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29. MÄRZ 2022 – Dienstag

29.03.2022 | Tageskommentar


Wiener Staatsoper: HEUTE SOLISTENKONZERT ERWIN SCHROTT

Pianist Alessandro Amoretti
QUARTISSIMO Clara Spieler Emil Spieler Hannah Alber Jonas Alber
Klavier 2 Michael Häringer
VERFÜGBARE KARTEN

Wiener Staatsoper: URAUFFÜHRUNG VON ALEXANDER RASKATOVS ANIMAL FARM (geplant für 28.2.2024)

Copyright: Peter Mayr

Die Wiener Staatsoper, die Dutch National Opera in Amsterdam sowie das Teatro Massimo di Palermo geben die Uraufführung einer neuen Oper bekannt, die als gemeinsames Auftragswerk der Häuser in einer koproduzierten Inszenierung entsteht.

Animal Farm, basierend auf George Orwells gleichnamiger Novelle, komponiert von Alexander Raskatov, feiert am 4. März 2023 in Amsterdam ihre Uraufführung. Die Wiener Premiere folgt am 28. Februar 2024, in neuer Besetzung und musikalisch geleitet von Alexander Soddy, der vergangene Saison mit Dirigaten von Salome und Elektra bei Publikum wie Kritik für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Für die Inszenierung zeichnet Damiano Michieletto verantwortlich.

Wien/ Staatsoper
„Animal Farm“ kommt als Auftragswerk an die Wiener Staatsoper
WienerZeitung.at

Zum 80er von Samuel Ramey: Youtube-Video – Samuel Ramey sings both Filippo II and the Grand Inquisitor in Don Carlo!

 

Zum Video

28.3. Samuel RAMEY wird 80

 

 Er erhielt seine Ausbildung zuerst an der Kansas State University, dann an der Wichita State University (wo er 1968 den Grad eines Bachelor of Music erlangte) und durch den Pädagogen Arthur Newman in Wichita. Dann Schüler von Armen Boyajian in New York. Nachdem er 1972 beim Gesangwettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper Aufsehen erregt hatte, debütierte er 1973 an der New York City Opera als Zuniga in »Carmen«. An der City Opera hatte er dann seine ersten großen Erfolge als Don Giovanni, als Mephisto in »Faust« von Gounod und als Titelfigur in »Mefistofele« von Boito….

Weiterlesen in unseren Jubiläen/ Geburtstage

Belohnt Putin Gergievs Treue mit der Bolschoi-Führung?
Der russische Präsident hat laut der Nachrichtenagentur TASS den Dirigenten „eingeladen“, beide großen russischen Opernhäuser zu leiten.

Offenbar will Russlands Präsident Wladimir Putin den Dirigenten Valery Gergiev für seine Treue mit der Führung des Bolschoi Theaters belohnen: Laut der russischer Nachrichtenagentur TASS sprach Wladimir Putin eine „Einladung“ an den Dirigenten Valery Gergiev aus, er solle darüber nachdenken, ob er neben dem Mariinski-Theater in St. Petersburg mit mehreren Spielstätten, darunter auch ein neues Haus in Wladiwostok, zusätzlich das Bolschoi-Theater in Moskau übernehmen könne. Wenn der 68-jährige Gergiev zusagt, wäre er gewissermaßen der allrussische Generalintendant. Eine derartige Machtposition im Musikleben gab es nicht einmal zu Zeiten der Sowjetunion.

WienerZeitung.at

Crescendo Klassikwoche 12/22
Die Folgen der Causa Currentzis
Das Festhalten des SWR an Teodor Currentzis, Simon Stones „Wozzeck“-Inszenierung in Wien, Maxim Berin als neuer Agent von Anna Netrebko

…Vor drei Wochen habe ich an dieser Stelle vorgeschlagen, die Sparkasse möge das Ensemble von Teodor Currentzis, musicAeterna, übernehmen. Denn der aktuelle Geldgeber, die VTB Bank, gehört zu großen Teilen Russland, und ihr Vorstandsvorsitzender wird vom Kreml eingesetzt. Seit einigen Jahren hat sich Currentzis – offensichtlich nicht ganz unfreiwillig – in russische Abhängigkeiten begeben…

crescendo.de

Der Herr Brüggemann schwingt sich zur moralischen Instanz in so ziemlich allen einschlägigen Bereichen auf. Auf den haben wir alle gewartet!

