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29. DEZEMBER 2021 – Mittwoch

29.12.2021 | Tageskommentar

Linz - Oper "Aida", Landestheater Linz (Musiktheater), 4 December 2021
LINZER LANDESTHEATER: HEUTE PREMIERE „AIDA“

Premiere „Aida“ am 29. Dezember um 19.00 Uhr (neue Beginnzeit) im Großen Saal des Musiktheaters. Diese Produktion von Verdis „Aida“ beendet eine lange Durststrecke am Landestheater Linz, da die Oper überraschenderweise das letzte Mal in der Spielzeit 1966/1967 auf dem Programm stand – nach über 50 Jahren endlich wieder in Linz.

Verdis spektakulärste Oper wird von Sabine Hartmannshenn inszeniert, am Pult des Bruckner Orchester Linz steht Chefdirigent Markus Poschner, der von Enrico Calesso (ständiger Gastdirigent) diese Produktion in der letzten Probenphase übernommen hat und die Premiere dirigieren wird. Enrico Calesso war es aufgrund der lockdownbedingten Verschiebung der Premiere verbunden mit Terminkollisionen nicht möglich, die letzten Endproben zu begleiten. Die zweite Vorstellung am 6. Jänner wird ebenfalls Markus Poschner leiten.

ACHTUNG! Bitte beachten Sie aufgrund der von der Regierung angekündigten gesetzlichen Sperrstunde um 22 Uhr die neue Beginnzeit um 19.00 Uhr!

Linz/ Landestheater
Neue „Aida“ am Linzer Musiktheater
Mit Giuseppe Verdis Oper „Aida“ feiert das zweifellos spektakulärste Bühnenstück des Komponisten am Mittwoch im Linzer Musiktheater Premiere. Der Termin wurde aufgrund der Pandemie um einen Monat verschoben. Deshalb wird auch Markus Poschner statt Enrico Calesso am Pult des Bruckner Orchester Linz stehen.
https://ooe.orf.at/stories/3136238/

Rechtliche Grundlagen und Perspektiven zur derzeitigen Situation der Wiener Staatsoper

Dr. Markus Vasek von der Linzer Kepler-Universität ist ein treuer Leser des Online-Merker hat uns seine Ausführungen zur rechtlichen Situation geschickt.

Wir vom Online-Merker wollen niemand unrecht tun und veröffentlichen gerne diese Zeilen in unseren heutigen „Infos des Tages. Die Frage, welche der Möglichkeiten die einzelnen Häuser gewählt haben, ist aber weniger eine rechtliche, sondern eher eine praktikable.

MTD-Verlag - ZMT-Info-Tage – Die EU-Verordnung als Geißel des Fachhandels

Unser Leser Univ. Prof. Dr. Markus Vasek hat an die Redaktion einige Erklärungen mit dem Bestreben,  ein wenig Klarheit schaffen und den Akteuren auch Gerechtigkeit angedeihen zu lassen, geschickt.

Weiterlesen in unseren heutigen „Infos des Tages“

Ein Leserbrief aus Belgien zur dortigen Theatersituation in der Pandemie  (Name und Anschrift der Redaktion bekannt)

Da ich jeden Tag lese, was sie zu den schwankenden und teilweise absurden Corona Beschränkungen in Wien und Österreich schreiben, möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, was zur Zeit in Belgien passiert und anscheinend in der deutschsprachigen Presse kaum wahrgenommen wird. 

Die Nationaloper in Brüssel La Monnaie/De Munt hat Ende letzter Woche öffentlich gegen die ab letzten Sonntag eintretende Schließung der Theater protestiert und (mit)aufgerufen zu einer großen Demonstration in Brüssel am Samstag (siehe der Artikel in der FAZ), an der sich laut der Polizei 5000 Menschen, hauptsächlich Künstler, beteiligt haben…

Weiterlesen in den „Infos des Tages“

Wien: ERSTE VORSTELLUNG „TOSCA“ (27.12.)

