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30. NOVEMBER 2021 – Dienstag

30.11.2021 | Tageskommentar

WIENER STAATSOPER: Die ersten Probenfotos der Neuproduktion des »Don Giovanni« in der Regie von Barrie Kosky sind da. (Premiere – ohne Besucher – am Sonntag 5. 12.). Hanna Elisabeth Müller (Donna Anna), Kyle Ketelsen (Don Giovanni). Foto: Instagram

Wiener Staatsoper: Die ersten Probenfotos der Neuproduktion des »Don Giovanni« in der Regie von Barrie Kosky sind da. 🎉 Die Premiere am 5. Dezember werden wir allerdings ohne Publikum im Saal feiern müssen, dafür aber im Hauptabendprogramm von @orfdrei auf @oe1 und in unserem Stream.

Auf den Fotos sind zu sehen: @hannaelisabethmueller als Donna Anna, @kyleketelsen als Don Giovanni, Kate Lindsey  @kate_mezzo als Donna Elvira, @stanislasdebarbeyrac als Don Ottavio und Philippe Sly als Leporello im Gespräch mit Musikdirektor Philippe Jordan.

ZU INSTAGRAM mit vorerst vier Fotos

Wiener Staatsoper: Der Online-Spielplan bis 5.12.2021

Philippe Sly, Barrie Kosky und Kyle Ketelsen bei einer Probe zu »Don Giovanni« © Peter Mayr

Das Highlight der kommenden Streaming-Woche an der Wiener Staatsoper während des Lockdowns ist der Livestream der Premiere von Don Giovanni in der Inszenierung von Barrie Kosky. Die Premiere am 5. Dezember findet ohne Saalpublikum statt und ist ab 18.00 Uhr als kostenloser Livestream auf play.wiener-staatsoper.at, live auf Radio Ö1 sowie ab 20.15 Uhr im Rahmen von »Wir spielen für Österreich« auf ORF III zu sehen. Unter Musikdirektor Philippe Jordan singen Kyle Ketelsen, Philippe Sly, Hanna-Elisabeth Müller, Kate Lindsey, Stanislas de Barbeyrac, Ain Anger, Patricia Nolz und Peter Kellner.

Andrè Schuen als Onegin und Nicole Car als Tatjana sind heute,  am 30. November in Eugen Onegin (2020) unter der Musikalischen Leitung von Tomáš Hanus zu hören, weiters stehen am 2. Dezember Der fliegende Holländer (2014) mit Bryn Terfel in der Titelrolle und Ricarda Merbeth als Senta sowie am 3. Dezember La cenerentola aus 2018 mit Isabel Leonard als Angelina und Maxim Mironov als Don Ramiro auf dem Online-Programm.

Alle genannten Streams sind in Österreich und international kostenlos auf play.wiener-staatsoper.at abrufbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr (Ausnahme: Don Giovanni bereits um 18.00 Uhr) und sind 24 Stunden lang abrufbar.

Im Detail sehen Sie das Streamprogramm der Wiener Staatsoper für die nächsten Tage in unseren „Infos des Tages“

Wien/ Staatsoper
Bogdan Rošcic: „Don Giovanni hat nichts mit MeToo zu tun“
Trotz erneuter Schließung bleibt der Staatsopern-Direktor pragmatisch. Ein Gespräch über Staatsversagen, verlorenes Publikum und die TV-Premiere des „Don Giovanni“
Der Standard.at

CRESCENDO: Was bringen Roth und Hammer? Und wie politisch korrekt ist Berlin?. KlassikWoche 48/2021
Außerdem: Abrechung mit Münchens Dorny

….Die französische Zeitschrift „Le Point“ rechnet mit dem amtierenden Intendanten der Bayerischen Staatsoper, Serge Dorny, ab. Als Direktor der Opéra de Lyon habe er unverhältnismäßig viel Geld unter die Leute gebracht, unter anderem für kostspielige Reisen und 5‑Sterne-Hotels. In München wundert man sich indes ebenfalls über einige Personal-Entscheidungen des Intendanten und vor allen Dingen darüber, warum Dorny die ausgezeichnete Website der Oper derart unübersichtlich neu gelauncht hat…

https://crescendo.de/klassikwoche48-2021-claudia-roth-kristina-hammer-1000083387/

Wer sich auf der neuen Website der Bayerischen Staatsoper auf Anhieb auskennt, darf sich glücklich schätzen, sie/er ist ein(e) Auskenner(in). Ich habe die „alte Website“ mehr geschätzt.

