Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

3. OKTOBER 2018

03.10.2018 | Tageskommentar

100 Jahre Konzertdirektion Hans Adler/ Berlin. Sie hatten sie alle und haben alle nach Berlin gebracht: Witiko Adler (l.) und Leonard Bernstein. Quelle: Konzert-Direktion Hans Adler OHG

Vor 100 Jahren, da gab es keine Facebook-Konzertpläne, keine Fan-Base im Internet, keine fröhlich postenden Klassikkünstler. Aber die Konzertdirektion Hans Adler Berlin, eben gegründet, am 1. Oktober 1918. Heute ist sie, immer noch inhabergeführt in der erst zweiten Generation, die älteste im deutschsprachigen Raum.

Und mehr noch: Sie pflegt das altmodische, fast schon wieder hippe Flair einer leidlich unangepassten Institution. Sie wird vertreten durch das Besitzerehepaar: den kürzlich 90 Jahre alt gewordenen – der Name verweist auf den Literaturgeschmack zu Hause – Witiko Adler und seine erst in den Achtzigern professionell dazugestoßene Ehefrau Jutta, geborene Riedel; Berliner Musikalienhandlungsadel auch sie…

„Die bösen Manager, das waren immer wir“
Sie vertraten Hindemith und Horowitz. Sie machten Mehta und Abbado groß. Seit 100 Jahren arbeitet die Konzertdirektion Adler in Berlin daran, Klassik, Künstler und Publikum zusammenzubringen.
Die Welt.de

Wiener Staatsoper: „Il Barbiere di Siviglia“ – Hinreissende Repertoire-Vorstellung

Margarita Gritskova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Es war eine jener Repertoire-Vorstellungen, bei der Humor und „Sangeslust“ zu einer hinreißenden Reprise – übrigens die 424. seit der Premiere im Jahr 1966 unter der Regie vpn Günther Rennert (Bühne Alfred Siercke) – führten; und bei der  sich der Männer-Chor der Wiener Staatsoper sowie das Orchester der Wiener Staatsoper – diesmal unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi – von der guten Laune auf der Bühne anstecken ließ. Das Meisterwerk von Gioacchino Rossini ( Text Cesare Sterbini, UA 1816 in Rom)vermittelte jedenfalls jene „Leichtigkeit des Seins“, die vor allem für seine Buffo-Opern zutreffen. Voraussetzung sind jedoch Interpreten, die den vokalen Anforderungen gerecht werden. Wie etwa die in St.Petersburg geborene russische Mezzo-Sopranistin Margarita Gritskova, die als eine echte Entdeckung von Dominique Meyer gelten kann. Sie wird ständig besser, die Höhe strahlt immer intensiver, die Mittellage und Tiefe sitzen. Die Koloraturen „perlen“. Und das Spieltalent der attraktiven Sängerin war ja immer evident.

Grandios aber nicht nur die Rosina: auch Adrian Eröd und Jinxtu Xiahou hatten einen wunderbaren Abend…

Zum Bericht von Peter Dusek

Ein Sängerfest zum Saisonstart im Opernhaus Graz
Die Zwillinge „Cavalleria rusticana“ und „Bajazzo“ in neuer Deutung.
Die Presse
Cavalleria rusticana und Pagliacci als szenischer Totalausfall in Graz
bachtrack

„Die Zauberinsel“ in der Wiener Kammeroper: Holpriger Handlungspfad
Das Opernpasticcio rundet sich nicht zum gschmackigen Ganzen, die spielfreudigen Mitglieder des Jungen Ensembles des Theaters an der Wien präsentieren sich aber als gesanglich hochklassige Truppe
Der Standard

Dresden: „Moses und Aron“ – Fundamentaler Konflikt
Arnold Schönbergs Oper „Moses und Aron“ scheint aktueller denn je. Calixto Bieito hat sie in Dresden wieder einmal inszeniert.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/klassik-fundamentaler-konflikt-1.4152292

Ekaterinburg/ Russland: Turandot (Ergänzung zum Kurzbericht von Klaus Billand)

Der Innenraum der Ural-Oper. Copyright: Klaus Billand

Nach der eindrucksvollen Trilogie von „Satyagraha“ von Ph. Glass, „Die Passagierin“ von M. Weinberg und „The Greek Passion“ von B. Martinu in den letzen Jahren widmete sich das Akademische Opern- und Ballett Theater (kurz Uraloper) im westsibirischen Ekaterinburg nun der Neuinszenierung eines Klassikers von Giacomo Puccini. Dessen große Choroper „Turandot“ erlebte durch den jungen Regisseur Jean-Romain Vesperini in den Bühnenbildern und den ebenso fantasievollen wie opulenten Kostümen von Dirk Hofacker ihre Premiere vor einem begeisterten und überwiegend jungen Publikum…

Zum Bericht von Dr. Klaus Billand

LISZT-FESTIVAL RAIDING: AM 12. OKTOBER BEGINNT DER HERBST

 

Spannung und Vorfreude steigen! – Am 12. Oktober beginnt der Herbst-Zyklus des Liszt Festivals Raiding 2018!
Herausragende Pianistinnen und Pianisten sowie außergewöhnliche Ensembles zu Gast im Lisztzentrum Raiding. Darunter Die Tanzgeiger, Lidia Baich und Matthias Fletzberger, Lilya Zilberstein, das Klavierduo Kutrowatz, Beatrice Berrut und das Orchester Wiener Akademie.

