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30. OKTOBER 2021 – Samstag

30.10.2021 | Tageskommentar

Wien blüht ein neuer „Rosenkavalier“. In der Volksoper hat am Sonntag die Köpplinger-Inszenierung Premiere. Emma Sventelius (Octavian), Lauren Urquhart (Sophie). Foto: Barbara Palffy/ Volksoper

Die Staatsoper verliert am Sonntag ihr Monopol auf die Strauss-Komödie: Josef E. Köpplinger inszeniert sie für die Volksoper.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2126083-Wien-blueht-ein-neuer-Rosenkavalier.html

Emma Sventelius (Octavian), Stefan Cerny (Ochs). Foto: Barbara Palffy/ Volksoper

Josef E. Köpplinger im Interview mit Christoph Wagner-Trenkwitz

Die Salzburger Osterfestspiele 2021 starten: Ohne Hase, mit Herbst
Ostern im Oktober: Das gibt’s nur in Salzburg. Diesen Freitag starten die Salzburger Osterfestspiele – mit Mozart auf den Pulten und Christian Thielemann auf dem Podest. Wegen Corona wurde das Festival in den Herbst geschoben. Und dauert nur vier Tage. Und auch wenn die Inzidenz in Salzburg schon wieder über 450 liegt – die Vorfreude bei Intendant Nikolaus Bachler ist groß.
BR-Klassik.de

Warum eckt dieser Dirigent überall an? (Bezahlartikel)
Christian Thielemann verliert derzeit alle führenden Positionen, für die er vormals als Idealbesetzung galt.
Neue Zürcher Zeitung

Nikolaus Bachlers erfrischendes Gesprächsbuch „Sprachen des Musiktheaters“
Der Standard.at

Filmstart: „Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“

Richard Wagner polarisiert die Musikwelt. Und doch gibt es Tausende von Wagnerianern, die ihn weltweit verehren. Ein Film zeigt, warum das bis heute so ist.
https://www.dw.com/de/filmstart-richard-wagner-bayreuth/a-59644668

„The Lighthouse“, Kammeroper. „Halloween in der Kammeroper“
Das apokalyptische Biest wurde kurz vor Halloween in der Kammeroper gesichtet. „The Lighthouse“ von Peter Maxwell Davies hat dem Publikum „heimgeleuchtet“ und es am psychotischen Horrortrip von drei Leuchturmwächtern teilhaben lassen. Ob man „erleuchtet“ von dannen gezogen ist, bleibt offen, spannend war es auf jeden Fall.
http://www.operinwien.at/werkverz/davies/aleucht2.htm

„The Lighthouse“: Zwischen Unruhe und Seelenruh
Wiener Zeitung.at

Ferndelektierend: Brandenburgische Konzerte mit Akamus im Konzerthaus
Mit BRANDENBURG verbindet der Bachfreund nicht wie der Rainald-Grebe-Hörer Bisamratten im Freibad und das Autohaus in Schwedt, das Achim Menzel nicht finden kann, sondern bekanntlich sechs außerordentliche Instrumentalkonzerte.
https://hundert11.net/ferndelektierend/

Musiktheater in der Krise – Situationsbeschreibung und Alternativen für das Musiktheater
D i s s e r t a t i o n
gefunden von TTT
Die Theater in Deutschland stecken derzeit in einer primär ästhetischen und erst in zweiter Linie wirtschaftlichen Krise – jene Krise geht einher mit einer politischen und kulturellen Krise („Kulturstaatskrise“) der gegenwärtigen Bundesrepublik Deutschland, welche zu intellektuell desolaten Umständen und tiefer kulturpolitischer Degeneration und Verantwortungslosigkeit führt.
https://d-nb.info/102046688X/34

Bayern
Im Überfluss der Emotionen
In Bayern erwachen die Opernhäuser und begeistern mit Premiere von München bis Nürnberg. Zeit für musikalische Ausflüge
Während des zweiten Lockdowns waren die Theater und die Opernhäuser zwar geschlossen, weitergearbeitet wurde dort aber dennoch. Nun, in diesem theaterverrückten Herbst, stellt sich das ein, was man damals prognostizieren konnte: Es wird eine Zeit des Überflusses. Eine Zeit, in der man in ein, zwei Stunden in andere Städte reist, auch wegen der Theater dort.
Sueddeutsche Zeitung

Verschwiegen wird aber auch nicht, dass die Theater das Haus längst nicht voll bekommen. Die Leute haben ganz einfach Angst und die Furcht vor dem Sitznachbarn als Todbringer ist tief in den Köpfen verankert.

