Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

30. DEZEMBER 2020 – Mittwoch

30.12.2020 | Tageskommentar

Das Quartett der Kompetenten Foto: Wiener Philharmoniker/ Dieter Nagl

Riccardo Muti: DIE BOTSCHAFT DER HOFFNUNG

Es war eine seltsame halbe Stunde per ORF / LIVESTEAM– und dann doch nicht, denn nur wenn man per Kamera die „Totale“ sah, nämlich dass vier Herren mutterseelenallein auf einem langen Tisch am Konzertpodium des sonst leeren „Goldenen Saals“ des Musikvereins saßen, reflektierte dies die ganze Seltsamkeit der Situation. Sonst, mit Nahaufnahme, war es eine Pressekonferenz wie alle anderen – und dann noch nicht. Denn es ging um das, was viele nicht glauben wollten: Ein Neujahrskonzert vor leerem Saal, mit dem das Jahr 2021 eröffnet wird. Ein Konzert, das Hoffnung geben soll…

Die Liebe der Neapolitaner zu Österreich   Ein Teil des Konzertes ist programmatisch Italien gewidmet – mit Werken wie dem Venetianer-Galopp, op. 74, von Johann Strauß Vater oder der Margherita-Polka, op. 244, die Josef Strauß 1886 zur Hochzeit der italienischen Prinzessin Margherita (1851 – 1926), der Tochter des Herzogs von Genua, komponiert hat. So sind auch zwei Werke von Franz von Suppè zu verstehen, der – wie Riccardo Muti ausführt – in seiner Musik Österreich und Italien verschmilzt: „Musik ist einfach ein verbindendes Element zwischen den Nationen.“ Muti, der Neapolitaner, fühlt sich Österreich übrigens auch historisch tief verbunden, näher als die Mailänder und andere Italiener. Schließlich war Maria Carolina, eine Tochter Maria Theresias, „seine Königin“, hat kulturell unendlich viel für das Land getan – und er ist heute noch dafür dankbar. (Eine Haltung, die man übrigens auch als österreichischer Reisender in Neapel feststellen kann, wenn man Maria Carolina erwähnt…)

Und wie ist das mit dem Applaus?    ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz freut sich, dass er mit den Philharmonikern eben einen Vertrag unterzeichnen konnte, der bis 2027 die Übertragung der Neujahrskonzerte und Sommernachtskonzerte sichert. Für das Konzert ohne die Live-Reaktionen des Publikums hat sich Kulturchef Martin Traxl einen besonderen technischen Gag ausgedacht. 2000 Personen werden „zuhause“ klatschen, und man wird ihren Applaus ein- und zuspielen. Aber offenbar nur am Ende des ersten und des zweiten Teils. Auch das wird zweifellos kein Spaziergang…

Das gesamte Interview bzw. die Vorschau finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Zum Applaus anmelden können Sie sich nicht mehr. Die Zweitausendergrenze ist überschritten, die Anmeldefunktion lahmgelegt

Neujahrskonzert: „Es ist niemals einfach“
Riccardo Muti leitet den Traditionstermin zum sechsten Mal – erstmals ohne Publikum.
Wiener Zeitung

Corona-Ausgabe des Neujahrskonzerts: Walzerpilot für seltsame Zeiten
Zum sechsten Mal leitet Riccardo Muti das Konzert der Philharmoniker, erstmals jedoch im leeren Musikverein. TV-Publikum kann Applaus schicken
Der Standard

ORF-Wiener Philharmoniker: Vertragsverlängerung zur Übertragung von Neujahrs- und Sommernachtskonzerten

 Zusammenarbeit fünf weitere Jahre bis 2027

Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im ORF ist gesichert – nicht nur am 1. Jänner 2021. Der noch bis inklusive 2022 laufende aktuelle Vertrag über die erfolgreiche Zusammenarbeit des Orchesters mit dem Österreichischen Rundfunk, der die Übertragung der beiden weltweit größten Klassikereignisse Neujahrskonzert und Sommernachtskonzert regelt, wurde am Montag, dem 28. Dezember 2020, im Wiener Musikverein auf weitere fünf Jahre verlängert. Damit ist dem ORF-Publikum bis 2027 philharmonischer musikalischer Hochgenuss an den Neujahrstagen bzw. im Frühsommer aus der barocken Gartenanlage von Schloss Schönbrunn garantiert. Die ORF-Produktionen beider Konzertveranstaltungen werden von Millionen Menschen weltweit mitverfolgt.

