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31. DEZEMBER 2021 – Freitag/ Silvester

31.12.2021 | Tageskommentar

 

Alles Gute im kommenden Jahr 2022! Rutschen Sie gut und womöglich im kleinen Kreis rüber – ohne allzu euphorische Feiern. Zu denen besteht kein Anlass, nicht einmal weil 2021 endlich vorbei ist. Wird 2022 besser? Vor exakt einem Jahr war ich – was die Bewältigung der weltweiten Krise betrifft – optimistischer als heute, hatte weit mehr vertrauen. Aber ich möchte nicht destruktiv sein, wir können nur hoffen, dass im kommenden Jahr ein echter Durchbruch gelingt und wir zum wirklich normalen Leben zurückkehren! Versprochen wurde es oft – viel zu oft!

Was nun den Online-Merker betrifft, habe ich Grund zum Optimismus und möchte mich bei allen bedanken, die mitgeholfen haben. Ausgerechnet in den letzten drei Wochen, die erfahrungsgemäß die schwierigsten des ganzen Jahres sind, hatten wir enorme Zugriffssteigerungen – ausgewiesen durch die unbestechliche Google-Analyse. Wir sind in dieser Zeit um nichts besser geworden – der Aufschwung ist nicht erklärbar. Ein derartiges Wunder wünsche ich allen, denen das Wasser bereits bis zum Hals steht. Das sind nicht nur die Theater, das sind viele Kleinunternehmer, die mir sogar noch mehr am Herzen liegen!

Auf Grund von Omikron-Infektionen im vokalen Ensemble kann die erste Vorstellung der kommenden La bohème-Serie an der Wiener Staatsoper am Sonntag nicht stattfinden.

Deshalb kommt es zu einer Abänderung im Spielplan: Am Sonntag, 2. Jänner 2022 wird Tosca anstelle von La bohème gezeigt, die Vorstellung beginnt bereits um 19.00 Uhr.

Jahreswechsel in der Wiener Staatsoper

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrtes Publikum, wie heute von der Stadt Wien bekannt gegeben, gilt ab 1. bis 10. Jänner eine aktualisierte Corona-Verordnung. Für Sie konkret ändert sich nur, dass eine Impfung mit Johnson & Johnson nun – wie alle anderen Impfungen – nur in Kombination mit zwei zweiteren Imfpungen (bzw. einer weiteren Impfung, wenn Sie genesen sind) gilt.

Bitte beachten Sie, dass noch keine Verordnung für Vorstellungen ab dem 11. Jänner vorliegt. Wir werden Sie diesbezüglich selbstverständlich per Mail und auf unserer Webseite informieren.

AKTUELLE CORONA-RICHTLINIEN

Restkarten für Die Fledermaus zu Silvester und zum Jahresbeginn

Durch die aktuellen gesetzlichen COVID-19-Zutrittsregelungen (»Booster-Plus«), die ein Teil unseres Publikums leider nicht erfüllen kann, kam es zu kurzfristigen Ticket-Stornierungen. Wir sind daher in der außergewöhnlichen Lage, sowohl für die traditionelle Silvester-Fledermaus als auch die Vorstellung am 1. Jänner noch Restkarten anbieten zu können. Weitere Vorstellungen finden am 3. und am 5. Jänner statt.

KARTENKAUF »DIE FLEDERMAUS«

Kartenkauf 1. Jänner

HEUTE/ SILVESTER-FLEDERMAUS ALS STREAM

 

play.@wiener-staatsoper.at

Oder im TV – Am 31. Dezember um 20.15 Uhr in „Erlebnis Bühne“

Wien (OTS) – Zum krönenden Abschluss eines erneut herausfordernden Jahres überträgt ORF III Kultur und Information im Rahmen von „Wir spielen für Österreich“ zum Jahreswechsel bereits zum zweiten Mal den Silvester-Klassiker „Die Fledermaus“ live-zeitversetzt aus der Wiener Staatsoper.

