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3. MAI 2021 – Montag

03.05.2021 | Tageskommentar

Eine Lächelnde Gruppe Von Künstlern Kam, Um Sich Nach Dem Konzert Vor  Publikum Zu Beugen Lizenzfreie Fotos, Bilder Und Stock Fotografie. Image  75539542.
Der ewige Traum der Operndirektoren: möglichst junges Publikum. Nimmt man die älteren Jahrgänge weg, bleibt nicht viel übrig!

Dem Traum nach einer Verjüngung des Publikums im Klassik-Sektor wird so manches untergeordnet, was ohne ihm nicht durchzubringen wäre. Ich selbst bin mit etwa 15 Jahren erstmals in die Oper gegangen – und gehörte zu den sehr  Jungen. Würde ich heute noch in die Oper gehen und die Sitze dort aushalten, würde ich zu den Alten gehören, die wohl jeder Operndirektor aus finanziellen Gründen braucht, aber am liebsten doch gegen die jüngere Generation austauschen würde. 

Auch der Wiener Operndirektor schielt nach den Jungen und zeigt eine Inszenierung nach der anderen, in denen Videosequenzen eine große Rolle spielen. Der Direktor ist auch schon jenseits der 50 und somit kein wirklich Junger mehr, hoffen wir also im Interesse unseres Opernhauses, dass die Rechnung aufgeht.

So gesehen kommt ihm Mephisto in der auch gar nicht so neuen Faust-Inszenierung entgegen, der kann tatsächlich verjüngen – aber der Preis dafür ist auch relativ hoch.

Patentrezept habe ich auch keines anzubieten, bei mir hat es sich eben so ergeben. Mit „Druck“ geht gar nichts, das musste ich bei der eigenen Tochter, die noch dazu Isolde heißt (vielleicht gerade deswegen?)  feststellen.

Heinrich Schramm-Schiessl schreibt zu diesem Thema: Der Glaube, daß man mit Videos auf der Bühne ein junges Publikum anzieht, ist ein Vollholler. Wenn jugendliche Videos sehen wollern, haben sie ihre Smartphines oder wie diese Geräte sonst noch heißen und dazu hören sie dann „ihre“ Musik. In der Oper sieht der/die Jugendliche dann Videos, die er, wenn er/sie sich nicht den Beipackzettel des Regisseurs vorher durchgelesen hat, die er/sie nicht versteht. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er/sie die Videos versteht, wenn er ihn gelesen hat. Dazu muß er/sie sich fast 3 Stunden eine Musik (inkl. Gesang) anhören, die nicht seine/ihre ist.

Es funktioniert nämlich ganz anders, wie man Opernfreund wird. Du hast ganz richtig gesagt, mit Druck geht gar nichts. Der Wunsch muß nämlich vom Jugendlichen selbst kommen und der kommt meist wenn ihm/ihr Freunde, die Eltern oder sonstige Verwandte die Musik schmackhaft machen.

Lesermeinungen zu Trösterin Religion, Thailand

In der Redaktion treffen viele Mails von Lesern ein, die sich den Diskussionen im Forum nicht aussetzen wollen. Sie wollen bloß eine Meinung deponieren, ohne dafür als grenzdebil, hoffnungslos rückständig oder gar am rechten Rand der Bevölkerung angesiedelt zu werden. Zwei dieser Meinungen, die sich mit den jüngsten Premieren befassen, veröffentliche ich heute auszugsweise in unseren „Infos des Tages“ .

Ich möchte allerdings auch keinen Applaus aus der falschen Ecke bekommen, denn ich war nie ein Angepasster, habe provoziert, wo immer es gegangen ist (leider auch dort, wo es nicht mehr gegangen ist – und das war auch nicht gut für mich) – mit Castorf will ich mich dennoch nicht vergleichen, denn ideologisch trennen mich von dem Welten. Es war also ein Glück, dass mir mein Vater den Weg in einen künstlerischen Beruf mit sanftem Druck verwehrt hat, sonst würde ich heute sicher keine Mails erhalten, die sich mit den jüngsten Entwicklungen an der Wiener Staatsoper kritisch auseinandersetzen. Es ist müßig zu betonen, dass die Meinung der veröffentlichen Briefe nicht die meine sein muss.

Zum „Parsifal trudelte gestern noch die Meinung unseres Wagner-Experten Dr. Klaus Billand ein, der in wärmeren Gefilden überwintert und die dort geöffneten Opernhäuser frequentiert hat.