Was den Stil des Herrn Dorny betrifft, muss ich vorsichtig formulieren. Sein Umgang mit der Presse in Lyon war in der Branche bekannt (Dorny wurde „von der Presse gemacht“ – das behaupten ganz böse Zungen), Journalisten rissen sich geradezu um eine „Besetzung“ nach Lyon. Zum Unterschied zu München hat den kostspieligen Aufwand „die Region“ bezahlt. Wie er das in München bewerkstelligen will, wird der Beobachtung wert sein. Im Grunde genommen bezahlt natürlich auch in München „die Region“, nur nennt sich diese dort ehrlicherweise gleich  „Steuerzahler“. In den Büchern der Oper von Lyon musste der Begriff „Anfütterung“ daher nicht einmal umschrieben werden.

Serie „Mensch Merkel“ : Ein hartes Stück, auch für den Zuhörer
Verschmitzt, schnell und klug: Angela Merkel interessiert sich nicht nur für klassische Musik, sie kennt sich wirklich aus. Für die Kunst war sie eine echte Schutzherrin.
Frankfurter Allgemeine

Der Autor des Artikels ist Franz Welser-Möst

HAMBURG: ELEKTRA im Wohnzimmer


„Elektra“! Nicht „Der Rosenkavalier“. Das Bühnenbild könnte man aber auch für den verwenden. Gehen wir so sparsamen Zeiten entgegen?

Hamburg/ Staatsoper
Premiere „Elektra“ am 28.11.
Wie Violeta Urmana der Klytämnestra darstellerisch innere Glaubwürdigkeit verleiht und zudem noch stimmliche Kompetenz zeigt, ist bewunderungswürdig. Ihr steht aber auch eine nicht minder beeindruckende, aggressiv-neurotische Elektra gegenüber, die mit Aušrinė Stundytė herausragend besetzt ist.
Staatsoper Hamburg, 28. November 2021 (Premiere)
von Dr. Ralf Wegner
https://klassik-begeistert.de/richard-strauss-elektra-staatsoper-hamburg-28-november-2021-premiere/

Elektra“ an der Staatsoper Hamburg: Serienmord im Bürgerhaus Bezahlartikel
Dmitri Tcherniakov ist mit seiner Version der „Elektra“ von Richard Strauss an die Staatsoper Hamburg zurückgekehrt. Er zeigt damit: Der Horror ereignet sich mitten unter uns.
www.noz.de

Staatsoper Hamburg holt „Elektra“ nach
An der Hamburgischen Staatsoper feierte Richard Strauss‘ Tragödie „Elektra“ Premiere. Ursprünglich war die Neuproduktion bereits letztes Jahr geplant. Regie führt Dmitri Tcherniakov, der auch für das Bühnenbild verantwortlich ist.
https://www.musik-heute.de/23268/staatsoper-hamburg-holt-elektra-nach/

„Konzertgänger in Berlin“
Geheimnisfishy: Premiere „Sleepless“ an der Staatsoper
Advent, Advent, die Deutschlandbude brennt, aber die (noch) nicht geschlossenen Berliner Opernbuden zünden tapfer Premierenlichtlein an. Zur Pandemiebekämpfung wäre wahrscheinlich allgemeiner Winterschlaf bis April das Beste. Die neue Oper von Peter Eötvös (Uraufführung einen Tag nach der neuen Kabanowa an der Komischen Oper) heißt allerdings ganz im Gegenteil SLEEPLESS.
https://hundert11.net/geheimnisfishy/

Eindringliches Musiktheater (Podcast)
Zuletzt fand an der Staatsoper Berlin die Uraufführung der Oper „Sleepless“ von Peter Eötvös statt.
inforadio.de

Innsbruck
Neo-Intendantin des Tiroler Landestheaters verspricht Gegenwartsbezug

Vermischung der Kunstformen, Einbindung von Kulturpartnern und internationale Zusammenarbeit als weitere Ziele von Irene Girkinger
WienerZeitung.at

Schweitzers Klassikwelt 49: Das Bühnentürl
Irgendwo und irgendwann haben wir eine Definition des Begriffs Fetischismus gelesen, die uns besonders gefiel. Er sei der Versuch ein geistiges Erlebnis materialisieren zu wollen. Das Autogramm also ein Fetisch.
Klassik-begeistert.de

HANNOVER/Staatsoper: OTELLO – Neuinszenierung

 Eine ungewöhnliche, aber nachvollziehbare Interpretation

Martin Muehle, Barno Ismatullaewa . Foto: Sandra Then
Zum Bericht von Klaus Billand

Erfurt
Motorischer Vintage-Mozart: „Die Hochzeit des Figaro“ in Erfurt
NeueMusikzeitung/nmz.de