Wien/ Staatsoper
Staatsopern-Direktor Bogdan Rošcic“: Erste Bilanz kann man nicht schönreden“
Seit Montag verfährt die Wiener Staatsoper angesichts der politischen Vorgaben bei den Eintrittsregeln nach dem Prinzip Booster-Impfung plus PCR. Die Bilanz der neuen Regelung könne man nicht schönreden, sagt er im Interview.
KleineZeitung.at

Dass der Operndirektor Realist ist, bezweifle ich keine Sekunde. Ein Kaufmann, der mit seiner Ware Absatzschwierigkeiten hat, soll nicht jammern, das ist schlecht für das Geschäft. Die Wortmeldungen, die der Holding-Chef Kircher vom Stapel gelassen hat, waren aber  „Schleimspur pur“. Bogdan Roscic wird zunehmend und wohltuend realistischer in seinen Wortmeldungen, ohne den Optimismus zu verlieren. Auch das gibt Hoffnung!

Wien/ Staatsballett in der Staatsoper
Puschkins große Gefühle in Bewegung übersetzt
Beim Handlungsballett „Onegin“ zu Musik von Tschaikowsky gab die neue Erste Solotänzerin des Staatsballetts, Hyo-Jung Kang, ihr großes Debüt – exzellent. Wie der ganze Abend.
Die Presse.com

Berliner Philharmoniker: Erste Sahne
Der Dirigent Lahav Shani rettet das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker, Janine Jansen begeistert mit Max Bruchs 1.Violinkonzert.
Tagesspiegel.de

Linz
Gescheiterte „Aida“ am Linzer Landestheater: Totgespielte Pharaonen

Elena Batoukova-Kerl als „Amneris. Foto: Landestheater/ Winkler/Prammer

Eine als Dekonstruktion angelegte Regiefassung von Giuseppe Verdis Oper ganz ohne Pomp und Gloria – einzig der instrumentale Part kann sich hören lassen
Der Standard.at

München: Ballett statt Zauberflöte

In München musste das Zauberflöte-Ensemble gestern zum wohl täglichen Corona-Test antreten – und eine der Damen war positiv. Also wurde Die Zauberflöte abgesagt und durch das Ballett „Der Schneesturm“ ersetzt. Es gab aber die Möglichkeit, die bereits gekauften Karten zurückzugeben.

Asmik Grigorian probt mit ihrer Mutter für ein Sylvesterkonzert

 

ZU FACEBOOK mit Kurzvideo

BERLIN/ Staatsoper Unter den Linden. Rückblick Kalenderjahr chronologisch

Das Jahr 2021 startete mit einer Corona-bedingten Schließphase, die bereits seit November 2020 galt und bis Mitte Juni 2021 andauerte. Anbei ein Überblick der Aktivitäten der Staatsoper Unter den Linden für das Kalenderjahr 2021…

Den ausführlichen Rückblick finden Sie in unseren „Infos des Tages“

NÜRNBERG: IL TROVATORE. Vorstellung am zweiten Weihnachtsfeiertag (die Konwitschny-Inszenierung)

Angelos Samartzis (Manrico) und Ensemble. Foto: Bettina Stöss

Am Schluss, als die Musik schon verklungen ist, steht Gelächter, diabolisches, verzweifeltes, irrwitziges Gelächter. Es kommt vom Conte di Luna, der soeben drei Menschen den Tod gebracht hat. Seine Strafe ist es, einsam zurückzubleiben. Doch Strafe wofür? In Peter Konwitschnys Nürnberger Inszenierung von Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ ist er nicht der gewöhnliche Opernschurke, der gegen die Lichtgestalten der Liebenden eine finstere Hemisphäre konstituiert. Er ist, wie die anderen auch, Opfer seiner ungebändigten Leidenschaft. Sie durchdringt ihn wie Furien, lässt ihn an nichts anderes mehr denken, macht ihn blind selbst für den Krieg, den er eigentlich gegen die Freischärler Manricos führen sollte…

Bekanntlich hatte sich das Staatstheater Nürnberg zwei Wochen vor der Premiere von Peter Konwitschny getrennt, nachdem ihm eine Äußerung in einer Probensituation vorgeworfen wurde, die „von Beteiligten als unangemessen und diskriminierend wahrgenommen“ wurde. Ein Vorfall, der nach allem, was darüber bekannt geworden ist, weniger mit Rassismus als mit einem neuen Moralismus zu tun hat, dem die sonst ach so unabhängigen Theaterdenkenden eilfertig folgen – und der uns vermutlich noch so manche groteske Situation in einer purifizierten „woken“ Theaterwelt bescheren wird.

