Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

31. JÄNNER 2020 – Freitag

31.01.2020 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: Gestern stand „Rusalka“ auf dem Programm. Piotr Beczala als „Prinz“.  Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Heinrich Schramm-Schiessl hatte im dritten Anlauf Glück, endlich sang jener Tenor, der ihn zum Kauf der Karte bewogen hat. Mit Andreas Schager und auch Piotr Beczala ist er in jüngster Vergangenheit gescheitert (beide mussten in der jeweils ersten Vorstellung ihrer Serie ersetzt werden), bei „Rusalka“ klappte es nun doch:

Vier Jahre nach seinem Wien-Debut als Prinz singt Pjotr Beczala diese Rolle jetzt abermals im Haus am Ring und er bot an diesem Abend eine ausgezeichnete Leistung. Er sang mit großer Intensität und bot wunderbare Legatobögen und strahlende Höhen. Daß er nicht gerade der begnadedste Darsteller ist, weiss man und nimmt es zur Kenntnis. Mit ihm auf Augenhöhe war zweifelsohne Elena Zhidkova als Fremde Fürstin. Kraft ihrer Persönlichkeit gestaltet sie die Rolle ausgezeichnet und läßt ihren Mezzo wunderbar strömen. Monika Bohinec als Hexe singt ebenfalls tadellos und ist darstellerisch routiniert…

Zum Bericht von Heinrich Schramm-Schiessl

Morgen ist dann der große Premierentag (in Wien und auch in München, wir kommen zeitnahe darauf zurück

Doppelte Heldin: Amélie Niermeyers „Fidelio“ an der Staatsoper
Am Samstag hat die Urfassung von Beethovens Oper in der Regie von Amélie Niermeyer Premiere – mit neuen Dialogen
Der Standard

Wien/ Staatsoper
„Die Urfassung ist romantischer, die Endfassung ist politischer“
„Es ist ein anderes Stück in einer anderen Stimmung“: Dominique Meyer, Direktor der Staatsoper, über „Leonore“.
Die Presse

Beethovens Heldentaten in Napoleons Krieg Bezahlartikel
Zum Jubiläumsjahr geben Staatsoper und Theater an der Wien alle drei Versionen des „Fidelio“. Wie der Komponist aus der traurigen Kriegsrealität in einer Kammer in Schikaneders Theater zu weltumspannenden Freiheitsvisionen fand.
Die Presse

Eine hochinteressante Premiere ist morgen auch in München

Dazu passend: Ein Klassiker der Moderne
Mit einer Mischung aus westlicher Musik und ungarischer Volksmusik setzte Bartóks Konzert für Orchester neue Maßstäbe
Eigentlich ist der Begriff ein Widerspruch in sich: Konzert für Orchester. Das Wort „concertare“ kann das Wetteifern sowohl mit- als auch gegeneinander bedeuten. Unter einem „Konzert“ wird in der Orchestermusik aber vor allem die Gegenüberstellung von einem (manchmal auch mehrerer) Solisten und einem begleitenden Orchester verstanden. Reine Orchesterwerke zeichnen sich dagegen durch das Miteinander aus: Zwar werden auch hier immer wieder einzelne Instrumente oder Instrumentengruppen mit der wichtigsten Stimme betraut, doch wird diese Aufgabe ständig weitergereicht.
https://www.concerti.de/werk-der-woche/bartok-konzert-fuer-orchester/

Staatsoper Berlin: geschmeidiger Falstaff mit Zubin Mehta

Überraschung. Zubin Mehta übernimmt von Barenboim die Leitung der Wiederaufnahme-Serie in der kurzweilig-spektakulären Inszenierung von Mario Martone. Mehta leitet mit geschmeidiger Raffinesse und dazu singt Lucio Gallo die Titelrolle mit kraftvoller, wenn auch nicht hinreißender Verve. Das gewitzte Damen-Quartett ist mit Daniela Barcellona, Barbara Frittoli, Cristina Damian und Slávka Zámečníková glücklich besetzt und auch Alfredo Daza steht als eifersüchtiger Ford seinen Mann. Ein Genuss ist jedoch Francesco Demuro in der Rolle des verliebten Fenton mit leichtem, schlank und klar timbriertem Tenor.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2020/01/30/

MÜNCHEN/ Gärtnerplatztheater: Gestern Premiere RIGOLETTO

Foto: Gärtnerplatztheater/ Christian POGO Zach

Tim Theo Tinn überschläft noch die Eindrücke, bietet uns aber seine ersten Gedanken an:

Rigoletto: Verstaubter Versuch, die Regietheater-Mottenkiste aufzumachen – leider wurde meinen Befürchtungen entsprochen – ich glaube, dass der Regisseur (Herbert Föttinger) Musiktheater überhaupt nicht beherrscht – es soll ja erst seine vierte Opern-Inszenierung sein – zwei habe ich gesehen -“ learning bei doing“ ist wohl nicht sein Ding.  Die gesamte Optik ist graue Grausamkeit in elenden Straßenanzügen in unbeholfenem Arrangement etc.

