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29. JÄNNER 2020 – Mittwoch

29.01.2020 | Tageskommentar

Strasbourg: „PARSIFAL“ – Religion im Museum. Foto: Klara Beck

Auszug aus „Neue Musikzeitung“: Eine manchmal übertriebene Assoziationsflut des Regisseurs Amon Miyamoto kennzeichnet die „Parsifal“-Interpretation an der Opera du Rhin Strasbourg, sängerisch und musikalisch klappte vieles sehr gut…

Blick ins Innere der Oper Strasbourg. Foto: Klaus Billand

Straßburg: Digitale Orchidee – Richard Wagners „Parsifal” an der Opera du Rhin Strasbourg
Neue Musikzeitung/nmz.de

Auch ich warte natürlich auf Infos aus München (Turandot) und Wien (Otello“). Beides nur Repertoirevorstellungen, aber mit interessanter Besetzung. München ist unter Nikolaus Bachler für uns schwieriges Terrain, die Usancen der Münchner Pressestelle lassen sich mit unserer Berichterstattung schwer vereinbaren. Bachlers Nachfolger Serge Dorny ist wiederum als „Pressekaiser“ bekannt. Er verdankt der Presse sehr viel, was auch mit der besonderen „Einladungsstruktur“ in Frankreich zusammenhängt. Doch davon vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt und vielleicht aus gegebenem Anlass. Ich bin gespannt, ob sich da etwas ändert, grundsätzlich bin ich auf jede Situation vorbereitet. Sobald ich Infos aus München habe, reagiere ich.

MÜNCHEN: TURANDOT:Netrebko ist eine überwältigende Turandot

Anna Netrebko debütierte in München in der dramatischen Puccini-Partie. In dieser Inszenierung endet die Aufführung aber mitten im dritten Akt, dort, wo Puccinis eigenhändige Partitur endet.

https://www.diepresse.com/5760211/netrebko-ist-eine-uberwaltigende-turandot

Die nächste Münchner Premiere: JUDITH am 1.2.

Alle früheren Frauen von Herzog Blaubart sind verschwunden – und dennoch folgt ihm erneut eine junge Frau auf seine Burg. Für die Bayerische Staatsoper setzt die britische Regisseurin Katie Mitchell Bartóks einzige Oper Herzog Blaubarts Burg in einer spektakulären Neudeutung in Szene. Sie stellt der Oper Bartóks Konzert für Orchester voran und erzählt währenddessen in einem eigens dafür gedrehten Film die Vorgeschichte der Protagonisten. Beide Werke verbinden sich so zu einer Geschichte. Der Fokus liegt in ihrer Deutung auf der Protagonistin Judith, die dem Abend auch den Titel gibt. Oksana Lyniv dirigiert das Bayerische Staatsorchester, es singen Nina Stemme und John Lundgren… (Quelle: Bayerische Staatsoper)

 

https://www.staatsoper.de/index.php?id=2072

WIEN/ Staatsoper: OTELLO  – Bericht über diie erste Vorstellung online!

Stephen Gould und Krassimira Stoyanova. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht von Manfred A. Schmid. Mehr darüber morgen!

https://onlinemerker.com/wp-admin/post.php?post=233106&action=edit&classic-editor

Wien/ Staatsoper: Regisseurin Niermeyer: „Man muss die Demokratie verteidigen“ – Bezahlartikel
Amélie Niermeyer inszeniert an der Staatsoper „Leonore“ und spricht über Beethoven, Meinungsfreiheit und Rechtswähler
Kurier

In Wien steht am Samstag „Fidelio“, die erste Fassung auf dem Programm. Amelie Niermayer inszeniert und gibt uns in einem Kurier-Interview Einblick in ihre Ansichten. Auch in ihre politischen – aber diese interessieren mich so überhaupt nicht. Aber Sie können gerne daran teilhaben – wenn Sie bezahlen. Bezahlartikel nehmen in den Zeitungen überhand, für mich wird die Erstellung einer Presseschau daher immer schwieriger.

Am Samstag bietet die Staatsoper die Premiere als Stream an.

Drei Interviews mit Teilnehmenden haben wir bereits veröffentlicht, das Interview mit der Titelrollensängerin Jennifer Davies steht noch aus – wegen Erkrankung. Zum Glück ist nicht die Sängerin davon betroffen, sondern die Befragerin. Das Interview wurde in die Zeit nach der Premiere verschoben!