Zum Bericht von Werner Häußner

Heidelberg: I Capuleti e i Montecchi (Romeo und Julia)  28.12.2021

Foto: Theater Heidelberg

...In der Inszenierung von Andrea Schwalbach ist aber der Montague Romeo fast dauerpräsent. Zum ersten Mal kommt er in der Verkleidung als Abgesandter in den mit etwa 15 Sesseln bestuhlten Ratssaal der Capulets, um ein Friedensangebot zu unterbreiten, das aber schroff zurückgewiesen wird. Der Ratssaal ist die meist in düsteres Dunkel gehaltene Offene Bühne, im Hintergrund hohe verschiebbare und unterschiedlich zuordenbare Wandteile mit Symbolen darauf wie herunterfließendes schwarzes Blut, die von den Protagonisten und Choristen selbst bewegt werden (Bühne: Anne Neuser). Hier ist auch Giulietta von Anbeginn, kurzhaarig, in ihrem Einheitsgewand, knappes weiße Mieder, ein grauweißes bauschiges Tutu und schwarzen hohen flachen Stiefeln zugegen (Kostüme: Pascal Seibicke). ..

Zum Bericht von Friedeon Rosén

Jacques Offenbach: Pépito / Pomme d’Api • Zürcher Kammeroper • Premiere: 29.12.2021

 Zwei glänzende Perlen aus dem Offenbachschen Oeuvre

 

Nach der letzten Produktion der Pocket Opera Company mit Georges Bizet „Don Procopio“ wird nun die Tradition der Aufführung von Juwelen der Literatur der komischen Oper/Operette, die weder vom Opernhaus noch den Operettenbühnen berücksichtigt werden und somit die Neugier bei Presse und Publikum wecken, in kammermusikalischer Besetzung und einfachem Bühnenbild bei Publikumsnähe und gesungen in der Originalsprache mit deutschen Zwischentexten/Dialogen weitergeführt. Der neu gegründete Verein Zürcher Kammeroper führt die Tradition nun mit zwei Perlen aus dem Offenbachschen Oeuvre weiter…

Zum Bericht von Jan Krobot/ Zürich

Nachruf
Die verstorbenen Klassik-Stars des Jahres 2021 (Podcast)
BR-Klassik.de

München: Glanzvolles Ideengebirge
Die Münchner Symphoniker und Dirigent Kevin John Edusei machen Beethovens „Neunte“ als ein Ringen mit der Lebenswirklichkeit erlebbar.
SueddeutscheZeitung.de

Antonello Manacorda über Beethovens Neunte. Ein Muss zu Silvester
BR-Klassik.de

Gießen
Bellinis seltene „Zaira“ als „Theater unter Vorbehalt“ in Gießen
Neue Musikzeitung/nmz.de

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  25. Dezember 2021 
MACBETH – The Tragedy of Macbeth  /  USA  /  2021 
Drehbuch nach Shakespeare und Regie: Joel Coen
Mit: Denzel Washington, Frances McDormand, Bertie Carvel, Brendan Gleeson u.a.

Blickt man zuerst ein wenig hinter die Kulissen, so fällt auf, dass innerhalb kürzester Zeit zweimal ein „Brüder“ (bzw. Schwestern)-Team zerbrochen ist, das „unteilbar“ schien. Für Matrix 4 ist nur eine der nunmehrigen Wachowski-Schwestern, nämlich Lana, tätig geworden, und auch die ewigen Coen-Brothers, die u.a. für den Welterfolg „Fargo“ und vieles mehr verantwortlich waren, gibt es nicht mehr. Zumindest nicht für die Verfilmung von Shakespeares „Macbeth“. Ethan, der jüngere Bruder, hatte – wie es heißt –  keine Lust. Also realisierte Joel Coen, der Ältere (67), das Projekt allein. Möglicherweise war die Tatsache, dass er seine Ehefrau Frances McDormand für eine interessante Besetzung der Lady hielt, für ihn ein Antrieb. Dass ihn das Stück inspiriert hat, tut seine Version jedenfalls sehr überzeugend kund.

