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30. APRIL 2020 – Donnerstag

30.04.2020 | Tageskommentar

 

Heute vor 150 Jahren wurde Franz Lehár geboren

Franz Lehár (* 30. April 1870 in Komorn, Österreich-Ungarn (heute: Komárno, Slowakei); † 24. Oktober 1948 in Bad Ischl, Österreich) war ein österreichischer Komponist ungarischer Herkunft. Lehár gilt zusammen mit Oscar Straus, Emmerich Kálmán und Leo Fall als Begründer der sogenannten Silbernen Operettenära.

Renate Wagner stellt uns aus diesem Anlass Bücher über den Jubilar vor:

Heide Stockinger / Kai-Uwe Garreis (Hg.)
DEIN IST MEIN GANZES HERZ


Ein Franz-Lehar-Lesebuch 230 Seiten, Böhlau Verlag, 2020

Zur Buchbesprechung

Stefan Frey
FRANZ LEHAR- Der letzte Operettenkönig


436 Seiten, Böhlau Verlag, 2020

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Franz Lehár – seine größten Operettenhits
BR-Klassik

ZUM ABLEBEN VON JEANETTE PILOU (gestorben 27.4.2020 in Athen)

Jeanette Pilou

Sie galt als eine der wenigen geglückten Engagements des Wiener Staatsoperndirektors Egon Hilbert.

1937 in Al-Fayum (Ägypten) geboren studierte sie zunächst in Ägypten und dann in Italien. Ihr Bühnendebut feierte sie 1959 am Teatro Smeraldo in Mailand. In Wien debutierte sie am 12.9.1965 als Mimi in La Boheme, die sie dann auch am öftesten im Haus am Ring sang, nämlich 47 mal. Sie verfügte über ein wunderbar lyrische Stimme und ein berührendes Spiel. Ihr Repertoire umfasste die einschlägigen Rollen der italienischen und französischen Oper, aber auch Mozart und Werke des 20. Jahrhunderts. So sang sie in Wien in der Premiere von Gottfried v. Einem „Prozess“ die verschiedenen Frauenrollen und die Melisande. Sie war übrigens die letzte Interpretin dieser Rolle in der bis heute unerreichten Inszenierung des Werkes von Herbert v. Karajan. In Wien trat sie zudem u.a. als Micaela, Marguerite, Cho Cho San und Nedda auf. Insgesamt sang sie an 185 Abenden. Ihren wahrscheinlich größten Erfolg an der Staatsoper feierte sie in der Premiere von Massenets „Manon“ an der Seite von Giacomo Aragall in der wunderbaren Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle am 20.11.1971.

International sang sie praktisch an allen großen Opernhäusers der Welt, eher stiefmütterlich behandelt wurde sie jedoch von der Schallplattenindustrie. Ihr letzter Auftritt in Wien galt am 29.6.1979 der Nedda.

Nun ist sie am 27.4. verstorben.

Heinrich Schramm-Schiessl

Auch die Wiener Staatsoper hat mit einem Nachruf reagiert: Sie war zwischen 1965 und 1979 regelmäßig Gast im Haus am Ring und sang hier 16 Rollen in 185 Vorstellungen, u. a. in den Premieren von Carmen (1966), Der Prozess (1970) und Manon (1971). Zu ihren meistgesungenen Partien an der Wiener Staatsoper zählen Mimì (La Bohème, 47 Mal), Cio-Cio-San (Madama Butterfly, 27 Mal), Micaëla (Carmen, 24 Mal) und Nedda (Pagliacci, 16 Mal). In dieser Rolle trat sie am 29. Juni 1979 zum letzten Mal im Haus am Ring auf.

Hamburg: Die Elbphilharmonie präsentiert Spielzeitplanung
…unter besonderen Vorzeichen….
„Es ist eigenartig, eine Saison vorzustellen, von der man nicht weiß, ob und wie sie stattfindet.“ (Generalintendant Christoph Lieben-Seutter)
Generalintendant Christoph Lieben-Seutter hat am Mittwoch das Programm der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle Hamburg für die Spielzeit 2020/2021 vorgestellt. Neben erwarteten und überraschenden Programm-Highlights, die zum Glück keine marktoptimierten Anpassungen an einen Mainstream-Geschmack erkennen lassen, stand auch die Frage im Raum, wie die Ungewissheiten der weiteren Monate sich organisatorisch auswirken.
von Guido Marquardt, Hamburg
Klassik-begeistert

