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31. DEZEMBER 2019 -Dienstag / Silvester

31.12.2019 | Tageskommentar

 

Pr0benfoto aus Instagram
Silvester-Fledermaus mit Stargast Jonas Kaufmann an der Wiener Staatsoper. Shot von der gestrigen Probe

 Am 31. Dezember rutscht die Wiener Staatsoper auch heuer mit der traditionellen Silvester-Vorstellung von Johann Strauß’ Die Fledermaus in das neue Jahr. In der legendären Produktion von Otto Schenk singen KS Adrian Eröd (Eisenstein), Laura Aikin (Rosalinde), Margarita Gritskova (Rollendebüt am Haus als Prinz Orlofsky), Daniela Fally (Adele), Clemens Unterreiner (Dr. Falke), Jochen Schmeckenbecher (Frank), Benjamin Bruns (Alfred), Valeriia Savinskaia (Staatsopern-Rollendebüt als Ida) und KS Peter Jelosits (Dr. Blind).

„Prinz Orlofsky“ Margarita Gritskova präsentiert bei seinem Fest im 2. Akt einen besonderen Überraschungsgast: Für die letzte Silvester-Fledermaus in der Direktionszeit von Dominique Meyer konnte Startenor Jonas Kaufmann gewonnen werden, der nicht nur den Gästen des Prinzen, sondern auch dem Staatsopernpublikum Freude mit einer musikalischen Einlage bereiten wird.

Mit dieser Vorstellungsserie gibt der junge australische Dirigent Nicholas Carter sein Debüt im Haus am Ring; Die Fledermaus steht (in zum Teil alternierenden Besetzungen) noch am 1., 4. und 6. Jänner 2020 auf dem Staatsopern-Spielplan.

Die Silvester-Aufführung kann nicht nur vor Ort live erlebt werden: Im Rahmen von WIENER STAATSOPER live at home überträgt das Haus am Ring die Vorstellung am 31. Dezember weltweit live bzw. innerhalb von 72 Stunden live-zeitversetzt in HD: www.staatsoperlive.com

Dass der heutige Überraschungsgast ein wirklicher Star ist, dachte ich mir, als 30 Stunden vor der Vorstellung nicht bekannt war, wer für die heurige Fast-Überraschung sorgt. Echte Überraschung ist es ja nun nicht, denn wir wissen nun , wer es ist. In früheren Zeiten kamen ein Giuseppe di Stefano und weitere Vertreter dieses „Kalibers“ völlig überraschend auf die Bühne und man rätselte bis zur ersten Pause, wer denn heuer „hereingeschneit“ kommt. Viele wollten diesen und jenen in Wien gesichtet haben. Die Überraschungsgäse der letzten Jahre waren – sagen wir mal – solide, aber keine Aufreger. Im letzten Jahr will es der Direktor also wissen…

Franco Bastiano erinnert sich: Fledermaus/Kaufmann: die Überraschung ist nun  groß, ähnlich wie bei uns zu Hause als ich Kind war und wir so taten als wüßten wir es nicht: mein Onkel Franz kam als Nikolaus.

Also jetzt mal ganz offen, auf Kaufmann hätte ich eher nicht getippt, ich vermutete eher, dass der kommende Direktor seine Chance auf Erhöhung seines Bekanntheitsgrades nützen würde. Eine singende Begleiterin hätte man schon gefunden. Ich bin nicht sein PR-Berater, ich hätte ihn nämlich hingezerrt!

Wien/ Staatsoper
Jonas Kaufmann bei Silvester-„Fledermaus“
https://wien.orf.at/stories/3028064/

Die Heft-Merker Chefredakteurin Dr. Sieglinde Pfabigan wird heute 80!

Dr. Sieglinde Pfabigan. Foto: Franz Johann Morgenbesser

Ich beneide sie für ihre Fitness, denn obwohl sieben Jahre jünger bin ich davon weit entfernt!