Dresden
Wagners „Meistersinger“ mit Schokoladenmädchen an der Semperoper Dresden

Völlig zu Recht wurden die Sängerinnen und Sänger, wurden auch Chor und Orchester sowie der Musikchef des Hauses bejubelt. In den fast zwanzigminütigen Applaus (was für Dresdner Verhältnisse wirklich enorm ist!) mischen sich freilich auch heftige Buhrufe für die Regie (Anm.d. Red.: Jens Daniel Herzog) , was dann doch einigermaßen verwundert und geradezu wie bestellt empfunden werden kann. Denn die Inszenierung ist weder allzu bieder noch eckt sie in irgendeiner Weise bei Wagner-Apologeten an. Doch wie so vieles ist eben auch Theater von Glaubensfragen durchwachsen.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Thielemanns grandiose „Meistersinger“ feiern in Dresden Premiere. Die Sänger übertreffen sich gegenseitig.
Das Jahr hat gerade erst begonnen, da erreicht es bereits seinen Zenit mit überwältigenden Meistersingern, die man jetzt schon als eines der größten Opernereignisse des Jahres feiern möchte.
Kirsten Liese berichtet aus der Semperoper in Dresden.
Klassik-begeistert

OPER GRAZ: „Don Giovanni“ unter Hochdruck

 

Seitdem Don Giovanni 1787 die Bühne betrat, herrscht Hochdruck – emotionaler, psychischer und musikalischer!
In Szene gesetzt wird „Don Giovanni“ 2020 in Graz von Elisabeth Stöppler, die bereits an der Semperoper Dresden, den Staatsopern Hamburg und Hannover, den Staatstheatern Nürnberg und Mainz erfolgreich arbeitete und zuletzt mit einer fulminanten „Götterdämmerung“ für Aufsehen sorgte, für die sie 2019 mit dem begehrten Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet wurde. Anders als heute üblich, leitet der musikalische Leiter, Andrea Sanguineti, den Opernabend nicht vom Dirigentenpult aus, sondern sitzt selbst, wie seinerzeit Mozart, am Hammerklavier, um die Rezitative zu begleiten und das Orchester in seinen tausendfachen Farben zu unterstützen. Auf die Frage, was die Musik in ihm auslöst, antwortet er strahlend: „Unglaublich viel! Verspielt, leicht, … und dann wieder sehr nachdenklich. Giovanni dürfte nicht sterben!“

Kostprobe: 31. Jan 2020, 18.30 Uhr

Premiere: 8. Feb 2020, 19 Uhr
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Informationen & Tickets

„Konzertgänger in Berlin“
Hörstörung (25): Berlin fackelt Moskau ab
Das schlimmste Publikum aller Zeiten ist gefunden: Es versammelte sich am Montagabend in der Berliner Philharmonie zum Gastspiel der Moskauer Philharmoniker.
https://hundert11.net/hoerstoerung25/

Die „Huster“ sind die Lieblingsgegner unseres Konzertgängers. Dabei hustet doch wohl niemand aus Jux und Tollerei, sondern weil man muss! Wenn man Gefahr läuft, dermaßen gemobbt zu werden, wäre es naheliegend, erst gar nicht in ein Theater/ in ein Konzert zu gehen – und sich die Karten erst gar nicht zu kaufen! Ist das dann die seligmachende Situation?

Mainz: Manon Lescaut – Zug der Leidenden

https://www.fr.de/kultur/theater/manon-lescaut-leidenden-13502637.html

Oper „Montezuma“ in Lübeck: Anregung zum Nachdenken und weniger Friedrichs Propaganda
https://www.deutschlandfunk.de/oper-montezuma-in-luebeck-anregung-zum

OPER FRANKFURT: JIDDISCHE OPERETTENLIEDER MIT BARRIE KOSKY AM KLAVIER – FÜNFTER LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2019/20

Alma Sadé (Sopran). Foto: Jan Windszus

Der fünfte Liederabend der Spielzeit 2019/20 findet statt am Dienstag, dem 4. Februar 2020, um 19.30 Uhr im Opernhaus.

Bestritten wird das Programm mit Jiddischen Operettenliedern von Alma Sadé (Sopran) und Helene Schneiderman (Mezzosopran), am Klavier begleitet von Barrie Kosky, Opernregisseur und Intendant der Komischen Oper Berlin.