HEUTE Ausstrahlung um 18:30 Uhr auf YouTube HAMLET Premiere vom 3.3.2016 aus dem Nationaltheater Ostrau (CZ) mit Thomas Weinhappel in der Titelrolle

 

Link zum heutigen Hamlet:
https://youtu.be/SawgTCt_crA

Inszenierung Radovan Lipus; Dirigent Jakub Klecker; 
Chor und Orchester des Nationaltheaters Ostrau (CZ);
Ophelia Jana Sibera, Gertrude Janja Vuletic; Claudius Martin Gurbaľ

Berlin: Kultur in der Coronakrise: Kommt die Kurzarbeit für Berliner Orchester?
Glücklich, wer staatlich angestellt ist: Im Gegensatz zu ihren freien Kollegen erhalten die Musiker der sieben großen Berliner Orchester nach wie vor ihr volles Gehalt. Aber es laufen erste Gespräche über Kurzarbeit.
Tagesspiegel

Bayreuth: Umplanen
Was Katharina Wagners offenbar ernste Erkrankung für die Bayreuther Festspiele bedeutet.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/musiktheater-umplanen-1.4891125

Unfassbar. Ein 81jähriger muss für eine 42jährige einspringen und hoffentlich nur auf unbestimmte Zeit den Statthalter spielen. Über die Art der Erkrankung erfährt man nichts – und ich habe da auch kein Problem damit. Krankheiten sind bei mir Tabu-Thema

Manuel Brug schießt mit seiner „Met-Kritik“ übers Ziel.

Dr. Ulrike Messer-Krol schreibt eine Art „Offener Brief“:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Brug.

Als langjährig für das ORF- Fernsehen tätige Journalistin finde ich die letzte Ausgabe von Brug’s Klassik direkt eine Verletzung  jedes  journalistischen Wertekodex.  Einen  Event zuerst als nett, aber öde zu bezeichnen um ihn dann zu benützen,  sich  in einem langen Bericht detailliert darüber auszulassen und mit billigen Pointen auf Kosten der Veranstalter und der Mitwirkenden zu profilieren, ist ganz schlechter Stil.

Die Veranstaltung mit so wenig Pannen  war technisch eine Meisterleistung, vor allem Tonübertragungen sind live die größte Herausforderung, die es gibt.

Es war eine Benefizgala, die mit einem ungeheuren Arbeitsaufwand verbunden war. Alle ohne Honorar Mitwirkenden  haben – außer unserm Wiener Paar- hart dafür gearbeitet und waren bereit, ihr privates Umfeld zu öffnen, was keineswegs selbstverständlich ist . Und  alle die Oper lieben, haben über diese Künstler und Künstlerinnen so viel erfahren können wie es sonst nie möglich gewesen wäre. Schon allein die Auswahl der Werke war zusätzlich höchst interessant.

 Nicht umsonst zeigte Ihr Beitrag 12 ( zwölf) Fotos . Ich hoffe sehr, Sie haben für die Rechte  die Zustimmung der MET eingeholt und zusätzlich zu den Kosten dafür ein hohe Summe inklusive  Honorar von Herrn Brug auf das Spendenkonto der MET überwiesen…

Soweit Ulrike Messer-Krol.

Ich lese Herrn Brugs Artikel eigentlich recht gerne – weil sie nie fad sind. Diesmal hat er sich aber doch vergriffen. Hat er die beiden ORF-Sendungen gesehen? Die Met-Gala war sogar – trotz ernstem Anlass unterhaltsam – und technisch den Gegenbenheiten perfekt angepasst und umgesetzt, mit weniger Fehlern (Aussetzern) behaftet als die Wiener Staatsopernstreams. Also Herr Brug, das war diesmal nichts!

