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3. MAI 2018

03.05.2018 | Tageskommentar

 

Jules Massenets „Don Quichotte“ führen die Bregenzer Festspiele 2019 im Festspielhaus auf. 1910 wurde Don Quichotte uraufgeführt Die Bregenzer Premiere ist für 18. Juli 2019 angesetzt und wird nur drei Mal gezeigt. Das gaben die Festspiele am Mittwoch bekannt.

 

Don Quichotte ist eine Rarität und bei 3 Aufführungen (volles Haus vorausgesetzt), wird die Produktion dennoch mehr kosten, als sie einspielt.

Das muss das Spiel auf dem See für ausgewogene Finanzen sorgen. Giuseppe Verdis „Rigoletto“ – wird als „Spiel auf dem See“ 2019/20 –  25 Mal gezeigt.

Bregenzer Festspiele zeigen 2019 „Don Quichotte“
Die Bregenzer Festspiele bringen im Festivalsommer 2019 Jules Massenets „Don Quichotte“ ins Festspielhaus. Das 1910 erstmals aufgeführte Stück wird am 18. Juli Premiere feiern und insgesamt drei Mal zu sehen sein, gaben die Festspiele am Mittwoch bekannt. Giuseppe Verdis „Rigoletto“ – das Spiel auf dem See 2019/20 – ist im kommenden Jahr 25 Mal angesetzt
Salzburger Nachrichten

Wiener Staatsoper: ANDREA CHENIER die Vierte und letzte gestern Abend in Bestform!

Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die letzte Serie brachte gestern die drei Hauptrollensänger in persönlicher Bestform: ANJA HARTEROS ließ sich zwar ansagen, brachte aber für ihre Maddalena ihre berührende (La mamma morta) als auch mitreissende (etwa für das Schlussduett) gesangliche Leistung auf die Bühne. JONAS KAUFMANN bot innerhalb seiner anfangs eher verinnerlichten Gestaltung seine wohl beste Leistung bisher, ab dem Gerichtsakt (Si, fui soldato) und vor allem als Partner der Harteros im letzten Bild zog er stimmlich mit dieser gleich, beider intensiver Einsatz ergab diesmal ganz besonders in seiner Wirkung das von Umberto Giordano zu der Todessehnsucht seiner Figuren überzeugend auskomponierte heroische Finale. So muss Oper sein! Großer Jubel und dreizehn Minuten Schlussapplaus.
Auch ROBERTO FRONTALI mit seinem spürbar vollen Einsatz seines vom Michonet zum Carlo Gerard gereiften Baritons überzeugte wieder.

Peter Skorepa berichtete für den Tageskommentar .

Maifestspiele Wiesbaden mit „Ein Maskenball“ eröffnet

Foto: Monika und Karl Forster/ Maifestspiele

Zur Eröffnung der Internationalen Maifestspiele boten Regisseurin Beka Savic, Bühnenbildner Luis Carvalho und Kostümbildnerin Selena Orb ein Gangster-Stück der Zwischenkriegszeit an. „Boardwalk Empire“ lag darum in der Luft (falls Sie die fabelhafte US-Serie kennen), außerdem viel Nebel…

...Diskrete Herren mit verdächtigen Geigenkästen huschen um ein steiles, düsteres Stadthaus auf der Drehbühne. Page Oscar zeigt sich zwischen Straßenlaterne und Hydrant als Schiebermützen-Lausejunge, über allem schwebt Carol Lombard auf einer verwaschenen Kinoreklame für „Love Before Breakfast“. Das ist stimmungsvoll, auch wenn die Filmwerbung zeitlich nicht hundertprozentig zur kurz vorher aufgehobenen Prohibition passt. Gleichwohl ist anzunehmen, dass das Fass, dessen Inhalt einige Kerle auf polizeiliches Geheiß in die Kanalisation gießen müssen, Alkohol enthalten hat… (Quelle: Frankfurter Rundschau)

Staatstheater Wiesbaden Es war einmal in Amerika
Die Internationalen Maifestspiele eröffnen mit Verdis „Maskenball“
Frankfurter Rundschau

Wiesbaden/ Staatstheater: Otello – ecco un artista!

Dirk Schauß besuchte die Premiere: Nach der ärgerlichen und musikalisch unfertig wirkenden Wiederaufnahme im Februar, gab es nun zum Auftakt der Internationalen Maifestspiele Gelegenheit, den derzeit besten Interpreten der fordernden Titelpartie zu erleben: Gregory Kunde!