Star-Dirigent befeuert Debatte: Netrebkos Karriere zu Ende?
Der österreichische Maestro Franz Welser-Möst sieht „Abnützungserscheinungen“ an der Stimme der bekanntesten Sopranistin der Welt und glaubt nicht an ihr Comeback. Die Sängerin habe ebenso wie Dirigent Valery Gergiev eine „rote Linie“ überschritten.
https://www.br.de/nachrichten/kultur/star-dirigent-befeuert-debatte-netrebkos-karriere-zu-ende,T1JcSCv

Bereits frühere Gedanken zu Franz Welser Möst – von Klaus „Wuppertaler“-Billand

https://www.klaus-billand.com/deutsch/betrachtungen/zu-theaterthemen/zum-ruecktritt-von-franz-welser-moest-als-gmd-an-der-wiener-staatsoper-am-4-september-2014.html

Wie bereits einmal in diesem Zusammenhang erwähnt: Der Franz Möst mit seinem lächerlichen, pseudoadeligen Doppelnamen hat’s echt nötig… er ist halt sauer, weil sie mit ihm nie was gemacht hat. Da kann man dann auch leicht mit jemandem nicht zusammenarbeiten “wollen”.

WIEN/ Volksoper: Stehende Ovationen für LA CAGE AUX FOLLES

Drew Sarich (Albin/Zaza) und Viktor Gernot (Georges). Foto: Barbara Palffy/ Volksoper

Die Premiere, so viel gleich vorweg, ist als voller Erfolg zu verbuchen. Die Inszenierung von Melissa King, die an der Volksoper erstmals nicht nur für die Choreographie, sondern auch für die Regie verantwortlich ist, erweist sich als schwungvoll und rasant, verzichtet auf billige, tuntenhafte Klischees und stellt stattdessen authentische Menschen auf die Bühne (von Stephan Prattes), an deren Schicksal man Anteil nehmen und dabei dennoch herzlich lachen kann. Man lacht aber nicht über die Dragqueen Zaza, sondern man lacht mit ihr. Das fällt leicht, weil Drew Sarich in dieser Rolle einfach großartig ist und seine langjährige Musicalerfahrung und sein Können voll einsetzt. Ein selbstbewusster Mensch aus Fleisch und Blut, mit starken Gefühlen und Überzeugungen: „Ich bin, was ich bin, und was ich bin, ist ungewöhnlich.” Punkt. Hinreißend ist Sarich bei der Probe, als es darum geht, sich wie John Wayne zu bewegen, weil Georges den Vorschlag macht, dass Zaza als Onkel Albin am Familientreffen teilnehmen könnte. Umwerfend dann der Auftritt als Mutter und schließlich als Sängerin und Tänzerin, der mit einem schlichten Lied beginnt und in einem entfesselten Auftritt als Revuestar kulminiert (Kostüme von Judith Peter). Was dann, geradezu unvermeidlich, zum Coming-Out als Dragqueen führt, als Zaza, ganz in ihrem Element, sich die Perücke von Kopf reißt…

Jerry Hermans Musical ist auch heute, nach vielen Life Balls und Pride-Paraden, aktuell, stößt auf Interesse, bereitet Freude und erinnert daran: Jeder soll in seiner Fasson selig werden!

Zum Premierenbericht von Manfred A. Schmid

Wien/ Volksoper
La Cage aux Folles: Sogar die Topfpflanzen glitzern
Bunt und altmodisch wie das Testbild, aber umjubelt: „La Cage aux Folles“ an der Volksoper.
WienerZeitung.at

„La Cage aux Folles“ durchwachsen an der Wiener Volksoper
Drew Sarich changiert zwischen Paradiesvogel und Grande Dame
DerStandard.at

„La Cage aux Folles“: Eben mehr als nur Fummel und Federboa
DiePresse.com

Die Oper Leipzig komplettiert mit „Lohengrin“ den Kanon für „Wagner 22“
NeueMusikzeitung/nmz.de

Leipzig
Lohengrin as chamber opera in Patrick Bialdyga’s expanded Leipzig production
https://bachtrack.com/de_DE/22/296/view/22731

Streams
Programmänderung: Livestream der Oper „Salome“ aus Helsinki entfällt
Der für Mittwoch, den 30. März auf ARTE Concert geplante Livestream von Richard Strauss‘ Oper „Salome“ aus der Finnischen Nationaloper Helsinki, muss leider entfallen.

