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3. AUGUST 2021 – Dienstag

03.08.2021 | Tageskommentar

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Österreichischer Musiktheaterpreis. Präsident Karl-Michael Ebner, Salzburger Festspielchefin  Helga Rabl Stadler, Tenor Jonas Kaufmann. Foto: Leisure/Musiktheaterpreis

Montagabend zeichnete der Österreichische Musiktheaterpreis auf Schloss Lamberg in Steyr (Oberösterreich) bereits zum neunten Mal herausragende Persönlichkeiten und Produktionen aus.

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Elsa Dreisig. Foto: Simon Fowler/ Erato/Warner Classics

Beste weibliche Hauptrolle • Elsa Dreisig als Fiordigli in „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen
Beste männliche Hauptrolle • Piotr Beczała als Jontek in „Halka“ am Theater an der Wien
Bester weiblicher Nachwuchs • Laura Schneiderhan als Lola Blau ind „Heute Abend Lola Blau“ am Tiroler Landestheater Innsbruck
Bester männlicher Nachwuchs• Rafael Helbig-Kosta als Erzähler in „Britten: The Rape of Lucretia“ Opernstudio des Linzer Landestheaters
Beste Ausstattung• Nicole Pleuler für „Impresario Dotcom“ bei den Bregenzer Festspielen
Beste musikalische Leitung• Franz Welser-Möst für „Elektra“ bei den Salzburger Festspielen
Beste Gesamtproduktion Oper • „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen
Beste Gesamtproduktion Ballett • „The Tempest“ am Tiroler Landestheater
Off-Theater-Preis in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport • „Dreigroschenoper“ des Vereins Volkskantine (Innsbruck)
Beste weibliche Nebenrolle • Ruth Brauer-Kvam als Conférencier in „Cabaret“ an der Volksoper Wien
Beste männliche Nebenrolle • Robert Meyer als Herr Schultz in „Cabaret“ an der Volksoper Wien
Gesamtproduktion Musical• „Cabaret“ an der Volksoper Wien
Gesamtproduktion Operette • „König Karotte“ an der Volksoper Wien
Beste Regie • Christof Loy für „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspiele

Hochkarätige Sonderpreise
Sonderpreis „Bestes Barock-Festival“• Festwochen der Alten Musik (Innsbruck)
Sonderpreis „Bestes Orchester“• Wiener Philharmoniker
Sonderpreise „Internationales Musik- und Kulturengagement“ • PANG Ka-Pang • Suzhou Chinese Orchestra
Sonderpreis „Bestes Unterhaltungstheater“• Peter Hofbauer für das Wiener Metropol
Sonderpreis „Beste internationale Musiktheaterproduktion“• André Heller (Regie) und Zubin Mehta (musikalische Leitung) für „Der Rosenkavalier“ an der Staatsoper Unter den Linden (Berlin, Deutschland)
Sonderpreis „Internationaler Medienpreis“• Jonas Kaufmann
Sonderpreis „Lebenswerk“• Heinz Zednik
Sonderpreis „Courage und Ermutigung in der Pandemie“• Salzburger Festspiele

In unseren Infos des Tages finden Sie noch eine Liste all jener, die gestern bei der Ehrung dabei waren. Diese Liste ist für mich fast interessanter als die doch subjektiv geprägte und unter Rücksichtnahme auf die breitgefächerte österreichische Musiktheaterszene erstellte Liste der Preisträgerinnen und Preisträger (die Wiener Staatsoper nimmt ja an diesem Bewerb aus guten Gründen nicht teil) , hier findet sich die tatsächliche Spitze, nämlich die der „Seitenblicker“ ohne Absenz von wichtigen Institutionen.

Inwieweit die Seitenblicker  sogar Demütigungen in Kauf nehmen (ohne es vielleicht selbst merken zu wollen) , beweist eine Seitenblicke-Königin, die in der offiziellen Presseaussendung des Veranstalters wie folgt beschrieben wird: Brötchen-Adelige und Versuchs-Intendantin Eva Walderdorff. „Versuchs-Intendantin bezieht sich auf den wenig ruhmreichen finanziellen Bauchfleck des Vorjahres mit den von ihr als Präsidentin verantworteten Wagner-Festspielen und den Versuch, heuer ein Da Capo an einem anderen Tatort zu starten, das groß angekündigt und dann ohne Angaben von Gründen still und leise abgesagt wurde.

