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3. APRIL 2021 – Karsamstag

03.04.2021 | Tageskommentar

Kardinal Dr. Christoph Schönborn leitete am Karfreitag die fast zweistündige „Liturgie vom Leiden und Sterben Christi“ im Wiener Stephansdom. c) Erzdiözese Wien- Stephan Schönlaub Karfreitag 2021 mit Kardinal Schönborn

Den traditionellen zehn „Großen Fürbitten“ am Ende des Wortgottesdienstes wurde heuer weltweit eine besondere Bitte für alle, von der Pandemie Betroffenen hinzugefügt. Sie lautete:
„Lasst uns auch beten für alle Menschen, die in diesen Wochen schwer erkrankt sind; für alle, die in Angst leben und füreinander Sorge tragen; für alle, die sich in Medizin und in Pflege um kranke Menschen kümmern; für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, und für alle, die Entscheidungen treffen müssen und im Einsatz sind für die Gesellschaft, aber auch für die vielen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat.
– Allmächtiger, ewiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke; viele Generationen haben dich als mächtig erfahren, als Helfer in allen Nöten. Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, und stärke in uns den Glauben, dass du alle Menschen in deinen guten Händen hältst. Die Verstorbenen aber nimm auf in dein Reich, wo sie bei dir geborgen sind.“

Eine „Himmelsleiter“ leuchtet vom Wiener Stephansdom: 33 Sprossen (beinahe) bis in den Himmel

In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Himmelsleiter vor dem Beginn der Osternachtfeier im Stephansdom (21 Uhr) feierlich zum ersten Mal erleuchtet. Erstrahlen wird die Himmelsleiter dann neongoldleuchtend in den Wiener Nächten bis 31. Mai 2021.

Copyright: Christina Werner PR

Schön wär´s, so ganz locker in den Himmel hinauf spazieren zu können. Ist dies mit Toni Fabers Hilfe zu schaffen? Unser Dompfarrer verspricht es nicht, Absturzgefahr ist gegeben, doch er stellt nun für einige Wochen die Himmelsleiter am Südturm von St. Stephan zur gefälligen Verfügung. Bitte, nur optisch! Und diese gelbgold leuchtende Leiter aus Neonröhren strahlt jetzt mit Beginn der Osterfeierlichkeiten bis Ende Mai über die Dächer der Wiener City. Tag und Nacht.

Die Wiener Künstlerin Billi Thanner hat sich diesen attraktiven Weg Richtung Himmelszelt ausgedacht. Und Toni Faber, offen der künstlerischen Welt von Groß- und Kleinformat, pflegt seit Jahren den Dialog mit der zeitgenössischen Kunst: “ …  nirgend jemand ist auszuschließen“. Ja, richtig, eine gute Idee, und das Domkapitel hat Billi Thanners Konzept und Installation einstimmig zugestimmt.  Solch eine aufwendige Kunstinstallation benötigt natürlich auch ihren Sponsor: „Powered by SIMACEK Visionary Projects aus der Reihe ‚Visionen verwirklichen’“ heißt es zeitgemäß wienerisch, und auch „Genusssponsoring by MANNER“ war gegeben. Bei der abendlichen Präsentation jedenfalls… (M.R.)

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Gestern musste sogar der Parsifal-Stream aus Genf pandemiebedingt abgesagt werden – und am Stadttheater Baden (bei Wien) gibt es einen Cluster.

Corona-Cluster: Vorwürfe gegen Bühne Baden
Zwölf von 15 Sängern haben sich im Stadttheater Baden mit dem Coronavirus infiziert. Mit der Gesundheit der Sänger sei fahrlässig umgegangen worden, berichten nun Betroffene. Das sei „an den Haaren herbeigezogen“, sagt Geschäftsführerin Martina Malzer zur „Presse“.
https://www.diepresse.com/5960615/corona-cluster-vorwurfe-gegen-buhne-baden

Die traurige Realität – Terminkalender von Günther Groissböck

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Wie soll das enden? Wann soll das enden? Bei uns wird derzeit alles kaputt gemacht. Nach einem Jahr der bescheidenen Erfolge und eigentlich der Verschlimmerung der Lage könnte man vorsichtig die Strategie hinterfragen. Zu behaupten, dass diese falsch ist, habe ich nicht das Recht und auch nicht den medizischen Background. Dass die Strategie erfolglos ist, merken wir alle! In der Privatwirtschaft hätte ich die Weichen anders gestellt, andernfalls ich mich vermutlich vor dem Konkursrichter wiedergefunden hätte.