Sara Jakubiak, die die Titelpartie interpretieren sollte, kann verletzungsbedingt nicht auftreten. ARTE wird die Neuinszenieirung von Christoph Loy unter der musikalischen Leitung von Hannu Lintu stattdessen am 7. April 2022 mit neuer Besetzung aufzeichnen und voraussichtlich Ende April als Video on Demand auf ARTE Concert zur Verfügung stellen. Die Rolle der Salome wird Vida Mikneviciute übernehmen.
OTS.at-Presseaussendung

Jubiläum
„Ich habe mich immer durch Kunst beschützt gefühlt“ (Bezahlartikel)
Clemens Hellsberg war 17 Jahre lang Vorstand der Wiener Philharmoniker. Heute wird der in Linz geborene Violinist 70 Jahre. Die OÖNachrichten baten ihn zum Interview.
Oberösterreichische Nachrichten

Wien
Düsternis versus Glückseligkeit
Thomas Adès debütierte am Pult beim „Philharmonischen“.
WienerZeitung.at

Dem Tanz mit Adès entkommt keiner
Der Komponist debütierte im Philharmonischen mit einer beziehungsreichen Mixtur aus Eigenem und Musik von Alban Berg und Maurice Ravel.
https://www.diepresse.com/6117442/dem-tanz-mit-ades-entkommt-keiner

Eröffnung Ballettfestwoche München 2022: Der Tanz als zeitgemäße Sprache
Die Ballettfestwoche in München ist eröffnet. Am Samstag gab es zur Eröffnung im nahezu komplett ausverkauften Nationaltheater den Dreiteiler „Passagen“ mit dem Bayerischen Staatsballett. Drei wichtige Choreographen unserer Zeit zeigten ihre Arbeiten. „Affairs of the heart“ von David Dawson, „Bilder einer Ausstellung“ von Alexei Ratmansky und „Sweet Bones Melody“ von Marko Goecke. Viel Stoff innerhalb von zweieinhalb Stunden. Ein zeitgenössischer und dabei total zeitgemäßer Abend, findet Sylvia Schreiber.
BR-Klassik.de

MUSIKVEREIN GRAZ: 3.SOLISTENKONZERT

Fr 01.04.2022
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Ort: Stefaniensaal

GRIGORY SOKOLOV Klavier

Grigori Sokolov. Foto: Mary Slepkova

Ludwig van Beethoven | 15 Variationen mit einer Fuge Es-Dur über ein eigenes Thema op. 35
Johannes Brahms | Drei Intermezzi op. 117
Robert Schumann | Kreisleriana. Fantasien, op. 16

Los Angeles: Hans Zimmer gewinnt Filmmusik-Oscar für „Dune“
Er galt als Favorit: Hans Zimmer wurde bei der 94. Verleihung der Academy Awards in Los Angeles auch tatsächlich mit dem Oscar ausgezeichnet, für seinen Soundtrack zu „Dune“. Doch eine Dankesrede bekam das Publikum nicht von ihm.
BR-Klassik.de