ORF überträgt weiter Neujahrs- und Sommernachtskonzerte
Ein entsprechender Vertrag mit den Wiener Philharmonikern wurde bis 2027 verlängert.
Wiener Zeitung

Umstrukturierung?
Bayreuther Festspiele: Reaktionen auf Grütters von Akteuren

Festspielintendantin Katharina Wagner (42) zeigte sich gegenüber der Passauer Neuen Presse zwar „erfreut, dass die seit Jahren bekannten Probleme der Strukturen diskutiert werden“, war aber offensichtlich erstaunt über den Zeitpunkt der Debatte, wo es doch insgesamt im Kulturbetrieb zurzeit große Herausforderungen zu bewältigen gibt. Wagner weiter: „Ich bin erfreut zu lesen, dass Frau Staatsministerin Prof. Monika Grütters zum jetzigen Zeitpunkt trotz anderweitiger großer Herausforderungen und Probleme, welche es im kulturellen Bereich zu lösen gibt, die seit Jahren auch von mir in Frage gestellten veralteten Strukturen nunmehr erneuern möchte, um der Bayreuther Festspiel-GmbH, deren Mitarbeiter und nicht zuletzt der Leitung ein zeitgemäßes, effektives Arbeiten auf weiterhin höchstem künstlerischen Niveau zu ermöglichen“, erklärt sie gegenüber der PNP…
https://www.pnp.de/nachrichten/kultur/Bayreuther-Festspiele-Reaktionen-auf-Gruetters-von-Akteuren-3877670.html

Meine Einschätzung der Situation – nur aus dem Gefühl heraus – hat gestern zu einigen Reaktionen in der Redaktion geführt. Mutig, wie die „kulturmenschen“ in diesen Zeiten sind, will natürlich niemand namentlich genannt werden. Ist Frau Grütters nur einen Tag zu früh vorgeprescht? Nachstehende Info würde gut dazu passen!

Kulturminister wollen Machtverhältnisse im Kulturbetrieb hinterfragen
Neue Musikzeitung/nmz.de

Hamburg: Streaming-Angebot vom 30. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021

Bei diesem Video handelt es sich um eine gekürzte Vorschau mit Interview-Ausschnitten mit Renaud Doucet und André Barbe sowie Jonathan Darlington.

 

https://www.staatsoper-hamburg.de/de/stream/die_fledermaus.php

Jonathan Darlington
www.jonathan-darlington.com

Music Director Emeritus Vancouver Opera
www.vancouveropera.ca

 

NOCH EIN FLEDERMAUS-STREAM ZU SILVESTER: AUS DER OPER FRANKFURT

 

Christof Loys Frankfurter Inszenierung der Operette Die Fledermaus von Johann Strauß (1825-1899) aus der Spielzeit 2010/11 wird ab

Donnerstag, dem 31. Dezember 2020 (Silvester), um 19.30 Uhr

bis einschließlich 10. Januar 2021 per Stream auf der Website der Oper Frankfurt (www.oper-frankfurt.de) abrufbar sein.

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Anna Netrebko übt Horn! Will sie umsatteln?

ZU INSTAGRAM mit Video

Tim Theo Tinn“s Einlassungen: „Plädoyer zur Kraft surrealer Inszenierungen“ Teil 5
Ausgezehrtes Musiktheater! Rückkehr zum Gesamtkunstwerk? Gesamtkunstwerk Oper: Synthese/Fusion diverser Künste oder …
„Phantasmen möglicher Zukunft oder tagesaktueller Morast“?
http://onlinemerker.com/tim-theo-tinns-einlassungen-plaedoyer-zur-kraft-surrealer-inszenierungen-teil-5/

Auf der Suche nach dem Stern von Bethlehem zu Weihnachten 2020 am Himmel über Köln

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Köln, 17. Dezember 2020. Jupiter und Saturn mit dem Mond. Copyright: Andrea Matzker

 

Lange genug vorher wurde das Jahrhundertereignis angekündigt. Es fand vielleicht nicht allzu viel Interesse, da unterschiedliche Artikel darüber verfasst worden waren, wodurch eine Verwechslung entstand. Denn diesmal handelte bzw. handelt es sich nicht um die relativ oft stattfindende „Annäherung“ der beiden größten Planeten unseres Sonnensystems, Jupiter und Saturn, die ungefähr alle 20 Jahre stattfindet, sondern um eine viel seltenere Begebenheit: Die sogenannte dreifache große Konjunktion. Da sie in dieser Art nur ca. alle 400 Jahre stattfindet, ist das derzeitige Ereignis also für die Erdenbevölkerung dieser Generation nie mehr zu Lebzeiten zu sehen. Jupiter braucht zwölf Jahre, um die Sonne einmal zu umkreisen, wohingegen Saturn 30 Jahre dazu benötigt. Also überholt Jupiter ca. alle 20 Jahre den Saturn

Hochinteressant, mit tollen Fotos. Heute in unseren „Infos des Tages“  als Gesamtbericht zu lesen. Die Autoren liegen aber weiter auf der Lauer, vielleicht ergibt sich noch ein toller Schnappschuss!

Betreff Impfplicht: Eine Impflicht wäre keine neue Situation – sie gibt es schon längst:

Impfpflicht ist nicht neu

Ursula Wiegand nennt das Beispiel Berlin und Brandenburg.

