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30. SEPTEMBER 2018

30.09.2018 | Aktuelles, Tageskommentar

Neue Anschuldigungen gegen Gustav Kuhn. Ich glaube, das war’s

Man muss wissen, wenn man verloren hat! Die Intelligenz, diese Erkenntnis zu gewinnen, traue ich Dr. Gustav Kuhn natürlich zu. Die Erkenntnis ist wohl das einzige, das Gustav Kuhn und seine Rechtsvertreter noch gewinnen können, eine Rehabilitierung wohl kaum. Gustav Kuhn hat wohl den Bogen überspannt, obwohl ihm keine der Frauen körperliche Gewaltanwendung vorwirft. Ich muss vorsichtig formulieren, denn einen Prozess mit Kuhns Medienanwalt will und kann ich nicht führen.

Das Magazin „Profil“ hat offenbar recherchiert und neue Anschuldigungen zutage gefördert. Ich stelle gerne den Link zu diesem Artikel ein, daraus zitieren möchte ich nicht.

Neue umfassende Anschuldigungen gegen Gustav Kuhn
Im Tiroler Grenzdorf Erl schuf sich der Festspielintendant und Dirigent Gustav Kuhn – gestützt von wirtschaftlicher und politischer Macht – ein Universum, in dem Machtmissbrauch und Manipulation zum Alltag gehörten. Ohne Rechenschaft. Ohne Kontrolle. profil begleitete zwei Künstlerinnen auf ihrem Weg an die Öffentlichkeit. Jetzt brechen auch andere Mitarbeiter und Kollegen erstmals ihr Schweigen.
Profil
Weitere Kollegen belasten Gustav Kuhn
Der Standard

Angeblich soll Motorrad-Fahren sexuell erregen. Ich habe das nie versucht, zumal ich kein Zweiradfahrer bin. Laut „Profil“ hat „der Maestro“ die Damen auf eine Fahrt auf den Soziussitz eingeladen, das war dann sozusagen die „Erhebung in den Adelsstand“. Manchen Frauen hat das weniger gefallen. Ohne Körperkontakt geht es beim Motorradfahren nicht, sonst liegt die Beifahrerin bald auf der Straße!

Dazu passend (nicht explizit auf Gustav Kuhn bezogen): Sexuelle Belästigung
Zweite Chance nach #MeToo? Die Ersten versuchen ihr Comeback
Vor einem Jahr hat ein Artikel über sexuelle Belästigung durch Hollywood-Mogul Weinstein die #MeToo-Debatte losgetreten – und sie hält bis heute an. Jetzt wagen sich erste prominente Täter wieder ins Rampenlicht. Aber gibt es ein Comeback nach #MeToo?
Tiroler Tageszeitung

Wiener Staatsoper: DON PASQUALE – erste Vorstellung der Serie. 29.9.2018

Zum Bericht von Elena Habermann

Der Premierenbericht „LOHENGRIN “ in Stuttgart ist auch in aller Früh bereits eingelangt

Finalszene: Elsa wehrt sich mit dem Messer. Foto: Staatsoper Stuttgart/ Matthias Baus

Zum Premierenbericht von Alexander Walther

Mehr darüber morgen

Preisliste der „Opernwelt“

Bevor wir noch mit Meldungen sogar über zweite und dritte Preise überschüttet werden, veröffentlichen wir die gesamte Liste:

Die komplette Übersicht der vergebenen Preise finden Sie hier.

NEU: BAYERISCHE STAATSOPER: STREAM „DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG“ ENTFÄLLT

 

Stream „Die Meistersinger von Nürnberg“ entfällt | Erleben Sie „Tannhäuser“ und „Parsifal“

Aufgrund der Erkrankung von Wolfgang Koch kann der angekündigte Live-Stream von Die Meistersinger von Nürnberg am 30. September 2018 nicht stattfinden. Auch das Angebot des Video-on-demand wird daher entfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Die Vorstellung an der Bayerischen Staatsoper findet jedoch programmgemäß statt- mit Michael Volle als Sachs.

