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29. AUGUST 2018

29.08.2018 | Tageskommentar

HEUTE BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN: A due voci · Anna Netrebko & Yusif Eyvazov. Copyright: Salzburger Festspiele/ Monika Rittershaus

Die Salzburger Festspiele enden offiziell erst morgen, trotzdem haben die Festspiele bereits gestern Bilanz gelegt (mein ehemaliger Steuerberater würde den Kopf schütteln, aber zum Kopfschütteln gibt es noch eine andere Gelegenheit). Wir haben diese Festspiele medial sehr professionell begleitet, was wir über die Zusammenarbeit zu sagen haben, lesen Sie erst, wenn diese Festspiele vorbei sind. Ein seriöser Kaufmann legt Bilanz, wenn es an der Zeit ist!

Aber bitte, lesen Sie die „Vor-Bilanz“ in den andächtig lauschenden Medien:

Bilanz der „Salzburger Festspiele“: 97-prozentige Auslastung und gutes Echo
„Wir haben einen ziemlich gewaltigen Sommer bewältigt“, zeigte sich der Intendant der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser beim Pressegespräch am Dienstag zufrieden. Neben der Hitze galt es außerdem einen Jedermann-Ersatz zu finden, ein Leck im Festspieldach zu beheben und einen neuen Hauptsponsor zu finden. Trotz aller Herausforderungen sei das Echo auf die Produktionen überragend.
Salzburger Nachrichten

Bilanz der Salzburger Festspiele: Gelöste Probleme und gute Auslastung
Markus Hinterhäusers zweiter Festspielsommer endet. Es gab einige Änderungen, Jedermanns Ausfall, einen großen Erfolg für Asmik Grigorian und Einnahmen von 30 Mio. Euro
Die Presse

Salzburg: Glücklicher Sommer der Absagen
Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Intendant Markus Hinterhäuser sind mit der künstlerischen und finanziellen Bilanz der zu 97 Prozent ausgelasteten Festspiele zufrieden
Die Presse

Gewaltiges Programm
Bilanz der Salzburger Festspiele: 97 Prozent Auslastung.
Wiener Zeitung

Salzburg: Gestern war letzte Vorstellung der „Poppea“

„Poppea“ in Salzburg. Copyright: Salzburger Festspiele/Maarten vanden Abeele

Klaus Billand befasst sich in einer Ausführlichkeit mit dieser nicht unumstrittenen Produktion, wie kein anderes Medium zuvor.

Zum Bericht L’Incoronazione die Poppea“

Bayreuth: Musiker und Sänger ziehen ab, Bauarbeiter kommen
Heute dirigiert Placido Domingo noch seine dritte „Walküre“, dann rollen bereits die Baufahrzeuge für die Fortsetzung der Renovierungsarbeiten an.

Auszug „Sueddeutsche Zeitung“: Wenn für Musiker und Sänger die Bayreuther Festspiele heute (29. August) enden, rückt nur kurze Zeit später der Bautrupp an. Die Sanierung des Festspielhauses geht weiter. Bei diesem Bauabschnitt geht es vor allem darum, Brandschutz und Barrierefreiheit im Haus zu verbessern.
Zum Auftakt der Festspiele Ende Juli hatte Holger von Berg, der geschäftsführende Direktor des Festivals, darauf hingewiesen, dass 2026 ein Jubiläum in Bayreuth ansteht: Dann werden 150 Jahre Festspielgeschichte gefeiert, die Verantwortlichen möchten die Sanierung des Hauses bis dahin gerne abgeschlossen haben
Sueddeutsche Zeitung

Die Bayreuther Festspiele gehen zu Ende
Die Bayreuther Festspiele gehen an diesem Mittwoch mit der 2694. Aufführung in ihrer Geschichte zu Ende. Ein Kulturspektakel mit langer Vergangenheit – aber auch mit Zukunft?
Hamburger Abendblatt

BR-KLASSIK – PODCAST MIT GÜNTHER GROISSBÖCK (gesendet in der Pause der Meistersinger-Audioaufzeichnung am gestrigen Tag)

Hier ist das gesamte Gespräch. In der MEISTERSINGER-Pause (gesendet am 28.8.) gab es ja nur eine Kurzform davon.