Asmik Grigorian Interview Florenz nach der Probe mit Zubin Metha

gefunden von Fritz Krammer

ZU FACEBOOK

London: La Traviata REVIEW: Lisette Oropesa breathes new life into Verdi’s most popular opera
express.co.uk

A standing ovation for Lisette Oropesa in the Royal Opera House’s revival of La traviata
operatoday.com

“ HILFSTÖNE“ – das jährlich um die Weihnachtszeit von Clemens Unterreiner veranstaltete Konzert

 

 

WIEN/ KIRCHE ST. GERTRUD: BRAHMS-REQUIEM ZU ALLERHEILIGEN mit der Konzertvereinigung Wiener Volksopernchor

und am 21.11. in Kierling bei Klosterneuburg/NÖ

 

Weimar
„Aida“ in Weimar: ein Lehrstück über Kolonialismus
https://www.mdr.de/kultur/musik/aida-oper-weimar-kolonialismus-100.html

Zürich
„Il Trovatore“ in Zürich: Um ein Haar hätte man mitgesungen
Frankfurter Allgemeine

WIEN / Burgtheater:  DER SELBSTMÖRDER von Nikolai Erdman
Premiere: 29. Oktober 2021 

Copyright: Burgtheater/Matthias Horn

Kein Wunder, dass schon die Zeitgenossen entdeckt haben, was in diesem Nikolai Erdman (1900-1970) steckte, nämlich ein Gogol seiner Epoche (obwohl er nur zwei Theaterstücke geschrieben hat). Und auch kein Wunder, dass eine wohl funktionierende Zensur der Stalin-Ära die Uraufführung seines zweiten Werks, „Der Selbstmörder“, 1928 verboten hat. Erst kurz vor Erdmans Tod kam es zur Uraufführung, wurde damals allerdings viel nachgespielt, auch gleich 1970 am Burgtheater, damals mit Heinz Reincke in der Titelrolle. Nun erreicht das Stück Wien und ebendieses Burgtheater (nachdem es zwischendurch 2012 sehr erfolgreich im Theater Scala zu sehen war) erneut. Und sieht ganz anders – und durchaus seltsam aus…

Das hat nicht viel greifbare Handlung, aber umso mehr Situationskomik, und  bei aller Überdrehtheit ins Absurde geht es doch noch um Menschen und deren bissig analysiertes Verhalten. Nicht so in der Inszenierung, die das Burgtheater dem Regie-Duo Peter Jordan / Leonhard Koppelmann  anvertraut hat. Die sahen in Erdmans Stück einfach die gnadenlose  Verhöhnung einer Gesellschaft, die sie gänzlich von der Realität abhoben und mit Brutalo-Slapstick in die Theaterwelt der Gleichnishaftigkeit erhoben…

Die Inszenierung ist fraglos ein Kunststück. Aber die meiste Zeit ein äußerst mühseliges. Sagen wir es so: Der Abend kann einem auf die Nerven gehen. Und hinterlässt das Gefühl, dass man eigentlich wenig vom Stück und seiner Substanz und viel vom Willen der Regisseure gesehen hat.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • USA und Frankreich legen ihren U-Boot-Streit bei: Präsident Joe Biden erklärte am Freitag bei einem Treffen mit Emmanuel Macron, dass sich Washington «ungeschickt» verhalten habe. Macron schien ebenfalls bemüht, den Streit hinter sich zu lassen. Was nun zähle, sei dafür zu sorgen, dass sich Derartiges nicht mehr wiederholen könne.
    Zum Bericht
  • Post-Brexit-Streit mit Paris um Fischereirechte spitzt sich zu: Frankreich hat zwei britische Fischerboote gestoppt, die ohne Genehmigung in französischen Gewässern gefischt haben. London bestellt daraufhin die französische Botschafterin ein. Doch Paris droht bereits mit einer weiteren Eskalation.
    Zum Bericht
  • USA verhängen Sanktionen gegen Iraner nach Drohnenangriffen: Zwei Unternehmen und vier Personen aus Iran wurden für die angebliche Unterstützung von Drohnenangriffen mit Sanktionen belegt. In allen sechs Fällen bestünden Verbindungen zu den als Terrororganisation eingestuften iranischen Kuds-Brigaden der Revolutionswächter, teilte die amerikanische Regierung mit.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Ärzte empfehlen Queen Elizabeth «zwei Wochen Ruhe»: Vor einigen Tagen schon musste die Queen einige Termine absagen, darunter einen Empfang an der Weltklimakonferenz in Glasgow am kommenden Montag. Für die nächsten Wochen solle die 95-jährige Elizabeth nur noch «leichte Schreibtischarbeiten» übernehmen, sagt der Palast.
    Zum Bericht
  • Sudanesen rufen zu Protesten gegen Militärputsch auf: Heute wollen Tausende von Menschen im Sudan gegen die putschenden Militärs auf die Strasse gehen. Westliche Staaten wie die USA fordern die Wiedereinsetzung der zivil gewählten Regierung. In den vergangenen Tagen waren mindestens 11 Demonstranten bei Zusammenstössen mit Sicherheitskräften getötet worden.
    Zum Bericht
  • In Mexiko breitet sich ein gefährliches Drogenkartell aus: Washington hat es kürzlich als «gefährlichste und mächtigste Verbrecherorganisation Mexikos» eingestuft: das Kartell Jalisco Neue Generation (CJNG). Es entstand als Splittergruppe nach der Zerschlagung grösserer Kartelle, vor allem des Sinaloa- und des Millennium-Kartells.
    Zum Bericht

