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29. DEZEMBER 2020 – Dienstag

29.12.2020 | Tageskommentar

WIENER STAATSOPER: DER STREAMING-SPIELPLAN VOM 29. DEZEMBER BIS 4. JÄNNER»Der Nussknacker« © Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor

Aussendung der Wiener Staatsoper:

Liebes Publikum,

kein Silvester ohne Fledermaus! Mit einer ohne Publikum im Saal gespielten und gestreamten Aufführung der berühmtesten aller Operetten liefert die Wiener Staatsoper am 31. Dezember die traditionelle Silvester-Vorstellung ab 17 Uhr auf play.wiener-staatsoper.at live zu Ihnen nach Hause. In der beliebten Inszenierung Otto Schenks sind unter Cornelius Meister u.a. KS Camilla Nylund als Rosalinde, Georg Nigl als Eisenstein, Regula Mühlemann als Adele und Michael Laurenz als Alfred zu erleben. Und natürlich ist auch diesmal KSch Peter Simonischek als illuminierter Gefängnisdiener Frosch mit dabei. Eine herausragende Besetzung, entsprechend Otto Schenks Diktum: »Die Fledermaus verlangt allererste Sänger und Komödianten, es genügt nicht, wenn man nur singen kann und die Koloraturen beherrscht oder nur spielen kann. Die Fledermaus fordert alles!« Zusätzlich zeigt ORF III die Aufführung am 31. Dezember um 20.15 Uhr.

Gleich am nächsten Tag, am 1. Jänner, übertragen wir eine weitere Fledermaus-Aufführung, diesmal aus dem Jahr 2011 (mit Franz Welser-Möst, Kurt Streit, Michaela Kaune, Rainer Trost und Daniela Fally).

Dienstag, 29. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Piotr I. Tschaikowski
DER NUSSKNACKER (Vorstellung vom 27. Dezember 2018)
Musikalische Leitung: Kevin Rhodes
Choreographie: Rudolf Nurejew
Mit u.a. Natascha Mair, Robert Gabdullin, Solisten und Corps de ballett des Wiener Staatsballetts

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Engelbert Humperdinck
HÄNSEL UND GRETEL (Vorstellung aus 2015)
Märchenoper in drei Bildern
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung & Bühne: Adrian Noble
Mit u.a.: Daniela Sindram, Ileana Tonca, Michaela Schuster, Adrian Eröd, Janina Baechle

Das Stream-Programm bis zum 4. Jänner 2021 finden Sie in unseren „Infos des Tages“

Und was ist mit dem Live-Programm ab 22.1.?

Derzeit (Stand 29.12. 8 h ) sind die Spielpläne noch nicht überarbeitet, die Beginnzeiten sind immer noch als Abendtermine ausgewiesen. Das wird so nicht stattfinden. Ich habe aber volles Verständnis dafür, dass sich die Theater nicht eine Arbeit antun, die sich womöglich in der nächsten Woche als „für die Katz“ herausstellen wird.  Wir befinden uns in einer chaotischen Situation. Angeblich ist nach derzeitigen Wissensstand die Vorlage von Testergebnissen, die nicht älter als 48 Stunden sein dürfen, verpflichtend – und diese Verpflichtung soll bis weit über den 24.1. hinaus, tief in das Frühjahr gehen. Das heißt, Besucher müssen neben einer Eintrittskarte noch in einen Corona-Test investieren. Ich habe mich gestern über die Preise für diese privaten Testungen informiert, die sind total unterschiedlich und schwanken zwischen 20.- – wo gibt es die? – und 200 Euro, je nachdem, wie rasch man das Testergebnis braucht. Wer tut sich das an? All jene, mit denen ich über dieses Thema gesprochen habe, denken nicht daran. Da ist für die Staatsoper die Zuschauerbeschränkung von 500 wahrscheinlich noch zu hoch gegriffen. Ein privater Unternehmer, der seinen Betrieb selbst finanzieren muss, würde den Laden erst gar nicht aufsperren. Tut er es, riskiert er fahrlässige Krida!

Die großen Theater sind mehrheitlich im Staatseigentum, haben einen gesetzlichen Auftrag zum Spielen und müssen dem nachkommen – auch wenn das Fiasko vorprogrammiert ist.

