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29. JÄNNER 2021 – Freitag

29.01.2021 | Tageskommentar

AKTUELLES BILD AUS JAPAN (vom 26.1.2021)

Auch die Japaner wollen und werden überleben! Vielleicht ist das aber ein gutes Zeichen für die Wiener Staatsoper: Die Japaner sind – so scheint es – nicht hysterisch und wohl auch bereit, wieder in unsere Staatsoper zu gehen. In der Publikumsstatistik rangieren sie weit oben! Vielleicht gelingt es ihnen sogar, unsere heimischen Besucher mitzuziehen!

Was ist alternativlos? Nichts ist alternativlos. Das ist ein ganz dummes Wort, gerade in der Krisenzeit oft ge- und meiner Meinung nach missbraucht!

SPÖ-Kultursprecher Drozda: „Keine Kündigungen von Kulturschaffenden“. Ein Video
Die Regierung müsse den Kulturbereich in der Pandemie durchfinanzieren – wenn nötig auch für mehrere Jahre. Das fordert Thomas Drozda im StandArt-Gespräch
Der Standard

Manchmal weiß man erst, was man verloren hat, wenn man es nicht mehr hat. Dr. Drozda war – zugegeben – auch nicht „mein Fall“, aber das hat politische, keine „künstlerischen Gründe“. Wenn man aber bedenkt, was nach Drozda gekommen ist, strahlt Drozdas Stern am Kulturhimmel wie ein Komet! Immerhin weiß ich, dass Dr. Drozda in seinem Berufsleben vor der „Politzeit“ immer im künstlerischen Bereich tätig war. Über den Erfolg und auch seine Rolle im Burgtheater-Skandal (da gibt es ja auch eine Vorgeschichte)  kann man geteilter Meinung sein, aber mein Internet-Provider, der seine ersten beruflichen Sporen unter Thomas Drozda am Burgtheater im EDV-Bereich verdiente, stellt ihm ein gutes Zeugnis aus. „Da halte ich es mit dem Polizeikommissar im „Rosenkavalier: „Danke, das genügt mir“ sagt der zur Marschallin im „Wiener Beisl“ des dritten Akts!

Nun, ganz so leicht, wie sich dass der Herr Dr. Drozda vorstellt und möglicherweise sogar selbst glaubt, wird es wohl nicht gehen. Wir werden leider andere, weit größere Sorgen haben und die Steuerzahler müssen da schließlich auch mitspielen, aber die Worte geben Hoffnung in einer – so scheint es – hoffnungslosen Zeit! Auch deshalb, weil möglicherweise Drozda bald aufgerufen sein könnte, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Mein Instinkt, auf den ich mich meist verlassen kann, sagt mir, dass die Krise nur zu bewältigen ist , wenn auch die Sozialpartner und Gewerkschaften im Regierungsboot sitzen – und das geht eben nur mit der Partei des Dr. Drozda.

Da muss wohl einer über seinen ganz großen Schatten springen!

Weinviertler Festspiele – ein Traum oder doch noch Wirklichkeit?

 

Wir haben im Vorjahr so stark wie letztlich vergeblich für die Weinviertler Festspiele geworben. Zu den Geschädigten zählen wir nicht, denn mir war von Anfang an klar, dass die Rechnung nicht aufgehen kann, also haben wir um Gottes Lohn geworben (und an den kann ich keine Rechnung schicken). Einer der beteiligten Künstler war Günther Groissböck, mit dem ich eine ganz gute Gesprächsbasis habe. G.G. kann bezeugen, dass ich ihn nie gefragt habe, ob er nun Geld gesehen hat – oder nicht. Ich wollte es gar nicht wissen, weil ich es ohnedies aus meiner Erfahrung wusste.

Ich werde vermutlich auf gleicher Basis mithelfen, wenn die Festspiele eine Neuauflage erleben, ganz einfach deswegen, weil ich keinen Betrug, sondern nur Träumerei erkennen kann. Nun weiß ich aus Lebenserfahrung, dass ein Träumer gefährlicher als ein Betrüger sein kann. Für Betrug habe ich ein vortreffliches Witterungssystem in mir eingebaut, ein Betrüger hat es bei mir nicht leicht. Anders verhält es sich mit Träumer, die ich zwar auch blitzschnell erkenne, mit denen ich aber irgendwie zumindest eine zeitlang Mitleid habe.

