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16. NOVEMBER 2021 – Dienstag

16.11.2021 | Tageskommentar

NÜRNBERG: PROBLEME MIT REGISSEUR KONWITSCHNY. Peter Konwitschny machte in Nürnberg arge Probleme

Gast-Regisseur Peter Konwitschny hat am Endproben-Prozess der Opernproduktion „Der Troubadour“ sowie an der Premiere am vergangenen Samstag nicht persönlich teilgenommen.

Hintergrund hierfür ist ein Konflikt zum Verhalten des Regisseurs im Umgang mit Künstler*innen des Hauses. In einer Probensituation hat sich Herr Konwitschny in einer Art geäußert, die von Beteiligten als „unangemessen und diskriminierend“ wahrgenommen wurde. Die Theaterleitung kam nach Gesprächen mit mehreren beteiligten Personen zu derselben Einschätzung und hat unmissverständlich klargestellt, dass es am Staatstheater Nürnberg für Diskriminierung keinen Platz gibt.  

 Herr Konwitschny hat seine Arbeit an der Produktion daraufhin niedergelegt. Auch die Theaterleitung sah diesen Schritt als einzige mögliche Konsequenz. Gleichwohl konnte „Der Troubadour“ am 13. November wie geplant zur Premiere kommen. Die szenische Leitung der Endproben hat Regieassistentin Marie-Christine Lüling übernommen.

Kritiken Deutschlandfunk von Jörn Florian Fuchs

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2021/11/15/der_troubadour_peter_konwitschny_inszeniert_verdis_oper_in_dlf_20211115_2012_9e437ba4.mp3

Und hier: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/verdi-il-trovatore-neuinszenierung-nuernberg-100.html

Bogdan Roščić: „Primitivste Stereotypen und Klischees“

Ein Interview. Dauer 1. Stunde und 5 Minuten

 

Der Link ist im Artikel eingebettet: Profil.at

Staatsoperndirektor Roščić gibt sich im Club 3 kämpferisch für Plácido Domingo – und gegen die deutschen Medien.
Profil.at

Wien: PCR-Test-Angebot stößt an Grenzen
Aufgrund der starken Nachfrage nach PCR-Tests kommt es offenbar verstärkt zu Problemen – sei es in den Testtraßen, in den Laboren, aber auch bei der Versorgung mit den Testsets. Zuletzt kam es vielerorts zu langen Warteschlangen. Zudem mehren sich Berichte über deutliche Verzögerungen bei den Testergebnissen. Deutlich wurde das am Montag dann auch mit Blick auf die nun ausnahmslos am Arbeitsplatz geltende 3-G-Regel, als viele nicht rechtzeitig einen Test zur Hand hatten.
https://orf.at/stories/3236613/

Wie soll man ins Theater kommen, wenn die Teststationen überfüllt sind (wer hat schon Zeit und Lust, wenn er nicht unbedingt muss, sich stundenlang anzustellen???) und wenn die Ergebnisse vermutlich nicht rechtzeitig kommen?

Die Wiener Staatsoper schreibt schon, dass sie einen dann nach Hause schicken müssen, wenn man keinen Test hat – selbst wenn man wollte, diesen vielleicht einfach nicht kriegen kann?
Wer ersetzt dann den Kartenpreis???

Haben die Leute, die das alles verfügen, eine Sekunde an die Theater gedacht?

In der Kinobranche erwägen sie schon, freiwillig zuzusperren. Früher oder später ist es bei den Theatern dann auch so weit.

Abgesehen davon, dass viele Leute sich den ganzen Pallawatsch gar nicht antun und überhaupt nicht mehr ins Theater gehen werden.

(Renate Wagner)

Karten werden nicht zurückgenommen!

Leser H.P. bekam eine Antwort auf seine diesbezügliche Frage von der Wiener Staatsoper:
ad1.) Wenn die Vorstellung an einem Montag stattfindet, können Sie am Sonntag in der Früh einen PCR-Test machen z.B. alles gurgelt.
Anbei die Testmöglichkeiten für Wien, Niederösterreich und das Burgenland Corona-Testangebote in Wien/NÖ/BGL | Karten, Abos & Zyklen | Service | Wiener Staatsoper (wiener-staatsoper.at) .

