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3. MAI 2020 – Sonntag

03.05.2020 | Tageskommentar

Voraussichtlich kein „Rigoletto“ in diesem Sommer bei den Bregenzer Festspielen. Foto: ORF/ Lise Mathis

Bregenz/ Festspiele
Verschiebung ist „Plan B“
Festspiel-Präsident Metzler: Vor halbleeren Rängen zu spielen keine Option. Können die Bregenzer Festspiele aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht in vollem Umfang stattfinden, sollen sie komplett auf das Jahr 2021 verschoben werden. Das erklärte Festspielpräsident Hans-Peter Metzler gegenüber den „Vorarlberger Nachrichten“ (Samstagausgabe). Vor halbleeren Rängen zu spielen sei für ein „demokratisches Festival“ keine Option.
Wiener Zeitung

Ich sehe das genauso, für diesen Sommer ist es vorbei. Vom überaus sympathischen Herrn Metzler (ich habe mich vor Jahren bei einer Pressekonferenz mit ihm gut unterhalten) würde ich jetzt freilich gerne wissen, was ein „demokratisches Festival“ ist. Sollen alle Vorarlberger über Sein oder Nichtsein abstimmen können oder bloß die Bregenzer? Soll vielleicht ganz Österreich darüber entscheiden?  Oder nur die Frau Lunacek!

Könnte man auch aus Salzburg ein „demokratisches Festival“ machen?  Dürfen dort alle Salzburger oder nur die Hoteliers abstimmen?

Mitarbeiter Marcel Burkhardt liefert uns eine Erklärung, wie „demokratische Festspiele“ gemeint sein könnten: Man darf nicht vergessen, dass die Bregenzer Festspiele eingeklemmt sind zwischen Deutschland und der Schweiz. Logistisch gesehen verbieten die Schweizer (wohl auch die Deutschen) das herumreisen ihrer Bürger (keine Cars, keine Busse, keine Schiffe, etc).. 

Man stelle sich vor, die Bregenzer Festspiele finden statt, aber niemand kommt.  Zitat Ende

Linz: „CUPAK UND DIE MASKENMÄNNER“ – Kommentare mit Fortsetzungen auf der website des online-Merker, März/April 2020 (cum continuatione ad nauseam?)

Ganz ohne uns eigene, aus der aktuellen Erfahrung genährte Gedanken zu machen, kommen wir nicht durch shut-down und Maskenpflicht. Wir sind allerdings, weil radiologisch und nuklearmedizinisch tätig und in regelmäßiger Schulung für Strahlenschutz, seit rund 40 Jahren gewöhnt, mit einer Gefahr, für die es kein menschliches Sensorium gibt, umzugehen.

Natürlich tragen wir, wo vorgeschrieben, auch Masken. Daß uns dabei freilich mitunter unser wahres Inneres über die Schulter schaut, können wir nicht verhindern…

Dr. Helmut und Petra Huber, unsere Linzer Theaterberichterstatter, diesmal in ihrer beruflichen Rolle. Copyright: Huber

Satyrspiel in zahllosen Akten nach dem Paranoical Unnötige Corona-Panik gefährdet Existenzen, Gesundheitssystem und sozialen Frieden von DDr. Christian Fiala, Libretto von P. R. Purkathofer, Musik von Mei-Lung Pfeyffer

Als vor Jahrhunderten Pest und Cholera durch das Land zogen, waren sich die Ärzte einig: diese Gottesgeiseln konnten nur durch üble Ausdünstungen aus dem Boden hervorgerufen werden. Man erfand dafür den Ausdruck „Miasma“, von altgriechisch μίασμα, zu Deutsch ‚Besudelung, Verunreinigung‘. Erst als Leute wie der Mathematiker, Physiker und Musiktheoretiker Christian Huygens und der Linsenschleifer Antoni van Leeuwenhoek ernsthaft in die Mikrowelt eintauchten und erste Erkenntnisse über die „animalcula“ erwarben, war der Grundstein für andere Auffassungen gelegt. Mit diesen, freilich deutlich späteren, Erkenntnissen sind Namen wie Robert Koch oder Louis Pasteur verknüpft, die Entdeckungen in einem Bereich der Krankheitsursachen machten, den man im wesentlichen heute mit dem Wort „Bakterien“ zusammenfaßt.

