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3. JULI 2020 – Freitag

03.07.2020 | Tageskommentar

Carlos Kleiber – Wikipedia
Carlos Kleiber wäre heute 90 geworden. Foto: Wikipedia

Er wurde als Sohn des österreichischen Dirigenten Erich Kleiber und dessen US-amerikanischer Frau Ruth (geb. Goodrich) in Berlin geboren. Ruth Kleiber war mütterlicherseits jüdischer Abstammung, ihre Vorfahren gehen auf den Schriftsteller Sir Walter Scott zurück. Carlos Kleiber wuchs bis 1935 in Berlin, dann in Österreich, der Schweiz, kurz in Frankreich und ab 1940 in Südamerika auf. Nach der Einreise in Argentinien und einem nur vorübergehenden Aufenthalt in Buenos Aires besuchte er mehrere Jahre ein Internat in Chile. Weitere Stationen waren Kuba, New York und Buenos Aires. Sein Vater hatte als Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin eine Einmischung der nationalsozialistischen Machthaber in seine Tätigkeit nicht akzeptiert und war 1935 aus Deutschland nach Argentinien emigriert. Hier wurde aus dem deutschen Karl Ludwig der spanische „Carlos“…
https://onlinemerker.com/in-memoriam-geburtstage-im-juli-2020/

Playlist – Zum 90. Geburtstag von Carlos Kleiber
Dokumente eines genialen Einzelgängers
Gerade aufgrund seiner Zurückhaltung gegenüber dem Tonträgermarkt wirkt Carlos Kleiber auch im Rückblick wie ein Sonderling am Dirigentenpult. Um kaum einen Musiker seiner Generation haben sich zu Lebzeiten derartige Legenden gebildet. Auch Spitzengagen wie eine Million Mark für das Wiener Neujahrskonzert 1989 oder eine Luxuslimousine für einen Auftritt in Ingolstadt 1996 haben ihn nicht zum Umdenken bewegen können: Er wollte einfach nicht regelmäßig dirigieren. BR-KLASSIK präsentiert den genialen Dirigenten in Bild und Ton, vom Filmporträt bis zur kompletten Oper.
https://www.br-klassik.de/aktuell/carlos-kleiber-dirigent-geburtstag-90-jahre-playlist-beste-aufnahmen-100.html

Ich bin der Welt abhanden gekommen
Video
https://www.br-klassik.de/video/carlos-kleiber-ich-bin-der-welt-abhanden-gekommen-100.html

Carlos Kleiber zum 90. Geburtstag Auf dem Sprung ins Blaue
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.carlos-kleiber-zum-90-geburtstag-auf-dem-sprung-ins-blaue.545e667f-4bca-4920-bd48-716f3411108e.html

„Bayreuth Summertime“ soll Ausfall der Festspiele kompensieren

Die Stadt Bayreuth reagiert auf den coronabedingten Ausfall der Richard-Wagner-Festspiele mit einem zusätzlichen Kulturangebot. Unter dem Titel „Bayreuth Summertime“ sollen bis zu 100 Veranstaltungen gebündelt werden.

Nach der Absage der Bayreuther Festspiele wegen der Corona-Krise will die Stadt ihren Kultursommer ausbauen. Unter dem Motto „Bayreuth Summertime 2020: Kultur. Genuss. Leben“ sollen von Juli bis September mehr als 100 Konzerte, Ausstellungen, Theater- und Literaturveranstaltungen stattfinden. Die Planung dafür läuft seit April.

Musiker der Bayreuther Festspiele wollen auftreten

Einige Musiker der Bayreuther Festspiele treten auch diesen Sommer in der Stadt auf: So singen Sopranistin Petra Maria Schnitzer und Tenor Peter Seiffert „Die besten Stimmen“ und Sopranistin Camilla Nylund sowie Tenor Klaus Florian Vogt Auszüge aus Lohengrin. Günther Groissböck, der eigentlich als Wotan im neuen „Ring des Nibelungen“ aufgetreten wäre, gibt Auszüge der Wagneropern zum Besten. Viele fühlen sich mit der Stadt verbunden, meinte Matthias Höfer, Bassklarinettist im Festspielorchester. „So war die Nachfrage von Beginn an aus Kreisen der Musiker groß, dennoch „irgendwas“ in Bayreuth musizieren zu können.“

https://www.br.de/nachrichten/bayern/bayreuth-summertime-soll-ausfall-der-festspiele-kompensieren,S3ajqZA

Der „Staatsopern-Ex“ feiert derweil seinen Abschied mit seinem verhinderten Königsmacher und Tenor Beczala. Abstandregel: Schnee von gestern!

Facebook Piotr Beczala: Yesterday’s evening we spent at the Weingut Schloss Gobelsburg as guests at the farewell party of the Staatsoper director Dominique Meyer

😊 Dominique, thank you for 10 wonderful years and 60 successful performances and we wish you good luck in your new role as a director of the Teatro alla Scala! 🎉

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=3107800989306286&id=225638490855898&sfnsn=mo

HEUTE BEIM ONLINE-MERKER

 

Es ist keine Anmeldung erforderlich.  Ab 19 h brauchen Sie auch keinen Parkschein. Ich würde aber trotzdem mit U6 bzw. mit dem 62 er anreisen! Station Bahnhof Meidling/Philadelphiabrücke

Die „Freie Spende“ ist zu 100 % für die Künstler, der Online-Merker nimmt keinen Cent davon!