Österreich/ Chat-Affäre: Muss sich die ÖVP vor einer Kronzeugin fürchten?
Die in der Chat-Affäre beschuldigte Meinungsforscherin Sabine B. soll laut Medienberichten die Kronzeugenregelung beantragt haben. Ob sie wirklich als Kronzeugin aussagen kann, ist aber fraglich.
Salzburger Nachrichten

Ich weiß aus sicherer Quelle, dass sich vor dem, das Frau Beinschab weiß, niemand fürchten muss. Das sind Peanuts. Eher fürchten muss man sich vor der intellektuellen Unbedarftheit der angeblichen Kronzeugin.

Österreich
Fast 6.000 Neuinfektionen: „Lockdown ist definitiv nicht auszuschließen“

Statistiker Erich Neuwirth: „Geht es eine Woche weiter so bergauf, muss man ernsthaft daran denken.“ Pharmakologe Zeitlinger für Vorziehen der Booster-Impfung generell auf sechs Monate.
Kurier.at

Ich habe mir gestern den dritten Stich geholt. Nicht nur, dass es nicht wehgetan hat, es war eigentlich ein bloß symbolischer Akt, ein Zeichen der Solidarität. An die Wirkung der Impfung kann ich nicht wirklich glauben, dagegen sprechen eindeutig die Zahlen. Und die „Impfgegner“ für das Desaster verantwortlich zu machen, ist billig, viel zu billig und somit gefährlich. Wenn man fair zusammenzählt muss man feststellen, dass eigentlich bereits 80 % der impfbaren Bevölkerung „immunisiert“ ist. Die Dunkelziffer derer, die Corona bereits hatten und es nicht einmal bemerkt haben, ist groß. Wie hieß es doch noch vor ein paar Monaten, in der Zeit von Rudi Ratlos: 60 % reichen. Da sind wir eindeutig drüber – und was ist nun?

Ich habe mich in Mauerbach/Schlossparkhalle impfen lassen. Mauerbach ist eine Marktgemeinde mit politisch absoluter Mehrheit der Kanzlerpartei (noch dazu beindruckend, weil auch dort die Konkurrenz des Bürgermeisters inferior ist). Dort glaubt man sogar noch das, was der junge Altkanzler gesagt hat, nämlich dass nach zwei Corona-Stichen die Krankheit für einem selbst vorbei und besiegt ist – und lebt auch danach. Und gerade das ist gefährlich! Dieser Ausspruch ist vergleichbar mit dem „Wir schaffen das“ der Angela M. Ich verlasse mich nicht auf die Impfung – und lebe, als ob ich nicht geimpft wäre!

Aber glauben Sie mir bitte kein Wort – ich bin kein Arzt. Aber selbst unter denen sind die Meinungen unterschiedlich. Ein Erfolgsrezept hat von denen keiner gefunden (auch die Pferdewurmsalbe eines Oppositionspolitikers wird  keines sein). Wenn einer der Mediziner echte Erfolge belegen kann, dann folge ich ihm aufs Wort, weiß es nicht besser !  Aber wenn Politiker Allwissenheit demonstrieren und diese noch dazu in Verordnungen fassen, wird es gefährlich. Verordnungen sind da, um befolgt zu werden, sind also nicht mit meiner unmassgeblichen Privatmeinung gleichzusetzen. 
Was aber, wenn diese Verordnungen keinen Erfolg zeigen, wenn sie sogar noch wertvolle Zeit kosten. Zumindest ich frage mich, ob da nicht im Vergleich dazu andere Vorwürfe nicht medizinischer Art, die derzeit so medienwirksam zelebriert werden, ein Fliegenschiss sind! Mit Erfolgen, die nur sinkende Zahlen sein können, nimmt man Impfskeptikern und Verschwörungstheoretikern vollkommen den Wind aus den Segeln. Ich warte also auf Erfolgsmeldungen!

Ich wünsche einen schönen Tag – und erhöhen Sie bitte die Infektionszahlen nicht mutwillig!

A.C.

 

 

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