Ich behaupte also, dass der bisherige(?) Chef der Festspiele ein ganz großer, sogar gefährlicher Träumer ist. Der Mann singt „Siegfried“ – was will man von einem Siegfried, der ja auch im Grunde genommen nicht geschäftsfähig ist, erwarten? ) Dass die Rechnung in der Krisenzeit in einer eher kulturfernen Region eines Nachbarlandes nicht aufgehen konnte, war mir von Beginn an klar. Wenn nun der Sänger-Star Rene Pape beklagt, dass er kein Geld gesehen hat, dann kann ich ihm nur zu seinem Entschluss gratulieren, Sänger und nicht Geschäftsmann geworden zu sein. Bei so viel Naivität hätte es für ihn eine gefährliche Bauchlandung gegeben.

Die Künstler haben das Desaster ja selbst miterlebt (Wetterpech kam noch hinzu), die Opernfreunde sind trotz eines „Nummer sicher-Programms“ nicht wirklich mitgegangen, hatten auch vor Corona trotz Einhaltung der Vorschriften einen ungeheuren Respekt (man kann auch Angst dazu sagen), jedenfalls war zu erkennen, dass sich dabei niemand bereichert hat. Im Gegenteil, ich vermute, dass der Veranstalter auf einen Berg von Rechnungen sitzt! Die Künstler, darunter solche von Weltrang, waren froh, endlich wieder auftreten zu können, sozusagen einen „Depperten“ gefunden zu haben, der ihnen das ermöglicht und der dafür womöglich am Randes des Kriminals spaziert.

So etwas muss man als Realist „sportlich“ nehmen – wenn man es sich leisten kann. Sozusagen als Training! Im Fitnessstudio plagen Sie sich ja auch und bezahlen noch dafür! Kann man es sich nicht leisten, dann soll man es eben bleiben lassen!

Mich hat gewundert, dass am 18.12. eine Neuauflage der Festspiele nahe Maissau angekündigt wurde, meiner Ansicht nach war der Zeitpunkt etwas zu früh. Präsidentin ist die Gräfin Dr. Eva Waldersdorff, eine bekannte Society-Lady. Wir wünschen zum Vorhaben viel Glück (das wird sie brauchen) und Realitätssinn (den sie noch mehr brauchen wird!). Mit unserer medialen Unterstützung kann sie rechnen – und es flattert sicher auch keine Rechnung ins Haus.

Ob nun der „Siegfried“ wieder an Bord ist, weiß ich nicht. Untenstehender Bericht gleicht einem Orakel! In jedem Fall wünschen wir Glück! Vorsichtig sollten die Beteiligten schon sein, das sollten sie aber auch, wenn sie die Straße überqueren!

Festspiele /Weinviertel
Der Traum von großer Oper, auf Kosten anderer realisiert
Die Weinviertler Festspiele dürften Künstlern Gagen schuldig geblieben sein. Präsidentin Eva Walderdorff will neu starten – ohne den Intendanten.
Kurier

Bayreuth
Bayreuther Festspiele: Jagels wird neuer Geschäftsführer
Die Bayreuther Festspiele bekommen einen neuen Geschäftsführer: Der Verwaltungsdirektor der Oper Leipzig, Ulrich Jagels, soll auf den Grünen Hügel wechseln, wie die Festspiele am Donnerstag mitteilten.
Die Zeit.de

Grüner Hügel: Ulrich Jagels wird neuer Geschäftsführer in Bayreuth
Der Betriebswirt ist derzeit Verwaltungsdirektor der Oper Leipzig.
Wiener Zeitung

Köln
Wird als Intendant ein Kastrat gesucht?
Die Kölner Oberbürgermeisterin hat eine Findungskommission für die Neubesetzung der Opernintendanz eingesetzt. Der Machtzuwachs des Generalmusikdirektors könnte Kandidaten abschrecken
Frankfurter Allgemeine