PARSIFAL – Stream vom 11. April 2021

 Theatermusik statt Musiktheater!

Österreich: Die Theater dürfen bald öffnen – wollen sie das überhaupt?
Die Staatsoper hat erfolgreich die Chance genutzt, in der Pandemie sichtbar zu bleiben. Ansonsten haben unsere Bühnen nicht viel Ambition gezeigt…

Die Covidsäulen werden wohl erst nach Ende der Pandemie errichtet, das Corona-Decamerone wird wahrscheinlich noch geschrieben und die Sars-Traviata noch komponiert, aber vorläufig darf man konstatieren: Viel Bleibendes ist den Künsten bisher nicht eingefallen zum Thema, das die Menschen in aller Welt seit über einem Jahr beherrscht wie kein anderes. Vielleicht liegt es daran, dass ein einst in Unheilszeiten naheliegendes Motiv – die Theodizee, die Frage nach der Rechtfertigung Gottes – in religionsarmer Zeit obsolet scheint.
https://www.diepresse.com/5974287/die-theater-durfen-bald-offnen-wollen-sie-das-uberhaupt

Wien
Lockdown-Ende, aber nix ist fix
Ohne Gastronomie landen 30 Prozent weniger in den Kassen der Händler, so die Faustregel. Letztlich hängt also alles zusammen.
Kurier.at

Mit Touristen ist aber noch kein Geld zu verdienen, ich sitze zur Stunde auf meinem Beobachtungsposten in der Dachgeschoßwohnung  mit direktem Blick auf die Einflugschneise West – und kann nur – abgewandelt aus „Tristan und Isolde – „noch ist kein Flugzeug zu sehen“ schreiben. Halt, soeben fliegt ein Hubschrauber vorbei, aber der auch nur unter der Schneise und Richtung der Meidlinger Kaserne/Wienerbergbrücke, in die unser Staatsicherheitsdienst demnächst übersiedeln wird. Diese Kaserne ist übrigens indirekt daran schuld, dass meine Eltern und Großeltern unser Haus in der Zeleborgasse ohne jedwede staatliche Hilfe (allerdings auch ohne staatliche Behinderung) wieder aufbauen mussten. Der anscheinend mit Whisky beladene US-Pilot wollte nämlich bereits nach Beendigung des 2. Weltkriegs diese Kaserne mit einem Bomberl treffen und hat den Auslöser 2 Sekunden zu früh gedrückt – genau über meinem Elternhaus!

Dirigent Welser-Möst: „Zeichen einer unglaublichen Unkultur“
Franz Welser-Möst über Impfungen, die Künstler-Videos, Corona-Spaziergänger und die Pervertierung des Begriffes Freiheit.
Kurier.at

 

Erl/Tirol: Endlich wieder Wagner

wagner

https://www.tiroler-festspiele.at/

 

Simon Keenlyside ist nicht nur ein begnadeter Sänger(darsteller), sondern auch ein talentierter Zeichner.

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Foto-Copyright: Robert Workman, Karikatur copyright: Simon Keenlyside

Simon Keenlyside ist nicht nur ein begnadeter Sänger(darsteller), sondern auch ein talentierter Zeichner. Seit dem Anbeginn seiner Karriere verarbeitet er seine beruflichen Erfahrungen nämlich in Karikaturen. Die britische Grange-Park-Opera hat nun unter dem Namen „Drawings on the road“ (Zeichnungen auf Reisen) eine Reihe von Videos veröffentlicht in denen der zum Sir geadelte Bariton einige seiner Karikaturen erklärt. Gute Englischkenntnisse sind vorausgesetzt, denn Sir Simon erklärt das natürlich alles in englischer Sprache. Einen Wien-Bezug hat übrigens die zweite Karikatur in Video Nummer 6. Der von Keenlyside gezeichnete Mann soll einen Besucher beim Philharmoniker-Ball im Wiener Musikverein darstellen, der über und über mit Orden bestückt ist. Der Sänger hat nach seinem seinerzeitigen Besuch des Balles in Wien erfahren, dass diese Orden in der Regel nicht echt sind und es nur darum geht, dass einer den anderen mit der Anzahl übertrifft, was Keenlyside auch heute noch hörbar amüsiert.