Aber darum geht es nicht, ich wünsche der Dame bei ihren Aktivitäten weiterhin viel Glück (Glück auch denen, die auf das von dort versprochene Geld angewiesen sind), aber Stolz hat dieDame anscheinend keinen. Bei einer derartigen Beschreibung durch den Veranstalter wären die Herrschaften für mich gestorben! Wetten, dass die Brötchen-Adelige aber im nächsten Jahr wieder beim Event antanzen wird! Es gibt Menschen, die haben überhaupt „keinen Genierer“!

SALZBURG: Christian Thielemann dirigiert die Wiener Philharmoniker mit Bruckner und Mahler. Elina Garanca sang die Rückert-Lieder

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Christian Thielemann. Foto: Salzburger Festspiele/ Marco Borelli

Karrieremäßig ist es bei Christian Thielemann schon besser gelaufen. In letzter Zeit wurden Verträge, die wie eine sichere Bank schienen, nicht mehr verlängert. Sorgen braucht man sich um ihn aber trotzdem keine machen.

Die Wiener Philharmoniker halten ihm die Treue! Und nicht nur die!

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Elina Garanca. Foto: Salzburger Festspiele/ Marco Borelli

Christian Thielemanns gedrosselter Bruckner
Zurücknahme war Trumpf bei dem Dirigenten und bei Elina Garancas Mahler.
Wiener Zeitung

Salzburger Festspiele:Zartes Staunen vor dem Schlachtross
Christian Thielemann dirigiert in Salzburg die Wiener Philharmoniker. Und begeistert mit der Siebten von Bruckner.
Sueddeutsche.de

Jubel um Thielemann und Garanca in Salzburg
Mit Elina Garanca und Christian Thielemann hat am Sonntagabend das vielleicht eleganteste Duo des Salzburger Festspielsommers ins Große Festspielhaus geladen. Das Wochenende endete dort zusammen mit den Wiener Philharmonikern bei Mahler-Liedern und Bruckners 7. Symphonie unter großem Jubel.
https://volksblatt.at/jubel-um-thielemann-und-garanca-in-salzburg/

Elīna Garanča: Lyrisch gelöster Ausdruck, zelebrierte Klanggewalten Bezahlartikel
Die Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann mit Elīna Garanča bei den Salzburger Festspielen
BR-Klassik.de

Wagnertuben und mystische Tremoli
Die Wiener Philharmoniker ließen Sonntagabend im Festspielhaus unter der Leitung von Christian Thielemann die siebte Bruckner Symphonie erklingen. Mezzosporanistin Elīna Garanča brillierte.
https://www.krone.at/2475731

Elīna Garanča: Lyrisch gelöster Ausdruck, zelebrierte Klanggewalten – Bezahlartikel
Die Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann mit Elīna Garanča bei den Salzburger Festspielen
Kurier.at

Bayreuth: Mit Schiff und Schwert
Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ ist schon für Erwachsene eine Zumutung. Dass man sie auch Kindern zutrauen kann, beweisen die Bayreuther Festspiele auf rührende Weise.

230 junge Musiker aus aller Welt werden zum Festival Junger Künstler in Bayreuth erwartet. In diesem Jahr sollen sie nicht nur voneinander lernen, sondern auch einen Bezug zu den Richard-Wagner-Festspielen am Grünen Hügel herstellen. Mit einem Galakonzert unter dem Titel „Picknick.Extra.Vagant“ startet am Montagabend das 71. Festival Junger Künstler, das frühere Jugendfestspieltreffen in Bayreuth. Auf der Seebühne des ehemaligen Landesgartenschaugeländes tritt das Ensemble „Enigma Classica“ unter der Leitung von Dirigentin Anna Handler auf…

Frankfurter Allgemeine

Glyndebourne: LUISA MILLER

Scene from Verdi's Luisa Miller at Glyndebourne
„Luisa Miller“. Foto: R. Smith/Glyndebourne