toscai
Saioa Hernández, Gevork Hakobyan. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Nach den herausfordernden Neuinszenierungen von Don Giovanni und Parsifal und der gar nicht so alten und doch schon arg an der Langweile kratzenden des Don Carlo hat die Wiener Staatsoper mit der Tosca von 1958 nun wieder auf Museumsbetrieb umgestellt. Nach (auch gefühlten) 626 Vorstellungen hat man sich an der ebenso vertrauten Regiearbeit von Margarete Wallmann zwar schon mehr als sattgesehen, aber noch traut sich keiner daran zu rütteln. Das Publikum verharrt – angesichts der Altwiener Erkenntnis, „Wer weiß, ob was Besser‘s nachkommt,“ in geduldig abwartender Pose: Man muss sich wenigstens nicht aufregen. Und der Direktor und sein Chefdramaturg fürchten wohl, die Leute mit allzu viel Regietheater auf einmal zu überfordern und noch mehr gegen sich aufzubringen. Es wird also wohl noch ein bisschen dauern, bis es dieser Tosca an den Kragen geht.

Die ebenso legendäre wie robuste Wallmann-Inszenierung ist jedenfalls erwiesenermaßen praktikabel und hat schon jeder Menge Toscas, Cavaradossis und Scarpias genügend Freiraum zur Entfaltung ihrer darstellerischen Künste und wohl auch mancher ungefragt eingeschleuster Innovation geboten…

Im erwartungsgemäß nur maximal zu etwa zwei Drittel gefüllten Opernhaus gibt es zufriedenen bis begeisterten Applaus. Man hat ja im Vorfeld einiges auf sich nehmen müssen, um – nach verzögertem Beginn, offenbar waren die Eingangskontrollen doch zeitraubender als geplant – dabei sein zu können.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Wenn das Opernhaus tatsächlich zu zwei Drittel gefüllt war, ginge die Rechnung der Staatsoper auf. Aber Vorsicht: Tosca ist eine sichere Bank und der Großteil der Karten war vor Bekanntgabe der Einschränkungen verkauft.

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Luciano Ganci in Wien als Cavaradossi

CAVARADOSSI in VIENNA
I’m extraordinarily proud to sing as #MarioCavaradossi at the #WienerStaatsoper under conductor #PatrickLange with the fantastic #SaioaHernández and #GevorgHakobyan in the roles of Tosca and Scarpia. Toi toi toi to all of us 🍀

ganb
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Erl/ Tiroler Festspiele
„Le Postillon de Lonjumeau“ in Erl. Adophe Adams vergessene Oper
Kurz nach der Uraufführung 1836 in Paris war Adophe Adams „Postillon von Lonjumeau“ ein Kassenschlager. Heute ist die komische Oper ziemlich in Vergessenheit geraten. Dabei ist die Geschichte des Postillons, der an seinem Hochzeitstag als Tenor-Ersatz für die königliche Oper einspringen muss, zeitlos unterhaltsam und Adams Musik ebenfalls voller Witz, Bravour und Charme. Gestern Abend hatte bei den Tiroler Festspielen in Erl eine Neuproduktion der Oper Premiere.
BR-Klassik.de

Zweierlei von der Oper aus Erl: Raritäten mit Perlen und Gags (Bezahlartikel)
„L’Amico Fritz“ und „Le Postillon de Lonjumeau“ bei den Tiroler Festspielen (Von Helmut Christian Mayer).
Kurier.at

Festspiele Erl-Kritik“L’amico Fritz“: Naives Liebesspiel mit reicher Melodik und pralle Komödiantik
Die Tiroler Festspiele zeigen die Raritäten „L’amico Fritz“ von Pietro Mascagni und „Le Postillion de Lonjumeau“ von Adolphe Adam.
KleineZeitung.at

Starregisseur als Manager: Stefan Herheim startet September 2022 als Intendant des Theaters an der Wien
DerStandard.at

Helga Rabl-Stadler: „Ich wollte aufhören, das macht es leichter“
Die Langzeit-Präsidentin der Salzburger Festspiele über ihren Abschied nach 27 Jahren.
WienerZeitung.de

Die Münchner Mezzosopranistin Idunnu Münch singt das Alt-Solo in Beethovens Sinfonie N° 9 – erstmals begleitet von den Münchner Philharmonikern:

30., 31. Dezember 2021: Beethoven: Sinfonie N° 9

Idunnu Münch – Artista International
Idunnu Münch. Copyright: Münch

Münchner Philharmoniker

ANTONELLO MANACORDA         Dirigent
LENNEKE RUITEN                             Sopran
IDUNNU MÜNCH                            Mezzosopran
PAVEL ČERNOCH                              Tenor
BRIAN MULLIGAN                           Bass