Lukas Link

Zu den Videos: https://grangeparkopera.co.uk/drawings-on-the-road/

 

SCHLOSSFESTSPIELE LUDWIGSBURG: Fest Spiel Ouvertüre –

Eröffnungskonzert im Live-Stream mit Oksana Lyniv, Anna Larsson, Christian Elsner, dem Filmemacher J Henry Fair und dem Festspielorchester

 Am 6. Mai 2021 um 20 Uhr in ARTE Concert und auf der Digitalen Bühne der Schlossfestspiele

sowie bis November 2021 on-demand

LUDWIGSBURGER SCHLOSSFESTSPIELE | Fest Spiel Ouvertüre - Ludwigsburger  Schlossfestspiele | kulturkurier - Termine, Pressemeldungen, Newsletter &  Premieren in Deutschland
Oksana Lyniv. Copyright: Oleksandr Samoilov. Grafik: Daniel Wiesmann.

Mit Oksana Lyniv am Pult des Orchesters der Schlossfestspiele, der Mezzosopranistin Anna Larsson, dem Tenor Christian Elsner und dem Film »Das Lied von der Erde for the 21st century« von J Henry Fair eröffnen die Ludwigsburger Schlossfestspiele ihre Festspielsaison 2021: Die Fest Spiel Ouvertüre wird pandemiebedingt digital in Koproduktion mit dem ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE Concert stattfinden und außerdem auf die Digitale Bühne der Schlossfestspiele gestreamt – sie eröffnet damit ein rein digitales Mai-Festspielprogramm, dem im Juni weitere, unter anderem digitale Projekte folgen sollen.

Oksana Lyniv, als Dirigentin in diesem Jahr auch erstmals bei den Bayreuther Festspielen zu Gast, dirigiert in Ludwigsburg Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie (»Pastorale») sowie Gustav Mahlers »Lied von der Erde« in einer Bearbeitung von Glen Cortese zum Film »Das Lied von der Erde for the 21st century« des Fotografen und Umweltaktivisten J Henry Fair. Dazwischen »erklingt« John Cages »4’33“« – eine Reflexion über die Stille in der Musik.

https://www.schlossfestspiele.de/fszwulk7ua

https://www.schlossfestspiele.de/digitale_buehne

Das Konzert wird live aus dem Forum im Schlosspark bei ARTE Concert und auf die Digitale Bühne übertragen und ist dort noch bis November on-demand zu sehen. Aufgrund der Pandemie ist kein Publikum vor Ort zugelassen.

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 38
Guido Marquardt ist nicht nur ein Freund der klassischen Musik, sondern auch leidenschaftlicher Quizzer.
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-38/

Budapest
Aus Ungarn in die Welt: die Internationalen Bartók-Frühling-Kunstwochen
https://bachtrack.com/de_DE/feature-bartok-spring-international-arts-weeks-april-2021

Auf großer Fahrt mit Bartók: eine Reise durch seine Musik
https://bachtrack.com/de_DE/playlist-bela-bartok-april-2021

Ist klassische Musik kolonialistisch?
Ja, sagen Professoren der Universität Oxford und wollen den Lehrplan ändern. Deutsche Institutionen tun sich schwerer. Doch auch dort gibt es ein Umdenken.

Wer in Deutschland Musik studieren will, der sollte sich auskennen mit Komponisten wie Bach, Mozart, Beethoven oder auch Stockhausen. Kenntnisse zur Musik moderner nigerianischer Komponisten wie Joshua Uzoigwe und Olufęlá Şowándé oder über den indischen Hofmusiker Tansen aus dem 16. Jahrhundert werden in den Musikhochschulen weder abgefragt, noch vermittelt.

„Für die Aufnahmeprüfungen muss man sich mit der westlichen europäischen Musiksprache auskennen. Man kann sich nicht einfach als Spezialist für afrikanische Trommelrhythmen bewerben“, sagt Julia Gerlach von derAkademie der Künste in Berlin im Gespräch mit der Deutschen Welle.

https://www.dw.com/de/kolonialismus-musik-klassik/a-57381921

LOMBARDEI: Sighignola(1302m) 🚴‍♂️🚵‍♂️🇨🇭🇮🇹
So voll wie nie!!! Alle Bars auf beiden Seiten der Grenze offen und viele glückliche, großteils unmaskierte, Menschen!