Sie trifft sich heute mit ihrem engeren Kreis an einem dem Anlass entsprechend sehr würdigen Ort!

Ich gratuliere

Auszug aus festspielblog.de: Rund 300 Journalisten aus Deutschland und der ganzen Welt sind bei den Bayreuther Festspielen akkreditiert. Manche, so die Pressestelle, kaufen sich sogar die Karten selbst; manche Journalisten kommen schon seit den 50er Jahren. Nicht ganz so lange, nämlich seit 1964, also seit 51 Jahren, zählt Dr. Sieglinde Pfabigan, Chefredakteurin des “Neuen Merker” in Wien zu den schreibenden Beobachtern.

Seit Jahrzehnten ist sie Chefredakteurin und zuständig für Inhalt, Gestaltung, Versand und Verkauf des Hefts „Der neue Merker“

A.C

Neueste Nachricht: Regisseur Harry Kupfer 84jährig verstorben

Nachruf: Deutscher Parade-Regisseur Harry Kupfer 84-jährig verstorben
Der legendäre „Opernkönig“ ist tot: Regisseur Harry Kupfer, der sechs Jahrzehnte lang Musiktheater aufregend inszenierte, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Die erste Arbeit des Deutschen im Ausland war 1973 die „Elektra“ von Richard Strauss am Opernhaus Graz.
https://www.kleinezeitung.at/kultur/5745520/Nachruf_Deutscher-ParadeRegisseur-Harry-Kupfer-84jaehrig-verstorben

Wien/ Staatsoper: Lächerliches Knusperhäuschen
Unansehnliche Inszenierung, keine Orchesterproben: einige Enttäuschung bei der Serie von Humperdincks „Hänsel und Gretel“.
Die Presse

Die Strategie der Zeitung „Die Presse“ ist schwer durchschaubar. Früher galt sie als Leibblatt des derzeitigen Direktors, nun wütet Walter Gürtelschmid dort und kritisiert alles, was ihm in den Weg kommt. Thomas Prochazka ist im Vergleich handzahm!

Hamburgische Staatsoper, 29. Dezember 2019: LOHENGRIN-  Kult-Lohengrin

Peter Konwitschnys Lohengrin-Inszenierung an der Hamburgischen Staatsoper hatte im Januar 1998 Premiere und ist, trotz aller Umstrittenheit, bald zu einer Kult-Aufführung geworden. Sicher, es gibt Details, über die ließe sich diskutieren, wie immer. Aber es ist schon sehr bemerkenswert, wie vital und dynamisch die Inszenierung auch fast 22 Jahre nach der Premiere noch wirkt. Das Konzept, Lohengrin in einem Klassenraum spielen zu lassen und alle Beteiligten, außer dem Titelhelden, zu Schülern zu machen, die vielen Augenzwinkern und humorvollen Einfälle Konwitschnys, das alles kann bis heute überzeugen. Die Inszenierung ist ungewöhnlich, ja, aber sie ist durchdacht, nichts dem Zufall überlassen und, bei aller vermeintlichen Lustigkeit, sehr ernsthaft. Es bekommt dem Lohengrin sehr gut, ihn nicht ganz so hehr und schwer anzugehen und ihn dabei gleichwohl ernst zu nehmen. Die Hamburgische Staatsoper tat ein Gutes daran, diese Wiederaufnahme für vier Vorstellungen anzusetzen. Der Besuch spricht für sich, das Publikum möchte die Inszenierung nach wie vor sehen…

Zum Bericht von Christian Schütte

SILVESTERKONZERT DER BERLINER PHILHARMONIKER (29.12)

Foto: Monika Rittershaus

Erstmals steht Chefdirigent Kirill Petrenko zu Silvester auf dem Pult der Berliner Philharmoniker. In voller Besetzung sind sie angetreten, aber nicht um Beethovens Neunte zu zelebrieren. Nein, hier geht es um einen erfrischenden und lustvollen Sprung über den Großen Teich zu Gershwin, Bernstein, Rodgers und anderen. Mit dabei ist auch der in die USA emigrierte Kurt Weill, dem dort der Erfolg weitgehend treu blieb. Eine Lady in Pink erscheint ebenfalls, die weltbekannte Sopranistin Diana Damrau…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Georg Friedrich Händel: Semele, Komische Oper, Vorstellung: 29.12.2019