Es gibt z.B. neben der Oper eine Box des Labor Mustafa, wo Sie zu stark ermäßigten Preisen PCR-Tests (auch sonntags) machen können.

ad 2.) Es gibt ausreichend Möglichkeiten eine PCR-Test zu machen.
Aus diesem Grund und wie auch in unserem AGB vermerkt gibt es keine Verpflichtung von Seiten der Wiener Staatsoper die Karten zurückzunehmen.
K.R/ Staatsoper

Meine Frau, dreifach geimpft, will Mittwoch den Rosenkavalier in der Volksoper besuchen (die Karten wurden ihr mehr oder weniger nachgeworfen. Sie geht davon aus, dass sie keinen zusätzlichen Test braucht.

Wenn ja, dann war es das in diesem Leben mit Oper. Meine Frau ist knallhart und konsequent!

Premiere des Wiener Staatsballetts in der Staatsoper:

„IM SIEBTEN HIMMEL“ – ein Ballettgott und so einige Psycho-Defekte (14.11.2021)

Foto: Ashley Taylor/ Wiener Staatsballett

Vorsicht! Gar so schnell gelangt man doch nicht in den siebenten Himmel. Auch wenn sich das Wiener Staatsballett an diesem Premierenabend in jedem der drei Piecen in feiner Form präsentierte. In einem etwas eigenartig gestalteten, wohl aber auch als kreativ zu bezeichnendem Programm mit dem Übertitel „im siebten himmel“.

Zum Bericht von Meinhard Rüdenauer

WIEN/ Staatsballett: „In seventh Heaven“ (Im siebten Himmel): Vienna State Ballet, Première, November 14th, 2021.

 

https://www.attitude-devant.com/blog/2021/11/15/in-seventh-heaven-im-siebten-himmel-vienna-state-ballet-premire-november-14th-2021

Ricardo Leitner/ attitude devant

Theater an der Wien „Deianira, Iole ed Ercule“ von Antonio Porpora am 14.11.2021

„Deianira, Iole ed Ercole“ – eine Serenata von Antonio Porpora ermöglichte dem Publikum im Theater an der Wien einen konzertanten Ausflug ins Jahr 1711. Das Werk wurde für eine Hochzeit in Auftrag gegeben und warnt davor, sich der „Tyrannei“ des Liebesgottes Amor auszuliefern.

http://www.operinwien.at/werkverz/porpora/adeian.htm

BERLIN/Deutsche Oper:  GÖTTERDÄMMERUNG – Kurzbericht 14. November 2021

Szenisch überladen, übertrieben und zeitweise irritierend – musikalisch gut!

Applaus nach dem 2. Akt. Foto: Klaus Billand

Am Sonntagabend hat der neue „Ring“ in der Regie von Stefan Herheim mit der „Götterdämmerung“ an der Deutschen Oper Berlin seinen ersten zyklischen einwöchigen Durchgang erlebt und wurde bei Erscheinen des leading teams mit einer signifikanten Buh-Reaktion großer Teile des Publikums quittiert. Nur einmal zeigte sich Herheim mit Ko-Bühnenbildnerin Silke Bauer, Kostümbildnerin Uta Heiseke und (wahrscheinlich) Beleuchter Ulrich Niepel dem Publikum. Als der wohl nicht nur aus meiner Sicht zu Recht anhaltende Protest nicht enden wollte, vollzug Herheim einen wie eine Erlösung wirkenden Sprung auf der Bühne und dankte den Mitwirkenden überschwänglich, verständlich. Einige von ihnen hatten wirklich viel mehr zu leisten oder auszuhalten als selbst unter nur relativ normalen Bedingungen von einem Wagner-Sängerdarsteller im „Ring“ verlangt wird…

Zum Kurzberichtvon Klaus Billand

MANNHEIM/ Nationaltheater: TRISTAN UND ISOLDE. Premiere einer Neuinszenierung

Allison Oakes, Frank van Aken. Foto: Christian Kleiner

„Tristan und Isolde“, Richard Wagners absolutes Meisterwerk erlebt Land auf, Land ab eine regelrechte Aufführungs-Renaissance und lässt die Wagner-Herzen und ganz besonders das des Rezensenten mit dessen Lieblingsoper höher schlagen. Ja und das für wahr dank der Neuinszenierung am Nationaltheater Mannheim. Ein Damentrio sorgte für die prächtige optische Deutung. Luise Kautz führte textgenau ohne Verfremdungen Regie, die vortreffliche Bühnenausstattung steuerte Lani Tran-Duc bei und Hannah Barbara Bachmann kreierte die Kostüme der Ära um 1910…

