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28. NOVEMBER 2020 – Samstag

28.11.2020 | Tageskommentar

Bogdan Roscic harrt der Dinge, die da auf ihn und auch auf uns zukommen werden!

 

Wir können sowieso nur mehr die Nerven bewahren. Hilf- und Orientierungslosigkeit pur bekommen wir ja im Übermaß demonstriert, leider von jenen, die eigentlich souverän agieren sollten!

Bogdan Roscic bewahrt zumindest den Überblick – und lässt seine ORF-Kontakte spielen.

WIENER STAATSOPER UND ORF: GEMEINSAME PROJEKTE IM DEZEMBER

Vorstellungen aus dem Haus am Ring in ORF 2, ORF III, Radio Ö1 und als Stream

Peter Schöber, Bogdan Roscic, Barbara Rett, Alexander Wrabetz, Martin Traxl © ORF / Roman Zach-Kiesling

Bogdan Roscic, Direktor der Wiener Staatsoper und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz präsentierten gestern im Rahmen eines Pressegespräches ihre gemeinsamen Pläne für die Zeit nach dem Lockdown. Zu sehen bzw. zu hören sein werden insgesamt fünf neue Produktionen aus der Wiener Staatsoper: allen voran Anna Netrebkos in Wien lang ersehntes Rollendebüt als Tosca, Piotr Beczala als Werther, ebenfalls ein Rollendebüt in Wien, die Uraufführung von 4, der ersten Choreographie des neuen Ballettdirektors und Chefchoreographen Martin Schläpfer, die Premiere der Henze-Oper Das Verratene Meer sowie eine musikalische Neueinstudierung des Rosenkavalier durch Musikdirektor Philippe Jordan.

Ausführlicheres finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Staatsoper live im ORF: Ballett, Henze, „Tosca“ und „Rosenkavalier“
Auch wenn die Staatsoper wegen Corona zu bleiben sollte, werden fünf Opern- und Ballettproduktionen übertragen
Der Standard

Kolumne: Das beste Stück
Bogdan Rošcic: „Mit dem Rad unterwegs zu sein ist fast wie fliegen“
Der Standard

Osterfestspiele Salzburg 2021: Start des Einzelkartenverkaufs am 1. Dezember

 

Ab 1. Dezember: Einzelkartenverkauf für u.a. TURANDOT mit Anna Netrebko

Die Osterfestspiele Salzburg starten am Dienstag, 1. Dezember 2020, um 10:00 Uhr mit dem Verkauf von Einzelkarten für die Festspiele 2021. Karten können sowohl per Telefon unter +43 (0) 662 8045 – 361 oder – 362 als auch per mail (karten@ofs-sbg.at) oder über den Webshop auf osterfestspiele-salzburg.at/karten gekauft werden.

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Oropesa jetzt in Barcelona für Traviata Proben! Spanien spielt weiter! Gut so! Chapeau an alle die weiter machen – dürfen!

 

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Ob man sich über „Siege“ in dieser Zeit freuen soll, lasse ich mal dahingestellt. Zu den Gewinnern des letzten Halbjahres zählt aber zweifellos Lisette Oroposa, die den Aufstieg in die nächsthöhere Liga geschafft hat! Jetzt aber realistisch betrachtet: Natürlich darf sie sich freuen – selbst in dieser Zeit!

Riccardo Chailly zur Eröffnungsgala der Scala

ZU FACEBOOK

 

Roberto Alagna probt „LOHENGRIN“ in Berlin. Was für Bayreuth noch zu früh war, soll nun in Berlin gelingen!

Lohengrin in Käfighaltung?

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

Lohengrin wird vom ZDF aufgezeichnet und zeitversetzt gesendet

https://www.staatsoper-berlin.de/en/veranstaltungen/lohengrin.9675/

Morgen, Sonntag: Alfred Dorfers Inszenierung „Le nozze di Figaro“ auf ORF III

„Erlebnis Bühne LIVE“ präsentiert um 20.15 Uhr live-zeitversetzt aus dem Theater an der Wien die Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“. Satiriker Alfred Dorfer feiert damit an der Seite von Kateryna Sokolova sein Opernregie-Debüt. Neben der rumänischen Sopranistin Cristina Pasaroiu und dem österreichischen Bassbariton Florian Boesch als Gräfin und Graf Almaviva tritt ein junges, internationales Ensemble auf. Stefan Gottfried dirigiert den Concentus Musicus Wien, der Arnold Schoenberg Chor singt unter der Leitung von Erwin Ortner. ORF-Kulturlady Barbara Rett begleitet durch den exklusiven TV-Opernabend.

Wir werden morgen noch näher darauf hinweisen – damit Sie nicht darauf vergessen. Dem ORF sowie natürlich auch TV-Sender in unseren Nachbarstaaten kommt nun eine ganz besondere Bedeutung zu.

Kommen die TV-Sender auch zu billigen Programmen? Oder handeln sie „sozial“? Die Verhandlungsposition der Opernhäuser ist ja nicht die beste. Gute Kontakte sind da Goldes Wert!