 

https://www.br.de/mediathek/podcast/pausenzeichen-klassik-stars-im-gespraech/gespraech-mit-guenther-groissboeck/1146754

Heiner Müllers „Tristan“, neu zu erleben: „Bayreuth war der Gral, der Olymp“
Nordbayerischer Kurier

28. August 1894: Karl Böhm wird geboren Perfektionist am Pult
Die Mutter aus dem Elsass, der Vater aus dem Egerland zwischen Tschechien und Bayern. Böhmen eben. Nomen est omen. Strenges Elternhaus, große musikalische Begabung. Auch Führungsqualität. Der kleine Karl dirigiert seine Cousinen auf der Couch der Großmutter, er gibt ihnen die Einsätze, wann sie runterspringen sollen. Karl macht erst mal etwas Bodenständiges, er studiert Jura. Promoviert. Doch der Virus der Musik siegt letztlich. Und gründlich
BR-Klassik

Partenkirchen: Der deutsch-jüdische Dirigent Hermann Levi: Grab sorgt für Diskussionen
Hermann Levi war einer der bedeutenden deutschen Dirigenten seiner Zeit. Er war befreundet mit Wagner, Brahms und Clara Schumann, brachte den „Parsifal“ zur Uraufführung. Um Levis Grabstätte in Partenkirchen ist ein Streit darüber entstanden, wie man die Erinnerung an ein jüdisches Musikgenie des vorletzten Jahrhunderts würdevoll in die Gegenwart retten kann.
BR-Klassik

GALERIE DES ONLINE-MERKER („Strichelei“): GANZ NEUE WAGNER-POSTER AUS KLAUS BILLANDS SAMMLUNG

Zu besichtigen ab Donnerstag! Eintritt frei!

Weitere Fotos morgen und in den nächsten Tagen

Foto: Barbara Zeininger

Foto: Barbara Zeininger

Ich zeige die Poster, die von Barbara Zeininger gestern fotografiert wurden, in den nächsten Tagen auch in inseren Tagesinfos sow in einem Ausstellungs-Report.

Heute ist die Geschäftsstelle geschlossen, um 7 h rollt bei uns der Bautrupp an. Endlich bekommen wir mit der neuen Glastüre ein einladenderes Portal.

Spielzeitbeginn am Stadttheater Klagenfurt mit Rusalka unter der Leitung des neuen Chefdirigenten Nicholas Carter und einer Langen Nacht der kurzen Musik

Copyright: Helge Bauer, Stadttheater Klagenfurt

Das Stadttheater Klagenfurt startet am 13. September 2018 mit Antonín Dvořáks Rusalka in die neue Spielzeit. Das
lyrische Märchen erzählt von der unmöglichen Liebe einer Wassernixe zu einem schönen Prinzen. Rusalka wurde
seit 65 Jahren nicht mehr in Klagenfurt gezeigt. Die musikalische Leitung übernimmt der neue Chefdirigent Nicholas
Carter, Regie führt Eva-Maria Höckmayr, die Titelpartie singt die südafrikanische Sopranistin Pumeza Matshikiza.

Pumeza Matshikiza. Copyright: Christian Kaufmann/ Stadttheater Klagenfurt

Am Tag nach der Eröffnungspremiere lädt das Stadttheater Klagenfurt zur Langen Nacht der kurzen Musik. Die
spannenden Entdeckungsreise in die Welt der Musik führt an zahlreiche Orte im und um das Stadttheater, Konzerte
aller Genres, von Klassik über Jazz bis zu Pop und Volksmusik stehen am Programm. MIT Kärntner Sinfonierochester,
ensemble minui, BlechReiz BrassQuintett, Alpenlandler Musikanten, RONJA* und Living Transit, Singakademie Carinthia,
Josef Pepper und sein Männerensemble, BLACKsitter, Mathias Krispin Bucher, After-Show-Party im PARK HAUS
EINTRITT FREI!

Nicholas Carter dirigiert am 29. September sein erstes Sinfoniekonzert als Chefdirigent des KSO, er präsentiert
gemeinsam mit Golda Schultz ein prachtvolles spätromantisches Programm mit Werken von Wagner, Ravel und Mahler.

Die Schauspielsaison eröffnet am 4. Oktober Shakespeares Familientragödie König Lear in der Regie von Stephanie
Mohr mit Roman Kaminski als König Lear. Auf der Bühne stehen u.a. Ruth Brauer-Kvam als Narr sowie Valerie
Koch, Raphaela Möst und Isabel Schosnig in den Rollen der Töchter.

Theaterkasse Tel +43 (0) 463 54064, kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at
www.stadttheater-klagenfurt.at

Hereinspaziert in die Oper Graz!
Erleben Sie die Highlights aus Oper, Operette, Musical und Ballett in der Saison 2018/19 und stimmen Sie sich gemeinsam mit den Solistinnen und Solisten, den Tänzerinnen und Tänzern, dem Chor und den Grazer Philharmonikern auf die neue Saison ein – und dies unter der charmanten Moderation von Intendantin Nora Schmid.