Viel älter allerdings ist der Begriff des Virus (lat. virus, -ūs n. für Schleim, zähe Feuchtigkeit, Gift), der schon im 1. vorchristlichen Jahrhundert im Zusammenhang mit einer Tollwutinfektion als Übertragungsmedium von Krankheiten auftaucht. Viren als solche wurden erstmals um 1900 dargestellt, deren Natur als im Grunde reine Erbinformation ohne selbständige Lebensfähigkeit – zur Vermehrung bedienen sie sich des Stoffwechsels von Wirtszellen – erst nach Aufklärung des DNS-Prinzips von Franklin, Watson und Crick erforscht werden konnte. Die Coronaviren sind seit Mitte der 1960er bekannt und gelten, wie viele andere Virenfamilien, als hochvariabel; sie können eine Vielzahl leichter Erkrankungen beim Menschen auslösen, aber eben auch sehr schwere Erkrankungen wie SARS (2003) und die aktuelle Pandemie. Das Ende 2019 identifizierte und benannte SARS-CoV2 ist bislang völlig unbekannt gewesen – dem menschlichen Abwehrsystem wie der Wissenschaft…

Bitte unbedingt weiterlesen: https://onlinemerker.com/linz-cupak-und-die-maskenmaenner-kommentare-mit-fortsetzungen-auf-der-website-des-online-merker-maerz-april-2020-cum-continuatione-ad-nauseam/

Worte des Herausgebers: Nun, ich muss keineswegs Recht haben und mit Medizinern kann ich wohl schlecht ernsthaft über dieses Thema diskutieren. Die oberste Maxime des Online-Merker ist eine ausgewogene Berichterstattung – und ich gebe gerne zu, dass meine Berichterstattung durch meine Meinung zu diesem Thema beeinflusst und daher nicht ausgewogen war.

Das habe ich übrigens mit der Tagespresse gemein, von Ausgewogenheit ist da auch keine Spur zu finden. So gesehen habe ich mich bemüht, ein Gleichgewicht herzustellen. Ich habe das durch die Veröffentlichung von Meinungen anderer Mediziner getan, keineswegs mit denen von Gewerbetreibenden, Künstlern und Kaufleuten, die ja besonders in Mitleidenschaft gezogen sind!

Die Analyse und Diagnose des Dr. Huber erhellt meinen Horizont durchaus, obwohl ich nie behauptet habe, dass man überhaupt nicht reagieren hätte sollen, es geht mir lediglich um die Angemessenheit der Maßnahmen. Ein „Brand“ muss gelöscht werden – sonst brennt er weiter. Man kann ihn mit Wasserkübeln löschen, man kann professionell die Löschschläuche an einen Hydranten anhängen, man kann aber auch die Schleusen des benachbarten Stausees öffnen und damit gleich alles zerstören.

Nach „Brand aus“ werden wir wissen, was nun notwendig war und was nicht. Das heisst, jeder wird es natürlich für sich wissen, sich bestätigt fühlen. Soll sein, wenn nur der Spuk bald vorbei ist.

Dank jedoch an das Ehepaaar Dr. Huber für diese Aufklärungen! A.C.

Europakonzert der Berliner Philharmoniker triumphiert über Corona, 01. Mai 2020
„Musik als Lebensmittel“

Europakonzert Berliner Philharmoniker. Foto: Monika Rittershaus

Der schöne Monat Mai sollte nicht nur in Deutschland eigentlich ganz anders beginnen – auch für die Berliner Philharmoniker und ihren Chef Kirill Petrenko. Seit 1991 feiert das Weltklasseorchester genau an diesem Tag seinen Geburtstag und stets an einem historisch bedeutsamen Ort. Sei es in Sälen, Kirchen und Museen oder unter freiem Himmel wie 2017 in Europas damaliger Kulturhauptstadt Paphos auf Zypern…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Berlin/ Philharmonie: Trauer und Hoffnung
Das Europakonzert der Berliner Philharmoniker hätte in Israel stattfinden sollen. Nun wurde es in Kammerbesetzung im Fernsehen übertragen. Ein fulminantes Erlebnis.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/klassik-trauer-und-hoffnung-1.4893973

Internet Projekt: „Künstler für Helden der Pandemie“

Bitte untenstehenden Link anklicken

https://www.youtube.com/watch?v=EpeRM5QcSN0

 Jeder Klick auf Youtube ist „Danke schön“ an Ärzte, Pfleger, Hebamme die jetzt um uns kämpfen. Das Projekt ist Pro Bono, es verdient niemand. Es geht um die Idee.