Warum eine Umbesetzung Grund der Absage eines Streams ist, wissen wir nicht. Wir kennen nicht die vertraglichen Vereinbarungen bzw. die Absprachen zwischen Produzenten, Opernhaus und den Künstlern!

Weiter in der Aussendung der Bayerischen Staatsoper: Wir freuen uns, Ihnen für den 6. und 7. Oktober ein On-demand-Wochenende mit Kirill Petrenkos Interpretationen von Tannhäuser und Parsifal anbieten zu können! Romeo Castelluccis Inszenierung von Tannhäuser sorgte im Mai 2017 für Furore und begeistert mit einer Besetzung, die ihresgleichen sucht: Klaus Florian Vogt in der Titelpartie, Anja Harteros als Elisabeth und Christian Gerhaher in der Rolle des Wolfram von Eschenbach. Christian Gerhaher singt auch in Pierre Audis Inszenierung von Parsifal neben Jonas Kaufmann (Parsifal), Nina Stemme (Kundry) und René Pape (Gurnemanz).

Dafür streamt die Komische Oper Berlin heute „Die tote Stadt“

 

http://operawire.com/operavision-2018-19-die-tote-stadt-arrives-at-komische-oper-berlin/Die Premiere wird ab 19:00 Uhr im Livestream auf ➜ Operavision übertragen.

HEUTE: Opera Vision will start streaming a production of Korngold’s “Die tote Stadt” live from the Komische Oper Berlin on Sept. 30, 2018.

The stream kicks off at 7 p.m. local time. That’s around 2 p.m. EDT and 11 a.m. PST for the start time. It will be available for repeat viewings on Opera Vision until March 29, 2019.

Richard Wagner Projekt – „FASZINATION WAGNER“

Tenor: Andreas Schager
Geige: Lidia Baich
Dirigent: Matthias Fletzberger
Konzept/Regie: Selcuk Cara

 

DER RING DES NIBELUNGEN (Reflektionen Teil I-IV)

Details in unseren heutigen „Infos des Tages“

(Erläuterung von Regissseur Selcuk Cara)

http://www.faszination-wagner.com/index.php/kuenstler
http://www.selcuk-cara.com

Karten sind hier erhältlich:
https://www.narodni-divadlo.cz/en/show/13666?t=2018-10-25-19-00

Paris: Les Huguenots. Premiere war am 28.9.

 

Eigenbericht soeben eingetroffen. Mehr darüber morgen

Zum Premierenbericht von Waldemar Kamer

Lisette Oropesa conquers Paris in Les Huguenots
bachtrack

Es gibt Hymnen aus New York für Anna Netrebkos „AIDA“

Divas Anna Netrebko and Anita Rachvelishvili burn up the stage in Aida. Marty Sohl / Met Opera

„The Observer“: “Ritorna vincitor!” cries the Egyptian throng in the first scene of Aida as they send their hero off to war: “Return in triumph!”

And that’s what the Met’s undisputed prima donna Anna Netrebko did last night in her first local performance of the protean title role of this opera: she came, she sang and she conquered.

Anna Netrebko’s “Aida’ Takes No Prisoners in a Triumphant Return to the Met
The Observer

Metropolitan Opera 2018-19 Review: Aida
Anna Netrebko & Anita Rachvelishvili Remind Us That They Are On Another Level
http://operawire.com/metropolitan-opera-2018-19-review-aida/

At The Met, Netrebko triumphs as Aida, with Rachvelishvili a powerful rival
bachtrack

Led by a brilliant Netrebko, Met’s all-star “Aida” defines grand opera
http://newyorkclassicalreview.com/2018/09/led-by-a-brilliant-netrebko

WIEN / Burgtheater: GLAUBE LIEBE HOFFNUNG von Ödön von Horváth
Premiere: 29. September 2018

Andrea Wenzl als „Elisabeth“. Copyright: Wiener Burgtheater/Reinhard Werner

Horvath, Horvath, wieder Horvath. Wenige Autoren sind hierzulande so viel- und auch so abgespielt wie dieser. Nicht nur die „Greatest Hits“, sondern auch die Stücke aus der zweiten Reihe wie „Glaube Liebe Hoffnung“ aus dem Jahr 1932.

