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29. AUGUST 2020 – Samstag

29.08.2020 | Tageskommentar

Cecilia Bartoli fühlt sich in Salzburg sichtlich wohl – sie verlängert ihren Vertrag bis 2026. Foto: Klaus Billand

Mit den Musiciens du Prince-Monaco unter der musikalischen Leitung von Gianluca Capuano zog Bartoli in ständig wechselndem Outfit, das von einem Umkleidediener aus einem Requisitenkasten seitlich bereitgestellt wurde, ein wahres Barock-Feuerwerk ab, bei dem sich einige Solobläser mit spektakulären Einzelleistungen präsentieren konnten und bei den Zugaben sogar in einen vokal-instrumentalen Wettbewerb mit der „Chefin“ traten. Das Publikum war auch hier aus dem Häuschen! (Klaus Billand)

Salzburg
Bartoli verlängerte Vertrag mit Salzburger Pfingstfestspielen bis 2026
Die Italienerin bleibt weitere fünf Jahre Künstlerische Leiterin des Minifestivals
Der Standard

Cecilia Bartoli brillierte in Salzburg
Die Sängerin gab ein bejubeltes konzertantes Festspiel.
Wiener Zeitung

Cecilias Italianitá in Salzburg
Cecilia Bartoli / Pfingstfestspiele
DrehpunktKultur

SALZBURG/Festspiele – CANTO LIRICO mit Anna Netrebko et al. am 25. August 2020

 Einmal nicht so begeisternd…

Erst dreieinhalb Wochen zuvor hatte ich das Ehepaar Netrebko/Eyvazov bei den Stelle dell’Opera in der Arena di Verona erlebt (Rezension weiter unten), dort aber mit einem dezidiert italienischen/französichen Repertoire, zudem mit Arien, die man als frequenter Opernbesucher gut kennt. Unter der musikalischen Leitung des St. Petersburger Dirigenten Mikhail Tatarnikov gaben sie mit dem Mozarteumorchester Salzburg im Großen Festspielhaus diesmal einen reinen Tschaikowski-Abend, der eigentlich kein solcher wurde, da das Konzert bereits nach knapp eineinhalb Stunden ohne Pause und Zugabe endete…

Zum Bericht von Klaus Billand

SALZBURG/Festspiele – CANTO LIRICO mit Juan Diego Flórez am 25. August 2020

 Juan Diego als Publikumsliebling!

Vincenzo Scalera, Juan Diego Florez. Copyright: Marco Borrelli

Ja, das ist der peruanische Ausnahme-Tenor des Belcanto ganz sicher, und das Große Festspielhaus stand praktisch Kopf, als er mit dem langen Reigen seiner Zugaben begann, die dem eigentlichen Konzert noch einmal eine halbe Stunde anschlossen. Es ging gleich los mit der Gitarre, auf der Flórez zunächst einen Tango von Carlos Gardel und dann auch Mariachis und anderes erklingen ließ, bis er über die halsbrecherische Arie des Tonio mit ihren neun hohen Cs aus „La fille du régiment“, die er makellos ansetzte und zum Klingen brachte, sogar noch mit dem „Nessun dorma“ (obwohl der Calaf gar nicht sein Fach ist) einen absoluten Hit mit äußerst lang gehaltenem H als wirklich endgültigen und glanzvollen Schlusspunkt seines Abends setzte – das Publikum war aus dem Häuschen!…

Zum Bericht von Klaus Billand

Wien: THEATER IM PARK ist mit dem derzeitigen Fassungsvermögen der Wiener Staatsoper praktisch allabendlich ausverkauft

 

Das Projekt „Theater im Park“ geht in die Verlängerung

Da sind Profis am Werk, die haben riskiert und gewonnen:

Michael Niavaranis „Theater im Park“ wird verlängert
In den ersten beiden Monaten kamen 80.000 Besucher in den Garten des Palais Schwarzenberg
https://www.derstandard.at/story/2000119640420/michael-niavaranis-theater