Jubelndes Publikum bei „Die Hochzeit des Figaro“
MRD.de

Fortsetzung vom gestrigen Thema
Stirbt die Kreativität?
Ob es um innovative Lösungen in ökologischen, politischen oder gesellschaftlichen Fragen geht, oft mangelt es an neuen, frischen Ideen. Ist in einer Arbeits-Gesellschaft, die auf Effizienz und Produktivität getrimmt ist und die Risiken scheut, überhaupt noch Platz für das „Spinnen“ neuer Ideen? Was aktiviert die Kreativität im Menschen?
TTT’s Textempfehlungen haben immer deutlich relevantes „Gewicht“ für gegenwärtiges Theater.
https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/campus/doku/kreativitaet-102.html

Sonderopfer Kultur: Konzertveranstalter klagt gegen bayerische Corona-Regeln
Konzerte würden gegenüber der Gastronomie benachteiligt: Dies kritisiert Andreas Schessl, Chef von MünchenMusik. Nun klagt er gegen Bayerns neue Corona-Regeln.
Münchner Merkur

Betroffen sind aber nicht nur Künstler und Konzertveranstalter. Auch alteingesessene und vermeintlich krisenfeste Firmen müssen die Segel streichen.

Selbst Mozarts Wert als Werbeträger ist in der Coronakrise gefallen!

Pleite eines bekannten Salzburger Süßwarenherstellers
„Erhebliche Verluste“ durch Corona-Krise. Unternehmen fertigt auch für den US-Konzern Mondelez Mirabell-Mozartkugeln.
Kurier.at

GESCHENKIDEEN AUS DEM BURGTHEATER

Burgtheater trifft Leopold Museum!
In der 6. Ausgabe von #wittgenlive, einer Reise auf den Spuren Ludwig Wittgensteins, begeben sich Philipp Hauß und Alexandra Henkel ins lockdown-leere Leopold Museum. Dort hatte kurz vor der pandemiebedingten Schließung die Ausstellung „Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis“ eröffnet. Wir laden zu einem virtuellen Live-Rundgang durch die Ausstellung auf Instagram und sprechen live mit der Kuratorin Verena Gamper. Am 29.11., ab 16.45 Uhr. Anlass ist ALLES, WAS DER FALL IST, eine Inszenierung von Dead Centre nach Ludwig Wittgenstein, die Sie nach dem Lockdown wieder im Akademietheater sehen können.

Bregenz
Rosse des Wahnsinns galoppieren: „Lenz“ am Landestheater Bregenz
Die Premiere von Georg Büchners Erzählung „Lenz“ am Landestheater Vorarlberg erfolgte als Livestream
Der Standard.at

Buchbesprechung

 

Renzo und Carlo Piano: AUF DER SUCHE NACH ATLANTIS
EINE REISE DURCH DIE ARCHITEKTUR
160 Seiten, Midas Kinderbuch, 2021 

Platon wird zwar zitiert, und „Atlantis“ zieht immer, aber eine richtige Suche nach Atlantis ist es nicht geworden, was der Midas Verlag hier als Kinderbuch präsentiert und was sich als Reise durch die Architektur herausstellt.. Die Geschichte wird von der 14jährigen Elisa und ihrem Großvater erzählt, und ihre Suche nach Atlantis führt sie zu Orten, die man nie damit in Verbindung gebracht hätte.

Die Autoren des Buches, Renzo und Carlo Piano, sind Vater und Sohn, der Vater ist ein bekannter italienischer Architekt  (dass er den Hafen von Genua, seiner Heimatstadt, zum Ausgangspunkt macht, verwundert nicht), Wissbegierige Jugend in Gestalt seiner Enkelin Elisa und das Alter (er persönlich), das so viele Fragen beantworten kann, sind hier vor allem zu Meisterwerken moderner Architektur unterwegs, an denen sich dann vieles erklären und exemplifizieren lässt. Es ist auch eine Suche nach der Schönheit im klassischen Sinn.

Eine Reise wie diese, zwischen Osaka (der Kansai-Flughafen) und New York (New York Times Tower u. a,), zwischen Paris (Centre Pompidou) und London (Shard Wolkenkratzer), die schließlich auf der Odysseus-Insel Ithaka landet, würde zwischen Buchdeckeln, wollte man sie mit Fotos bebildern, ein Vermögen an Rechten kosten. Hier hilft man sich mit Illustrationen…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Österreichische Nationalbibliothek: Drei Göttinnen und ein goldener Apfel im Prunksaal

 

Ein einzigartiges Textbuch über eine barocke Festoper ist das neue, besondere Objekt: „Il pomo d’oro“ von Antonio Cesti. Das Werk stammt aus dem Jahr 1668 und enthält besondere Kupferstiche zu opulenten Bühnenbildern. Heute, Dienstag, 30. November, findet dazu ein spannender Online-Expertenvortrag statt.

