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3. Janner 2022 – Montag

03.01.2022 | Tageskommentar

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Eun Sun Kim © Kim Tae-hwan

»LA BOHÈME« NEU BESETZT AN DER WIENER STAATSOPER

Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass ab Donnerstag doch an der Staatsoper gespielt werden kann! Sicher ist das freilich aus heutiger Sicht nicht.

Auf längere Sicht sieht aber sogar der als Scharfmacher bekannte – aber nun seit seinem Amtsantritt als deutscher Gesundheitmister offenbar etwas geläuterte Dr. Karl Lauterbach ein rettendes Ufer. Mit „vorsichtigem Optimismus“ erklärte der Minister, es gebe in Sachen Corona-Pandemie im Jahr 2022 „Licht am Ende des Tunnels“. Diese Formulierung bescherte bereits Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz Spott und Hohn, aber immer mehr Mediziner – wie auch Lauterbach – halten die Omikron-Variante für weit weniger gefährlich ist als Vorgänger-Varianten. Sie böte also eine einmalige Chance. Aber die wird vermutlich nicht ergriffen werden, weil es dazu des Eingeständnisses von Irrtümern bedürfe – und welcher Experte oder Politiker gesteht einen Irrtum ein!

Ab 6. Jänner (Hoffentlich! ): Spannende Haus- und Rollendebüts in Puccinis Meisterwerk

Eine großteils neu besetzte Vorstellungsserie von Puccinis La bohème steht ab Donnerstag, 6. Jänner 2022 auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper.

Die musikalische Leitung übernimmt Eun Sun Kim, eine der international beeindruckendsten jungen Dirigentinnen, die zuletzt an der New Yorker Metropolitan Opera einen regelrechten Triumph feierte und nun endlich auch im Haus am Ring debütiert.

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Benjamin Bernheim © Christoph Köstlin                  Nicole Car © Yan Bleney

Auf der Bühne gibt eine neue Sängergeneration Franco Zeffirellis klassischer, bildersatter Inszenierung frischen Schwung: So sind erstmals an der Wiener Staatsoper Nicole Car als Mimì, Étienne Dupuis als Marcello, Martin Häßler als Schaunard, Slávka Zámečníková als Musetta und Evgeny Solodovnikov als Colline zu erleben. Als Rodolfo kehrt Benjamin Bernheim zurück ans Haus am Ring. Am 12. und 16. Jänner singen Clemens Unterreiner den Marcello sowie Vera-Lotte Boecker die Musetta (Rollendebüt am Haus). Den Benoît und Alcindoro verkörpert Marcus Pelz.

Wien
Franz Welser-Möst: Ein Eremit für das glamouröse Klassik-Event


Franz Welser-Möst strahlt als Dirigent einerseits Herzenswärme, aber auch stählerne Unerbittlichkeit aus. Foto: Julia Wesely

Der Dirigent wird das nächste Neujahrskonzert leiten, mit den Philharmonikern erlebte er bisher Tiefen und Höhen
Standard.at

1,16 Millionen Seher im Schnitt bei Neujahrskonzert im ORF dabei
Kurier.at

Wien/ Musikverein
So war das Neujahrskonzert 2022: Künstlerisch exzellent, mit Botschaft
Daniel Barenboim dirigierte zum dritten Mal, und die Philharmoniker sangen und pfiffen.
Kurier.at

Neujahrskonzert im großen Musikvereinssaal Wien
Am 1. 1. 2022 leitete Barenboim die Wiener Philharmoniker im aus Corona-Gründen nicht vollbesetzten Musikvereinssaal. Im Programm mischt sich wie gewohnt Bekanntes wie der Walzer Sphärenklänge mit Unbekanntem. Von Daniel Barenboim kommt vielleicht nicht das idiomatischste Dirigat der letzten Jahre. Denn der Berliner Generalmusikdirektor versteht die Werke der Straußfamilie weniger tänzerisch als sinfonisch.
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ORF : Bis zu 1,217 Millionen sahen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2022