Wien
Theater im Park: Die Trotzhaltung des Publikums bei Regen
80.000 Karten haben Michael Niavarani und Georg Hoanzl heuer schon für ihr Wiener Freilufttheater verkauft. Jetzt ist die Erste Bank als Sponsor eingestiegen.
Wiener Zeitung

Zu einem Youtube-Video: Niavarani und Hoanzl im Interview

Hut ab – das muss man erst einmal schaffen. 1.250 Plätze (davon träumen im benachbarten Deutschland derzeit alle Veranstalter), diese Zahl würde für die Staatsoper derzeit „ausverkauft“ bedeuten. Coronafall wurde auch noch keiner gemeldet, das Konzept scheint also voll aufzugehen. Was ist aber das Konzept? Möglichst viel Spaß in diesen schwierigen Zeiten! Eher wenig „Klassik“, mehr Humor. Einzig Jonas Kaufmann hat sich von den Klassikfans prächtig verkauft, die anderen wenigen Klassikversuche taten sich im Verkauf schwer, ein Konzert musste sogar abgesagt werden. Ein Fingerzeig: die Menschen wollen auch lachen, die Zeit ist traurig genug!

Heute steht Volksopernchef Robert Meyer mit seinem „Häuptling Abendwind“ auf der Parkbühne. Es gibt noch Restkarten, aber nicht mehr viele!

Metropolitan Opera in New York präsentiert mit MET STARS LIVE IN CONCERT eine einzigartige Pay-Per-View-Reihe mit großen Opernstars

HEUTE: Lise Davidsen

 

Karten kosten 20 US-Dollar und können auf der Website der Met unter metopera.org gekauft werden und über Computer, Mobilgerät oder internetfähigem Fernseher gestreamt werden. Nach dem Livestream ist das Konzert weitere 12 Tage verfügbar.

29. August
19.00 Uhr Lise Davidsen
Oscarshall-Palast in Oslo, Norwegen
https://metstarslive.brightcove-services.com/events/6168654184001

München/ Bayerische Staatsoper: Gefährliche Leere
Nikolaus Bachler über die Folgen des rigorosen bayerischen Sonderwegs mit maximal 200 Zuschauern pro Vorstellung.

Auszug aus der „Münchner Abendzeitung“:

Es ist schrecklich, vor einem leeren Theater zu performen“, sagt Marina Abramovic. Bei der Uraufführung ihrer Opernperformance „7 Deaths of Maria Callas“ am Dienstag sind nur 200 Zuschauer zugelassen – bei mehr als 2000 verfügbaren Plätzen. Obwohl auch unter strikter Beachtung eines Sicherheitsabstands von eineinhalb Metern erheblich mehr Menschen in den riesigen Raum des Nationaltheaters passen würden, hält die Politik an dieser strikten Obergrenze fest.

AZ: Herr Bachler, die Staatsoper versucht seit über 20 Jahren, eine „Oper für alle“ zu sein, aber nun geht es im Nationaltheater fast wie bei einer Separatvorstellung für den menschenfeindlichen König Ludwig II. zu.
NIKOLAUS BACHLER: Das ist der Kampf, den ich seit zwei Monaten mit – wie ich glaube – guten Argumenten führe. Es geht nicht darum, die Gesamtsituation zu ignorieren, sondern zielgerichtet und individuell zu agieren. Es gibt einen Satz meines Schauspiellehrers, den ich sehr richtig finde: „Generelle Beschränkung ist generelle Beschränkung.“ Wer mit dem Rasenmäher drüberfährt, köpft auch die Blumen.

Münchner Abendzeitung

Was soll Bachler tun mit dem Herrn Söder? Er steht ziemlich allein auf verlorenem Posten, gerade in München sollen sich die Menschen ganz besonders vor Corona fürchten. Das weiß Herr Söder natürlich ganz genau und handelt danach. So gesehen sind wir in Wien eine Insel der Seligen!

Apropos Wien: Wir haben eine Berichtigung anzubringen.

