private Initiativen ohne Abhängigkeit schätzt sie sowieso nicht. Lassen Sie das Projekt nicht scheitern, kommen Sie. Sonntag startet Mikulov (5 km von der Staatsgrenze zu tschechien entfernt, leicht erreichbar, „coronasicher“ in einem Amphitheater). Starten Sie also nicht erst zum „Tristan“ (über den ich mir weniger Sorgen mache), sondern bereits am kommenden Sonntag! Dieses Festival steht unter Beobachtung der gesamten Veranstalterszene – und Sie als Publikum können zum großen Star werden. Wenn Sie denn nur kommen!

Am 13. August steigt in Waidhofen an der Ybbs auch ein Event, das Ihre Beachtung verdient: Ein Wagner-Programm mit Welt-Bass Günther Groissböck (der auch in Mikulov als „König Marke“ dabei sein wird) und Blasmusik – ein Experiment, das gewiss nicht scheitern wird, weil eben Profis am Werk sind!

Nächste Woche startet auch Lech am Arlberg ein ambitioniertes Programm (Start ist am Mittwoch 5.8., das Festival endet am 9.8.). Camilla Nylund, Piotr Beczala, Stefan Cerny u.a. singen, Michael Güttler dirigiert.  

Infos: www.lechclassicfestival.com

Zuerst aber heißt es: SONNTAG NACH MIKULOV (Nikolsburg)!

Zu Waidhofen/ Ybbs

 

 

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Jetzt werde ich wieder böse Mails bekommen – als „Corona-Verniedlicher. Diese Zuordnung allein ist bereits ein Blödsinn, denn ich verniedliche Corona nicht, ich bin bloß Realist. Das Leben muss und wird weitergehen – ob nun mit oder oder ohne Corona-Impfung. Wenn diese endlich da, für die Menschen kostenpflichtig ist und zudem jedes Jahr wiederholt werden muss, schaue ich mir mal an, wer aller sich für 50 – 100 Euro freiwillig  impfen lässt. Ob das sehr viel mehr als die 8 % sind, denen der Schutz gegen Influenza etwas wert ist? Vielleicht beim ersten Mal, aber lassen wir uns überraschen.

Ich bekam ein böses anonymes Mail: „Mich interessiert nicht, was Sie über Corona denken – in einer Kulturwebsite will ich über Kultur lesen – zum Beispiel über Bayreuth! Und da habe ich noch nichts darüber gelesen!

Ach ja, guter Mann, liebend gerne würde ich über Bayreuth statt über Corona schreiben – nur Bayreuth findet eben heuer wegen Corona nicht statt. Wissen Sie das vielleicht gar nicht? Ich wollte antworten, aber mutig wie Sie offenbar sind, haben Sie die Mailadresse gleich wieder deaktiviert!

 SALZBURG WIRD AB SAMSTAG WOHL UNSERE BERICHTERSTATTUNG BEHERRSCHEN

Tanja Ariane Baumgartner (Klytämnestra), Ausrine Stundyte (Elektra), Asmik Grigorian (Chrysothemis). Foto: Salzburger Festspiele/ Bernd Uhlig

Darüber wird noch viel zu berichten sein!

Die Deutsche Grammophon zeigt auf ihrer Website TOSCA aus Neapel an (ab 30.7.)

Da wird die Aida wohl auch bald gestreamt werden? (Oder ist das eine Sony-Besetzung? Ich kenne mich da nicht so gut aus).

https://www.dg-premium.com/dg-stage/

Die Antwort aus Insiderkreis: Ja, SONY……. vermutlich kein Stream! Die musikalische Seite wäre es mehr als wert! (Amateur-Audio von der Generalprobe: https://www.youtube.com/watch?v=g7-T_fEe-MA)