Wenn es das Wetter zulässt, stelle ich Tische mit den Gratis-Getränken auf den Gehsteig vor dem Eingang und mache so eine Kombination zwischen Indoor- und Outdoor-Veranstaltung. Den Mundschutz haben Sie ja ohnedies mit, weil Sie ihn in den Öffis brauchen. Das „Vermummungsverbot“ ist außer Kraft gesetzt (natürlich auf freiwilliger Basis), unnötiges Risiko will ich niemand aufzwingen!

Dokumentarfilm: Die Erfolgsstory „Drei Tenöre“ – Triumphe, Tränen, Tantiemen (nur in Deutschland abspielbar!)

https://www.br.de/mediathek/video/dokumentarfilm-die-erfolgsstory-drei-tenoere-triumphe-traenen-tantiemen-av:5ebd291302dc0100138c385d

Die Erfolgsstory der Drei Tenöre: Placido Domingo, José Carreras, die Witwe von Luciano Pavarotti und der Dirigent Zubin Mehta blicken zurück auf ihre große Karriere.

Das 90-Minuten-Video ist nur in Deutschland abspielbar – deshalb fahre ich aber auch nicht zu unseren Lieblingsnachbarn. Recht geschieht uns!

Linz
Kulturstillstand- Erneute Absagen in Linzer Kunstbetrieb
Landestheater schließt, „Höhenrausch“ verschoben.
Wiener Zeitung

Deutschland: Am Platz nun ohne Mundschutz Ärger um Hygiene-Regeln: Das Corona-Theater
Münchner Abendzeitung

Europäische Theatermacher wollen Serebrennikow freikaufen
Der russische Regisseur kann nach eigenen Angaben die ihm aufgebrummte Strafe von 1,6 Millionen Euro nicht bezahlen und daher das Land nicht verlassen.
Kurier

Das habe ich erwartet, genau so habe ich Herrn Serebrennikov eingeschätzt. Er hat das Geld nicht, deswegen sollen die Theater, die seine Regiekünste haben wollen, zahlen. Und nicht nur für ihn, sondern auch gleich mit für seine vier Komplizen. Da das Urteil anscheinend rechtskräftig ist, darf man durchaus „Komplizen“ sagen. Übrigens, liebe gleichgeschalteten Medienfritzen – die umgerechnet 1,6 Millionen Euro sind keine Strafe, sondern die Rückzahlung der veruntreuten Gelder (auch nicht mehr „angeblich“, weil rechtskräftig), die Bedingung für die Bewährungsstrafe ist. Humaner geht auch ein österreichisches Gericht nicht mit Betrügern um – eher das Gegenteil ist der Fall. Gewaltdelikte werden bei uns eher weniger bestraft als Betrug.  

Es ist übrigens auch unrichtig, dass die Buchhalterin, die den Theaterleiter beschuldigt hat, im Gegenzug für die Aussage gegen Herrn Serebrennikow ein ganz mildes Urteil erhalten hat (das haben so ziemlich alle Zeitungen gemutmasst). Die Dame wurde zu 2 Jahren und 3 Monaten Gefängnis verurteilt.

Was fällt Herrn  Serebrennikov dazu ein? „Ich bin kein Dieb und auch kein Betrüger“, sagte Serebrennikow. Er habe in seiner gesamten Karriere versucht, nichts mit finanziellen Belangen zu tun zu haben. „Ich verstehe nichts von diesem Scheißgeld“.

Spätestens jetzt müsste doch bei allen Serebrennikow-Verteidigern der Groschen gefallen sein  – von wegen Unschuld!

Na hallo, Herr Meisterregisseur. Wenn Sie vom „Scheißgeld“ nichts verstehen, dann werden Sie eben nicht Leiter eines Unternehmens, wie es ein Theater nun eben ist. Versuchen Sie es in der Politik, etwa als Finanzminister. Dort spielen sechs vergessene hintere Nullen keine Rolle!

Wenn Herr Roscic in seine private Brieftasche greift und Geld für seinen Parsifal-Regisseur samt Komplizenschaft spendet, dann ist das seine Sache. Steuergeld soll er dafür besser nicht aufwenden!

TTT meint zu Serebrennikov-Erguss:„Ich verstehe nichts von diesem Scheißgeld“. Was sind das denn für Idioten, die einen Regisseur engagieren, der Perspektiven dieser Welt visualisieren soll und der freimütig seine Kenntnisarmut zu einem der elementarsten Bestandteile der  Welt  offenlegt.  Er hat keine Ahnung – gar keine – aber das ist für Idioten und/oder Deutungswütige kein Grund hier trotzdem hochtrabende Kenntnisse zu erfinden – den kauft man trotzdem – das sehe ich so, wie bei den Performance-Künstlern – s. mein Gedicht : Wer nichts wird, wird …. 