Wir sind an diesem Irrtum nicht schuld, ich habe gar kein Recht, den Text einer Presseaussendung des ORF eigenmächtig zu ändern, selbst wenn Falsches drin steht. Philippe Jordan ist Musikdirektor der Wiener Staatsoper, nicht Generalmusikdirektor, wie gestern an dieser Stelle fälschlich vermeldet.  Österreich ist schon ein Land in dem Titel zählen (neuerdings dürfte ich „Meister“ in meine Dokumente eintragen lassen, verzichte aber in diesem Leben drauf), aber mit den Generalmusikdirektoren haben wir es wirklich nicht so. GMD hat sich FWM in seiner Bescheidenheit ausbedungen!

Konzertgänger in Berlin: Mitziehend: Zafraan Ensemble eröffnet Monat der Zeitgenössischen Musik
Johannes Brahms, mit dessen Vierter heute Abend (nach Igor Levits Auftakt) Kirill Petrenko & sein Hausorchester die liebe Philharmonie wiederaufschließen, ist für den Konzertgänger ja auch ein Zeitgenosse. Bei der gleichzeitig stattfindenden Eröffnung des Monats der Zeitgenössischen Musik wird trotzdem nicht Brahms gespielt, sondern Romitelli, Nemtsov, Cvijović.
https://hundert11.net/mitziehend/

KulTour mit Holender auf „Servus TV“

Bitte untenstehenden Link anklicken

Ioan Holender und Intendant Barrie Kosky folgen den Spuren der Tenor-Legende Joseph Schmidt. Der Österreicher gehörte um 1930 zu den bekanntesten Sängern in Deutschland. Eine Reise in die Zeiten der glanzvollen Berliner Operetten-Ära.

ZUM VIDEO

HEUTE IN KLOSTERNEUBURG/ Stift

 

Verdi „Pace, pace, mio Dio“ aus der Oper La forza del destino – Xenia Galanova – Sopran
Tschaikowski „Da, tschas nastal!“ aus der Oper Die Jungfrau von Orléans – Maryna Lopez – Mezzosopran
Verdi „Addio del passato“ aus der Oper La traviata – Irena Krsteska – Sopran
Puccini „O mio babbino caro“ aus der Oper Gianni Schicchi – Ksenia Valentina – Sopran
Puccini „E lucevan le stelle“ aus der Oper Tosca – Miki Stojanov – Tenor
Tschaikowski „Arioso der Jolanthe“ aus der Oper Jolanthe – Xenia Galanova – Sopran
Verdi „Ohimé! Morir mi sento“ aus der Oper Aida von Giuseppe Verdi – Maryna Lopez – Mezzosopran
Offenbach „Barcarolle“ aus der Oper Les contes d’Hoffmann – Xenia Galanova – Sopran, Maryna Lopez – Mezzosopran

_PAUSE_

Saint-Saёns „Mon coeur s’ouvre a ta voix“ aus der Oper Samson et Dalila- Maryna Lopez – Mezzosopran
Dvořák „Mesicku na nebi hlubokem“ aus der Oper Rusalka – Ksenia Valentina – Sopran
Puccini „Tu che di gel sei cinta“ aus Turandot – Irena Krsteska – Sopran
Puccini „Nessun dorma“ aus der Oper Turandot – Miki Stojanov – Tenor
Puccini „Vissi d’arte“ aus der Oper Tosca – Xenia Galanova – Sopran
Leoncavallo „Vesti la giubba“ aus der Oper Pagliacci – Miki Stojanov – Tenor
Verdi „Ritorna vincitor!“ aus der Oper Aida – Xenia Galanova – Sopran
Puccini „Sì. Mi chiamano Mimì“ aus der Oper La Bohème – Ksenia Valentina – Sopran
Bellini „Casta diva“ aus der Oper Norma – Irena Krsteska – Sopran

HEUTE IM GRAND CAFE ALSERGRUND

 

Christian Ludwig Attersee wird 80
Am Freitag feiert der bekannte österreichische Künstler Christian Ludwig Attersee seinen 80. Geburtstag.
https://burgenland.orf.at/stories/3064225/

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

 
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