Man muss aber auch sagen, dass die Übertragungen kaum „Quotenrenner“ sein werden, sieht man vielleicht von der „Netrebko-Show Tosca“ und vom „Rosenkavalier“, dem ein klassisch guter Sendetermin zugewiesen wurde, ab.

Die vielgescholtenen TV-Sender päppeln also (relativ) selbstlos die Kultur auf!

Bayreuth
Millionen für Festspielhaus: Katharina Wagner „dankbar“
Die Chefin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, hat sich erleichtert über den vom Bundestag beschlossenen Millionenzuschuss für die Sanierung des Festspielhauses gezeigt. „Es ist eine schöne Nachricht in schweren Zeiten für die Festspiele“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. „Wir sind sehr dankbar und erleichtert, dass es nun in großen Schritten mit der Sanierung weitergehen kann.“
Münchner Abendzeitung

Das ist ja wohl die mindeste Reaktion, die man nach einem 85 Millionen-Geschenk erwarten durfte!

Wiener Symphoniker kommen nach Hause
Konzerte trotz Lockdown hautnah miterleben: Das ermöglichen die Wohnzimmer-Konzerte der Wiener Symphoniker. Mittels Stream kann das Orchester in den eigenen vier Wänden empfangen werden. Diesen Freitag geht die Reihe in die dritte Runde.
https://wien.orf.at/stories/3077852/

Österreich
Großbauer: Hilfe für Künstlerinnen und Künstler wird verlängert und aufgestockt
ÖVP-Kultursprecherin berichtet über Beschluss des Kulturausschusses
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201127_OTS0109/grossbauer-hilfe

Berliner Kultureinrichtungen bleiben bis mindestens Mitte Januar zu
Laut Kultursenator Klaus Lederer werden die Berliner bis in den Januar hinein nicht in Museen oder Theater gehen können. Vielleicht dauere es sogar noch länger.
Berliner Zeitung

Ich würde eher auf etwas länger tippen, aber vielleicht werde ich überrascht. Vielleicht findet man auch in der hohen Politik über die Weihnachtsfeiertage, in denen man sich ohnedies nicht mit Freunden sollte und deshalb so richtig in sich gehen kann, Zeit für eine Bilanz. Oder schenkt das Christkind eine Erleuchtung (grandioser Geschenktipp, er steht selten auf einer Wunschliste).

Deutschland
Verlängerung des Corona-Lockdown: „Dieses Auf und Zu ist der Killer“
Der „Lockdown light“ wird bis 20. Dezember fortgesetzt, und niemand weiß, was danach kommt. Wie gehen Opern, Theater, Museen und Kinos damit um?
Sueddeutsche Zeitung

Kultur in Corona-Zeiten – eine Simulation?

Schorsch Kamerun gab „Deutschlandfuk“ ein Interview: Corona scheint mir etwas zu sein, was auf der einen Seite viel schließt, auf der anderen Seite immer noch viel obendrauf packt. Es ist eine noch anstrengendere Welt geworden.“

Die aktuelle Situation und der Schaffensprozess an der Oper fühle sich für ihn wie eine Simulation an, weil das Ereignis auf das man hinarbeiten würde, gar nicht stattfinde. Schorsch Kamerun vergleicht die Situation wie das Arbeiten in einer Bäckerei, in der man keine Brötchen verkaufen könne. Kamerun selbst habe gerade ein bezahltes Engagement, aber er sehe auch, dass es Menschen gebe, die gerade „krass durch das Sieb fallen“.

Corona-Lockdown an der Oper: Eine Simulation von Kultur
Schorsch Kamerun im Gespräch mit Max Oppel
DeutschlandfunkKultur

OPER GRAZ: Zwei neue Formate auf Social Media
In „5 Minuten Klassik“ präsentieren die Künstler der Oper Graz bald ihre liebsten Klassikmomente.

 

In der Reihe „Oper meets Pop“ gehen wir den Spuren der Klassik in unseren Lieblings-Popsongs nach.

Hier wurde als Erste Marlene Hahn fündig:
Wir alle vermissen den Dancefloor, das ausgelassene Feiern mit Freunden, das Mitsingen unserer Lieblingshits aus den 70ern bis heute.
Bei Dramaturgin Marlene Hahn gibt es beispielsweise kein Halten mehr, wenn die Backstreet Boys, ABBA oder Bonnie Tyler ertönen und sie mit Glitzer-​Bluse nach ihrem „Hero“ sucht. Solange die Postgarage und andere Lieblingsbars der Stadt zu sind, tanzen wir in unseren Wohnzimmern und heizen den Nachbarn ein. Fenster auf und los gehts! Wie populär die Klassik in unseren Lieblingssongs ist, hören Sie in den nächsten Tagen, wenn es heißt: Dancefloor-​Tipps aus dem Wohnzimmer einer Dramaturgin.
Hier geht es los mit „DAVID USHER meets DELIBES“