» Online-Vortrag.

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Österreichs Justiz räumt mit berüchtigter «Freunderlwirtschaft» auf: Unzählige Geschäftsleute und Politiker sind ins Visier der Korruptionsstaatsanwaltschaft geraten. Manche meinen, es werde dabei übertrieben. Ein bekannter Steuerjurist sagt, die Österreicher hätten ein schlampiges Verhältnis zum Recht, nun werde «überkorrigiert». Betroffen sind auch Unternehmer mit gewichtigen Aktivitäten in der Schweiz.
    Zum Bericht
  • Indiens Premierminister macht bei Agrargesetzen eine historische Kehrtwende: Regierungschef Narendra Modi hat die umstrittenen Agrargesetze zurückgezogen, das Parlament wird das diese Woche bestätigen. Damit entfernt sich der Hindu-Nationalist weiter von seinem alten Image als Wirtschaftsreformer. Es wird klar, dass für Modi die Religion stets wichtiger ist als Reformen.
    Zum Bericht
  • Mehr als 250 Häftlinge aus Gefängnis in Nigeria befreit: Schwerbewaffnete Angreifer haben den Häftlingen der Strafvollzugsanstalt in der Stadt Jos im Bundesstaat Plateau zur Flucht verholfen. Neun Gefängnisinsassen, ein Aufseher und einer der Angreifer seien getötet worden. Bewaffnete Angriffe auf Gefängnisse kommen in West- und Zentralafrika häufig vor.
    Zum Bericht
  • Jack Dorsey zieht sich aus der Twitter-Chefetage zurück: Das Unternehmen hat seine ambitionierten unternehmerischen Ziele verfehlt. Mitarbeiter und Anleger werfen dem Gründer Dorsey schon eine Weile vor, er sei unkonzentriert und verbringe zu viel Zeit mit anderen Dingen. Twitter soll nun von Parag Agrawal geführt werden, dem bisherigen Technologiechef.
    Zum Bericht
  • 20. Todestag von Ex-Beatle George Harrison: Der legendäre Leadgitarrist der Beatles war am 29. November 2001 im Alter von 58 Jahren in Los Angeles an Krebs gestorben. Die beiden noch lebenden Ex-Beatles Paul McCartney und Ringo Starr gedachten ihrem Kollegen am Montag mit persönlichen Botschaften auf Instagram.
    Zum Bericht

Deutschland: Lockdown – jetzt sofort!
Das Versprechen, das Land werde nicht noch einmal heruntergefahren, ist nicht mehr zu halten. Wir haben die vierte Welle zu groß werden lassen und das Einzige, das zügig hilft: Kontakte einschränken.
Sueddeutsche Zeitung.de

Ich bin ob des Satzes „das Einzige, das zügig hilft: Kontakte einschränken„nun total verwirrt. Bisher dachte ich, dass nur die Impfung hilft!

Jetzt wird Deutschland dichtmachen – und die FDP „steht im Regen“
Bundesverfassungsgericht: Notbremse und Schulschließungen waren zulässig
Aktualisiert am 30.11.2021, 09:45 Uhr
Die Bundesnotbremse sowie Schulschließungen in der Corona-Pandemie waren zulässig.
• Zu diesem Urteil kam das Bundesverfassungsgericht am Dienstag in Karlsruhe. (Gefunden von TTT)

Das Rätsel um den meistgeimpften Ort der Welt
Gibraltar hat eine Impfrate von mehr als 100 Prozent – und eine Inzidenz von knapp 1000. Doch von Panik ist nichts zu spüren: Corona-Maßnahmen gibt es keine. Wie passt das zusammen? Unser Reporter ist dem vermeintlichen Impferfolg auf die Spur gegangen.
Die Welt.de

Eine Impfrate von mehr als 100 %? Wie geht das? Hat etwa unsere gefallene  Meinungsforschungs-Queen Sabine Beinschab ihren Firmensitz nach Gibraltar verlegt?

Gibraltar: Infektionswelle trotz totaler Durchimpfung, aber Verläufe mild
Die kleine britische Besitzung an der spanischen Südküste ist praktisch komplett durchgeimpft, erlebt gerade aber eine enorme Covid-Welle. Wie kann das sein?
Die Presse.Com

Da ich kein Medinziner bin, halte ich auch schon meinen Mund. Eine Erklärung dafür wird es schon geben.

Mein Rat an ungeimpfte Freunde und Bekannte: Lasst Euch impfen, vorher wird keine Ruhe sein. Es tut nicht weh – und der Impfstoff baut sich sowieso raschest wieder ab. Her mit der vierten Impfung!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C

 

 

 

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