BERLIN/ Staatsoper: GEDANKEN ZU „LE NOZZE DI FIGARO“ (Premiere am 1.4.2021)

Le nozze di Figaro«, 1. Akt: Emily D’Angelo (Cherubino), Riccardo Fassi (Figaro), Liubov Medvedeva (Barbarina), Nadine Sierra (Susanna), David Oštrek (Antonio) und Stephan Rügamer (Don Basilio). © Staatsoper unter den Linden, Berlin/Matthias Baus

Vincent Huguet verlegt die Handlung in die 1980-er Jahre und befreit sie so von jenem vorrevolutionären Ballast, der unserer Zeit den Blick auf das Wesentliche von Da Pontes Libretto verstellt. Maestro Barenboim erzielt bei verkleinerter Besetzung der Staatskapelle Berlin mitunter jenen flächenhaften Klang, den wir bei Dirigenten älterer Generationen schmerzlich vermißten. Und die deutsche Hauptstadt hat — endlich! — einen neuen Figaro.
(So waren, in etwa, die Begebenheiten.)

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=C9120EDE-D934-6D8C-5B73B49ADFBCCF6A

Le Nozze di Figaro“ Unter den Linden: Erschlagen von der Disco-Kugel…
Eine Begleiterscheinung der aktuellen Theaterästhetik ist es, dass das Verfalldatum von Inszenierungen immer kürzer wird. Die häufig doch sehr speziellen Interpretationen von Repertoirestücken sind authentisch eigentlich nur von der Premierenbesetzung umzusetzen, die steht in einem Opernbetrieb aber nicht dauerhaft zur Verfügung.
Mit Mozart-Inszenierungen, speziell mit solchen der drei Da Ponte-Opern, hat man Unter den Linden kein Glück.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Berlin
Stille statt Jubel – Mozarts Figaro an der Staatsoper Berlin
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2021/04/berlin-staatsoper-mozart-figaro-oper

Probenfotos desWiener Parsifal (Teil1). gefunden von W.B.

 

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Wir veröffentlich weitere Fotos, zeitnäher zur Premiere (vorgesehener Premierentermin am 11.4.)

Grace Bumbry lebt in Wien und bekam den ersten Pfizer-Stich (auf Instagram gefunden von Fritz Krammer)

 

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Baden-Baden und Barcelona: Berliner Philharmoniker müssen Konzerte umplanen
Die traditionellen Osterfestspiele und das Europakonzert der Berliner Philharmoniker finden nicht wie geplant statt. Doch Alternativen sind bereits geschaffen.
Tagesspiegel.de

Pathys Stehplatz (3): Life is live – es gibt keinen Ersatz
Musik kann nur live stattfinden. Sie ist nicht übertragbar. Dessen war sich der große Sergiu Celibidache sicher. Celibidache, der Aufnahmen ablehnte, ging sogar so weit zu behaupten: „Es ist eine Dummheit, dass die Welt noch nicht erfahren hat, dass das Mikrofon nicht alles einfangen kann, was das Wesen der Musik ausmacht!“ Seine Schlussfolgerung: Wenn man nicht alles aufnehmen kann, kann man auch nicht alles wiedergeben. Also ist es sinnlos.
Jürgen Pathy berichtet vom Stehplatz in der Wiener Staatsoper
https://klassik-begeistert.de/pathys-stehplatz-3-life-is-live-es-gibt-keinen-ersatz/

München
Die Initiative „Aufstehen für die Kunstfreiheit“: Warum diese vier Künstler gegen die Corona-Politik klagen
Tagesspiegel.de

MADRID/Teatro Real: FLAMENCO REAL am 4. März 2021

 Madrid: Disziplin und Technik mit künstlerischer Phantasie und Emotion – das ist Flamenco!

Iván Vargas. Copyright: Juanlu Vela

 Während der normalen Saison gibt das Teatro Real manchmal Sondervostellungen mit dem Titel „Flamenco Real“ in einem seiner Festsäle. Dazu wird dann auch ein edler Imbiss sowie Wein („È vin di Spagna.“ – man denkt sofort an Scarpia…) gereicht, eher eine Angelegenheit guter Unterhaltung. Aber eben in der spanischen Metropole auch von ganz besonderer Qualität. Denn die Leute, die hier mit Flamenco-Darbietungen auftreten, gehören zu den besten des Landes und der ganzen Welt. Das schien auch dem Nicht-Kenner an diesem Abend so zu sein…

Zum Bericht von Klaus Billand

In Spanien spielt man trotz Pandemie – Klaus Billand ist vor Ort und berichtet

Zum Bericht Siegfried in Madrid – fünfte Vorstellung. Die Vorstellungen sind bei vernüftigen Corona-Einschränkungen natürlich immer ausverkauft.