Georg Rihas „Pausenfilm“ erreichte bis zu 1,042 Millionen

Wien (OTS) – Nachdem im Vorjahr Corona-Lockdown-bedingt kein Publikum teilnehmen durfte, fand das diesjährige, bereits zum dritten Mal von Daniel Barenboim dirigierte Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker am 1. Jänner 2022 vor einer mit 1.000 Gästen limitierten Besucherzahl statt. Im ORF waren dank der erfolgreichen 64. Live-Übertragung aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins bis zu 1,217 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer in ORF 2 beim hochkarätigen Kulturereignis mit dabei. Im Schnitt verfolgten den (reichweitenstärkeren) zweiten Konzertteil 1,161 Millionen bei einem Marktanteil von 60 Prozent. Mit diesem Marktanteil erreichte das Neujahrskonzert 2022 den Topwert seit 2014.

Der erste Part des weltweit meistgesehenen Klassikevents, der heuer in 92 Ländern auf allen fünf Kontinenten gezeigt wurde, hatte bereits bis zu 1,013 Millionen Menschen erreicht.

Erfolgreich war auch der von Georg Riha gestaltete ORF-Film zur Konzertpause mit dem Titel „Mission Apollo – Österreichs Welterbe“, der das 50-Jahr-Jubiläum der UNESCO-Welterbekonvention sowie Österreichs Beitritt zur selbigen vor 30 Jahren würdigte. Diesen ließen sich bis zu 1,042 Millionen nicht entgehen, im Schnitt erzielte die rund 25-minütige Sendung 1,018 Millionen und einen Marktanteil von 59.

Weitere Konzert-Dacapos am 6. Jänner in ORF 2 und am 8. Jänner in 3sat

Neujahrskonzert • Opernhaus Zürich • Konzerte: 01.01.2022 und 02.01.2022

Eine Europareise als Neujahrskonzert

JUAN DIEGO FLOREZ: Wir sind es, die auf der Bühne stehenOnline Merker
Juan Diego Florez. Foto: Gregor Hohenberg

Nachdem lange Jahre am Neujahrstag Volksvorstellungen üblich waren, hat das Opernhaus Zürich nun die Institution des Neujahrskonzerts aufgegriffen. Vor der Pause brillierte die Philharmonia Zürich unter ihrem GMD Gianandrea Noseda, der sein Amt im Sommer angetreten hat, und nach der Pause begeisterte der Ausnahmekünstler Juan Diego Flórez das erfreulich zahlreich erschienene Publikum…

…Flórez, der sich mit der Begleitung durch die Philharmonia und dem Dirigat Nosedas ausgesprochen wohlzufühlen schien, belohnte das Publikum mit fünf Zugaben: zu «Core n’grato», «Auld Lang Syne» «Guantanamera» und «Cucurrucucú paloma» begleitete er sich selbst auf der Gitarre. Hier war er nun ganz bei sich selbst, die wunderbare Stimme konnte frei strömen. Purer Genuss, pures Glück! Mit «Nessun dorma» aus Puccinis «Turandot» endeten die wunderbaren Konzerte.

Man kann nur jedes Mal von Neuem dankbar sein, einen solchen Ausnahme‐Künstler wie Juan Diego Flórez erleben zu dürfen!

Zum Bericht von Jan Krobot

Berlin/ Philharmonie: Festlicher Jahresauftakt mit dem RIAS KAMMERCHOR BERLIN

neujahrskonzert 2022, foto rias kammerchor berlin, b
Foto: RIAS Kammerchor Berlin

 Neujahr ohne Georg Friedrich Händel – das geht für Barockmusik-Fans gar nicht und ist auch für den RIAS Kammerchor Chor Berlin eine Selbstverständlichkeit. Doch was ist heutzutage selbstverständlich?

Eigentlich war Händels Oratorium „Judas Maccabaeus“ geplant, doch Solist/innen aus dem Vereinigten Königreich konnten nicht kommen. Seit dem 20.12.2021 gilt Großbritannien wegen der rasant steigenden Omikron-Infektionen als Virusvariantengebiet und unterliegt strengen Einreisebeschränkungen.  

