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28. NOVEMBER 2018

28.11.2018 | Tageskommentar

Ab morgen bis Sonntag  Leistungsschau der Ballettakademie der Wiener Staatsoper in der Walfischgasse. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Von Donnerstag, 29. November bis Sonntag, 2. Dezember 2018 präsentiert die Ballettakademie der Wiener Staatsoper wieder ihre zur Tradition gewordene Leistungsschau „Tanzdemonstrationen“ in der KINDEROPER | AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE. Die zukünftigen Absolventinnen und Absolventen zeigen heuer bereits zum 9. Mal in verschiedenen Fächern des reichhaltigen Unterrichtsprogramms ihr Können: Auf dem Programm stehen Auszüge aus dem klassischen Ballettunterricht, Pas de deux, Historischer Tanz, Charaktertanz und Contemporary Dance sowie berühmte klassische Variationen aus dem Ballettrepertoire.

An den Vormittagsterminen (10.30 Uhr) sind die Tänzerinnen und Tänzer der Oberstufe, an den Nachmittagsterminen (15.30 Uhr) die Studierenden der Unterstufe zu erleben.

Restkarten zum Preis von EUR 13, – bzw. EUR 7,- (Kinder) sind an den Bundestheaterkassen sowie online unter www.wiener-staatsoper.at erhältlich.

HEUTE Premiere in der Wiener Kammeroper: Don Carlos

in französischer Sprache


Kristján Jóhannesson, Andrew Owens.Copyright: Barbara Zeininger

Musikalische Leitung: Matteo Pais
Inszenierung Und Bühne: Sébastien Dutrieux

Philippe II: Dumitru Madarašan
Don Carlos: Andrew Owens
Elisabeth De Valois: Jenna Siladie
Rodrigue, Marquis De Posa: Kristján Jóhannesson
La Princesse Eboli: Tatiana Kuryatnikova
Le Grand Inquisiteur: Ivan Zinoviev
Thibaut: Ilona Revolskaya
Orchester: Wiener Kammerorchester

Aufführungen: 30. November 2018, 19:00 Uhr
2. / 5. / 7. / 11. / 14. / 18. / 21. / 27. Dezember 2018, 19:00 Uhr

WIEN/ Staatsoper: LA BOHÈME am 26.11.2018

In der Ausstellung »Die Welt im Fluß« der Wiener Albertina hängt das Bild »Seerosen« von Claude Monet. Gemalt 1917 – 1919, zeigt es einen Ausschnitt des Teiches auf Monets Grundstück in Giverny. Mit Seerosen, Schilf und Wasserlilien. Im Katalog ist das Bild jedoch um 180° gedreht abgebildet. Aus dem Schilf und den Lilien werden herabhängende Weidenzweige.

Ähnlich verhält es sich mit dieser Vorstellung: Wer gekommen war, um eine fein ziselierte Wiedergabe von Puccinis Oper zu erleben, ließ schon bald jede Hoffnung fahren. Wandte sich ent­täuscht. Wer sich einließ auf kräftige (musikalische) Pinselstriche, wird von einer guten, stringenten Aufführung zu berichten wissen…

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=39642FD0-F276-11E8-8917005056A64872

Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

Wien/ Theater an der Wien: TARARE von Antonio Salieri . Konzertant am 24.11. 2018
Opernexotik mit Beaumarchais und Salieri“

Die konzertanten Opernaufführungen im Theater an der Wien machten am Samstagabend einen Ausflug zu einer opernhistorisch spannenden Rarität aus dem späten 18. Jahrhundert. Es wurde Antonio Salieris auf ein Libretto von Beaumarchais gefertigter „Tarare“ gegeben, uraufgeführt 1787 in Paris, am Vorabend der Revolution.

http://www.operinwien.at/werkverz/salieri/atarare.htm

Dominik Troger /www.operinwien.at

Wien/ „Reaktor“ 1170 Wien. Uraufführung des „sirene“-Operntheaters: „Das Totenschiff“ von Oskar Aichinger(Vorstellung: 26. 11. 2018)

Wieder einmal wartete das „sirene“-Operntheater in Wien mit einer Uraufführung auf: „Das Totenschiff“ von Oskar Aichinger. Spielstätte war wie zuletzt der Reaktor in der Geblergasse in Wien-Hernals.