Ich habe gestern heftige Diskussionen über den „Faustschlag“ von Will Smith mitverfolgt. Die Meinungen sind geteilt: „Gewalt ist keine Lösung„. Bingo!, da bin ichauch dafür. „Ein Schauspieler hat Vorbildwirkung“ – da widerspreche ich vehement. Künstler sind Menschen wie Du und ich – mit oft verquerten, im Regelfall eher opportunistischen Ansichten. „Bravo, wenn jemand meine Frau wegen einer überstandenen Krankheit öffentlich beleidigt, „rennt er in meine Faust“ – darüber kann man diskutieren. Ich neige eher dazu, dass das ein Faustschlag war, wie er bei anderen Bühnenkünstlern gang und gäbe ist – nämlich bei den Wrestlern. Die haben gelernt, spektakulär zuzuschlagen – und den Gegner dabei nicht weh zu tun. Ich weiß nicht, wie der moderierende Wurstel heißt, aber seinen nunmehr steigenden Bekanntsheitsgrad verdankt er der Smith-Attacke!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Russischer Regierungssprecher: «In Russland denkt niemand an den Einsatz von Atomwaffen»: Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow ist Spekulationen über den möglichen Einsatz von Atomwaffen durch Moskau energisch entgegengetreten. «Niemand in Russland denkt an den Einsatz oder auch nur an die Idee eines Einsatzes von Atomwaffen», sagte Peskow im Gespräch mit der amerikanischen Fernsehkette PBS am Montagabend (Ortszeit). Zur Warnung von Präsident Wladimir Putin, dass Länder, die sich in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine einmischten, mit Konsequenzen rechnen müssten, «wie sie sie noch nie erlebt haben» sagte Peskow, er denke, jeder wisse, was damit gemeint sei. Auf die direkte Nachfrage des PBS-Journalisten, ob damit ein Atomwaffen-Einsatz gemeint gewesen sei, sagte der Putin-Vertraute: «Nein, ich denke nicht.» Am heutigen Dienstag stehen weitere Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland an.
Zu den neusten Entwicklungen

Anmerkung der Redaktion: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“ – das haben wir auch schon mal gehört.

Anderseits sollten wir dem amerikanischen Präsidenten das Buch vom Struwwelpeter schenken (er kommt langsam wieder in das kindliche Alter)

 

Biden sollte sich ein Schweigegelübde auferlegen:

“ Konrad ! “ sprach die Frau Mama,
„Ich geh‘ aus und du bleibst da.
Sei hübsch ordentlich und fromm,
Bis nach Haus ich wieder komm‘.

Bitte bis zur Beendigung des Krieges kein Öl mehr ins Feuer gießen! Also besser daheim bleiben und nichts reden!

Aber nun weiter in der „Neuen Zürcher Zeitung“

Sollen Rohstoffhändler wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs von Zentralbanken unterstützt werden? Bereits vor zehn Jahren hatte es die Diskussion gegeben, ob Rohstoffhändler so systemrelevant wie Grossbanken sein könnten. Die Frage taucht wieder auf angesichts stark steigender Erdgas- und Nickelpreise.
Zum Bericht
Italien war das Sehnsuchtsland reicher Russen – das ist jetzt vorbei: Die Suche nach russischen Vermögenswerten im Ausland ist aufwendig. Italien ist dabei vergleichsweise effizient. Das ist auch den beiden vor dreissig Jahren ermordeten Antimafia-Jägern Giovanni Falcone und Paolo Borsellino zu verdanken.
Zum Bericht

Zitat „Zürcher-Zeitung/ Ende

Anwälte und Opernsänger: Odessa wappnet sich gegen russischen Angriff
Moskau will sich nach eigenen Angaben auf die „Befreiung des Donbass“ konzentrieren. Die Ukraine signalisiert vor neuen Verhandlungen Kompromissbereitschaft.
Kurier.at

Österreich
Sophie Karmasin ist wieder auf freiem Fuß
Ex-Familienministerin Sophie Karmasin wurde aus der U-Haft entlassen. Gleichzeitig wird sie von ihrer Freundin Sabine B. tiefer in die Affäre gezogen. Man wollte Medien für die Durchführung von Umfragen benutzen.
DiePresse.com

Vom ersten Moment an habe ich die Verhängung der U-Haft gegen die ehemalige Ministerin kritisiert. Die Haft war „unverhältnismäßig“ – wenn man bedenkt, bei welchen Delikten man auf freiem Fuß angezeigt wird und ohne Auflagen sogar untertauchen kann.

Sophie Karmasin knickte in der Haft aber nicht ein, sondern verfolgte weiterhin konsequent ihre Linie. Die Blamierten sind nun die Damen und Herren von der Korruptions-Staatswaltschaft, die sich ebenso verschätzt haben wie ein weltbekannter Kriegsherr.

Chapeau, Frau Dr. Karmasin, mit Ihnen würde ich „Pferde stehlen“. Nicht dass ich das vor hätte (auf ein Pferd käme ich gar nicht mehr rauf), aber wir leben in einer Zeit der „Umfaller beim leisesten Windhauch“.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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