Doch Chefdirigent Justin Doyle hat blitzschnell reagiert und zusammen mit der renommierten Akademie für Alte Musik Berlin eine  überzeugende Lösung gefunden. Daher ist nicht nur Händel zu hören, sondern auch Überraschendes aus Italien, das schon im 17. Jahrhundert mit Neapel, Venedig und Rom eine Bastion der Barockmusik war…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Mannheim: Festliche Operettengala 31.12.21

Zu Silvester und Neujahr gab es zwei Ausgaben der festlichen Operettengala, die von Joachim Goltz (Bariton und „Bloomaul„/höchste bürgerschaftliche Auszeichnung Mannheims) konzipiert und moderiert wurde. Es wurde ein Querschnitt aus annähernd 200 Jahren Operette quer durch Europa gegeben…

Zum Bericht von Friedeon Rosén

Stuttgart/ Staatsoper: Neujahrskonzert mit dem Staatsorchester Stuttgart am 1.1.2022
Mit verführerischem Charme

Mit einem rasant-zünftig interpretierten Einzugsmarsch aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss (Sohn)  begrüßte der in Wien lebende französische Dirigent Philippe Auguin die Gäste. Er hatte einst bei Herbert von Karajan studiert…
Zum Bericht von Alexander Walther

Bukarest: Nationaloper: PREMIERE „LOHENGRIN“

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Copyright: Klaus Billand

Am 8. Dezember 1921 hob der später bedeutendste Komponist Rumäniens, George Enescu, den Taktstock in der Nationaloper Bukarest zur rumänischen Erstaufführung von Richard Wagners romantischer Oper „Lohengrin“. Das war natürlich in der Geschichte des Hauses ein Meilenstein und Anlass, genau 100 Jahre danach wieder eine Neuinszenierung der Oper durch den rumänischen Regisseur Silviu Purcarete auf den Spielplan zu setzen…

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Copyright: Klaus Billand

…So kam der Regisseur auf die gar nicht neue Idee, die vier Hauptrollen zu verdoppeln, also ein Schatten oder Alter-Ego, und die Figur selbst. Einer soll die Rolle singen und der andere die Figur körperlich darstellen. Man war sich im Klaren, dass das nicht unbedingt schön anzusehende romantische Bilder ergeben würde, aber es ging ihnen mehr um „Theater im Theater“, eigentlich im Sinne eines Kommentars… Das Publikum sollte sich ohne genauere Erklärungen vorab von der Handlung inspirieren lassen und so einen eigenen Eindruck vom Stück bekommen.

Das sind im Prinzip hehre Absichten. Nur ist es mit der Verdoppelung der Hauptsänger, ein Konzept, das in Westeuropa schon mehr um sich gegriffen hat, als Purcarete im Detail vielleicht weiß, nicht allzu weit her, was eine sinnvolle und auch emotional eingängige Gestaltung der von Wagner konzipierten Protagonisten angeht…

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Alles verdoppelt: Daniel Magdal (Lohengrin), Marta Sandu Ofrim (Elsa). Im Kinderwagen befindet sich der „Erbe von Brabant„. Copyright: Andrei Grigore

…Als ich beim Hinausgehen einen jungen Besucher fragte, was er von der Verdoppelung der Sänger halte, meinte er: „Oh, this is quite fashionable in the West, I like it…“. Nun gut. Dieser junge Mann hat also Neues entdeckt. Ich frage aber: Quo vadis, opera?!