Richard Strauss ist jetzt digital

Richard Strauss

Musiknoten, Texte, Fotos und auch Tonaufnahmen von Richards Strauss sind jetzt weltweit digital verfügbar.
https://www.mdr.de/kultur/richard-strauss-digital-saechsische-landesbibliothek

Richard Strauss im Internet. Bibliotheken stellen Quellen online
Richard Strauss ist jetzt im Internet stärker präsent: Sowohl die Landesbibliothek Dresden als auch die Bayerische Staatsbibliothek in München haben ihre digitalen Strauss-Sammlungen online gestellt. Dokumente zu Leben und Werk des Komponisten sind dort für jedermann zugänglich. Möglich wurde das, weil 70 Jahre nach dem Tod von Richard Strauss der Urheberschutz für seine Werke ausgelaufen ist.
BR-Klassik

Bilbao
Sir Bryn Terfel Cancels Final Performance In Bilbao Due To Accident
https://operawire.com/sir-bryn-terfel-cancels-final-performance-in-bilbao-due-to-accident/

Deutschland
Prozess um Zahnarzt: Bohrende Fragen wegen Picasso-Fälschungen
Mediziner bot Auktionshäusern unechte Werke an.
Wiener Zeitung

WIEN / Bank Austria Kunstforum: THE CINDY SHERMAN EFFECT
IDENTITÄT UND TRANSFORMATION IN DER ZEITGENÖSSISCHEN KUNST
Vom 29. Jänner 2020 bis zum 21. Juni 2020

 

Und wer bin eigentlich ich?

Das Selbstporträt hat es in der Kunst immer gegeben, und stets haben sich Künstler gestylt, drapiert, in Pose geworfen, um genau jenes Bild von sich zu vermitteln, das sie der Mit- und Nachwelt zeigen wollten. Die Künstlichkeit der Identitäten ist also absolut nicht neu. Dennoch hat Cindy Sherman, Jahrgang 1954, in den siebziger Jahren die Diskussion neu angestoßen – und heute, in der Selfie-Welt, ist das „Ich“ (genauer: Ich, Ich, Ich!) eine der zentralen Befindlichkeiten. Das Bank Austria Kunstforum geht der Frage mit zahlreichen Werken Shermans und von 20 weiteren Zeitgenossen nach…

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Studie: Wien erneut Stauhauptstadt Österreichs
Kurier

Wer zu Stoßzeiten pendelt, verliert mehr als viereinhalb Tage im Jahr. Im internationalen Vergleich führen Bengaluru in Indien, Manila und Bogota.

…Der TomTom-Stauindex listet weltweit 416 Städte in 57 Ländern. Im internationalen Vergleich führen Bengaluru in Indien, Manila und Bogota, in Europa waren es im Vorjahr Moskau, Istanbul und Kiew. Wien kommt im weltweiten Ranking auf Platz 155, Salzburg auf Platz 173 und Graz auf Rang 198. In nur 63 der ausgewerteten Städte hat die Zeit im Stau gegenüber 2018 abgenommen…

Na also, ist doch alles in Ordnung. In den Stauzentren herrschen freilich andere Regeln. Ich selbst habe bereits erlebt, wie in einem Stauzentrum die Gehsteige benützt wurden und die Polizisten demonstrativ weggeschaut haben. Anderseits bin ich in Wien einmal mit einer Chinesin mitgefahren, die mit Vollgas bei Rotlicht über Kreuzungen mit ihrem Leihwagen gebrettert ist. Als ich aus meiner Schockstarre erwacht bin, habe ich sie vorsichtig gefragt, ob sie denn vielleicht farbenblind ist. Ist sie nicht, aber in „Ihrer Stadt“ gilt Rotlicht als Empfehlung, nicht als Verpflichtung. Wer zahlt eigentlich bei einem Mietauto allfällige Strafmandate?

Österreich
Mildes Urteil für Ja-Sagerin Stantejsky im „System Burg“
Der Standard

Ja sagen kann man eigentlich nur zu einer Weisung, einem Vorschlag etc.

 Der Burg-Prozess hat nun so geendet, wie ich es von Beginn an erwartet habe, „österreichisch“ eben. In diesem Land habe ich schon so viel erlebt, dass mich nichts mehr wundert. Ich halte dazu besser den Mund!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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