Musikalisch wächst das Ochester immer weiter über sich hinaus – Seit 2 Jahren beobachte ich unter dem GMD stetig wachsende Homogenität – der Klangteppich wird immer  betörender gesponnen – das macht Freude.

Und die Besetzung in der Oper “ Spaßmacherlein“ (Übersetzung Rigoletto)  am Gärtnerplatz ?- Da platzt man vor Begeisterung, da entsteht Gleichwertiges zur Maximilianstraße.

TTT

DREIMAL PARSIFAL (STRASSBURG, TOULOUSE, PALERMO). Man merkt, Ostern naht – und die Neuinszenierungen sind bereits fertig!

Dr. Klaus Billand liefert einen ersten Kurzbericht aus allen drei Theatern

ZUM KURZBERICHT „DREI MAL PARSIFAL“

„Parsifal“-Plakat in Straßburg. Foto: Klaus Billand

Schlußapplaus nach „Parsifal“ in Straßburg. Foto: Klaus Billand

Schlussapplaus nach Parsifal in Toulouse. Foto: Klaus Billand

Schlussapplaus nach „Parsifal“ in Palermo. Foto: Klaus Billand

Palermo, offene Bühne – Richard Wagners „Parsifal“ im Teatro Massimo
Neue Musikzeitung/nmz.de

INSTAG(K)RAMEREIEN – entdeckt von Fritz Krammer

München: SOLOVORHANG ANNA NETREBKO nach „Turandot am 28.1.2020

 

ZU INSTAGRAM

——-

Wien/ Instagram Fotos zu „OTELLO“. Bemerkenswert: Otello weiß, Emilia schwarz!

Emilia (Bongiwe Nakani – hier mit Jago Carlos Alvarez) ) ist eine Schwarze, Otello hingegen ein Weißer.

ZU INSTAGRAM (Mehrere Fotos). Bitte diesen Link benutzen, die Pfeile auf dem Foto sind inaktiv

———-

ERKENNEN SIE IHN?

 

Placido Domingo in Berlin

ZU INSTAGRAM

Beim Konzert mit Soina Hernandez am Dienstag in Tokyo

 

ZU INSTAGRAM

Domingo am Dienstag bei der Ankunft in Tokyo. Die entfallenen USA-Termine hat er längst aufgefüllt!

 

ZUM VIDEO_

WIEN / Theater in der Josefstadt: ZWISCHENSPIEL von Arthur Schnitzler
Premiere: 30. Jänner 2020,
besucht wurde die Generalprobe

 

Zeitlich eingebettet zwischen Meisterwerken wie „Der einsame Weg“ und später „Das weite Land“, wird Arthur Schnitzlers „Zwischenspiel“ (1905 uraufgeführt) auf guten Gründen selten gespielt. Es ist gewiß eines seiner schwächsten Stücke, zu theoretisch, nicht auf der Höhe seiner dialogischen Kunst, auch nicht überzeugend im Erfassen der weiblichen Hauptfigur. Woran liegt es?

Möglicherweise war ihm das Thema zu nahe. Schnitzler schrieb das Stück zwar, bevor seine Ehe mit Gattin Olga scheiterte, aber es ist schon sehr viel Ahnung darin, dass die Gemeinsamkeit nicht funktionieren könnte. Hätte Olga Schnitzlers Talent für die von ihr angestrebte Sängerinnen-Karriere gereicht, wäre man wohl einer „Künstlerehe“ entgegen gegangen, wie sie der Kapellmeister Amadeus Adams und die Opernsängerin Cäcilie Adams-Ortenburg führen – mit vielen Trennungen, mit vielen Versuchungen, wenn man allein in der Fremde ist.

Noch immer herrschte die „Doppelmoral“, die verheirateten Männer jede Freiheit zum „Seitensprung“ zugestand, während die Ehefrauen sich gefälligst zu fügen hatten. Retourkutschen waren gesellschaftlich eigentlich nicht vorgesehen…

Zum Bericht von Renate Wagner

Wien: Leitung des Reinhardt-Seminars zurückgetreten
Kammerschauspielerin Maria Happel führt das Institut vorerst interimistisch
Leitung des Reinhardt-Seminars zurückgetreten
Der Standard

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

Diese Seite drucken