 Szenische Opulenz – Musikalische Opulenz

Barrie Koskys Inszenierung der Semele beeindruckt in erster Linie mit der Opulenz des Bühnenbilds (Natascha Le Guen de Kerneizon) und dessen genialer Beleuchtung (Alessandro Carletti)…

Zum Bericht von Jan Krobot

Klagenfurt: EUGEN ONEGIN am 28.12.

Foto: Karl Heinz Fessl

https://www.deropernfreund.de/klagenfurt-6.html / Hermann Becke/ www.deropernfreund.de

War 2019 ein gutes Jahr für den Online-Merker?

Gemessen an den Zugriffen war es einausgezeichnetes Jahr, denn sogar zu den „ungünstigen“ Weihnachtsfeiertagen haben wir ein Tagesschnitt von 4.500 Besuchern gehalten. Das war in den Vorjahren nicht so.

Leider mussten wir aber herbe Verluste an verdienstvollen Mitarbeitern beklagen. Der Tod von Elena Habermann hat mich besonders betroffen, obwohl wir meist verschiedener Meinung waren. Aber sie war ein „Macherin“, wie man sie selten findet. Was man verloren hat, weiß man oft erst später – wenn man es sucht und nicht mehr findet!

Johann Jahnas war ein ganz liebenswerter Mitarbeiter, keiner von der strengen Sorte. Ich vermisse seine liebenswürdige Art und seine Verlässlichkeit.

Der Tod von Christoph Zimmermann hat mich auch schwer erschüttert. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, Sonntags die Premierenberichte aus seinem Raum Köln und Umgebung im Mailserver zu haben – geschrieben mit einer Kompetenz, die wirklich nicht alltäglich war. Er lieferte keine Hofberichterstattung, war aber auch kein „Verreisser“!

Gerhard Ottinger aus Wien hat die Rubrik „Jubiläen“ wieder aktiviert, einige Zeit auch betreut und dann für einen Nachfolger gesorgt (Walter Nowotny). Sein Tod war besonders überraschend, zumal er noch drei Stunden zuvor bei der Spielplanpräsentation in der Staatsoper war.

Die große alte Dame des „Neuen Merker“, Inge Scherer, ist bereits zu Jahresbeginn gestorben. Mit dem Online-Merker hatte sie nichts zu tun, wer weiß aber, ob es dieses Medium ohne die Vorarbeit von Inge Scherer überhaupt geben würde!

Viele Abschiede in der Kultur: Die Toten des Jahres 2019
Sie haben uns verlassen. Hannelore Elsner bis Mariss Jansons, Doris Day bis Bruno Ganz, Werner Schneyder bis Gustav Peichl und Lotte Tobisch.
Kurier

HEUTE IN Ö1 (14,05): „Pfüat di Gott, du alte Zeit“. Philharmonia Schrammeln; Günther Groissböck, Bass.
Werke von Hermann Leopoldi, Ernst Arnold, Joseph Lanner, Ralph Benatzky, Peter Kreuder u. a.
(aufgenommen am 19. Mai im Schlosscenter, Waidhofen im Rahmen des „Klangraum Waidhofen 2019“). Präsentation: Chris Tina Tengel
Das Ö1 Konzert
Zur Sendereihe
31 12 2019 um 14,05 h
Sendereihe

Günther Groissböck. Foto: Ringhofer

ORF : Silvester und Neujahr in ORF III: „Spielen und Raten mit Ihren Publikumslieblingen“, „Neujahrskonzert“ als „Langschläfer-Service“

Außerdem: Kabarettklassiker, „Die Fledermaus mit Jonas Kaufmann“ u. v. m.