Zum Bericht „Siegfried“ (Klaus Billand)

„Falstaff“ in Valencia. Ambrogio Maestri auch in Katalonien in seinem Element

Zum Bericht „Falstaff“ (Klaus Billand)

BARCELONA: LESSONS IN LOVE AND VIOLENCE – Premiere
Spannender Benjamin am ehrwürdigen Liceu
Zum Bericht von Klaus Billand

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Mindestens 50 Tote bei einem der schwersten Zugunglücke Taiwans: An einem langen Feiertagswochenende ist im Osten der Insel ein Zug entgleist. Ursache ist offenbar ein gestürztes Baustellenfahrzeug. Erneut wird die taiwanische Eisenbahngesellschaft von einem Sicherheitsproblem getroffen. Präsidentin Tsai Ing-wen reist am Samstag nach Hualien, um Überlebende zu treffen.
Zum Bericht
Amazon-Angestellte wollen Gewerkschaft gründen: Erstmals in der Geschichte des Versandriesen könnten sich die Mitarbeiter einer Gewerkschaft anschliessen – und damit womöglich einen Dominoeffekt im ganzen Konzern auslösen. Sie kritisieren vor allem die digitalen Überwachungsmethoden des zweitgrössten Arbeitgebers der USA.
Zum Bericht
Peking favorisiert demokratisch gewählte Regierung in Burma: Nach dem Militärputsch gab es Gerüchte, dass Peking hinter dem Staatsstreich stecken und davon profitieren würde. Dabei kam die demokratisch gewählte Aung San Suu Kyi für Peking wie gerufen, gerade in wirtschaftlicher Hinsicht.
Zum Bericht
Bewegungsmangel als globaler Killer: Körperliche Inaktivität liegt vor, wenn sich ein Mensch pro Woche weniger als 150 Minuten moderat und weniger als 75 Minuten intensiv bewegt. Der Bewegungsmangel begünstigt eine Vielzahl von Krankheiten, die Menschen frühzeitig sterben lassen. Studien haben grosse regionale Unterschiede ergeben.
Zum Bericht
Erneute Randale in St. Gallen – Molotowcocktails gegen Polizisten: Die Jugendlichen, die vergangene Woche in St. Gallen randalierten, haben ihre Drohung wahr gemacht und Verstärkung geholt. Die Polizei war vorbereitet. Dennoch geriet die Situation ausser Kontrolle.
Zum Bericht

Zitat Ende

Vom Leiden bis zur Lust am Denken
Einige Kunstgeschichten zur Osterruhe mit besonderen Ruhenden, die als Trost oder Warnung gelten.
Wiener Zeitung

Verwaltungsgericht Wien hebt Versammlungsverbot auf und hält PCR-Tests für nicht aussagekräftig
Interessante Entscheidung aus Österreich: Das Verwaltungsgericht Wien hat sich mit Entscheidung vom 24.03.2021 (GZ: VGW-103/048/3227/2021-2) kurz und bündig auf 12 Seiten zu bestimmten Fragen der österreichischen Corona-Politik geäußert und diese kritisiert.

http://verwaltungsgericht.wien.gv.at/Content.Node/rechtsprechung/103-048-3227-2021.pdf

Korrekterweise sei erwähnt, dass das Urteil bezüglich des Versammlungsverbots noch nicht rechtskräftig ist,weil Revision seitens der Bundespolizei eingelegt wird.

Eine Lesermeinung dazu:

Als Laie fand ich das „Schlusswort“ auch sehr prickelnd: „Die bloße, abstrakte Befürchtung eines konsenswidrigen Betriebes kann – hier im Betriebsanlagenrecht – nicht zu einer prophylaktischen Versagung einer Bewilligung führen (vgl. VwGH vom 21.12.2004, 2002/04/0124; vom 30.06.2004, 2001/04/0204).“ usw.

Können nun Wirte, Fitnesstudios, Galerien, u.a., eine Sammelklage gegen die Republik einbringen? Eine rein rhetorische Frage…

Viele Filialen schließen Ketten ziehen sich aus Innenstädten zurück
Media-Markt-Saturn schließt 13 Filialen. Douglas will sogar fast jede siebte Filiale dicht machen. Der Online-Boom reißt immer größere Lücken in den Einkaufsstraßen und Shopping-Centern. Branchenkenner sind überzeugt: Innenstädte werden sich in den nächsten Jahren dramatisch verändern.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ketten-ziehen-sich-aus-Innenstaedten-zurueck-article22464845.html

Prinz William will nicht mehr schweigen
William soll sich aktuell wünschen, auch seine Sicht der Dinge öffentlich machen zu können.
Kurier.at
Die Verwandtschaft kann man sich leider nicht aussuchen. Meine ist zwar groß, aber wir halten Distanz zueinander. In meinem Fall hat das den Vorteil, dass ich das Osterfest nur im allerengsten Kreis begehe (begehe, nicht feiere) und deshalb sicher nicht mit Nehammers Einsatztruppe in Konflikt geraten werde. Ein Einzelkind zu sein, hat auch Vorteile (abgesehen vom Erbe). Zu meiner Schwägerin habe ich immer noch ein besseres Einvernehmen als ich es mit meinem Bruder je hatte. Aber der Prinz William ist mit seiner Schwägerin wahrlich „ein armer Hund“. 

Immerhin hat er aber beste Zukunftsaussichten – im Gegensatz zu mir. Einen schönen Karsamstag wünscht

A.C.

 

 

 

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