Barcelona
Spanien macht’s möglich
Opern-Romantik im Lockdown mit „Les contes d’Hoffmann“
https://www.orpheus-magazin.de/2021/01/28/spanien-machts-moeglich/

SALZBURG MOZARTWOCHE: „ALLEGRO KV 626b/16“ ALS SENSATION / MOZART ALS ARRANGEUR / PHILHARMONISCHE KAMMERMUSIK-WELTMEISTER

Copyright: Wolfgang Lienbacher

Der wissenschaftliche Leiter der Stiftung Mozarteum, Dr. Ulrich Leisinger, konnte für die Mozartwoche 2021 mit einer Sensation aufwarten. Ein Klavierstück von gerade einmal 94 Sekunden Dauer. Aber ein vollendetes Stück – ganz im Gegensatz zu vielen späteren Mozart-Fundstücken, die aber allesamt unvollständige Skizzen geblieben waren.

Das Stück ist in der 3. Auflage des Köchelverzeichnis angeführt. Man stückelte einfach nach dem letzten „KV 626“ – dem Requiem – an und katalogisierte später vorgefundene Werke einfach als Sammeleintrag „KV 626b/1, 2, 3,…“ Und so erhielt dieses „Allegro in D“ die fortlaufende Nummer 16.  Prompt witzelte Rolando Villazón: „Da hat uns Mozart  nach seinem Tod noch etwas komponiert?“

Live oder nicht live – das ist hier die Frage

Salzburg/ Mozartwoche
Doch nicht live dabei
Die Mozartwoche ist ins Internet gewandert, das Eröffnungskonzert im Stream über die Bühne gegangen. Tatsächlich? Als das Mozarteumorchester auf dem Bildschirm die Instrumente hob und sich mit Lust und Verve kopfüber in die „kleine“ g-Moll Symphonie stürzte, war es in Wirklichkeit im Großen Saal des Mozarteums still und leer. Der erste Eindruck – Freude und Zweifel – macht nachdenklich.
DrehpunktKultur

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Sie in Barcelona, er in Moskau – Manon Lescaut mit Anna Necheva

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

Clemens Unterreiner gratuliert Mozart zum 265. Geburtstag (gefunden von Dominik Troger)

 

https://www.instagram.com/p/CKjqYIclshc/

Sommereggers Klassikwelt (72): Margaret Price – eine Stimme für die Ewigkeit
Die walisische Sängerin, die in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag hätte feiern können, hat leider nicht einmal ihren 70. Geburtstag erlebt, sie starb vor genau zehn Jahren an einem Herzleiden.
Peter Sommeregger berichtet aus seiner Klassikwelt
Klassik-begeistert

Kinder- und Jugendpsychiatrie am AKH überfüllt – ZIB 1 vom 27.01.2021 um 19:30 Uhr

Das ist ein Thema, das unser Diskussionsforum lange Zeit bewegt hat, wegen dem „die Fetzen geflogen sind“ – die Nebenwirkungen der „Corona-Maßnahmen. Insoferne war ich – obwohl ich an Diskussionen nicht teilnehme –  auch beteiligt, weil ich das Wohl der „Enkelgeneration“ vor mein eigenes gestellt habe (ich habe meinen Hintern nun 74 Jahre durch die Welt bewegt, da sind Würdigere schon vor mir gestorben, wenn ich dereinst „den Löffel abgebe“, kann ich mich auch nicht beschweren). Dafür musste ich mich von Leuten, die sich unheimlich klug vorkommen, für deren Aussagen ich mich aber „frendschäme“, verhöhnen lassen. Sicher, auch ich will noch einige Jährchen leben, meine Enkel noch etwas heranwachsen sehen, aber dieser Wunsch darf nicht auf Kosten der nachfolgenden Generation gehen.

Ich passe auf mich selbst auf, will dazu keine Hilfe. Impfen werde ich mich lassen, weil ich hoffe, dass dann endlich Normalzeit einkehrt – ich leiste also einen Dienst an der Allgemeinheit!

Aber sehen Sie sich bitte das Video an. Kein Verschwörungstheoretiker, sondern der Chef der Jugendpsychiatrie am AKH Wien meldet sich zu Wort!