In Wien haben Schaaf (1978) und Schenk (1998) es an der Josefstadt inszeniert, Karge (1987) und Kusej (2002) am Burgtheater, Uitdehaag (2007) im Volkstheater. Und ein Gastspiel von Marthaler (2012) hat man bei den Festwochen gesehen. Er ist – nicht, dass man das so großartig fand – als einer der wenigen nicht am „Milieu“ kleben geblieben.

Denn im allgemeinen hat man ja doch versucht, mehr oder minder realistisch, mehr oder minder abstrahiert, „das arme Menschenkind“ Elisabeth in die traurige Zwischenkriegszeit zu versetzen, wo sie in einer offenen Dramaturgie von oft zusammenhanglos folgenden Szenen immer tiefer ins Elend rutscht. Und am Ende verendet, während die Mitwelt ihr zusieht. Mehr interessiert als ergriffen. So wie wir auch?

Michael Thalheimer ist kein Regisseur des Realismus. Er öffnet auf der Bühne des Burgtheaters eine total verzerrte Welt künstlicher Stilisierung. Will offenbar mit wilder, slapstickartiger Körpersprache und sprachlichem Manierismus, mit Überzeichnung, mit Pop-Musik, mit Statisten-Scharen, die rhythmisch als „Volk“ paradieren, ein Gleichnis bieten. Aber welches?…

Zwischendurch sind ein paar Mal (aber nicht konsequent genug, um für eine Aussage zu reichen) Statistenmassen marschiert: Aber wenn es bedeuten sollte, Elisabeth in die ähnlichen, gleichen Schicksale von zahllosen anderen einzubetten, liegt es ideologisch schief. Denn so richtig hat man die politische Aussage, die politische Anklage, kurz die Aktualität an diesem Abend nicht bemerkt. Weit eher war es ein Regiekunststück, das, wie so oft heutzutage, sich selbst befriedigend ins Leere zielt…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Köln: Erdogan in Köln: „Mesut Özil wurde verstoßen“
Türkischer Präsident sieht die Freundschaft mit Deutschland vertieft. Sein Besuch polarisierte allerdings stark.
Kurier

Österreich/Innenpolitik
Hat Rendi eine Chance? Ich fürchte: Nein

Oe24.at

Rendi-Wagner: „Es braucht uns mehr denn je“
Pamela Rendi-Wagner hat in ihrer ersten Rede bei einem Parteitag in der Funktion als designierte SPÖ-Chefin betont, eine „Lebensentscheidung“ getroffen zu haben.
Kleine Zeitung

Fußball Wien
Goran Djuricin als Rapid-Trainer freigestellt
https://www.vol.at/rapid-trennte-sich-von-trainer-djuricin/5942844

Ein 0:2 gegen St. Pölten, noch dazu mit Trainer Didi Kühbauer, der sehr gerne nach Hütteldorf zu Rapid gekommen wäre (der aber als „schwierig“ gilt und demnach das Funktionärs-Idyll gestört hätte) war zuviel. Goran Djuricic wurde beurlaubt.

Was aber ist mit dem „goscherten“ Schweizer Sportmanager, der Djuricin engagiert hat und beim Chaos kräftig mitgemischt hat? Der Mann greift auch in der Transferpolitik regelmäßig „in den Gatsch“! Der darf bleiben! Ich hätte den seinerzeit bei meinem Verein bei der Türe hinausgetreten!

Zum Glück sind die Zeiten, in denen ich mich über Fußball ärgern musste, vorbei!

Einen schönen Sonntag wünscht

A.C.

 

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