Luisa Miller, Glyndebourne review – small-scale tragedy, big emotions
Theartsdesk

Luisa Miller review – Verdi’s dark tragedy gains focus and ferocity in stark staging
https://www.theguardian.com/music/2021/aug/02/luisa-miller-review-verdi-glyndebourne

A compelling, pared back Luisa Miller from Christof Loy at Glyndebourne
bachtrack.com

KAMMEROPER FRANKFURT: So sanft wie Du. Premiere am Mittwoch 4. August

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Ein szenisch-barockes Pasticcio über die Färbung der Liebe
Zusammengestellt von Daniel Stratievsky und Rainer Pudenz
Musik und Texte von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Heinrich Heine u.a.

Ensemble: Stratievsky, Pudenz, Keller, Vilagrasa, Stubbe, Bresgen, Dorn, Meinberg, Voss, Villalobos, Bethke, El Sigai, Raine, Fenbury, Fischer, Peter, Führ, LeiLei Xie u.a.
Orchester der Kammeroper Frankfurt
weitere Aufführungen:
Fr. 6.08., Sa. 7.08., Mi. 11.08., Fr. 13.08., Sa. 14.08.2021 jeweils 20 Uhr
Aufführungsort:
Musikpavillon/Orchestermuschel im Palmengarten

Neues von LAURA SCHERWITZL

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Ich lade herzlich zur kommenden Premiere „Inkognito Royal“ (Musik: Karsten Fundal / Libretto und Regie: Philipp Kochheim) ein. Eine witzige und gigantische Produktion der Danish National Opera in Aarhus, in der ich in meiner Rolle als Fanny maßgeblich am Tod des Protagonisten, Königs Frederik VIII. beteiligt bin. 

Aufführungen am 18., 19.  und am 21., 22. August 2021.

https://www.musikhuset.dk/kalender/inkognito-royal

Im September freue ich mich auf eine neue und abwechslungsreiche Spielzeit am Landestheater Neustrelitz sowie auf das Gastspiel an der Oper Leipzig / Musikalische Komödie als Lisa in „Gräfin Mariza“ am 18.09. 2021

https://www.oper-leipzig.de/de/programm/grafin-mariza/99436

Salzburg/ Festspiele
„Bergwerk zu Falun“: Die Salzach und die hohe See
Um Identität und Ausbeutung, um Sexualität und Todessehnsucht geht es in Hugo von Hofmannsthals „Bergwerk zu Falun“. Lea Ruckpaul und Marcel Kohler spielen bei den Festspielen darin tragende Rollen.
https://www.diepresse.com/6007507/bergwerk-zu-falun-die-salzach-und-die-hohe-see

Buchbesprechung

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Simone Rethel-Heesters:
ALTERSLOS – GRENZENLOS – Porträts und Gespräche über das Leben
216 Seiten, Verlag Westend, 2021

Das Alter und das Altern muss für Simone Rethel-Heesters eine gelebte Erfahrung sein, nicht nur, weil sie selbst (Jahrgang 1949) mittlerweile über 70 ist, sondern weil sie fast zwei Jahrzehnte lang, bis zu seinem Tod mit 108 (!) Jahren, mit dem um 45 Jahre älteren Johannes Heesters verheiratet war. Er starb 2011.

Die Frage, wie man sich im Alter beschäftigt, um geistig fit und angespannt zu bleiben, hat sie für sich selbst beantwortet: Sie machte ein Buch (nicht ihr erstes), das sich mit dem Altern befasst und in dem spürbar viel Arbeit steckt. Denn sie hat nicht nur 25 Persönlichkeiten zwischen Mitte 60 und 90 plus interviewt, sondern sie dabei auch fotografiert – geradezu liebevolle Bilder, die die Gesichter, aber auch die Umwelt der Porträtierten umkreisen.