Zum Bericht von Dirk Schauß

Zürich/ Opernhaus: Als ein Startenor unverhofft zu einem Liederabend kam
Mit einem für alle Beteiligten aufregenden Rezital begeistert Piotr Beczala das Publikum im Opernhaus Zürich – der Sänger war nämlich äusserst kurzfristig für eine Kollegin eingesprungen
Neue Zürcher Zeitung

SZEGED/UNGARN: X. Internationaler József Simándy-Gesangswettbewerb – 23.-29. April 2018

Josipa Bilic mit der Sponsorin des 1. Preises in der II. Kategorie, Mária Bárdossy, Hauptsponsorin des Wettbewerbs. Foto: Veranstalter Gesangswettbewerb

Im sonnigen Szeged Südungarns fand vom 23. bis 29. April die 10. Auflage des Internationalen József Simándy Gesangswettbewerbs statt, mit guten Ergebnissen. In diesem Jahr meldeten sich über 100 junge Sängerinnen und Sänger aus etwa 20 Nationen, in erster Linie aber UngarInnen, zum Wettbewerb an.

In der I. Kategorie gewannen: Viktor Papp, 1. Preis; Krisztián Szenthelyi, 2. Preis und Boldizsár Zajkás, 3. Preis.

In der II. Kategorie gewannen: Josipa Bilic, 1. Preis; Judit Anna Kiss, 2. Preis und Klaudia Pánczél, 3. Preis.

In der III. Kategorie gewannen: Antonia Dunjko und Duc Hoang Long Ninh, beide 1. Preis, sowie Sára Banai, 3. Preis.

Daneben wurden noch viele Sonderpreise vergeben. Merker-Redakteur Klaus Billand war Mitglied der Jury. Wir werden noch ausführlicher darüber berichten.

PG / IGNAZ JOSEPH LEYEL-GESELLSCHAFT: So, 6.5.2018, 17h

394. VA der IPG im Pleyel Kulturzentrum mit dem weltbekannten Janacek Quartett! Streichquartette von Pleyel & Mozart!

PLEYEL JUBILÄUMSJAHR 2018

Was Prof. Adolf Ehrentraud, ein pensionierter Postbeamter, da in Ruppersthal geschaffen hat, ist einmalig. Das Kulturzentrum mit seinem Veranstaltungssaal wird ihn überleben und auch zum Ehrentraud-Denkmal werden. Ich bewundere Menschen, die initiativ werden und selbst etwas schaffen. Natürlich hat ihm der NÖ-Landeshaupt Dr. Erwin Pröll ganz massiv finanziell geholfen (mit Landesgeldern) und natürlich war auch die Nachbarschaft des Pleyel-Geburtsortes Ruppersthal zu Radlberg, dem Heimatort von Erwin Pröll, dem Projekt zuträglich. Aber schaffen muss man das trotzdem mit Eigeninitiative und Beharrlichkeit. Deshalb weise ich auf diese Veranstaltungen hin, obwohl ich sie selbst kaum besuche. Ein Tipp: in unmittelbarer Nähe befindet sich der „Heldenberg“, der auch einen Besuch wert ist.

Wien/ Konzerthaus: Mireille Mathieu kann nicht mehr so gut singen wie früher – sie macht ihre Fans allein durch ihre Anwesenheit glücklich
Seit ich mich erinnern kann, gibt es in meiner Familie eine CD von Mireille Mathieu. Einmal im Jahr, am Geburtstag meines Vaters, läuft diese CD schon am Morgen in voller Lautstärke. Alle Verwandten schmettern inbrünstig „Marrrrtinnnn“ am Frühstückstisch mit, zufälligerweise trägt mein Vater den gleichen Vornamen. Wohl aus Jux hat meine Mutter einst das Album mit dem Titel gekauft. Wobei wir – soweit ich weiß – nie gefragt haben, ob meinem Vater das Lied überhaupt gefällt. Womöglich kann er es nicht mehr hören, aber er lauscht dem Gesang jedes Jahr mit bewundernswerter Gelassenheit.
Wie dem auch sei, die Schlagerlegende Mireille Mathieu begibt sich nun mit über 70 Jahren auf eine Welttournee. Keine Frage, dieses Ereignis kann ich mir nicht entgehen lassen.
Mirjana Plath berichtet aus dem Wiener Konzerthaus
http://klassik-begeistert.de/mireille-mathieu-welttournee-wiener-konzerthaus

Eugene Onegin in Stockholm: Tatyana steals the show

Cornelia Beskow (Tatyana). © Sören Vilks

 Russian director Vasily Barkhatov moved the story forward in time to an undefined period between the 1920s and 1950s of last century.

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Berlin: Claus Peymann hinterließ ein unvorstellbares Chaos – sagt sein Nachfolger am Berliner Ensemble

Claus Peymann hat den Mund stets sehr voll genommen – in Wien, aber auch in Berlin – als sein Abschied „erzwungen“ wurde.