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
www.mphil.de/konzerte-karten/kalender/konzerte/beethoven-2021-12-30-1695

 

Deutsche Oper am Rhein: Abschied von Gwendolyn Killebrew

Die Altistin, Kammersängerin und Ehrenmitglied der Deutschen Oper am Rhein, ist im hohen Alter in Düsseldorf verstorben

killebrew gwendolyn foto hans joerg michel
Gwendolyn Killebrew im Jahr 2009. Foto: Hans-Jörg Michel

 Gwendolyn Killebrew, eine der großen Künstlerinnen der Deutschen Oper am Rhein, ist am 24. Dezember 2021 im Alter von 80 Jahren in Düsseldorf verstorben. Die Altistin war von 1976 bis 2006 Ensemble­mitglied und blieb dem Haus auch anschließend als Gast verbunden.

Sommereggers-Klassikwelt 119: Elisabeth Rethberg: Vom Erzgebirge an die Metropolitan Opera
Das Wiener Auktionshaus Dorotheum vermerkte stolz in seinem letzten Newsletter, ein Gemälde des Tiroler Malers Albin Egger-Lienz wäre für über eine Million Euro versteigert worden. Es stammte aus US-amerikanischen Privatbesitz, als ursprüngliche Besitzerin wurde die Opernsängerin Elisabeth Rethberg genannt, die das Gemälde wohl nach den USA mitgenommen hatte, als sie ihren Wohnsitz in den 1930er Jahren endgültig nach New York verlegte. Diese Meldung ist eine gute Gelegenheit, um wieder an diesen Opernstar der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erinnern. Geboren am 22. September 1894 im erzgebirgischen Schwarzenberg als Tochter eines Lehrers…
Klassik-begeistert.de

HEUTE: ORF 2 überträgt das „Requiem für Sepp Forcher“
Live aus Salzburg am 29. Dezember um 14.00 Uhr

 Im Andenken an Sepp Forcher, der am 19. Dezember 2021 kurz nach seinem 91. Geburtstag verstorben ist, wird am Mittwoch, dem 29. Dezember, ein „Requiem für Sepp Forcher“ mit Erzbischof Franz Lackner und Erzabt Korbinian Birnbacher abgehalten. ORF 2 überträgt ab 14.00 Uhr live aus Salzburg.

Silvesterfeierlichkeiten 2021/22 in Hongkong – Social Media Livestream und Satelliten-Liveübertragung

Die asiatische Metropole läutet das neue Jahr mit einem fulminanten Silvesterspektakel vor dem neu-eröffneten Kunstmuseum M+ und einem Neujahrskonzert des Hong Kong Philharmonic Orchestra ein. Die Feierlichkeiten können von Zuschauern auf der ganzen Welt mittels einer Satelliten-Liveübertragung sowie eines Livestreams in den sozialen Medien mitverfolgt werden.

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Kunstmuseum M+
Die asiatische Metropole läutet das neue Jahr mit einem fulminanten Silvesterspektakel vor dem neu-eröffneten Kunstmuseum M+ und einem Neujahrskonzert des Hong Kong Philharmonic Orchestra ein

Mehr in den „Infos des Tages (28.12)

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant: „Blame on you!“
Hören Sie auf, andere zu beschuldigen und Verhaltensweisen zu externalisieren (aus Englischem)
Drang anderen die Schuld zu geben, …
https://epsychonline.com/de/learn/stop-blaming-others-and-externalising-behaviours/
Sündenbock: So vermeiden Sie, einer zu werden
https://karrierebibel.de/suendenbock/