Vorausgeschickt sei: Simone Rethel ist eine gute, anpassungsfähige Interviewerin, viele ihrer Gesprächspartner kennt sie persönlich, ohne sich anzubiedern (gemeinsame Erinnerungen an „Joopie“ sind natürlich hie und da nicht zu vermeiden). Sie bleibt mit ihrer Fragestellung am Boden der Alltagserfahrung und hebt nicht angeberisch intellektuell ab. Es werden runde „Alters-Porträts“ der gewählten Persönlichkeiten, wobei die Erfahrungen und Gefühle bis zu hundert Prozent differieren. Jeder Mensch ist anders.

Die 25 ausgewählten Persönlichkeiten sind – zumal für österreichische Leser – nicht unbedingt eine Prominentenparade. Am ehesten kennt man natürlich die Schauspieler, zu Beginn die „Stieftochter“ von Simone Rethel, Nicole Heesters (Jahrgang 1937), die sehr zufrieden ist mit ihrem Leben. Mit der Österreicherin Waltraut Haas, die als Jahrgang 1927 die Älteste im Kreis ist, hat sie gemeinsam, mit den Menschen, die sie verloren haben (die Ehegatten), gewissermaßen innerlich weiter zu leben. Schauspielerin Jutta Speidel (Jahrgang 1954 und damit nach heutigen Verhältnissen nicht „so“ alt) findet immer noch „ältere“ Rollen und engagiert sich für Obdachlose…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Olympische Spiele
Sprinterin aus Belarus erhält in Polen Asyl
Die belarussische Olympiateilnehmerin Kristina Timanowskaja hat nach Berichten über eine versuchte Zwangsrückführung in ihre Heimat in der polnischen Botschaft in Tokio einen Asylantrag gestellt. Sie hat ein humanitäres Visum erhalten, teilte der Staatssekretär im polnischen Außenministerium, Marcin Przydacz, Montagmittag via Twitter mit.
https://orf.at/stories/3223319/

Österreich hat sich in dieser Sache nicht vorgedrängt – und das war richtig so. Die Sache ist ein Politikum, es stehen Handelsbeziehungen (und somit auch das Schicksal heimischer Arbeitnehmer und deren Familien auf dem Spiel. Abgesehen davon wollen wir keinen Präzedenzfall schaffen, denn ein Asylantrag muss in Österreich gestellt werden – und nicht an einer österreichischen Botschaft irgendwo. Polen hat die Sportlerin nun aufgenommen und wird sicher Gründe dafür haben. Für Österreich ist das keine schlechte Lösung! Wir gönnen auch anderen Ländern etwas!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Mehr als 80 Personen bei Klimaprotest am Zürcher Paradeplatz verhaftet: Klimaaktivisten der Organisation «Rise up for Change» haben mit Blockaden vor der UBS und der CS die Grossbanken für ihre Rolle bei der Klimaerwärmung kritisiert. Bürgerliche Politiker kritisieren das Vorgehen scharf.
Zum Bericht
Israels höchste Richter suchen nach Kompromiss bei Räumungen: Das Oberste Gericht hat die Klage von Palästinensern gegen ihre Zwangsräumung nicht angenommen, die Besitzansprüche der Siedler aber auch nicht anerkannt. Stattdessen haben die Richter im Streit um Sheikh Jarrah einen Kompromissvorschlag unterbreitet.
Zum Bericht
IWF will Finanzkraft um 650 Milliarden Dollar steigern: Das oberste Gremium des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat einer beispiellosen Erhöhung der finanziellen Schlagkraft der Organisation zugestimmt. Mit der Finanzspritze soll vor allem Entwicklungs- und Schwellenländern zur Überwindung der Corona-Krise zusätzliche Liquidität zur Verfügung gestellt werden – ohne deren Verschuldung zu erhöhen.
Zum Bericht
#MeToo-Fall um Chinas grössten Pop-Star Kris Wu: Anfang Juli beschuldigte die 19-jährige Influencerin Du Meizhu den kanadisch-chinesischen Pop-Star Kris Wu, zum Teil minderjährige Mädchen zu sexuellen Handlungen gedrängt zu haben. Am Samstagabend nahm die Polizei in Peking den Sänger wegen Verdacht auf Vergewaltigung in Untersuchungshaft.
Zum Bericht

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

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