Copyright: Oper Graz

Hereinspaziert! Bühnenshow zum Saisonauftakt
Samstag, 8. September 2018
12, 15 & 19 Uhr
Karten

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Es ist 20 Jahre her, als „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ über die Kinoleinwand flimmerte, das wilde Hin und Her aller verrückter Typen auf der Suche nach Sex. 20 Jahre später kleben alle an ihren Smartphones und hetzen ihren Tinder-Dates nach. Im Prinzip geht es noch immer um dasselbe – den Partner. Für Sex. Oder auch fürs Leben. Aber jedenfalls – die Suche nach der / dem Anderen. Übrigens: das Umkreisen des eigenen Ego scheint noch schlimmer geworden…

Jungfilmer Rudi Gaul hat da nach eigenem Drehbuch ein buntes Durcheinander geschaffen, das Schnitzlers „Reigen“ (wie er im Pressetext auftaucht) besser nicht beschwören sollte. Damit hat es nichts zu tun. Der Querschnitt durch die Gesellschaft, die der Dichter einst lieferte, ist auch kaum gegeben – alle ticken hier nach der gleichen Uhr, verhalten sich mehr oder minder nach dem gleichen Muster.

Sie lernen sich per Internet kennen (diese App macht – Hallo Safari! – Tierchen aus ihnen) und landen schnell im Bett. Mit der Wahrheit nimmt man es nicht so genau – der angebliche Pilot ist eigentlich Straßenbahnfahrer (man kann die Uniform schließlich schnell aufmotzen), die Immobilienmaklerin besitzt die Wohnungen nicht, in die sie ihre Bettpartner einlädt, und alle pflegen ihre Neurosen. Und wandern von einem zum anderen…

 

APROPOS: Der Papst und Anton Cupak

Am Montag habe ich es gelesen, fast habe ich meinen Augen nicht getraut: „Papst Franziskus hat sich dafür ausgesprochen, Kinder mit homosexuellen Neigungen zum Psychiater zu schicken.“

Oijoijoijoi, habe ich gedacht, das geht schief. Wie kann ihm das nur passieren? Der Mann ist doch Jesuit, also blitzgescheit (denn mit Dummianen hat sich die Societas Jesu noch nie abgegeben), der muss doch wissen, was er sagt. Und wie man ihm das in unserer Welt zweifellos auslegen wird – Psychiater ist gleich seelenkrank ist gleich Psychiatrie ist gleich abnorm.

Weiß er denn nicht, dass der allgemeine Konsens heute darin besteht, Homosexualität leidenschaftslos als eine kritiklos anzunehmende Form menschlichen Sexualverhaltens zu betrachten, die „consenting adults“ frei steht? Was geht in einem Papst vor, der durch die Welt reist, um sich für die (teils verbrecherischen, kinderschänderischen) Fehltritte seiner Angestellten zu entschuldigen – und der einer Gemeinschaft angehört, die ihrerseits in ihren Dienern die Sexualität (uns angeboren und folglich wohl von Gott in uns gesenkt) brutal und unmenschlich unterdrückt? Oijoijoijoi!

Lesen Sie Renate Wagners „Apropos“

Ich bin nicht von Hybris befallen; um mich in einem Satz mit den Papst zu nennen (das hat Renate Wagner getan). Als Katholik (nicht als Kirchengänger, den Kirchenbesuch erledigt meine Frau stellvertretend für die ganze Familie) darf ich mir aber sehr wohl Gedanken machen, was „der Chef“ so daherredet:

Der Hinweis auf die Psychiatrie ist in der offiziellen Niederschrift des Vatikans nicht vorhanden. Das Zitat wurde, “um den Gedankengang des Papstes nicht zu verfälschen” erläutert/relativiert. „Der Franziskus’-Verweis auf die Psychiatrie ist ein Beispiel für die vielen Dinge, mit denen Eltern auf die mutmaßliche Homosexualität ihres Kindes reagieren könnten“ (Zitat Vatikan)

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Papst Eltern empfiehlt, Gleichgeschlechtlichkeit entgegenzuwirken.

Aus Sicht der Kirche ist dieser Gedankengang verständlich. Der Papst hat die Sache seiner Glaubensgemeinschaft zu vertreten, das ist seine Aufgabe, dafür wurde er gewählt. Nur sollte sich der Papst dann nicht bei jeder anderen Gelegenheit „superliberal“ und total aufgeschlossen von den Medien und auch von Leuten, die es wirklich nicht gut mit der Kirche meinen und die mit diesem Papst ihren Spaß haben, bejubeln lassen!  Mittlerweile hat er ein Alter erreicht, in dem er wissen müsste, was seiner Sache gut tut.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

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