Zum Premierenbericht von Gerhard Hoffmann

Premiere „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner im Nationaltheater am 14. November 2021/ MANNHEIM. Das Universum ist allgegenwärtig

Eine bemerkenswerte Inszenierung bietet die 1987 in Bonn geborene Regisseurin Luise Kautz (Kostüme: HannahBarbara Bachmann; Bühne: Lani Tran-Duc). Es sind bildgewaltige visuelle Eindrücke, die märchenhafte Elemente beschworen. Dies wird schon beim Schiffsgerüst im ersten Akt bemerkbar und verstärkt sich dann im zweiten Akt, wo sich aus der Waldlichtung in geheimnisvoll-ungeheurer Weise das Universum entwickelt. Im dritten Akt sieht man dann eine Küstenlandschaft, auf der der verwundete Tristan liegt und sich auch erhebt, während die Bühne sich bewegt. Dadurch entsteht eine geradezu elektrisierende Aura…

Zum Premierenbericht von Alexander Walther

NT Mannheim: Tristan und Isolde  13.11.2021  Premiere

Das Neuartige an der Inszenierung von Luise Kautz scheint zu sein, daß sie keine Neuinterpretation des Wagnerschen Stoffes oder eine Komplettverlegung in eine andere Epoche vornimmt, sondern die ‚Handlung‘ „werkgetreu“ auf die Bühne des Nationaltheaters stellt, abgesehen von der Schiffsepisode des 1.Aktes, die etwa Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt sein könnte. Soweit geht Kautz aber nicht, daß das Vorspiel bei geschlossenem Vorhang stattfindet. Hier stellt sie gleich klar, daß für sie das Drama, wie von Wagner vorgedacht, universal ist, und in ihm eigentlich der ganze Weltenkosmos assoziiert ist: aus kleinen Zellteilchen, die auf den Gazè herumhüpfen, entwickelt sich der riesen Sternenkosmos  und zieht mit heftiger Bewegung der Sterne, analog zur Musik, in ihren Bann…

Zum Premierenbericht von Friedeon Rosén

Tim Theo Tinns Kommentar zur Theater-Relevanz von: Fast 7,9 Milliarden Menschen auf der Erde
Auszug Tim Theo Tinn „Habemus Theatrum“: Die gegenwärtige Ausprägung als überwiegend öffentlich-rechtliche Institutionen entwickelte sich vor rd.100 Jahren durch Geltungsbedürfnis zahlloser Gemeinden, national flächendeckend. … Deutschlandweit werden fast 150 Theater und 150 Orchester alimentiert, die früher zumindest ca. 20 % ihrer Kosten erwirtschafteten. … Diese ganze Perversion führt zu öffentlichen Ausgaben (incl. Bauleistungen) in der BRD von ca. zehn Milliarden € jährlich. Nach TTT ist es eine Eselei und politische Dummheit. Gründe liegen im Unvermögen und schwindendem, bzw. untergegangenem Anspruchsdenken. Wesentlich sind aber auch gewachsene Selbstbestätigungsfilter.
Onlinemerker.com

Berlin/Philharmonie: Tschaikowskys Mazeppa
Das unsägliche Covid-Virus hat auch traditionelle Abläufe in der Musikwelt kräftig durcheinander gewirbelt. So fanden auch die Osterfestspiele Baden-Baden diesmal zeitversetzt im November statt. Beibehalten wurde aber die Tradition, die dort gespielte Oper in der Berliner Philharmonie anschließend konzertant aufzuführen.
Klassik-begeistert.de

Wien Modern 34 geht in die zweite Halbzeit – diese Woche mit gleich fünf großen Festivalabenden im Wiener Konzerthaus und zwei Musiktheaterpremieren

Die heute beginnende Festivalwoche bietet zwei besondere Produktionen im Großen Saal des Wiener Konzerthauses: Vertigo / Infinite Screen mit dem Klangforum Wien und die Gesamtaufführung von Friedrich Cerhas Spiegel mit dem RSO Wien unter Ingo Metzmacher. Dazu kommen gleich drei Abende im Mozart-Saal – das Festkonzert zum 50-jährigen Bestehen des ensemble xx. jahrhundert, das Ensemble PHACE sowie der Start des großen Wiener Gastspiels des Quatuor Diotima rund um Beat Furrer, das tags darauf im Reaktor fortgesetzt wird. Ebenfalls in dieser Woche stehen die nächsten zwei Musiktheaterpremieren auf dem Programm, Der Stand der Dinge im MUK.theater und Bertl Mütter im Literaturmuseum. Mit dem Abend Generationenwechsel im echoraum endet der sechsteilige Logothetis-Schwerpunkt. Insgesamt warten bis Ende November rund 80 Ur- und 30 Erstaufführungen an 38 Spielstätten darauf, gehört, entdeckt und diskutiert zu werden.