Die Oper, deren Libretto Kristine Tornquist nach dem gleichnamigen Roman von B. Traven aus dem Jahr 1926 verfasste, handelt um Geld und Gesetz. Nachdem Gale, der Held des Totenschiffs, seine Papiere verloren hat, landet er unversehens auf der Seite der Rechtlosen. Ohne Papiere und Aufenthaltsgenehmigung von der Staatengesellschaft hin- und her- und abgeschoben und an Land nirgends mehr geduldet, bleibt ihm nur, aufs Meer auszuweichen. Auf See muss er auf sogenannten Totenschiffen anheuern, schwimmenden Höllen wie der Yorikke, die im rechtsfreien Raum der Weltmeere Waffen schmuggelt, oder zuletzt auf der Empress of Madagaskar, die noch durch ihren Untergang als Versicherungsfall Profit machen soll und die „wertlosen Menschenleben“ dabei mitnimmt…

Zum Bericht von Udo Pacolt

St. Gallen: DON CARLO. Neuinszenierung. Vorstellung vom 25.11.

Zum Berichtvon Jan Krobot

Kiel: „Falscher Verrat“. Oper von Marco Tutino. Auftragskomposition

Frau auf Mann 1. Mann 2 muss zuschauen. Copyright: Olaf Struck/ Theater Kiel

Im November 1918 fand in Kiel der berühmte Matrosenaufstand statt. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums dieses historisch bedeutsamen Ereignisses, das in weiterer Folge zur November – Revolution, zur Flucht des Kaisers und der Ausrufung der ersten deutschen Republik führte, hat das Theater Kiel einen Kompositionsauftrag für eine Oper vergeben (ist z.B. in Österreich zum Republikjubiläum niemanden eingefallen). Mutiger – und nichtnationalistischerweise erging dieser nicht an einen Deutschen, sondern an einen Italiener: Marco Tutino. Tutino ist einer der produktivsten und international erfolgreichsten italienischen Komponisten. Seine letzten Werke „Le Braci“(nach dem Roman von Sándor Márai), „La Ciociara“(nach dem Film von Vittorio de Sica) und „Miseria e Nobiltà“ (nach dem Theaterstück von Eduardo Scarpetta) wurden u.a in Florenz, San Francisco, Genua und Cagliari gespielt.

Er ist allerdings auch einer der angefeindetsten und von vielen Häusern boycottiertetsten Komponisten, da er sich beharrlich weigert, sich bedingslos dem Diktat der sogenannten Moderne zu unterwerfen. Diese durchaus auch sehr schmerzvolle Erfahrung schildert er sehr eindrücklich in seinem Buch “ Il mestiere dell’aria che vibra“ (Der Beruf der vibrierenden Luft)…

Zum Berichtvon Robert Quitta

Berlioz-Requiem im Grazer Musikverein in allen Klangfarben
Mit einem eher ausgefallenen Werk hat der Grazer Musikverein jahreszeitlich passend für Stimmung gesorgt: Die „Grande messe des morts“ des französischen Komponisten Hector Berlioz erklang am Montag im Stephaniensaal in ihrer ganzen üppigen Schönheit, durchsetzt von Todesahnungen und Jenseitsfantasien, die allesamt bei Dirigent Theodor Guschlbauer in guten Händen waren.
Salzburger Nachrichten

Hamburg/ Staatsoper: „Das Ende kommt schleppend. „Götterdämmerung“ in Hamburg
Der Alleinunterhalter Andreas Schager mimt einen Siegfried, der vom liebenden Mann zum Macho übergeht; er bleibt dem Spielerischen aber immer treu. Er strotzt mehr vor Kraft als vor Liebe, auch stimmlich. Schagers jugendliche Art ist perfekt für diese Rolle, allerdings setzt er bei seiner Interpretation auf Lautstärke statt auf Genauigkeit. An einigen Stellen könnte es, auch wenn seine große Stimme beeindruckend ist, gern musikalischer und lyrischer sein.
Ein langer „Ring“ geht zu Ende. Fast vier Wochen nachdem der erste Ton vom „Rheingold“ erklang, findet Richard Wagners bombastische Ring-Tetralogie an der Hamburgischen Staatsoper ihren Abschluss mit der „Götterdämmerung“.
Sarah Schnoor berichtet aus der Staatsoper Hamburg.
Klassik-begeistert

Das Pensum des österreichischen Tenors Andreas Schager ist wirklich beachtlich – und für Sänger seiner Güte ungewöhnlich:
So., 18/11/18: Siegfried Staatsoper Hamburg – Siegfried
Mi., 21/11/18 Soloabend*, Wiener Staatsoper
Fr., 23/11/18 Siegfried, Staatsoper Hamburg – Siegfried
So., 25/11/18 Götterdämmerung, Staatsoper Hamburg – Siegfried
So., 02/12/18 Götterdämmerung, Staatsoper Hamburg – Siegfried

München/ Theaterakademie August Everding:Bruno Klimek inszeniert „Così fan tutte“
Die Theaterakademie zeigt „Così fan tutte“ als „Schnellkurs für Liebende“ im Prinzregententheater
Münchner Abendzeitung

