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30. MÄRZ 2020 – Montag

30.03.2020 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: Zum Tod von Krzysztof Penderecki

Die Wiener Staatsoper trauert um den bedeutenden zeitgenössischen Komponisten Krzysztof Penderecki, der am Sonntag, 29. März 2020, im Alter von 86 Jahren nach langer und schwerer Krankheit in Krakau gestorben ist. Zwei Werke des vielseitigen Künstlers wurden im Haus am Ring aufgeführt: Die Teufel von Loudun (1973, im Rahmen eines Gastspiels der Staatsoper Stuttgart) sowie Die Schwarze Maske (1986, in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen). Das Wiener Staatsballett (damals noch Staatsopernballett) tanzte 2000 im Wiener Odeon zu einem seiner Stücke im Rahmen des Abends Junge Choreographen II. Leider konnte das letzte gemeinsame Projekt, die für die Spielzeit 2018/2019 angedachte Uraufführung der Oper Phaedra, nicht realisiert werden, da der Komponist zu seinem großen Bedauern um Entbindung aus der Vereinbarung bitten musste.

Komponist Penderecki gestorben
Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki ist tot. Er starb heute im Alter von 86 Jahren in Krakow (Krakau), wie die Agentur PAP unter Berufung auf seine Ehefrau berichtete.
http://orf.at//stories/3159804/

Krzysztof Penderecki: Klangtsunami gegen Mailüfterl
Die Presse

Star-Komponist Krzysztof Penderecki tot
Wiener Zeitung

Zum Tod des Komponisten Krzysztof Penderecki: Er hatte Recht
BR-Klassik
Penderecki: Threnody for the Victims of Hiroshima

 

ZUM VIDEO

Meine Erinnerungen an Professor Krzysztof Penderecki
von Jolanta Lada (Krakau / Hamburg)
Krzysztof Eugeniusz Penderecki (geboren am 23. November 1933 in Dębica, Polen; gestorben am 29. März 2020 in Krakau) war ein zeitgenössischer polnischer Komponist, dessen Werk der postseriellen Musik (s. a. Serielle Musik) zugeordnet wird und der vor allem durch seine Klangkompositionen Aufsehen erregte. Er gilt als einer der führenden Komponisten der polnischen Avantgarde und wurde gelegentlich auch als „spätmoderner Klassiker“ bezeichnet. Penderecki war einer der wenigen zeitgenössischen Komponisten der Avantgarde, denen der Durchbruch zur breiten Öffentlichkeit gelang.
Klassik-begeistert

Das Merker-Heft April 2020 kann an die Abonnenten ganz normal per Post verschickt werden. Nicht belieferbar sind die Buchhandlungen, weil sie derzeit geschlossen sind. Die Heft-Chefredakteurin Dr. Sieglinde Pfabigan bietet jedoch allen „Kaufwilligen“ an, Hefte zu verschicken (sieglinde.pfabigan@chello.at )

Auch sie schützt sich vor dem Virus!

 

Das Staatstheater Mainz  erzeugt Schutzmasken – mit künstlerischem Anspruch

Schutzmaske mit Mainzer Dom (Kreation Atelier Gockel). Foto: Andreas Hauff

Mehr darüber in unseren Feuilleton bzw. heute in den „Infos des Tages“

Zum Bericht über die Präsentation (Andreas Hauff)

Heute: Das 3. Montagskonzert der Bayerischen Staatsoper

 

Leider ohne Jonas Kaufmann. Er hat sich erkältet, siehe neu Programm:staatsoper.de

Er hat auch gestern bei der BR Klassik Aktion nur per Videobotschaft mitgemacht.

HEUTE (ganztägig) MET-STREAM: TANNHÄUSER

Eva Maria Westbroek, Johan Botha, Günther Groissböck.

Zugang über www.metopera.org

Erlebnis Bühne: Takte, Töne, Meisterwerke – Der Musikverein für Steiermark

Der Musikverein für Steiermark ist der größte Konzertveranstalter der Stadt Graz und gehört zu den traditionsreichsten Konzertveranstaltern überhaupt. Er wurde 1815 gegründet und veranstaltet im prächtigen Stefaniensaal, einer der akustisch herausragendsten Konzertsäle der Welt, international hochkarätig besetzte Orchester-, Kammer-, Solistenkonzerte und Liederabende.
Bereits in seiner Gründungsphase wurden berühmte Musiker wie Ludwig van Beethoven und Franz Schubert zu Ehrenmitgliedern ernannt. In jüngerer Zeit kamen Musikgrößen wie György Ligeti, Alfred Brendel, Nikolaus Harnoncourt und Elina Garanca hinzu.
Die Dokumentation zeigt, wie lebendig ein so traditionsreicher Konzertveranstalter in der Gegenwart sein kann und wie wichtig es ist, junge Musiker zu fördern und jungen Besuchern ein hochqualitatives Musikerlebnis näherzubringen.

https://tvthek.orf.at/profile/Erlebnis-Buehne/13890354/Erlebnis-Buehne-mit-Barbara-Rett-Takte-Toene-Meisterwerke-Der-Musikverein-fuer-Steiermark/14046425

NEUE STREAMING-TIPPS. NEUE OPERN IM NETZ – aber wirklich neue!