Dazu kommen auch noch massive rechtliche Bedenken. Ein Auszug :

Ärztliche Atteste enthalten persönliche Daten und sind allenfalls nur Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes auf deren Verlangen vorzulegen. Es ist nicht gestattet, dass diese Atteste im Rahmen einer Kontrolle abgelichtet werden. Betreiber von Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind grundsätzlich nicht berechtigt, Atteste einzusehen.

Es genügt, diesen gegenüber die bloße Glaubhaftmachung des Ausnahmegrundes, wenngleich im Einzelfall sicherlich abzuwägen ist, zur Vermeidung eines unnötigen Konfliktes eine Einsichtnahme zuzulassen. Im Fall einer Verweigerung des Zutrittes zum Geschäft als Folge der Nichtanerkennung der Maskentragebefreiung können gegen den Betreiber Schadenersatz- und Unterlassungsansprüche gerichtlich geltend gemacht werden. Bei Geschäftsräumen, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind, muss ein triftiger Grund vorliegen, um das Betreten unter Berufung auf ein Hausrecht verbieten zu können…

Zum Auszug aus den diesbezüglichen Gesetzen

 Jetzt denke ich etwas weiter und bringe das „Hausrecht“ ins Spiel. Mit dem ließe sich das „Betretungsverbot“ ganz gut argumentieren und das würde auch im ersten Moment funktionieren. Einer nachträglich eingebrachten Klage würde es aber voraussichtlich nicht standhalten. Die Theaterchefs gehen aber insoferne wenig Risiko ein, als letzten Endes der Eigentümer, also im Falle der Bundestheater der Staat, die Rechnung begleichen müsste.

Wenn Anwälte und Richter die Regierung „aufklären“
Die türkis-grünen Corona-Verordnungen würden Grund- und Freiheitsrechte beschneiden und den Rechtsstaat bedrohen, warnen zwei juristische Initiativen – die jedoch für ihre Aktivitäten mitunter selbst Kritik ernten.
Die Presse

Mit meinen Einwänden bleibe ich nicht allein. Würde ich allein bleiben, würde ich ärztliche (psychiatrische) Hilfe in Erwägung ziehen.
Mehr noch, ich werde mich voraussichtlich sogar impfen lassen (eine Impfung hat (hoffentlich) sogar einen Sinn, eine Testung, die eine Momentaufnahme nur für wenige Minuten ist, ergibt für mich keinen Sinn) – allerdings nur dann, wenn mir der Impfvorgang leicht gemacht wird (kein stundenlanges Anstellen). Ich bin auch keineswegs vom Erfolg der Impfung überzeugt, aber ich kenne das Gefühl der Angst nicht wirklich (damit ist nicht das lächerliche Kitzeln am Oberarm während des Einstiches gemeint, sondern die Folgewirkungen)  und würde nur deswegen mitmachen, damit ich endlich Ruhe habe. Letztlich wird es ja – unter welchem Titel immer – auf eine Impfpflicht hinauslaufen. 

Aber vielleicht wird die Testung für Theaterbesucher doch mit 24.1. beendet. In der Praxis wird sie nicht funktionieren und die rechtlichen Erwägungen sind auch nicht so ganz von der Hand zu weisen. Viele Juristen sind gleichbedeutend mit vielen verschiedenen Rechtsmeinungen. Ob die Meinung, der ich anhänge, die richtige ist? Ich weiß es nicht, ich bin nicht rechthaberisch!

Wer hat tatsächlich Überblick über die Situation? Ich kenne niemand!

Auch Thomas Prochazka macht sich in seiner Webseite www.dermerker.com Gedanken. Ob er eine Impfung in Erwägung zieht, weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht wirklich.

Aus Thomas Prochazkas ww.dermerker.com:

Im COVID-19-Blog gibt es Neues zum Thema Impfung: http://dermerker.com/index.cfm?objectid=3A92305D-9491-3567-265DAA45E481CFE1  — inklusive eines Links auf ein, wie ich finde, sehr informatives Video für medizinische Laien. Vielleicht kann das ja ein wenig zur Aufklärung beitragen.