  Eine Gruppe von 15 internationaler Künstler aus Österreich, Polen, Groß Britannien und Serbien (unter der Leitung von Sopranistin Sabina Zapior  und der Kulturverein „Passion Artists“) hat eine Internet Performance (Cover des Stückes „Victory“-Filmmusik) aufgenommen. Mit dem Projekt möchten die alle Ärzte, Pfleger, Assistenten, Hebammen und alle Mitarbeiter des Gesundheitssystems würdigen, die jetzt für unsere Gesundheit kämpfen – so genannte „Corona Fighters“. Im Projekt sind professionelle Opernsolisten und Orchestermusiker  involviert, die derzeit nicht Live auftreten dürfen. Alle haben eigene Stimmen zuhause mit Handy aufgenommen. Um die Tonmischung und Mastering hat sich Tonstudio Room 66 Wien mit Heidli Bobal gekümmert. Filmschnitt und Regie hat Sabina Zapior gemacht.

Streaming-Angebote: Erstaunlich wie auch diese Ahnung von TTT aus dem Nov. 2019 in die Realität gefunden hat.

Es bleibt die Frage nach der Darbietungsform.Wird die tradierte Musiktheateraufführung zum Antagonismus darstellender Künste? Der Vergleich von TV zur Bühne … bleibt n. m. E. noch unentschieden. Szenisch/optisch gewinnt die kinematographische Sichtung eindeutig. Die einzig mögliche Bühnentotale kann nicht mit der optischen Feinzeichnung der Charaktere, Situationen und Aktionen im TV-Detail konkurrieren, …

Mehr darüber in den Infos des Tages

Lieses Klassikwelt 33: Schule
Am Montag öffnen neben größeren Geschäften und Friseuren wieder die Schulen. Es wäre wohl allzu schön, wenn damit auch die mannigfachen Probleme, die das deutsche Bildungssystem schon lange vor dem Shutdown belasteten, hinweggefegt wären
„Ich weiß, wovon ich rede, habe ich doch selbst Schulmusik studiert und mein Referendariat schon anno 1991 nach einem halben Jahr abgebrochen. Bis heute habe ich diesen Schritt nicht bereut.“
von Kirsten Liese, Berlin
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-33-schule-klassik-begeistert-de/

Schloss Esterházy Kulturverwaltung GmbH: Julian Rachlin übernimmt Künstlerische Leitung für das HERBSTGOLD – Festival in Eisenstadt

Julian Rachlin. Copyright: Lisa Schulcz/Josef Siffert/ Esterhazy

Neben den etablierten Programmpunkten wie der Haydn Philharmonie, Balkan- und Roma- Sounds sowie Jazz werden bei Rachlin ab 2021 jeweils ein bekannter Pianist, ein namhafter Sänger sowie Kammermusik, aber auch junge Talente im Zentrum stehen.

Der Stargeiger, Bratschist und Dirigent Julian Rachlin begeistert seit mehr als drei Jahrzehnten ein weltweites Publikum mit seinem Können. Zwölf Jahre lang leitete der international anerkannte Musiker und Dirigent das Festival „Julian Rachlin & Friends“ im kroatischen Dubrovnik und lernte so Musikfestivals auch von einer anderen Perspektive kennen…

Weiterlesen in den Infos des Tages

AKTUELL IN UNSERER WEBSEITE: DIE GEBURTSTAGE MAI 2020 SIND ONLINE

5. Mai Christopher VENTRIS wird 60

Christopher Ventris als Siegmund. Foto: Bill Cooper

 Er absolvierte sein Gesangstudium 1982-88 an der Royal Academy of Music London bei Joy Mammen. Er gewann den John Christie Award in Glyndebourne und sang 1987-89 im Chor des Glyndebourne Festivals, wobei er bereits kleinere Soloaufgaben übernahm (1987 und 1990 einen der Diener im »Capriccio« von R. Strauss, 1988 eine kleine Rolle in »Katja Kabanowa«  von Janácek). Beim Glyndebourne Festival sang er dann auch 1989 den Tom Rakewell in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, 1992  den Hotelportier in Brittens »Death in Venice«, 1995 und 1997 den Janek in »Die Sache Makropoulos« von Janácek…