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Russlands Oberstes Gericht verfügt die Auflösung der Organisation Memorial: Die älteste Bürgerrechtsorganisation des Landes befasst sich mit der Aufarbeitung der sowjetischen Geschichte und gibt Opfern eine Stimme. Jetzt wird sie faktisch verboten – unter einem Vorwand, weil ihre Gesinnung den heutigen Mächtigen widerstrebt. Es ist ein schwerer Schlag für die russische Zivilgesellschaft.
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  • Huthi und Saudi kämpfen in Jemen wieder heftiger: Für Saudiarabien scheint eine rasche Beendigung des Krieges keine Priorität mehr zu haben, seit sie die Rolle des internationalen Parias losgeworden sind. US-Präsident Joe Biden schlägt sanftere Töne an, denn das Benzin in Amerika ist teuer, und er musste die Saudi bitten, mehr Erdöl auf den Markt zu bringen.
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  • China kritisiert die USA wegen gefährlicher Begegnungen im Weltall: Die chinesische Raumstation habe Satelliten von Elon Musks Firma SpaceX ausweichen müssen. Peking sieht auf Grundlage des Uno-Weltraumvertrags nun Washington in der Pflicht.
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  • Schweizer Halbleiterausrüster profitieren von einem Superzyklus: Die Aktien von VAT, Comet und Inficon haussieren. Die Zulieferer versprühen Optimismus. Die zentrale Frage für Investoren ist, wie lange der Boom des Halbleitersektors anhalten wird. Etwas Vorsicht ist durchaus angebracht.
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  • Ein Vatikan-Finanzskandal erreicht die Schweizer Justiz: Erstmals hat sich ein Gericht in der Schweiz mit einem umstrittenen Immobiliengeschäft des Vatikans in London beschäftigt. Fast 60 Millionen Franken eines Mitangeklagten bleiben auf Schweizer Konten gesperrt. Gerichtsakten zeigen, wie Papst Franziskus im konkreten Fall Einfluss genommen und Überwachung von Tatverdächtigen zugelassen hat.
    Zum Bericht

Österreich
Es brodelt: ÖVP-Touristiker bitten Nehammer um Hilfe wegen Sperrstunde
Nehammer solle mit Mückstein reden – Gerber: Existenzen werden aufs Spiel gesetzt – Einige Regionen Tirols nur mit an die 40 Prozent der üblichen Auslastung
Kurier.at

Vielleicht ist heute der Kanzler zum Rapport beim Herrn „Seilbahn-Hörl“ befohlen

Silvester: Kleine Partys für alle erlaubt
Trotz CoV-Pandemie sind zum Jahreswechsel Feiern erlaubt. Wie schon zu Weihnachten macht der Lockdown für ungeimpfte Personen Pause – damit gibt es praktisch keine Ausgangsbeschränkungen. Auch Partys zu Hause sind erlaubt. Die Sperrstunde um 22.00 Uhr für Gastronomie und Kultur bleibt allerdings aufrecht.
https://wien.orf.at/stories/3136307/

Danke dass ich in meinem eigenen Haus feiern darf! Ich hätte mich ganz sicher an ein Verbot gehalten!

Wien
Pässe gegen Bares: Organisierter Impfbetrug im Austria Center
Im Wiener Austria Center werden täglich Tausende Menschen gegen das Coronavirus geimpft, unkompliziert und zum Teil auch ohne Termin. Doch nun flogen dort massive Missstände auf – so war es Impf-Verweigerern dort möglich, ohne „Jauckerl“ an Impfpässe zu kommen. Der zuständige Samariterbund bestätigt den offenbar groß angelegten Betrug jetzt gegenüber krone.at. Es habe auch bereits Konsequenzen gegeben
https://www.krone.at/2591543

Wo Menschen am Werk sind, ist auch Betrug nicht nur möglich, sondern unvermeidlich!

Schnee von gestern: Wie Wiener Winter früher waren
Es gab genug Schnee. Der erste Skiklub der Monarchie wurde sogar nicht in den Alpen gegründet, sondern in der Hauptstadt.
Kurier.at

Klicken Sie den Link an, Sie sehen Fotos, die nur mehr in älteren Lesern Erinnerungen wecken. Schnee in Wien = Nostalgie. Auf der Fahrt zu meinem NÖ-Domizil fahre ich an der Hohen Wand-Wiese vorbei, die noch in Wien 14 liegt. Dort konnte man noch um die Jahrtausendwende dem Skisport frönen, heute rutschen dort Kinder auf einer Kunststoffmatte herum.

Ich wünsche einen schönen Tag. Das Wetter spielt verrückt. Zu Silvester erwarten uns in Wien und Umgebung  angeblich 17 Grad.

A.C.

 

 

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