Neue Unterstützer für das Internationale Kurt-Masur-Institut mit Sitz in Leipzig

Kurt Masur-Büste:  Foto: Internationales Kurt-Masur-Institut Leipzig

Für Tomoko Masur, der Präsidentin des Internationalen Kurt-Masur-Institutes, ist der 19. Dezember 2019 nicht nur mit dem vierten Todestag Kurt Masurs verbunden, sondern auch mit der Gründung eines Förderverein für das Institut: „Ich freue mich sehr als Schirmherrin des Vereins, dass wir mit dem jetzt neu gegründeten Freundeskreis für das Internationale Kurt-Masur-Institut noch mehr Unterstützung bekommen als bisher. Dass die Stadt Leipzig unsere Arbeit unterstützt, ist großartig und bleibt auch für die Zukunft unersetzlich – aber es war immer mein Wunsch, dass wir eine Möglichkeit finden, den möglichen Förderern unserer Arbeit eine gute Heimat für ihr Engagement zu geben.“

Interessenten wenden sich gerne an das Büro des Institutes unter info@masur-institut.de. Weitere Information zur Arbeit des Institutes und des Vereins finden Sie unter www.masur-institut.de. Der Förderverein würde sich auch sehr über weitere Vereinskooperationen freuen.

Förderverein:

Mitgliedsbeitrag € 200.- jährlich
Ehepaare 300 € jährlich
Unter 27jährige € 50.- jährlich
Juristische Personen € 1000 jährlich

Kontoverbindung: Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, IBAN DE52 8605 5592 1090 2428 98, BIC: WELADE8LXXX

MEHR DARÜBER

Posers Klassikwelt 8: Wer ist Catherine Foster?
Der „Unterzeichner“, hier absichtlich einmal nicht als Rezensent, sondern eher seinem Beruf entsprechend als Anwalt (hier: des Guten und Schönen) bezeichnet, hatte das Glück, die Castorf-Ring-Inszenierung mehrmals in Bayreuth live sehen und hören zu dürfen. Viele, die anfangs über die frechen Einfälle des Regisseurs mit Berliner Schnauze laut schimpften, lernten im Laufe der Jahre, die kontrovers diskutierte Umsetzung des damaligen Berliner Volksbühnen-Chefs zu lieben. Er hat das mit Abstand größte Werk der Opernliteratur durchwegs spannend, witzig sowie mit Pfiff und Herzblut inszeniert: Über 14 Stunden Action ohne Plattitüden und Langeweile. Dass er den zeitbedingt wenigen verbliebenen Ewig-Gestrigen und Hans-von-Wolzogen-Anhängern hier und da eine rechte Schelle gegeben hat, tat und tut einfach gut.
Ulrich Poser berichtet aus seiner Klassikwelt
https://klassik-begeistert.de/posers-klassikwelt-8-wer-ist-catherine-foster/

Buchbesprechung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Für Jana Revedin, in Venedig verheiratete und ansässige Deutsche, Architektin und Schriftstellerin, die schon einen biographischen Roman über Ilse Frank, die Gattin von Walter Gropius, geschrieben hat, ist „Margherita“ ein sehr persönliches Projekt, gewissermaßen eine Familienangelegenheit. Denn jene Margherita Revedin, um die es geht, war die Großmutter ihres Gatten, und im letzten Kapitel wird Jana Revedin ganz persönlich, erzählt ihre schicksalhafte Begegnung dem Marineoffizier Antonio Revedin, der ihr Ehemann (und Vater ihrer Kinder) wurde. Auch das, ein wenig „Liebe auf den ersten Blick“ in einem venezianischen Palazzo, hat etwas Romanhaftes.

So, wie Jana die Geschichte Margheritas erzählt – die Frau, die durchaus ein Sachbuch wert gewesen wäre, das so viel von der Geschichte Venedigs von den zwanziger Jahren bis in die Nachkriegszeit beinhaltet, wird in einen teils schwülstigen, mit endlosen, erfundenen Dialogpassagen aufgeblähten Frauen-Schicksal-Roman gegossen. Und dabei steckt so viel Historisches darin, das weit eher der genauen Betrachtung wert gewesen wäre…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Eine Frage der Perspektive
Die Kolleginnen und Kollegen des Theater-Plattform nachtkritik.de haben bekanntermaßen einen weiten Horizont. Ein Interwiew, das Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler der FAZ gegeben hat, hat den mehrheitlich in Berlin ansässigen Theater-Beobachterinnen und -Beobachtern ein ironisches Schmunzeln entlockt.
DrehpunktKultur

Ja, ich weiß, in Norden Deutschlands  ist alles größer und schöner. Ich liebe diese sprichwörtliche Bescheidenheit.  Berliner Journalistinnen machen sich über die Salzburger Festspiele lustig, die „lediglich terminlich vorangehen“. Aber dann kommt Berlin, Hamburg und Umgebung, zu der offenbar auch München gehört!