Glaubt man seinem Nachfolger Oliver Reese, dann hat Paymann einen Schuldenberg, eine Bruchbude und einen „leeren Kühlschrank“ hinterlassen.

„Peymann hinterließ einen leeren Kühlschrank“
Das Berliner Ensemble vermeldet ein Defizit von einer Million Euro. Dies gehe wesentlich auf die Planung des früheren BE-Chefs Claus Peymann für 2017 zurück, sagte sein Nachfolger Oliver Reese dem Tagesspiegel. Peymann habe unrealistische Gastspieleinnahmen ins Budget eingestellt. Außerdem habe Peymann seinerzeit „siebenstellige Rücklagen vorgefunden. Wir praktisch nichts mehr. Der Kühlschrank war leer“, erklärte Reese, der das Haus seit dem vergangenen Sommer leitet. In der kommenden Saison wird Frank Castorf am BE Brechts „Galilei“ inszenieren. Als Schauspieler kommt Martin Wuttke zurück
Tagesspiegel
Oliver Reese im Interview über Brecht, MeToo und alte Peymann-Schulden – Berliner Ensemble
Oliver Reese ist der Nachfolger Claus Peymanns am legendären Brecht-Theater Berliner Ensemble. Er hat das verstaubte Haus aufgemöbelt. Ein Gespräch über MeToo, den Geist von Brecht, Heiner Müller und fehlendes Geld
Die Welt.de
Reese: Wir haben eine Bruchbude übernommen
Berliner Zeitung

WIEN / Akademietheater des Burgtheaters: DER RÜSSEL von Wolfgang Bauer
Uraufführung. Besucht wurde die Vorstellung am 2. Mai

Copyright: Reinhard Werner/ Burgtheater

Renate Wagner in ihrer Kritik: ...Denn – würde irgendjemand „Der Rüssel“ anrühren und mit bewegt interpretierenden Worten posthum zur Uraufführung bringen, hieße der Autor nicht Wolfgang Bauer seligen Angedenkens? Wohl kaum. Da würde man lächelnd bedeuten, diese Parodie auf Volksstücke und Dorfleben sei zwar gar nett in ihrem absurden Ansatz, aber letztendlich ist die Parabel des „Rüssels“ wirklich nicht aufgegangen – und zweistündiges pausenloses Geblödel bringt es ja nun auch nicht. (Im Akademietheater gingen einige Leute – darunter ganz junge, von denen man meinte, die müssten sich doch „unterhalten“ – während der Vorstellung weg)…

Ohne dass für das Stück und die Aufführung mehr erreicht würde als das Kopfweh des Publikums. Doch nein, man darf sich trösten: Stückl, der auch „Muttchens“ Spruch „Wir schaffen das“ vielfach ins Stück eingebracht hat, bereicherte es noch um eine sechsköpfige Boy-Group aus Oberösterreich namens „Gesangskapelle Hermann“: Und die sind in ihrem a-cappella Gesang wirklich bemerkenswert – tolle Stimmen, erstaunliche, differenzierte Klangschönheit, phantastische Stilsicherheit, ob sie nun mit einem Comedian-Harmonist-Schlager dazwischenflöten oder mit Richard Wagner… Das Beste des Abends. Geradezu für Musikfreunde zu empfehlen. Wenn sie Wolfi Bauers homerisches Gelächter aus dem Grab aushalten…

Zum Bericht von Renate Wagner

Stockholm: Der Literaturnobelpreis könnte heuer ausfallen
Die Schwedische Akademie wird von einem Belästigungs- und Korruptionsskandal erschüttert. Am Freitag will sie bekannt geben, ob der Literaturnobelpreis heuer trotzdem vergeben wird.
Die Presse

Das scheint ein echter Saustall beim Nobelpreis zu sein. Korruption, wohin man blickt.

TV: Dem ORF laufen immer mehr Zuseher davon
Die Marktanteile von ORF eins und ORF 2 sacken ab. Im April schafften die Sender nur 28,3 Prozent, ein Tiefststand.
Heute.at

Zu den ORF-Flüchtigen gehöre auch ich (ORF III ist da eine rühmliche Ausnahme). Der ORF will mir einreden, was ich zu tun und zu glauben habe. Das hat bei mir noch nie funktioniert. Man kann mich überzeugen, dann ändere ich schon mal meine Meinung. Aber gegen ständiges Trommeln bin ich resistent. Die Argumente müssen zudem gut sein – nicht immer die selbe Leier.  Mein Favorit: „Servus TV“.

Unter’m Strich

Jeder zweite Österreicher hat Konsumschulden
Laut einer Umfrage finanzieren 49 Prozent der Österreicher ihren Konsum auf Pump. Für Schuldnerberater ist das eine gefährliche Entwicklung.
Die Presse

Das sind schöne Aussichten für die Zukunft.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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