In diesen Tagen wurden die ersten COVID-19-Impfstoffe zugelassen. Gleichzeitig malen Politiker aller Couleurs religiösen Sektenführern gleich eine rosarote Zukunft, genannt »die Freiheit«. Sie würde uns wiedergegeben, sobald alle Staatsbürger getestet und geimpft wären. Als sei diese Vorgehensweise »alternativlos« und der allein seligmachende Weg zurück in Pre-COVID-19-Zeiten.

Skeptiker hingegen befürchten den Mißbrauch vieler zum finanziellen Wohl weniger, die Nebenwirkungen und Spätfolgen der Impfstoffe auf Grund zu rascher Zulassungen und zu laxer Prüfungen.

Die Wahrheit liegt wohl — wie so oft im Leben — in der Mitte. Das Thema scheint komplexer, als es gemeinhin dargestellt wird.

Auszug aus www.deropernfreund.de : Coronabekämpfung – „sinnlose Plage, Müh ohne Zweck“???:

Oper zu – Skipiste offen – auf nach Austria!

Doch halt! Am so pressemäßig titulierten großen Super-Event „Ischgl 2“ dürfen Bundes- und Reichsbürger nur teilnehmen nachdem sie eine Woche vorher in Quarantäne waren. Die Superspreader sind also in Österreich erst einmal unter sich

Keiner hat vor eine Mauer zu bauen…

Also kommt man noch locker über die Grenze zu unseren Nachbarn. Und zurück in die Heimat geht es immer, wie gerade wieder ein halbes Tausend Engländer bewiesen haben, die in der Schweiz einfach nur funmässig Skifahren und die Sau rauslassen wollten; dann befanden sie sich plötzlich in Quarantäne. Shit!

https://www.deropernfreund.de/kontrapunkt-6.html

 Peter Bilsing, der Herausgeber (www.deropernfreund.de ) ist typischer Flachländer und nimmt somit besonders die Skifahrer „auf’s Korn“.

Einwurf von Peter Bilsing: Protest: Man nannte mich u. v. a. die PISTENSAU VOM ARLBERG.

 

Peter Bilsing (www.deropernfreund.de ) auf der Piste: „Pistensau vom Arlberg„. Foto: Privat

Vor 35 Jahren, als es noch reichlich Schnee gab, fuhren wir 5 Wochen im Jahr (Weihnachts/Osterferien) zum Skilaufen.

Für mich gab es nichts Tolleres als Skilaufen – wäre heute noch so, aber mit 4 Kindern kostet sowas heute locker 10 000 Euro. Tendenz steigend. Da wurde ich dann Opernkritiker 😉 

Aber träumen, tu ich noch fast jede Nacht von den Traumpisten in Zermatt, Val d’Isere, Les 3 Vallees, Tignes, Alpe d’Huez, St. Anton…. Etc.

Damals gab es noch weichen Pulverschnee. Bei meinem Fahrstil würde ich mir auf den eisenharten Kunstschneepisten heute alle Knochen brechen… 

(Zitat Ende)

Pardon. Peter, das hätte ich Dir nicht zugetraut. Ich habe aber wohl einen einmaligen Rekord aufgestellt: Die kürzeste Ski-Karriere aller Zeiten. Nach wenigen Metern fädelte ich ein, brach mir dabei das schienbein – und beendete daraufhin konsequenterweise meine Skifahrerlaufbahn. Wer weiß, was aus mir geworden wäre! 

Beim Skifahren offenbart sich aber auch eine Mentalität, die wir nie mehr zu erleben hofften, die aber ganz augenscheinlich tief im Menschen (Ausnahmen bestätigen die Regel) verankert ist – die „Blockwart-Mentalität“

Die Blockwart-Mentalität im Lockdown
Warteschlangen vor Skiliften fotografieren und auf Social Media posten – was kommt als nächstes?
Die Presse

 Passen Sie auf, wie Sie Silvester feiern – die Kamera des Nachbarn ist womöglich  auf Sie gerichtet. Womöglich findet dann das Filmchen den Weg auf den Schreibtisch unseres Ober/Über-Sheriffs. Schrecklich – was hat man aus uns gemacht?