Wiener Leopold Museum erhält kunsthistorisch bedeutendes Klimt-Gemälde

Schenkung im Wert von rund einer halben Million Euro

Credit: Leopold-Museum/ Dorotheum

 Mit großer Freude hat das Leopold Museum überraschend ein Gemälde von Gustav Klimt als Schenkung aus privater Hand erhalten. Die überaus großzügige Donation stammt von einem Wiener Akademikerehepaar, das den Entwurf für das Deckengemälde „Altar des Dionysos“ von Gustav Klimt in der Auktion „Klassische Moderne“ im Wiener Dorotheum um Euro 475.064 erfolgreich für das Leopold Museum gesichert hat…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK: DAS BESONDERE OBJEKT

Prachthandschrift für die Adventzeit

Stundenbuch Cod. 1849 der Österreichischen Nationalbibliothek – © Österreichische Nationalbibliothek

Mit einer prächtigen Darstellung der Verkündigung und Geburt Christi leitet die Österreichische Nationalbibliothek die Adventzeit ein: Zu sehen ist diese farbenfrohe Illustration in einem kostbaren Gebetbuch aus dem 16. Jahrhundert, dem aktuellen „besonderen Objekt“. Zum vollständigen Digitalisat des Werks gibt es seit kurzem ein eigenes Expertenvideo, die Originalhandschrift kann nach dem Lockdown im Prunksaal besichtigt werden.
MEHR INFOS

Wien/ Nationalbibliothek
Maria lebt nicht gerade ärmlich
Kultur-virtuell –
Die schonendste Art, eine kostbare alte Handschrift herzuzeigen, ist allemal, sie nicht auszustellen, sondern sie in digitalisierter Form zu präsentieren. Derzeit ist es ein Zwang – und so präsentiert die Österreichische Nationalbibliothek zum Advent-Auftakt ein illuminiertes Gebetbuch aus dem 16. Jahrhundert.
DrehpunktKultur

Buchbesprechung

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Manfred Baumann
ENGLEIN, MORD UND CHRISTBAUMKUGEL
Kriminelle Weihnachten
252 Seiten, Verlag Gmeiner, 2020

Man kennt die Salzburg-Krimis des Salzburger Autors Manfred Baumann, in denen er immer seinen ruhigen, klugen Kommissar Merana zwecks Verbrechens-Entdeckung ausschickt. In dem jüngsten, schon auf den Weihnachts-Buchmarkt zielenden Werk „Englein, Mord und Christbaumkugel“ ist alles ein bisschen anders. Erstens ist es kein Roman, sondern eine Sammlung von drei Kurzgeschichten. Martin Merana kommt nur in der ersten Story vor (Kollege Thomas Brunner leistet nützliche Hilfe), in der zweiten ist seine Kollegin, Chefinspektorin Carola Salman, an der Reihe, im dritten Krimi agieren Salzburger Polizisten. Es sind alles vernünftige Leute, die ihr Handwerk verstehen, sich aber durchaus auch von ihren Instinkten leiten lassen – in Meranas Fall ist es seine Oma, die ihn auf die richtige Spur bringt…

Es ist immer bemerkenswert an Baumanns Krimis, wie genau er gewisse Sachverhalte recherchiert, so dass man neben der „Wer ist der Mörder“-Handlung auch immer noch eine Menge Wissenswertes erfährt. In „Süßer die Glocken nie bimmeln“ findet man sich (Vor-Corona-Zeiten!) im überfüllten Weihnachtsmarkt von Hellbrunn und lernt das weihnachtliche Tourismus-Geschäft, das äußerst finanzkräftig ist, kennen. Und auch die Lust der Chinesen, nach Hallstatt noch einiges nachgebaut nach China transportieren zu wollen – vielleicht gleich Hellbrunn samt Weihnachtsmarkt? Da gibt es Leute, die dagegen sind, und solche, die wie die Tourismus-Agentur Global Glory das Geschäft unbedingt an sich reißen wollen. Wenn nun einer der beiden Brüder Polz, die das Unternehmen führen, ermordet aufgefunden wird, mangelt es nicht an Verdächtigen – und wenn der Autor am Ende eine „logische“ Lösung findet, ist man ihm auch nicht böse…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Deutschland
Hinweis auf Interessenkonflikt bei leitendem RKI-Mitarbeiter
Mitten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie muss sich das Robert-Koch-Institut mit einem möglichen Interessenkonflikt in den eigenen Reihen auseinandersetzen: Ein leitender Mitarbeiter ist auch Gesellschafter einer Firma, die Corona-Tests mit entwickelt hat.
Die Welt.de

Corona-Debatte: Söder verkündet Maskenpflicht in allen bayerischen Innenstädten

Seinen Generalsekretär lässt Herr Dr. Söder verkünden: Das Impfen sollte für jeden gefühlt zur patriotischen Selbstverständlichkeit werden. Für sich selbst und für andere.“

FOCUS.de

Also keine Impfpflicht, sondern patriotische Selbstverständlichkeit!

Es gibt nichts, vor dem ich Angst habe, also auch vor keiner Impfung. Zuerst warte ich aber ab, ob und wie sich die Leute um die Impfung prügeln werden. Sollte dann noch Impfstoff übrig bleiben und ein Ablaufdatum haben,  lasse ich mich impfen. Ich will ja nicht, dass er kaputt geht!

Ich wünsche ein schönes Wochenende

A.C.

 

 

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