Einer, den wir kennen, beklagt seine 96 kg

lomb

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Wien/ Burgtheater
Kommentar: Das größte Stück aller Zeiten
Am 19. Mai gibt’s wieder Theater. Und was für eines!
https://www.wienerzeitung.at/meinung/kommentare/2102308-Das-groesste-Stueck-aller-Zeiten.html

Ein liederliches Kleeblatt zieht obdachlos durch Linz
https://www.diepresse.com/5974060/ein-liederliches-kleeblatt-zieht-obdachlos-durch-linz

WIEN / Albertina / Basteihalle: XENIA HAUSNER – TRUE LIES
Von Anfang Mai bis 8. August 2021

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Foto: Albertina

Der Blick der Frauen

Für die Pointe bei der Pressekonferenz zur Ausstellung anlässlich des 70. Geburtstags von Xenia Hausner sorgte die Künstlerin selbst. Ausführlich hatte sich Albertina-Dirktor Klaus Albrecht Schröder, schließlich ein „in der Wolle gefärbter Kunsthistoriker“, in die tiefe Vergangenheit begeben, um die Geschichte des „Historienbildes“ aufzuarbeiten, als dessen einzige gegenwärtige Vertreterin er Xenia Hausner sieht. Als diese selbst zu Wort kam, meinte sie nur, sie habe gar nicht gewusst, wie groß ihr Beitrag zu diesem Genre sei. Und eigentlich ginge es ihr ja nur um „Rot, Blau, Grün – und ums Malen.“ So viel zu Theorie und Praxis.

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Foto: Albertina

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Weissrussische Opposition ruft zu neuen Protesten auf: Der in Polen lebende Oppositionelle Pawel Latuschko will die Bevölkerung aufrufen, am 9. Mai erneut auf die Strasse zu gehen, um gegen Machthaber Alexander Lukaschenko zu protestieren. Am gleichen Tag will die Regierung dem Ende des Zweiten Weltkrieges gedenken.
Zu den neusten Entwicklungen
Grenzstreit zwischen Kirgistan und Tadschikistan eskaliert: Ein Konflikt um Wasser hat die beiden zentralasiatischen Staaten an den Rand eines Krieges geführt. Ein Streit um eine Wasserverteilstelle führte offenbar zum Einsatz von Feuerwaffen, Minenwerfern und Schützenpanzern.
Zum Bericht
El Salvadors Parlament feuert Oberste Richter und Generalstaatsanwalt: Zur Begründung hiess es, die Richter und der Generalstaatsanwalt hätten im Amt private Interessen verfolgt. Die Opposition sprach von einem Staatsstreich und warf dem Präsidenten Nayib Bukele vor, die Justiz auf Regierungslinie bringen zu wollen.
Zum Bericht
Inter beendet die Serie von Juventus: Vier Runden vor Schluss ist Inter Mailand der erste Meistertitel seit 2010 nicht mehr zu nehmen. Neun Jahre lang war Juventus Turin zuvor stets Meister geworden. Trainer Antonio Conte überzeugt ausgerechnet mit Methoden, mit denen er einst schon den abgelösten Champion stark gemacht hatte.
Zum Bericht
Weltmeister Lewis Hamilton siegt weiter: Beim Grossen Preis von Portugal kommt Hamilton mit einer halben Minute Vorsprung vor dem Titelrivalen Max Verstappen ins Ziel. Hamilton plant bereits seine Vertragsverlängerung bei Mercedes über die aktuelle Saison hinaus.
Zum Bericht

Hoffen auf Ende der Pandemie. Millionen orthodoxe Christen weltweit feiern Ostern

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Emma Koromilas (rechts, 3 Jahre alt und Online-Merker-Fan) mit Freundin Valeria. Foto: Liana Scolaricou

Orthodoxe Christen feiern Ostern nach den Katholiken und Protestanten, weil sie sich nach dem julianischen Kalender richten.
Kleine Zeitung

Der Schlauberger 46: Playboy ohne Gender-Gaga – Oder ist das Stuss?

Der Schlauberger 46: Playboy ohne Gender-Gaga – Oder ist das Stuss?
Die Gästerin. Nee, damit macht sich keiner Freunde. Obwohl Freunde wichtig sind, wie das Zeitungszitat aus dem Playboy beweist: „Männer haben mehr Freunde als Frauen.“ Besser als umgekehrt.
Reinhard Berger über die Kuriositäten des Deutschen
https://klassik-begeistert.de/der-schlauberger-46-playboy-ohne-gender-gaga-oder-ist-das-stuss/

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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