Aber die Damen wirken auch beruhigend – und verweisen auf München: Glaubt man den Bühnentechnikern in ihrem Kampf gegen die Aerosole, dann besteht nur wenig Anlass zur Sorge. Das Münchner Cuvilliés-Theater zum Beispiel kann das gesamte Luftvolumen innerhalb von acht Minuten und 48 Sekunden komplett austauschen.“ Man könne das Theater nicht zum sichersten Ort der Welt machen, „momentan aber bleibe ein Aufenthalt im Theater sicherer als ein Restaurantbesuch“ – so äußert sich Andreas Grundhoff, technischer Direktor des Münchner Residenztheaters, in einem lesenswerten Nachtkritik-Essay mit dem Titel „Kampf den Aerosolen“ von Harald Raab…

Na ja, da muss ich etwas darauf antworten. In der Online-Merker-Galerie kann ich das gesamte Luftvolumen binnen 48 Sekunden austauschen, die 8 Minuten können wir glatt vergessen. Wie das, habe ich „Corona-Sicherungen“ vorgenommen? Nein, eine Luftabsauganlage besitze ich seit 30 Jahren und die funktioniert großartig. Darf ich Zeugen aufrufen: Dr. Christine Meine vom Masur-Förderverein in Leipzig war dieser Tage in Begleitung von Prof. Dr. Albert Gier zu Besuch. Im zweiten Raum der ehemaligen Tischlerei befand sich früher der Lackierraum, in dem ich als Chef selbst lackiert habe. Erstens, weil es mir Spaß gemacht hat, zweitens weil ich meine Mitarbeiter vor den nicht ungefährlichen Abgasen von Säurehärterlacken schützen wollte (und ich den Arbeitsinspektor deswegen vermutlich ständig am Hals gehabt hätte) und drittens, weil ich gerne provoziere und das mache, wovor andere Angst haben.  Vor den Leipziger Gästen habe ich also die Absaugung aktiviert, man hat Lärm gehört, aber keinen Luftzug gespürt. Darauf bat ich Dr. Meine in den Lackierraum, schloss die Türe und schaltete die Absaugung wieder ein. Es ist selbst für einen starken Mann (fast) unmöglich, diese Türe zu öffnen – wegen des Luftdruckes/Luftzuges. Erst als ich ausgeschaltet habe, konnte die Türe problemlos geöffnet werden!

Es gibt also viele Möglichkeiten, der Viren Herr zu werden. Das Problem in meinem Fall ist der Lärm, aber das hat man sicher schon in den Griff bekommen (wie gesagt, die Anlage ist 30 Jahre alt). Wenn mich jemand in der Redaktion besucht, zeige ich gerne diese Absaugung!

Was ist heute sonst noch los? Entscheidung, wer in die Fußball-Bundesliga aufsteigt: SV. Ried und Austria Klagenfurt sind vor der heutigen letzten Runde punktegleich, bloß durch ein einziges Tor getrennt. Mein gar nicht so mutiger Tipp: Ried schafft es, weil die Rieder mit dem FAC den „leichteren Gegner“ haben (der FAC ist der Floridsdorfer AC und residiert in Wien-Floridsdorf unweit der Heft-Merker-Chefredaktion. Klagenfurt spielt gegen Wacker-Innsbruck). Es entscheidet vermutlich die Tordifferenz.

Vor einigen Jahren gab es in einer unteren Wiener Klasse die gleiche Konstellation, die Tordifferenz musste in der letzten Runde entscheiden.

Ich möchte nun die Clubnamen nicht nennen, aber „Team A“ gewann 32:0, „Team B“ hingegen 35:0 und fühlte sich als Meister! Die Mobiltelefone zwischen den beiden Plätzen (die Spiele mussten natürlich zeitgleich ausgetragen werden) liefen heiß. Das war des Guten doch zuviel, alle vier beteiligten Clubs wurden wegen Manipulation angezeigt, verurteilt und in die allerletzte Leistungsklasse strafversetzt!

Selbiges steht heute nicht zu befürchten!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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