Berlin/Bayreuth: Bund will Strukturen bei Wagner-Festspielen überprüfen
Mit den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth steht ein internationales Aushängeschild auf dem Prüfstand. Der Bund, einer der großen Gesellschafter, will sich die Strukturen auf dem berühmten Grünen Hügel vornehmen. „Wenn man Schwierigkeiten erkennt, sollte man die Lösung nicht auf die lange Bank schieben“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Mir geht es darum, dass es in Bayreuth vernünftige und wirksame Strukturen gibt.“
Frankenpost.de

Monika Grütters fordert Reformen auf dem Grünen Hügel
Die Bayreuther Festspiele sollen 2021 auf jeden Fall stattfinden, doch die Organisationsstrukturen des Festivals seien nicht mehr zeitgemäß.
Tagesspiegel

Ich kenne die Strukturen in Bayreuth nur ungefähr, mein Instinkt sagt wir jedoch, dass es die Frau Grütters darauf anlegt, mehr Einfluß in Bayreuth zu bekommen. Da stehen in Bayreuth die „Freunde“ (bei denen viele auch nicht „auf der Nudelsuppe dahergeschwommen sind“) im Weg. Was macht die Frau Minister also? Sie stärkt Katharina Wagner ganz bewusst den Rücken, mit der sie dann leichteres Spiel zu haben glaubt!

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Die Wiener Philharmoniker proben im Musikverein

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos
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Günther Groissböck: Capriccio/ Zürich

ZU INSTAGRAM mit Video und weiterem Foto

Was macht ein Musikkritiker, wenn es seit Monaten keine Konzerte gibt?
Unser Autor erinnert sich und vermisst – das Publikum. Was macht man in Zeiten der Dürre? Man zehrt von Erinnerungen.

Die Gedanken schweifen zurück auf den Olymp des Musikgenusses, auf einen grünen Hügel in Oberfranken. In einem scheunenartigen Backsteingebäude finden sich dort jeden Sommer unerschrockene Menschen zu halbtägigen Saunagängen zusammen und lassen sich von unterirdisch emporsteigenden Orchesterklängen zu quasireligiösen Gemeinschaftserlebnissen verführen. Eine Grenzerfahrung, gewiss. Wer sie einmal erleben durfte, möchte sie nicht mehr missen.

Aber Obacht: Auf Wagneropern muss man sich vorbereiten wie auf einen Marathon. Vorher zu viel zu trinken kann fatale Folgen haben! Auch wahlweise lungenkranke, smartphonesüchtige, gesprächsbedürftige oder hygienedefizitäre Sitznachbarn stellen bei einem Fünfstünder eine größere Belastung dar als bei einem fetzigen Einakter von Strauss…

Der Standard

Es ist hoch an der Zeit, dass wieder Konzerte und Theater stattfinden. Erinnerungen bergen die Gefahr von Verklärung in sich.

„Louis van Beethoven“: Da kann auch ein Tobias Moretti nichts mehr ausrichten
Noch ist das Jubiläumsjahr 2020 in Würdigung des 250. Geburtstages Ludwig van Beethovens noch nicht vorüber, da wartet die ARD mit einer aufwändigen Produktion eines Filmporträts auf, das am ersten Weihnachtstag, dem 25. Dezember 2020, erstausgestrahlt wurde. In der ARD-Mediathek konnte man diesen Porträtfilm bereits ab dem 17. Dezember 2020 ansehen.
Dr. Holger Voigt bespricht den neuen Beethoven-Film
Klassik-begeistert

Harald Lacina überbrückt die für einen Opernrezensenten schwierige Zeit und sucht im Internet nach ausgefallenen Werken:

Nkeiru OKOYE (18.7.1972*) Harriet Tubman: When I crossed that line to freedom Irondale Center, Brooklyn, New York

 