Wien/ Corona-Bestimmungen
André Rieu muss seine Wien-Konzerte verschieben
Die beiden Veranstaltungen sollen nun am 16. und 17. November 2022 stattfinden.
Wiener Zeitung

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Steve Bannon stellt sich nach Anklage dem FBI: Der einstige Chefstratege von Ex-Präsident Donald Trump hat sich nach einer Anklage wegen Missachtung des Kongresses den Behörden gestellt. Bannon wird vorgeworfen, sich der Vorladung des Untersuchungsausschusses des Repräsentantenhauses zur gewaltsamen Erstürmung des Kapitols widersetzt zu haben.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Biden unterzeichnet Infrastruktur-Paket: Gut eine Woche nach der Verabschiedung im Kongress hat der amerikanische Präsident Joe Biden am Montag ein grosses Gesetzespaket unterzeichnet, das über die nächsten Jahre rund 550 Milliarden Dollar an Investitionen in die Infrastruktur vorsieht. Insgesamt – inklusive schon vorher veranschlagter Mittel – hat das Paket einen Umfang von mehr als einer Billion Dollar. «Amerika bewegt sich wieder», sagte der Präsident bei der Unterzeichnungszeremonie.
    Zum Bericht
  • Grossbritannien erhöht nach tödlicher Autoexplosion die Terrorwarnstufe: Die mysteriöse Explosion eines Autos in Liverpool mit einem Toten gibt weiter Rätsel auf. Die Polizei stufte den Vorfall als terroristisch ein und bestätigte, dass die Detonation am Sonntag von einem Sprengsatz ausgelöst wurde. Es gebe Hinweise, dass der Getötete diesen bei sich getragen habe, sagte ein Polizeisprecher bei einer Pressekonferenz am Montag. Zu einem möglichen Motiv und dem Ziel des anscheinend fehlgeschlagenen Anschlagsversuchs konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.
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  • Einigung im Streit über EU-Haushalt für 2022: Nach langen und harten Verhandlungen ist es dem Europäischen Parlament gelungen, sich auf einen Haushaltsplan von rund 169,5 Milliarden Euro zu einigen. Dies entspricht einem Plus von etwa fünf Milliarden Euro im Vergleich zur ursprünglichen Haushaltsplanung für das laufende Jahr. Das Geld aus dem EU-Gemeinschaftsbudget soll unter anderem helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen und den Umwelt- und Klimaschutz zu fördern. Ein Grossteil des Betrages wird zudem wie gehabt zur Unterstützung von Landwirten und vergleichsweise armen Regionen in den EU-Ländern dienen.
    Zum Bericht
  • In Zürich bleiben die Vermögenssteuern für die Reichen höher als in den Nachbarkantonen: Am Montag hat das Zürcher Kantonsparlament über eine parlamentarische Initiative der FDP und ein Änderungsantrag der SVP zur Senkung der Vermögenssteuern beraten. Doch selbst der SVP-Finanzdirektor sagt, er habe «leider keine guten Argumente» für eine Steuersenkung. Er sei schon froh, wenn
    die Vermögenssteuern nicht noch erhöht würden.
  • Zum Bericht
  • Schweiz erreicht direkte Qualifikation für die WM 2022: Das Team bezwingt Bulgarien 4:0 und gewinnt die WM-Gruppe C vor Italien. Der Europameister kommt in Nordirland nur zu einem torlosen Remis. Für die Schweizer ist es die zwölfte Teilnahme an einer WM, Italien muss im nächsten Frühjahr die Play-offs absolvieren.
  • Zum Bericht

Joe Bidens Absturz – bekommt Trump eine zweite Chance?

Nach der Euphorie des Wahlsiegs von Joe Biden macht sich zunehmend Panik unter den Demokraten breit. Warum ist der US-Präsident so unbeliebt?
Die Zeit.de

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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