Zuerst interessiert, dann fasziniert die optische Vorgabe, die er sich gesetzt hat – ein Film in Schwarz-Weiß, was heutzutage nur noch selten unternommen wird. Ein Werk, das schon bei Shakespeare „zwischen den Welten“ spielt (man denke an die Hexen), bekommt hier einen vagen, unsicheren Umriß, viel Weiß, Nebel, Unschärfe, Silhouetten, extreme Kamera-Perspektiven, irreale Überblendungen. Frühe deutsche Stummfilme lassen ebenso grüßen wie der Film Noir. Dazu kommt der besonders hohe Anteil der Musik von Carter Burwell, die die Mystik ebenso unterstreicht wie die brodelnde Dramatik, also an der Atmosphäre des Ganzen entscheidend mitwirkt…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant:
Das gekränkte Ich
Angst, Schmerz, Scham, Ehre, Würde, Wert, narzisstische Bedürfnisse. Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, der Mensch steht in einer Ahnenreihe mit dem Affen…
DeutschlandfunkKultur.de

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Russlands neue medizinische Untersuchungen lösen Empörung aus: Die meisten Ausländer müssen sich künftig die Fingerabdrücke nehmen und regelmässig aufwendig untersuchen lassen, vom Röntgen bis zum Drogentest. Die Regelungen sind verwirrend und stossen besonders in westlichen Wirtschaftskreisen auf grossen Unmut.
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  • Die Aktienbörsen beenden 2021 nahe an ihren Rekordhochs: Trotz Inflation, Corona, restriktiveren Notenbanken und Ukraine-Konflikt gab es eine «schleichende Jahresendrally». Der Swiss-Market-Index gewann 2021 um rund 20 Prozent an Wert. Mit dem Blick auf 2022 melden sich Skeptiker mit durchaus guten Argumenten. Doch die Erfahrung zeigt, wie unzuverlässig Börsenprognosen sind.
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  • Österreichs Ex-Kanzler ist nun «Globaler Stratege» bei einer US-Investmentfirma: Sebastian Kurz wird für die Anlagefirma des Tech-Investors Peter Thiel tätig werden. Die neue Stelle dürfte irgendwo zwischen Freundschaftsdienst und Teilzeitjob angesiedelt sein. Der Politiker und der Geschäftsmann kennen sich seit einigen Jahren.
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  • Ghislaine Maxwell ist Täterin und Opfer zugleich: Auch Frauen sind Sexualstraftäterinnen. Maxwells Fall ist ein Beispiel dafür, dass sie dies meist in Abhängigkeit von Männern sind. Die 60-Jährige wurde schuldig gesprochen, weil sie zwischen 1994 und 2004 eine zentrale Rolle bei der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger durch den berüchtigten Financier Jeffrey Epstein gespielt haben soll.
    Zum Bericht

Österreich
Eine Impfprämie für die Vollkasko-Gesellschaft

Eine Regierung, die die Menschen mit Geld zur Coronaimpfung drängen muss, hat die Kontrolle über die Politik verloren.

Der Bundeskanzler hat recht, wenn er sinngemäß anmerkt, dass ihm jede Maßnahme recht sei, solange sie nur dazu beitrage, mehr Menschen als bisher zur Impfung zu bewegen. Daher nun also: eine Impfprämie, ausgefolgt in der Form von Impfgutscheinen. Noch ist dies nicht beschlossen, aber alles deutet darauf hin, dass es Anfang Jänner so kommen wird…
Salzburger Nachrichten

Österreich/ Silvester
Einschränkungen auch bei Privatpartys
Der Jahreswechsel kann heuer nur unter Einschränkungen vorbehaltlos gefeiert werden – das gilt nicht nur für große Partys, sondern auch im Privatbereich. Silvesterpartys rund um die Uhr sind nur in kleinem Rahmen – bis zu zehn Personen – zulässig. Denn die Sperrstunde 22.00 Uhr gilt auch für größere private Zusammenkünfte – und zwar auch für Geimpfte.
https://orf.at/stories/3241939/

Kurz‘ neuer Arbeitgeber: Trump-Fan und Drahtzieher der US-Rechten

Der Tech-Investor ist seit Jahren einer der wichtigsten Unterstützer von Donald Trump und soll Kontakte zu rechten Bewegungen haben
Kurier.at

Ich wünschen Ihnen allen einen guten Wechsel in ein hoffentlich besseres Jahr

A.C.

 

 

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