Schlimm dabei ist ja auch die Einflussnahme, die so ein  Unbedarfter – dümmlicher Regisseur – mit seinen Inszenierungen nimmt. Er hat also keine Ahnung von einem der wesentlichsten Elementen alles Irdischen im 21. Jahrhundert – was lügt er uns denn dann in seinen Deutungen vor – das ist ja nun auch wesentlicher Bestandteil in nahezu allen literarischen – musikalischen Dramen. Es kann ja nur geistiger Dünnschiß sein, wenn Herr S. Scheißg. …. inszeniert, und daran kann er nicht vorbeikommen  –  reales Scheißg. kann er ja nach seinem Eingeständnis nicht.

Eigentlich sollte man sich für diese Eingeständnis in naiver Blödheit freuen – aber solange Entscheidungsträger so einen naiven blöden Unkundigen engagieren, muss man  davon ausgehen , dass sie in gleicher Befindlichkeit sind. Und der  Stuttgarter Intendant marschiert vorne weg…

Verstand zu flohst – ….
Hieß es früher: Wer das Geld hat, hat die Macht, heißt es heute:
Wer das Geld hat, macht die Fakten.
Thomas Holtbernd
(*1959), Theologe, Psychologe und Humorforscher

Zitat Ende

Aus Künstlerkreisen erhielt ich folgende Stellungnahme: Danke für Ihren heutigen Kommentar bezüglich Serebrennikov. Sie reden als Unternehmer und Mensch mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, ich muss aber dazu sagen, dass mich dieses Schmierentheater bezüglich KS nervt. Unter uns Arbeitern 2.Klasse am Theater (alle, außer Regisseure) gibt es genügend Leute, die ewig auf ihre verdiente Gagen warten, da sind die Theater sehr erfinderisch, die Löhne hinauszuzögern oder überhaupt zu vergessen. Wir werden permanent erpresst und unter Druck gesetzt , aber wenn es um die „Stars“ geht (damit meine ich alle, die in den Medien hochgepusht werden, egal aus welchem Grund auch immer), dann gelten keine Regel mehr. Keine Gesetze.Wenn die Intendanten der Opernhäuser aus ihren privaten Taschen KS retten wollen, ist mir absolut recht.  Wenn aber die Theater aus ihrem Budget solche Projekte finanzieren, habe ich damit ein Problem. Wo sind die Finanzkontrollen für Theater? 

Streams
Jonas Kaufmann, Anna Netrebko, Elīna Garanča, & Pretty Yende Lead Opéra de Paris’s 2020-21 Cinema Season
https://operawire.com/jonas-kaufmann-anna-netrebko-elina-garanca-pretty-yende

Der  3.  Juli 1866 war ein schwarzer Tag für Kaiser Franz Joseph.


Foto: Martino Hammerle-Bortolotti

 Nahe der  böhmischen Stadt Königgrätz bereitete Preußen den Österreichern eine verheerende  Niederlage.  Infolge  musste Österreich Venetien an Italien abtreten.

Unlängst  habe ich die  Stadt Königgrätz und die umliegenden Dörfer Chlum  und  Sadová  mit  dem  bekannten Svíb-Wald, wo die Schlacht bei Königgrätz   stattfand,  besucht. Ich sende Ihnen ein paar Fotos von den dortigen Baudenkmälern. Es gibt noch einige mehr zu entdecken!

Ich möchte herzlich zu meinem Konzert im Park von Újezd bei Brünn einladen. Auf dem Programm stehen die Siegerlieder vom Sanremo-Festival  in  chronologischer  Reihenfolge  von  1951  – 1967.

Eintritt  frei.  Es  sind  genug  Parkbänke  mit ausreichendem Abstand vorhanden. Termin: 12. 7. um 17 Uhr – Újezd u Brna.

TULLN: Das Egon Schiele Museum ist eröffnet! Sommerprogramm und Herbstveranstaltungen locken nach Tulln

Egon Schiele Museum (Tulln an der Donau) - Aktuelle 2020 - Lohnt ...
Foto: Wikipedia

TULLN – Seit vorgestern hat das Egon Schiele Museum in Tulln seinen Betrieb wieder aufgenommen. Mit 13 Originalbildern und vier weiteren Objekte bis hin zu Zeichengeräten des Ausnahmekünstlers steht die so genannte „Schatzkammer“ heuer unter dem Motto „Egon Schiele. Das Werden eines Genies“.

Aufgrund des späten Saisonstarts bleibt das Museum bis 29. November 2020 geöffnet

Künstler-„Schweigemarsch“ in Wien: „Vergessen Sie uns nicht!“
600 bis 800 Teilnehmer zogen über Ring und Karlsplatz, darunter ein entblätterter Hubsi Kramar. Die Kulturstaatssekretärin verspricht Maßnahmen, um die Situation der Kulturschaffenden zu verbessern.
Die Presse

Na, wenn Hubsi Kramar die Hosen fallen lässt, muss der Staatssekretärin doch reagieren – möglichweise in einen Weinkrampf verfallen.

Verbringen Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

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