zusammengestellt von Sandra Warnung

Ich verstehe, wenn Sie das Wort „Stream“ schon nicht mehr hören können. Zu diesem Thema gibt es natürlich auch einen Artikel „Ich streame, also bin ich“, wo die Klassik-Streamings von kompetenter Seite unter die Lupe genommen werden:

https://van.atavist.com/streamen-oder-sein

Ich persönlich begreife diesen Boom eher als Chance, über den Tellerrand zu schauen und Werke kennenzulernen, von denen ich bis dato keine Ahnung hatte (auch von den Komponisten nicht). Nein, ich meine jetzt nicht Korea oder andere exotische Destinationen, sondern Europa. Zum Beispiel

LA MONNAIE/DE MUNT – Belgien
 FRANKENSTEIN von Mark Grey (seine erste Oper nach dem Roman von Mary Shelley) zu besichtigen gibt (Regie: La Fura dels Baus):
https://www.lamonnaie.be/fr/streaming/1307-frankenstein oder

MACBETH UNDERWORLD von Pascal Dusapin (seine achte Oper wie ich Wikipedia entnehme:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pascal_Dusapin) mit Georg Nigl in der Titelrolle: https://www.lamonnaie.be/fr/streaming/1493-macbeth-underworld

In unseren „Infos des Tages/ Aktuelles  stellt uns Sandra Warnung ein Programm wirklich unbekannter Opern zusammen!

Covid-19: Opernstar Plácido Domingo im Spital, Zustand stabil
Er werde bis zur „erhofften vollständigen Genesung“ im Spital bleiben.
Kurier

Instag(k)ramerein – gefunden von Fritz Krammer

Andrew Morestein, eine neue Tenor-Entdeckung

 

ZU INSTAGRAM – mit Video

Frankfurt: Zwei Schülerinnen wollen das „Papageno“ retten
Das „Papageno“ am Palmengarten in Frankfurt ist wegen der Corona-Krise in Not. Zwei 16-Jährige sammeln deswegen Spenden für das Theater.
http://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-musiktheater-papageno-palmengarten

Verhalten in der Corona-Krise
Der Blockwart kommt wieder: Das böse D-Wort
Eine Kolumne von Christian Stöcker
Der Begriff „Denunziant“ erlebt in Zeiten von Covid-19 eine Wiedergeburt. Ist Deutschland durchsetzt von meldewütigen Hobbypolizisten? Und trifft das Wort dann wirklich zu? Ein Klärungsversuch.
Der Spiegel

Auszug aus dem Artikel: In den Antworten auf den Tweet findet sich sehr oft das Wort „Denunziant“, und außerdem tauchen weitere Beispiele für private Versuche der Rechtsdurchsetzung auf. Etwa das Foto eines aggressiven Zettels an der Heckscheibe, der die Autobesitzer drohend auffordert, „an Ihren gemeldeten Wohnsitz“ zurückzukehren: „Sie sind hier unerwünscht!“. Anderswo wird berichtet, dass ein „Rentner“ auf offener Straße die Polizei gerufen habe, weil eine Frau mit ihren beiden Töchtern unterwegs war und er die familiäre Beziehung nicht glauben wollte. Vorher habe er die drei lautstark abgezählt: „Eins, zwei, drei!“

Hessischer Finanzminister Schäfer ist tot – Bouffier spricht über mögliche Hintergründe
„Wir müssen heute davon ausgehen, dass er sich große Sorgen machte, große Sorgen gerade darum, ob es gelingen könne, die riesigen Erwartungen in der Bevölkerung, insbesondere der finanziellen Hilfen, zu erfüllen. Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben.“ Schäfer fand laut Bouffier offensichtlich keinen anderen Ausweg mehr. „Er war verzweifelt und ging von uns. Das erschüttert uns, das erschüttert mich. Ich denke in dieser Stunde ganz besonders an seine Familie“.
https://www.tz.de/politik/thomas-schaefer-tot-hessen-finanzminister-hochheim

Was kommt nach Corona? Über politische Folgeerkrankungen
Wenn die Corona-Krise dann abgeebbt sein wird, droht eine weitere Ansteckungsgefahr: die politische nämlich. In Staaten, die gerade die Macht der Politik neu lernen und daran zu viel Geschmack finden könnten.

Kurier

Die Versuchung ist tatsächlich groß und wenn man Corona als Versuchsballon betrachtet, der die Reaktion der Bevölkerung testet, könnten Übermütige schon auf Ideen kommen.

Aber die Stimmung in der Bevölkerung kippt schneller, als Politiker glauben. Umfragewerte von heute sind morgen bereits Schnee von gestern!

Der größte Feind des Corona-Virus ist Seife. Seife töt das Virus ab. Die „Seifensieder“, vom Baron Ochs im „Rosenkavalier verächtlich gemacht (3. Akt: „Sie hat einen Kavalier vor sich und keinen Seifensieder“) gehen rosigen Zeiten entgegen. Sie zählen zu den Krisengewinnern! 

Da ich alles gerne essen, wo eine Panier drauf ist, habe ich meiner Frau vorgeschlagen, mir heute zum Essen ein Stück Seife zu panieren! So kann ich feststellen, wer stärker ist: Das Virus oder ich!

Wenn ich mich morgen wieder melde, dann wissen Sie es.

Ihnen empfehle ich, die Seife bis dahin herkömmlich zu verwenden!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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