München/Prinzregententheater: Männer-Macht und Frauen-Leid – Verdis Frühwerk „I due Foscari“  – konzertant
Neue Musikzeitung/nmz.de

Filme der Woche

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Die Situation könnte nicht typischer Agatha Christie sein: ein luxuriöses englisches Landhaus, eine zerstrittene Familie, eine Riesenerbschaft im Hintergrund. Was fehlt? Entweder Miß Marple oder Hercule Poirot, um den Mord – die Morde! -, um die es geht, zu lösen. Statt dessen bekommt der nette junge Anwalt Charles Hayward (Max Irons) Besuch von seiner hübschen Ex-Freundin Sophia Leonides (Stefanie Martini), die ihm klipp und klar mitteilt: Großvater wurde ermordet. Dazu die Einladung, sich bei der „sehr alten Familie“ der Leonides einzuquartieren und zu sehen, ob er nicht beweisen kann, dass der alte Herr keines natürlichen Todes gestorben sei, wie behauptet wird…

Dann lernen wir sie also kennen: die junge Frau (Christina Hendricks) aus dem Las Vegas-Showbusiness, die der Alte geheiratet hat und die von allen Familienmitgliedern inbrünstig gehasst wird. Schließlich kann diese Brenda bloß eine mörderische Erbschleicherin sein. Wenn man es nur beweisen könnte!…

Merker-Kunstsalon: Weihnachtskonzert am kommenden Dienstag

 

OLDTIMER-AUSSTELLUNG IN KÖLN

Retro-Classics-Cologne: Emily. Foto: Andrea Matzker

In diesem Jahr fand die Retro Classics Cologne zum zweiten Mal in der Autostadt Köln statt. Auf 40.000 Quadratmetern wurden 1500 historische Fahrzeuge von rund 450 Ausstellern in zwei Hallen der Messe Deutz ausgestellt. Bisher waren Autos mit H-Kennzeichen nicht aus der Umweltzone ausgeschlossen. Durch die diversen Diesel-Fahrverbote steigt allerdings auch der Druck auf die Oldtimer-Branche. Das würde das ohnehin schon traurige Stadtbild noch um Einiges an Reiz verlieren lassen. Da die Schätzchen sowieso während eines ganzen Jahres nur wenig bewegt werden, und die Oldtimer am gesamten Fahrzeugbestand nur einen verschwindend geringen Anteil haben, fällt die Schadstoffbelastung, die sie anrichten würden, so gut wie gar nicht ins Gewicht. Ein liebevoll restaurierter, fahrbereiter und angemeldeter BMW 2002 in der legendären Farbe Chamonix mit runden Schlussleuchten im Originalzustand war für 50.000 Euro zu erwerben. In den siebziger Jahren war er das Traumauto eines jeden jungen Mannes und als Statussymbol sehr beliebt, da er in seiner einfachen und schlichten Form eher bescheiden wirkte, aber durchaus einen flotten Fahrstil erlaubte…

Rolls Royce Wraith aus 1938. Foto: Andrea Matzker

Meinem Enkel Raffael lacht angesichts solcher Autos das Herz. Er kennt jede Automarke – bereits mit zweieinhalb  Jahren (da konnte er noch nicht wirklich reden) hat er rebelliert, wenn ich Automarken verwechselt habe. Er besitzt einen echten Oldtimer, in der Garage seiner Mutter gammelt ein Baujahr 1950 (keine Ahnung, welche Marke) seit 20 Jahren dahin. Nun hat sie die Karre ihrem Sohn geschenkt, der sitzt darin oft „Probe“ und wird ihn voraussichtlich einmal restaurieren. 

Näheres in unseren heutigen „Infos des Tages“

München: Valentin-Orden für Andreas Gabalier
Die Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla verleiht ihren „Karl-Valentin-Orden“ 2019 an den österreichischen Musiker Andreas Gabalier. Das gab sie am Dienstag bekannt. Der Preis wird für die humorvollste oder hintergründigste Bemerkung im Sinne Karl Valentins vergeben, „für eine Rede oder Handlung, für ein Zitat, welches in der Öffentlichkeit publik wurde“.
Sueddeutsche Zeitung

An Andreas Gabalier scheiden sich in Österreich die Geister, für viele Landsleute vertritt er eine „unerwünschte Meinung“ (weit haben wir es mit solchen Aussagen gebracht). In München weiß man offenbar mit seinem Humor etwas anzufangen!

Ich wünsche einen schönen Tag (sogar in Wien herrschen zur Zeit Minustemperaturen). Ziehen Sie sich warm an, es wäre schade um Sie.

A.C.

 

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