STADTTHEATER BADEN: Ich wünsch mir zum Geburtstag eine Belüftungsanlage

 

Das Stadttheater Baden feiert 2019 seinen 110. Geburtstag. So ehrwürdig schön das denkmalgeschützte Haus ist, so drückend heiß ist es meist auch in ihm – winters und ganz besonders sommers.

 Mit Oktober 2018 startet die Bühne Baden daher das Fundraisingprojekt COOL DOWN.

Mehr darüber in Aktuelles/Infos des Tages

Borkheide / Brandenburg – 30.9.2018: Künstlergespräch mit Franz Grundheber

Nach der deutschen Wiedervereinigung zog es den Hamburger Kammersänger PETER HAAGE und seine Frau EDDA, eine frühere Tänzerin, in die Nähe seiner Geburtsstadt Berlin. Sie ließen sich in der südlich von Potsdam in Brandenburg gelegenen Gemeinde Borkheide nieder und begannen schon bald, etwas in Sachen Kultur für diese Region zu tun, indem sie eine „Der besondere Abend“ genannte Veranstaltungsreihe ins Leben riefen. Nach Peter Haages Tod übernahm seine Frau diese Aufgabe, und in diesem Jahr feierte „Der besondere Abend“ sein 20jähriges Jubiläum.

Der Jubilar Franz Grundheber umrahmt von Edda Haage, der Organisatorin des „Besonderen Abend“, und der zukünftigen Magdeburger „GMDesse“ Anna Skryleva. Foto: Archiv Sune Manninen

Mehr darüber in unseren „Infos des Tages“/ Aktuelles

Künstlergespräch beim Online-Merker: Pelegaya Kurennaya

Foto: Barbara Zeininger


Pelegaya Kurennaya beim Gespräch in unserer Geschäftsstelle/ Galerie.
Foto: Barbara Zeininger

Die Sopranistin ist zwar immer wieder am Mariinsky-Theater in St. Petersburg  präsent, aber es zieht sie nach Europa. In Wien war sie, weil sie sich bezüglich  Mozart weiterentwickeln und nach Möglichkeit perfektionieren möchte. Mozart ist das Um und Auf bei jedem Vorsingen, ohne den geht gar nichts!

Ich werde in den nächsten Tagen die Erkenntnisse aus diesem Gespräch zusammentragen.

Moskau: Regisseur Serebrennikow steht Gerichtsprozess in Moskau bevor
Kirill Serebrennikows Fall ist an ein Moskauer Bezirksgericht weitergeleitet worden. Dem Regisseur steht ein Prozess wegen Veruntreuung bevor.
Tagesspiegel

Grundsätzlich stelle ich keinem Menschen einen „Persilschein“ aus, ich habe da schon große Enttäuschungen erlebt. Unsere Medien und Theatermacher sind da weniger sensibel, für diese stammen die Beschuldigungen  von russischer Seite und haben demnach unwahr zu sein. So leicht kann man es sich auch nicht machen!

Für eine reine Einschüchterung bzw. Drohgebärde dauert die Sache meinem Empfinden nach bereits zu lange. Nun liegt die Sache bei einem russischen Gericht und ich wünsche dem Regisseur, dass er einem fairen Richter gegenübersteht. Aber dass da so gar nichts ist, glaube ich auch nicht. Das ist keine Vorverurteilung meinerseits, sondern spiegelt meine Erfahrungen wider.

Die US-Polizei ermittelt gegen Cristiano Ronaldo
Der Fall ist verworren: Eine Amerikanerin wirft dem Fussballer Cristiano Ronaldo vor, sie vor neun Jahren vergewaltigt zu haben. Ronaldo weist die Vorwürfe zurück. Es geht um Schweigegeld, verletzte Persönlichkeitsrechte und Schadenersatz. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Neue Zürcher Zeitung

Immerhin nimmt sich eine der angesehensten Zeitungen der Welt der Sache an. Ich finde einige Ungereimtheiten. Einerseits glaube ich, dass Cristiano Ronaldo, der sicher einer den schönsten Männer der Welt ist, kaum Gewalt anwenden muss, um zu einem One-Night-Stand zu kommen. Anderseits hat er „Schweigegeld“ bezahlt. Wofür? Die Polizei nahm seinerzeit eine Anzeige an, obwohl die Dame die Identität ihres Peinigers nicht bekanntgeben wollte. Das ist so unglaublich, dass es wohl nur im Land der Cops oder Sheriffs möglich ist.  Sie hat also angezeigt, um ihn zu erpressen! Die US-Polizei spielt bei so etwas mit.
Trotz des erhaltenen gar nicht so kleinen Betrags geht das tatsächliche oder angebliche Vergewaltigungsopfer nun an die Öffentlichkeit, natürlich aus rein moralischen Gründen.

Eines ist wohl klar: Im Vergleich zu Cristiano Ronaldo sind die Kuhns, Gattis etc. arme Schlucker, bei denen wohl nicht allzuviel zu holen ist. Aber wollen wir der Dame glauben, dass sie plötzlich von einem „Moralischen“ überkommen wurde!

Oder muss man bloß die Cleverness besitzen, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten? Mitleid verdient Cristiano Ronaldo allerdings auch nicht, so blöd darf man in seiner Positionen ganz einfach nicht sein.

In unserer Sängerbranche gibt es auch ein Zittern. Natürlich war da wie dort etwas. Vielleicht gibt es den „noch richtigeren“ Zeitpunkt“. Eine bessere Melkkuh wie Cristiano Ronaldo wird man aber kaum finden, selbst wenn man im Olymp der Sängerkreise fündig werden sollte.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

Diese Seite drucken