Die letzte Premiere im Theater an der Wien vor dem zweiten Corona bedingten Lockdown war George Gershwins Meisterwerk „Porgy and Bess“ gewidmet. Da ich nun in der auferlegten „theaterabstinenten“ Zeit auf andere Medien zur Befriedigung des lebensnotwendigen Grundbedürfnisses nach Kultur angewiesen war, entdeckte ich im Zuge einer Recherche im Internet – mehr oder weniger zufällig – eine Oper der afroamerikanischen Komponistin Nkeiru Okoye, die das Leben von Harriet Tubman (1820-1913), der bekanntesten afroamerikanischen Fluchthelferin, die aus den Südstaaten geflüchteten Sklaven half, in die Nordstaaten der USA oder nach Kanada zu fliehen, zur Grundlage ihrer Oper nahm

Zum Bericht von Harald Lacina

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ am 26.12.2020 in der Bayerischen Staatsoper (Nationaltheater) – Stream/MÜNCHEN 

Bäume im Frack und feiste Köche

Ungewöhnliche Sichtweisen bietet Richard Jones in seiner Inszenierung von Engelbert Humperdincks berühmter Märchenoper „Hänsel und Gretel“ (Bühne und Kostüme: John Macfarlane).

Zum Bericht von Alexander Walther

Nun muss ich vorsichtig formulieren, denn ich möchte niemand ungerecht beschuldigen. Ich wollte Sonntag einen Blick in die Homepage der Bayerischen Staatsoper werfen, es ist mir nicht gelungen!

Nun komme ich wieder in die Webseite  rein, da ist der Stream noch vorhanden, allerdings als zahlungspflichtiger On demand-Stream. Ich bin kein Schnorrer und bereit, eine Leistung entsprechend zu honorieren. Wenn die oder der nächste „Techniker“ zu mir in die Redaktion kommt, werde ich mir zeigen lassen, wie ich so eine Überweisung an die Bayerische Staatsoper durchführe. Versprochen!

Streams
Elina Garanca, Roberto Alagna, Javier Camarena, Pretty Yende, Benjamin Bernheim Headline Top 10 Operas to Stream This Week
https://operawire.com/elina-garanca-roberto-alagna-javier-camarena-pretty-yende

Schauspieler Hochmair: „Theater ist die Ladestation für meine Seele“
https://www.news.at/a/philipp-hochmair-theater-ladestation-seele-11819696

Wien: Der Direktor des Theaters in der Josefstadt, Herbert Föttinger, ist nicht bereit, Testungskontrollen von seinem Personal durchführen zu lassen.

Um Herrn Föttinger war es jetzt längere Zeit ruhig (in Wien sagt man „schmähstad“ dazu). Jetzt wagt er sich aus der Deckung und setzt damit gleich einen Paukenschlag! Wie laut der ist, wird sich weisen.

„Der Mensch ist nicht auf Vernunft eingestellt“
Die Autoritäten im österreichischen Minimundus sind bedenklich rar geworden. Hugo Portisch hat seit Jahrzehnten den Überblick. Wie er die Wege aus der Krise und die Welt nach Trump beurteilt
https://www.news.at

Hugo Portisch ist 93 und ein erfahrener Journalist. Grundsätzlich hat er mit seiner Einschätzung der Vernunft der Menschen recht. Die Gesprächsrunden in der Fuzo-Meidling / Ecke Meidl. Hptstr./Zeleborgasse gibt es nach wie vor. Polizei: Fehlanzeige!

Nachdenklich macht mich seine Einschätzung der wirtschaftlichen Situation:

Die wirtschaftlichen Maßnahmen der Regierung sind doch ganz vernünftig! Die Großverteilung von Geld im Sinne von „koste es, was es wolle“ ist eine richtige Maßnahme. Keynes hätte es nicht anders gehandhabt, ausgehend von der These, dass der Staat an sich nicht pleite gehen kann.

Im Umkehrschluss heisst das allerdings, dass es zumindest für die Wirtschaft völlig gleichgültig ist, wer einen Staat  regiert – dieser kann sowieso nicht pleite gehen!

Aussterben kann ein Staat übrigens ebensowenig wie Pleite machen!

Neues Reisedokument: Der digitale Corona-Impfpass
Neue Handy-Apps, mit denen man international Corona-Impfung bestätigen kann, werden bald zum fixen Reisebegleiter.