 

Aufgrund des Lockdowns ist die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Wiener AKH überfüllt. Es können keine weiteren Patienten aufgenommen werden. Einer Studie zufolge leidet rund die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mittlerweile unter depressiven Symptomen.

ZUM VIDEO

Das ist schockierend, war aber voraussehbar. In letzter Zeit bin ich mit einigen Mitarbeitern wegen meiner Meinung zusammengekracht – ich bin denen nicht böse. Mein Wunsch ist nur, dass diese Leute selbst endlich einmal nachdenken statt nachplappern – und auch an die Zukunft denken. Nicht nur an den eigenen Hintern, den sie noch möglichst lange durch das Leben bewegen wollen. Schützt Euch, bleibt gesund – dabei aber auch fair der Jugend gegenüber!

AstraZeneca in Deutschland nur für 18- bis 65-Jährige empfohlen
Einen Tag vor der erwarteten Zulassung durch die EU empfiehlt in Deutschland die ständige Impfkommission eine Einschränkung der Zulassung. Es gebe „keine ausreichenden Daten“ für Effektivität ab 65 Jahren.
Die Presse

Die offizielle Zulassung erfolgt erst heute, aber es ist klar, dass  Astra Zeneca umstritten bleiben wird, selbst wenn es der Gesundheitsminister auch für die über 65jährigen als unbedenklich und wirksam empfindet.

Der Pfizer-Impfstoff kostet 13 Euro pro Dose, Astra Zeneca 4 Euro. Da darf man sich über einen Qualitätsunterschied nicht wundern, das tun nur sehr beschränkte Geister. Auch Sputnik wird überprüft und ich bin gespannt, ob die Kommission über ihren Schatten springen kann. Das fachmännische Urteil des Österreichischen Gesundheitsministers war ja in wenigen Sekunden gefällt: „Klumpert“ – weil es aus Russland kommt Weil ich die Qualität der russischen Medizin kenne und schätze, selbst schon in einem russischen Spital war, würde ich mich mit Sputnik sofort impfen lassen!

 

Infektiologe: „Sputnik V ist wirksamer als Impfstoff von Astra Zeneca“
Peter Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin der Uni Tübingen, leitet die Zulassungsstudie zum mRNA-Impfstoff von Curevac und entwickelt auch eine Schluckimpfung gegen SARS-CoV-2.
Kurier

Van der Bellen über Schülerinnenabschiebung: „Kann es nicht glauben“
Nach den Abschiebungen georgischer und armenischer Schülerinnen kracht es im Koalitionsgebälk: Die Grünen sind über die Härte ihres türkisen Koalitionspartners schwer verärgert. Auch der Bundespräsident zeigt sich „zutiefst betroffen“
Der Standard

Nackt durch die Kärtnerstraße

Zu diesem Vorgehen kann ich mich nicht äußern, da ich die Rechtslage nicht kenne. Bei aller Humanität muss Recht auch Recht bleiben.  Mit Fingerspitzengefühl kann man auch beim Vollzug eines Rechts vorgehen – und einer Hundertschaft an Polizisten und Polizeihunden mitten in der Nacht hat es wohl nicht bedurft.

Viele Menschen sind aufgebracht und wundern sich vor allem über die Grünen.

Auszug aus „Profil-Morgenpost„:

Die brutale Aktion könnte politische Folgen nach sich ziehen. Vor allem am grünen Juniorpartner in der Regierung tönt nun, so laut wie noch nie, Kritik von allen Seiten, dass er die Politik der ÖVP allzu bereitwillig duldet und mitträgt. profil-Innenpolitik-Redakteurin Edith Meinhart, die sich seit Jahren mit derartigen Problematiken auseinandersetzt, liefert in diesem Video ihre Einschätzung der politischen und asylrechtlichen Brisanz der Abschiebungen.

Im Standard schreibt ein Leserbriefschreiber: Wenn diese Regierung auseinanderbricht, laufe ich nackt durch die Kärntnerstraße!

Geschätzter unbekannter Mitbürger: Wenn Sie das tun, dann verständigen Sie auch bitte mich. Ich bin dabei!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

 

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