Zum Premierenbericht von Dr. Klaus Billand

Es gibt eine Chance“: Lauterbach sieht „Licht am Ende des Tunnels“
Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ließ am Freitagabend mit einer Aussage aufhorchen, die beim österreichischen Ex-Kanzler Sebastian Kurz schon zu teils massiven Kontroversen führte. Mit „vorsichtigem Optimismus“ erklärte der Minister, es gebe in Sachen Corona-Pandemie im Jahr 2022 Licht am Ende des Tunnels.
https://www.krone.at/2594118

Was könnte Corona bewirken? Wenn Pandemien zu Katalysatoren werden
Pandemien bringen Tod, Krankheit, Leid. Die Seuchen früherer Jahrhunderte induzierten aber auch höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Sie schufen eine neue Klasse von Medikamenten. Und sorgten für eine bessere Kanalisation in den Städten. Drei bedeutende Beispiele – und eine entscheidende Frage: Kann Corona etwas Positives bewirken?
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Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Solaranlagen auf der grünen Wiese sind bald auch in der Schweiz kein Tabu mehr: Der Bund will Solarparks im Kulturland unter Auflagen zulassen. Für die Natur muss das nicht schlecht sein. Laut Studien nimmt die Artenvielfalt gar zu, wenn Agrarflächen zur Energiegewinnung genutzt werden.
    Zum Bericht
  • US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Sonntag positiv auf Corona getestet: Das Pentagon teilte mit, Austin zeige nur milde Symptome, aber der vollständig Geimpfte werde die nächsten fünf Tage zu Hause in Quarantäne verbringen. Er behalte alle Befehlsgewalt und werde virtuell an allen Besprechungen teilnehmen. Präsident Joe Biden habe Austin seit dem 21. Dezember nicht mehr persönlich gesehen.
    Zu den neusten Entwicklungen weltweit
  • Die USA haben der Ukraine im Konflikt mit Russland ihre Hilfe zugesichert: In einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski versprach der amerikanische Präsident Joe Biden am Sonntag eine entschlossene Reaktion der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten, sollte Russland weiter in die Ukraine einmarschieren. Biden und Selenski unterstützten zudem diplomatische Treffen zur Bewältigung der Krise.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Ministerpräsident im Sudan tritt zurück: Im Krisenstaat Sudan ist Ministerpräsident Abdullah Hamdok überraschend zurückgetreten. Er habe sein Versprechen, eine politische Katastrophe in dem Land am Horn von Afrika zu verhindern, nicht einhalten können, sagte er zur Erklärung. Hamdok war Ende Oktober bei einem Militärputsch entmachtet und erst nach Druck aus dem In- und Ausland wieder ins Amt eingesetzt worden.
    Zum Bericht
  • Aktienhandel von Evergrande ausgesetzt: Der strauchelnde Immobilienkonzern aus China nannte keinen Grund dafür. Evergrande hatte am Freitag die Zahlungspläne für überfällige Vermögensverwaltungsprodukte in Milliardenhöhe zurückgestellt. Insgesamt belaufen sich die Schulden des Entwicklers auf über 300 Milliarden Dollar.
    Zu den neusten Entwicklungen
    Die Online-Publikation «Citizen News» in Hongkong stellt den Betrieb ein:
    Begründet wurde der Schritt der regierungskritischen Website mit dem «sich verschlechternden Umfeld für die Medien». Man könne die Sicherheit der Mitarbeiter nicht mehr gewährleisten.
    Zu den neusten Entwicklungen

Kitzbühel
„Take Five“ zu – Martin Ho steigt auf Barrikaden
Martin Ho versteht die Welt nicht mehr. Sein neuer Club „Take Five“ in Kitzbühel wurde von der Behörde geschlossen. „Heute“ hat mit ihm gesprochen.
https://www.heute.at/s/take-five-zu-martin-ho-steigt-auf-barrikaden-100182046

Um 18 Uhr versiegelt
Behörde schloss Ho-Klub kurz vor Silvester-Party
https://www.krone.at/2594547

Auch ein Feiertagsvergnügen

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Gefunden bei

Der Schlauberger 69: Achtung: Jetzt kommt die Kultur
Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.
http://klassik-begeistert.de/der-schlauberger-69-ich-sagte-ja-weihnachten-ist-vorbei-aber-die-erinnerung-nicht-klassik-begeistert-de/

Haben Sie einen schönen Tag

A.C.

 

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