In Berlin und Brandenburg gilt übrigens (wie in manch anderen Ländern) – nach mehrjährigen Maser-Wellen – seit 2020 eine Impfplicht gegen Masern. Auch das ist eine Krankheit, die wg. oft lebenslanger Nachwirkungen nicht unterschätzt werden sollte. Hier der offizielle Text:

Das Bundeskabinett hat das Gesetz für eine Impfpflicht gegen Masern auf den Weg gebracht. Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Für Kinder, die schon im Kindergarten oder in der Schule sind, muss bis spätestens 31. Juli 2021 nachgewiesen werden, dass sie geimpft sind oder die Masern schon hatten. Aber auch einige Erwachsene müssen einen Nachweis erbringen…

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

Nachruf
104 Jahre für den Gesang

Der Bariton Heinz Maria Lins ist am 27. Dezember 2020 im Alter von 104 Jahren gestorben. Mit „Ich hab‘ mein Herz in Heidelberg verloren“ oder als Domkapellmeister im „Schwarzwaldmädel“ sang der gebürtige Münchner sich in die Herzen eines breiten Publikums.
BR-Klassik.de

1922–2020: Modeschöpfer Pierre Cardin ist tot

Pierre Cardin

Pierre Cardin hat die Mode revolutioniert und in über 70 Jahren ein Imperium aufgebaut. Er entwarf elegante Damenkleider und Uniformen, sein Name prangte aber auch auf Zigaretten, und er brachte als Erster Mode für die breite Masse auf den Markt. Nun ist der Designer im Alter von 98 Jahren gestorben.
https://orf.at/stories/3195404/

Ängste vor Impfpflicht: Frankreich verschiebt neues Impfgesetz
Rund die Hälfte der Franzosen will sich laut Umfragen nicht impfen lassen. Ein neues Impfgesetz könnte aber den Zugang zu bestimmten Orten für Nicht-Geimpfte beschränken. Dies führt zu Sorgen, Ängsten, Protesten und am Ende dazu, dass das Gesetzesvorhaben um „einige Monate“ verschoben wird.
https://www.n-tv.de/politik/Frankreich-verschiebt-neues-Impfgesetz-article22253265.html

 In Österreich hab es Sonntag eine große Impfshow, jetzt ist aber Pause bis frühestens 7. Jänner (soeben höre ich vom 12. Jänner). Grund: Lieferprobleme!

Was heißt Lieferprobleme? Als ich einmal einen Auftrag nicht fristgerecht ausführen konnte, weil mein Lieferant das von mir benötigte Material nicht liefern konnte, musste ich eine Pönale zahlen. „Ihr Problem“ wurde mir beschieden.

Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer, hat diese Lieferpanne gestern heruntergespielt: „Auf ein paar Tage kommt es auch nicht mehr an“. Wie das, Merkwürden? Brauchen wir die Impfung nun dringend – oder so dringend nun wieder auch nicht?

Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre!

Wirbel um 14 Tage Corona-Impfpause

Gestern verlautete, dass Häftlinge und Asylanten bevorzugt , also noch vor den Lehrern, Pflegekräften und Risikogruppen geimpft würden. Wie das? Weil Ärzte darauf aufmerksam gemacht haben, dass in diesen Gruppen die höchste Ansteckungsgefahr besteht. Bis dato durfte man gar nicht nachfragen, wo denn Infektions-Hotspots sind (außer Altenheime, die dafür herhalten mussten). Nun muss man mit der Wahrheit herausrücken – und die anderen Gruppen müssen eben warten!

Impfstoff: Häftlinge vor Lehrern
https://www.diepresse.com/5916510/impfen-haftlinge-vor-lehrern

Das Leben des Ryan: Das harte Los von Super-G-Sieger Cochran-Siegle


Ryan Cochran-Siegle
(* 27. März1992 in Burlington, Vermont) ist ein US-amerikanischerSkirennläufer. Der zweifache Juniorenweltmeister des Jahres 2012 lebt in Starksboro, Vermont, und startet in allen Disziplinen. Ryan Cochran-Siegle ist der Sohn von Barbara Ann Cochran, Olympiasiegerin im Slalom 1972, und der Cousin von Jimmy Cochran sowie Jessica, Tim und Robby Kelley, die ebenfalls Skirennläufer waren. (Quelle: Wikipedia)

Ein Jüngling ist der Sieger auch nicht mehr und die Karriere dauert bereits lang. In den USA wird den Skisportlern das Geld nicht in den Hintern geschoben, so gesehen vergönne ich dem Überraschungssieger seinen Erfolg!

Ich erfahre aus dem Kurier, dass Ryan keinen „Kopfsponsor“ hat. Wie macht er das bloß, er hat doch deutlich sichtbar einen Kopf. Geht das überhaupt ohne Sponsor?

Natürlich geht das! Auch mir finanziert meinen Kopf niemand und wohl den Großteil der Leserschaft auch nicht!

Der US-Amerikaner hat keinen Kopfsponsor und muss Halstücher und Stirnbänder verkaufen, um die Saison zu finanzieren.
Kurier

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

Diese Seite drucken