…2003 debütierte er als Stewa an der Metropolitan Oper New York, an der er seither auch als Tambourmajor im »Wozzeck« von A. Berg auftrat. 2003 debütierte er als Parsifal an der Wiener Staatsoper, an der er bis 2019 in insgesamt 54 Vorstellungen auch als Siegmund, als Jim Mahoney in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von K. Weill, als Andrei in »Chowanschtschina« von Mussorgsky und als Max im »Freischütz« auftrat…

Zu den Geburtstagen Mai 2020

Wiener Museen: Wann welche Wiedereröffnung kommt
Nach den „großen Drei“ kündigen auch NHM und MAK Neustart an.
Wiener Zeitung

ORF III heute:

Die Welthits des Musicals, dargeboten von beliebten Stars des Genres und größtenteils aus der Kreativschmiede der Vereinigten Bühnen Wien stammend, präsentiert ORF III um 20.15 Uhr im Rahmen des dritten Live-Konzerts der ORF-Sendereihe „Wir spielen für Österreich“, diesmal in Kooperation mit den VBW. Im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses treten Publikumslieblinge wie u. a. Lukas Perman, Maya Hakvoort und Drew Sarich auf. Auf dem Programm stehen die beliebtesten Musical-Balladen aus VBW-Eigenproduktionen wie „Elisabeth“, „Tanz der Vampire“, „Mozart!“, „Rebecca“, „Schikaneder“, „Don Camillo und Peppone“, „Der Besuch der alten Dame“ und dem jüngsten Musicalerfolg der VBW „I am from Austria“ sowie aus Andrew Lloyd Webbers Welthit „Cats“, dessen Spielzeit im Wiener Ronacher aufgrund des großen Erfolges verlängert wurde. Noch mehr Musical folgt danach – ORF III zeigt die Aufzeichnung der Original-Inszenierung von Andreas Gergens „I am from Austria – Das Erfolgsmusical“ (21.40 Uhr), die im September 2017 ihre Weltpremiere im Wiener Raimund Theater feierte.

Gerhard Zeiler wird zum Sieben-Milliarden-Mann bei AT&T
Der frühere ORF-Generalintendant verantwortet künftig das gesamte Werbegeschäft des US-Medien-Riesen.
Kurier

Dieser Mann wäre bereit gewesen, die SPÖ als Vorsitzender zu übernehmen. Er ist Topmanager und durch die Wolle rot gefärbt. Den Genossen war er trotzdem nicht geheuer!

Bekannt als Anwalt aus „Scrubs“: Sam Lloyd gestorben
Der Schauspieler Sam Lloyd wurde 56 Jahre alt.
Kurier

Seehofer gegen schnelle Grenzöffnung zu Österreich
Solange das Virus keinen Urlaub macht, müssten sich auch die Deutschen mit ihren Reiseplänen beschränken, sagt Innenminister Horst Seehofer. Aus Schweden wurde jetzt bekannt, dass die Corona-Reproduktionszahl seit einigen Tagen bei unter 1,0 liegt. Alle Entwicklungen im Liveticker.
http://www.welt.de/vermischtes/live206935325/Corona-Krise-Seehofer-gegen-schnelle-Grenzoeffnung-zu-Oesterreich.html

Einerseits erfreulich bzw. eh klar, andererseits frage ich mich, was denn die Nato mit Corona zu tun hat…hm?…

Nordkoreas Diktator Kim Jong nun nach wochenlanger Abwesenheit aufgetaucht
Der inszenierte Auftritt Kims dürfte aber nach Ansicht von Beobachtern die Spekulationen um seinen Gesundheitszustand vorerst beenden
Der Standard

Kim Jong-un zeigt sich nach wochenlanger Abwesenheit
Seit drei Wochen war Nordkoreas Machthaber nicht mehr zu sehen, Gerüchte um seinen Tod mehrten sich. Nun soll er an einer Zeremonie teilgenommen haben.
Die Presse

Mein Mailverkehr ist interessant und eröffnet mir auch Abgründe. Zum Beispiel Jubel über die Erkrankung von Boris Johnson. Der ist mittlerweile wieder „pumperlgsund“ und  junger Vater.

Über Kim Jong ergingen sich Opernfreunde in besten Wünschen: Möge er doch krepieren, der Hund!

Eliten unter sich!

Diesen Wunsch hat er seinen „Fans“ anscheinend noch nicht erfüllt!

Ich wünsche einen schönen Sonntag!

A.C.

 

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