An die Bestätigung für den Corona-Test als quasi Zutritts-Code für Lokale oder Theater wird sich Österreich ja schon im Jänner gewöhnen müssen, doch international denkt man bereits weiter: Eine Impfbestätigung als wahrscheinlich wichtigstes Reisedokument für das kommende Jahr 2021. Große US-Firmen wie IBM machen eine derartige Handy-Software für ihre Mitarbeiter bereits startklar.
Kurier

Eine unserer Leserinnen hat im O-Ton einer ORF-Meldung einer Aussage vom spanischen Minister für Gesundheit Illa gelauscht und diese bestens verstanden, denn sie ist der spanischen Sprache mächtig:

Spanische Behörden planen ein Register mit den Namen von Menschen, die das Angebot einer Impfung gegen das neuartige Coronavirus abgelehnt haben. Das Register sei nicht öffentlich zugänglich, aber werde an andere europäische Länder weitergegeben, sagte der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa gestern in einem Interview mit dem Fernsehsender La Sexta.

Die Behörden würden „mit dem allergrößten Respekt für den Datenschutz“ vorgehen, versicherte Illa. Er betonte erneut, dass keine Impfpflicht in dem südeuropäischen Land eingeführt werde.

Laut einer Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstituts Zentrum für Soziologische Studien ist der Anteil der Impfverweigerer in Spanien dramatisch gesunken: 28 Prozent der im Dezember Befragten würden eine angebotene Impfung ablehnen. Im Vormonat betrug dieser Anteil noch 47 Prozent. Gleichzeitig stieg die Impfbereitschaft der Spanier von knapp 37 auf mehr als 40 Prozent. (Ende des Zitats)

Weiter in der Ausführungen der Leserin: Gemeinsam haben Spanien und Österreich Erfahrung mit Diktaturen.  Offiziell ist Österreich seit 1955 frei, aber das diktatorische Denken existiert immer noch, nicht nur in den politischen Parteien, sondern auch in den Gedanken allzu vieler Österreicher.  Ich möchte nicht wissen, wie oft ich erlebt habe, daß Einheimische es immer wieder – anscheinend ganz nebenbei und erst recht außerhalb des Zusammenhangs – erwähnen, wenn jemand Jude sei.  Unlängst bin ich einer Österreicherin ins Gesicht geflogen, als sie zum x-ten Male von ihr „jüdischen Freundin“ sprach, wobei das Gespräch nicht um Glaubensunterschiede oder dergleichen ging. Ich fragte sie, ob sie je mich jemandem gegenüber als ihre „protestantische Bekannschaft“ bezeichnet hätte.  Keine Antwort, da war sie ganz still…  (Zitat Ende)

Joschka Fischer (ehemals Deutscher Außenminister und Parade-Grüner) ortet den Gewinner der Situation

Auszug aus „Neue Zürcher Zeitung“: Nach der anfangs zu langsamen Reaktion auf die Pandemie in Wuhan drohte eine Vertrauenskrise zwischen dem chinesischen Volk und der Führung in Peking. Aber das hat sich inzwischen erledigt. China steht heute wirtschaftlich wie politisch als der grosse Gewinner der Corona-Krise da. ..

Neue Zürcher Zeitung

Vor ein paar Monaten wäre man für diese Einschätzung noch gekreuzigt worden! In Wien wurde in der Vorwoche ein ehemaliger Politiker zu einer Bewährungsstrafe veurteilt, weil er sich ganz blöd in Bezug auf die Chinesen ausgedrückt hat. So etwas passiert Joschka Fischer natürlich nicht!

Ich bin froh, dass wir derzeit unser Forum nicht auf „Aktiv“ gestellt haben, die Diskutanten würden wie Kampfhähne aufeinander losgehen. Offiziell leiden wir an einer technischen Panne, deren Behebung erst mit der „Halbwegs-Normalisierung“ der Situation möglich sein wird! Bitte um Verständnis, denn derzeit ist es besser so und über Oper gibt es kaum etwas zu diskutieren!

Es ist auch fraglich, ob der Online-Merker die Krise in seiner bisherigen Form überlebt. Es tun sich Gräben auf! Der erste Lockdown war vergleichsweise ein Klacks, da konnte man noch einer Strategie folgen. Derzeit herrscht in diesem Land Chaos pur!

Trotzdem, haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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