Concert In Memoriam Sir Peter Jonas @ Staatsoper, Munich (online)
One of the few advantages of the present situation is that we can access performances of great works which are streamed to us for free; it may not be much of a substitute for the Wigmore Hall, but it comes pretty close and allows those in far-flung locations to share in the plenty which the fortunate few are able to access all the time.
musicohm.com

Corona-Krise: Treffen mit Lunacek brachte „Problemaufriss“
Rund 20 Vertreter der österreichischen Theater-, Opern- und Konzertbühnen haben am Dienstag an einem Arbeitstreffen mit Kunst- und Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) teilgenommen. Die Vorschläge und Reaktionen der einzelnen Häuser fielen sehr unterschiedlich aus, berichtete das Ö1-„Morgenjournal“ am Mittwoch.
https://volksblatt.at/corona-krise-treffen-mit-lunacek-brachte-problemaufriss/

Für mich die interessanteste Wortmeldung: Thomas Birkmeir, Intendant am Wiener Theater der Jugend, glaubt, dass ein Normalbetrieb mit voller Auslastung erst dann wieder möglich sein werde, wenn es einen Impfstoff gibt. „Stellen Sie sich vor, Sie haben voll besetzte Reihen und Mitte-Mitte hat jemand einen Hustenkrampf. So schnell hast du die Leute wahrscheinlich noch nie rauslaufen sehen aus einem Theaterraum“, zeigte sich der Theatermann überzeugt…

 

Ich kann mir die Szenerie gut vorstellen. Die Künstler werden freilich nicht warten wollen, bis ein Impfstoff von einer Firma entwickelt wurde, die der Weltgesundheitsorganisation genehm ist. Diese Firma muss ein ganz dicker Sponsor dieser Organisation sein, der nicht einmal ein Mediziner vorsteht (siehe gestriges Interview auf Servus TV). Die Krise ist dann beendet, wenn die Politik sie für beendet erklärt!

ZUM INTERVIEW

Meinen Kritikern sei gesagt, dass ich hier keine parteipolitischen Standpunkte vertrete – sondern mir ein möglichst umfassendes Bild machen und mir meine eigene Meinung bilden möchte. Ich bin gut damit gefahren, niemand etwas zu glauben, bevor ich es nicht überprüft habe. Ich war immer Einzelgänger, nie Herdenvieh. Dass es Aufgabe eines Kulturmagazins, das für viele Künstler Anlaufstelle und manchmal auch Sprachrohr ist, diese Klientel besonders zu vertreten, sollte doch eigentlich zu verstehen sein!

Kirchstetten: Oper auf 2021 verschoben
Niederösterreichische Nachrichten

Gars am Kamp/ NÖ: Hoffen auf Opern-Sommer: Darf Carmen küssen?
Niederösterreichische Nachrichten

Dirigent Baldo Podić verstorben
Die Deutsche Oper am Rhein trauert um ihren ehemaligen Gastdirigenten Baldo Podić. Der 1942 in Dubrovnik geborene Musiker starb am 20. April in Lugano. Podić schloss 1965 sein Studium an der Musikakademie in Zagreb mit Auszeichnung ab und begann seine Dirigentenkarriere als Assistent der Zagreber Philharmonie. Schon drei Jahre später folgten Verpflichtungen an den bekanntesten Theaterhäusern Europas und in den USA. Eine langjährige Zusammenarbeit verband Podić mit dem Stadttheater Basel: 1983 begann er dort als Kapellmeister und blieb dem Theater bis 2007 eng verbunden.

Heute im Radio

30.4. DORILLA IN TEMPE (aus Wexford, Aufnahme v. 23.9.2019) BBC 3-15 Uhr

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Die Maske – auch im Blumenland (Fotoserie)

 

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

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Orange 1972: Video (6 Minuten)

 

ZU FACEBOOK

Sommereggers Klassikwelt 33: Interrupted Melody – das bewegte Leben der Sängerin Marjorie Lawrence

Hört man heute die gar nicht so wenigen überspielten Schellack-Platten, oder besser noch die existierenden Live-Mitschnitte, muss man neben der Schönheit und Sicherheit ihres Gesangs auch die Vielseitigkeit der Künstlerin bewundern. Sie sang sowohl Sopran- als auch Mezzopartien und verfügte über eine eindrucksvolle dramatische Durchschlagskraft jener Art, die man heutzutage bei den Wagnersängerinnen schmerzlich vermisst.
Peter Sommeregger berichtet jeden Mittwoch aus seiner Klassikwelt
Klassik-begeistert

Lassen wir es für heute so – morgen ist auch noch ein Tag – hoffe ich zumindest!

Der heutige möge für Sie schön werden!

A.C.

 

 

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