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information sorgt am Dienstag, dem 31. Dezember 2019, für einen kurzweiligen, humorvollen Jahreswechsel: Bereits ab 8.50 Uhr präsentiert „ORF III Spezial zu Silvester“ zahlreiche Kabarettsendungen, die ein Wiedersehen mit Größen wie Karl Farkas und Ernst Waldbrunn, Helmut Lohner und Otto Schenk bringen. Ab 20.15 Uhr verspricht „Der ORF III Silvesterabend“ mit Peter Fässlacher abwechslungsreiche Partystimmung mit zahlreichen Publikumslieblingen. Klassische Musikhighlights sorgen am Mittwoch, dem 1. Jänner 2020, für einen stimmungsvollen Jahresauftakt: Auf „Die Fledermaus mit Jonas Kaufmann“ im Vorabend folgt ab 20.15 Uhr das bewährte ORF-III-„Langschläfer-Service“ mit dem Dakapo des am Vormittag in ORF 2 live gezeigten „Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2020“.

Graz: Meisterklasse mit Anna Tomowa-Sintow

(von links nach rechts): Maris Skuja, Thomas Essl, Antonia-Cosmina Stancu, Eva-Maria Schmid, KS Anna Tomowa-Sintow, Martin Simonovski, Mario Lerchenberger, Günter Fruhmann. Foto: privat

Zum Bericht von Walter Nowotny

Ballett/ Tanz. William Forsythe wird 70: Roboter in der Kunstmaschine
Frankfurter Allgemeine

Filme der Woche

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Wenn ein sehr alter Mann seine Familie versammelt und verlauten lässt, er wolle sein Testament ändern – na dann, „Knives out!“, Messer gezückt, wie der Titel dieser Krimi-Komödie heißt, die man dennoch nicht mit Agatha Christie vergleichen sollte (was fälschlicherweise immer wieder geschehen ist). Bei dieser wären die Charaktere schärfer gezeichnet gewesen und die Lösung möglicherweise origineller. Dass es dieser Film auf drei „Golden Globe“-Nominierungen (darunter als bester Film in der Kategorie „Komödie“) gebracht hat, ist von der Qualität her absolut nicht zu vertreten…

Egal, Rian Johnson, der den Film als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent verantwortet, hat jedenfalls eine klassische Ausgangssituation gefunden, die jeder Krimifan (wir reden von der schönen, altmodischen Ausgabe des Genres) einfach genießen muss: Der 85jährige Patriarch ist tot (keine Angst, Christopher Plummer erscheint in Rückblenden immer wieder). Dieser Harlan Thrombrey war ein über die Maßen erfolgreicher und entsprechend reicher Verfasser von – natürlich, Kriminalromanen! Auf seinem Landsitz ist die ganze Familie versammelt. Papa ermordet? Die Familienmitglieder wissen auch schon, wer es gewesen sein muss – natürlich seine junge Pflegerin Marta Cabrera (die hübsche Ana de Armas, auch für den „Golden Globe“ nominiert), diese Mexikanerin, die sich erbschleicherisch in sein Vertrauen gedrängt hat! Pfui! Schon wieder eine klassische Situation.

Ich wünsche allen Mitarbeitern, Lesern, Freunden des Online-Merker ein schönen Silvesterabend. Bleiben Sie, wie Sie sind – auch ich werde mich nicht ändern. Verstehen Sie das bitte nicht als Drohung!

Wenn Sie glauben, es besser machen zu können (in unserem Forum schlummern einige Talente), dann nur zu. Der Jahreswechsel bietet sich für neue Initiativen geradezu an. Ich würde mich gerne zurücklehnen und auf meine alten Tage lernen, wie Demokratie und Meinungsfreiheit wirklich funktionieren!

Der Silvesterabend gehört allein der Familie! Ab morgen etwa 15 h bin ich wieder in der Redaktion/ Galerie anzutreffen. Sekt steht immer bereit (Bier auch)

A.C.

 

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