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28. MAI 2021 – Freitag

28.05.2021 | Tageskommentar


ORF :
Spielplanpräsentation der Wiener Staatsoper am 3. Juni live-zeitversetzt in ORF III

Mit Auftritten von Erwin Schrott, Nicole Car, Patricia Nolz, Andreas Schager, Martina Serafin, Kate Lindsey, Slávka Zámečníková und Diana Damrau

Wien (OTS) – Nachdem im vergangenen Jahr die Spielplanpräsentation der Wiener Staatsoper coronabedingt via ORF III Kultur und Information stattfand, stellen Staatsoperndirektor Bogdan Roščić, Musikdirektor Philippe Jordan sowie der Direktor des Wiener Staatsballetts Martin Schläpfer heuer ihre Pläne für die Saison 2021/22 im Rahmen einer Matinee auf der Hauptbühne des Hauses am Ring dem Publikum vor. Die Präsentation ist auch via ORF-Fernsehen zu erleben: zu Fronleichnam, am Donnerstag, dem 3. Juni 2021, live-zeitversetzt um 11.45 Uhr in ORF III.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen neben der Vorstellung des Spielplans Gespräche mit Regisseuren sowie mit Künstlerinnen und Künstlern. Darbietungen von Nicole Car, Diana Damrau, Kate Lindsey, Patricia Nolz, Martina Serafin, Slávka Zámečníková, Andreas Schager und Erwin Schrott sowie von Mitgliedern des Staatsopernorchesters, des Concentus Musicus Wien und des Wiener Staatsballetts sorgen außerdem für künstlerische Höhepunkte. (Zitat Ende)

Diese öffentliche Präsentation ist – was uns Opernfreunde betrifft – eine gute Idee. Ich erinnere mich der Präsentation in Vorgängerzeiten (bezogen auf die jeweiligen Direktoren), da sorgte bei Holender ein kleiner Saal für eine geradezu familiäre Atmosphäre mit Sardinendosen-Feeling, Dominique Meyer wich dann in den großen Marmorsaal aus – und behielt diese vorerst nur als einmalig gedachte Regelung (die Wiener sind halt sehr neugierig und „Frau und Herr Wichtig“ haben eine große Verwandtschaft)  bis zum Ende seiner Amtszeit bei. Die Besucher wurden immer mehr, sodass jene, die tatsächlich umgehendst über das Erfahrene zu berichten hatten (wie zum Beispiel ich) kaum noch Platz fanden. Mitte der Meyer-Amtsperiode gab ich dann die Besuche im Haus auf und ließ mich vom Pressebüro in meinem Bereich (Online-Merker-Redaktion) verwöhnen. Da ich in meiner Berichterstattung schnell sein wollte, verzichtete ich bei Besuchen sogar auf das Büffet und eilte zum heimischen PC, um dort bereits eine ausführliche Presseaussendung vorzufinden. Das waren goldene Zeiten für mich, der ich meine Arbeit ernstgenommen habe. Frau und Herr Wichtig standen derweil noch bei Kaffee und Kuchen im Foyer und machten sich wichtig!

Diesmal muss ich nicht einmal mehr auf die Presseaussendung warten, bin durch besondere Großzügigkeit unserer Regierenden sogar vom Tragen der Corona-Maske in den eigenen vier Wänden befreit – Kaffee und Kuchen serviert mir meine Frau. Was will ich mehr? Ich bin wunschlos glücklich – aber nur diesbezüglich, ansonsten ist es eine glatte Lüge!

Wien/ Staatsoper: CARMEN. Premiere der Bieito-Inszenierung vor (reduziertem)  Publikum

Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass Thomas Prochazka eine eigene Website betreibt (www.dermerker.com), weder mit dem Merker-Heft der Fr. Dr. Pfabigan noch mit uns verheiratet oder verschwägert ist (wie auch wir nicht mit dem „Papier-Merker“), ich daher keinerlei Einfluss auf seine geschilderten Eindrücke nehmen kann – und das auch gar nicht will (was auch meine Mitarbeiter bei deren Berichten bezeugen können). Gerade in Zeiten wie diesen ist eine nicht unkritische (aber immer faire) Berichterstattung wichtig und bildet eine riesige Chance in unserer Landschaft der gleichgeschalteten Meinung. Wir, Online-Merker wie die Prochazka-Site, können uns eine eigene Meinung leisten, es gibt keine einflussnehmenden Sponsoren. Welches Medium kann das von sich behaupten? Zumindest an der staatlichen Presseförderung hängen sie dran.

Versuchen Sie daher nicht durch die Hintertüre an die Namen von (nicht existenten) Finanziers zu gelangen, sonst fliegen Sie bei mir durch die Vordertüre gleich wieder raus. Es gibt bereits Beispiele!

Michèle Losier als Carmen. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

WIEN/Staatsoper: CARMEN  am 26.5.2021

Diese »Première vor Publikum« (wie auf den Plakaten zu lesen stand) wäre noch von der Vorgängergeneration von Opernfreunden mit einem Buh-Orkan von der Bühne geweht worden. Gestern: freundlicher Applaus, auch vom Stehplatz. Für Mittelmäßiges.
Wir leben in erstaunlichen Zeiten.

Calixto Bieitos Sichtweise auf Carmen wirkt in der Totalen des Hauses noch kompromißloser. Die Mißhandlung Zunigas durch Fußtritte und das wiederholte Zuschlagen von Autotüren, Dancaïres Wasserabschlagen auf den leblos am Boden Liegenden; Alkohol und Sex aller­orten: Bieito vergibt wenig Möglichkeiten, uns an die täglichen Greuel zu erinnern. Versperrt die Flucht aus dem Alltag. (Ich schrieb dies bereits.)

Zum Bericht von Thomas Prochazka

Spitzentöne: Im Laufschritt durch die Premierenwoche
Die Theater spielen wieder, den Kritiker jagt es von Termin zu Termin. Sogar im Fall des Misslingens ist man froh, wieder unter halbwegs gleichgesinnten Menschen zu sein.
https://www.news.at/a/im-laufschritt-durch-premierenwoche-12076611

Dass ich mit Herrn Sichrovsky „halbwegs gleichgesinnt“ bin, möchte ich an dieser Stelle dementieren. Dennoch könnten wir einander nach der Maskenzeit bei einer Veranstaltung zufällig begegnen.

Wien/ Kammeroper/ Projekt  „Theater an der Wien)

Groissböck-Regiedebüt geglückt!

Copyright: Doris Peczar

Vorweg, ich war zwar eingeladen, aber nicht dabei. Ich habe in der Vorwoche versprochen, in der Maskenzeit in kein Theater zu gehen, sogar 100 Euro-Bußgeld für jeden, der mich bei einen „Ausrutscher“ in flagranti ertappt angeboten – aber ich war nie der Feind meines Geldes und immer der Freund von Prinzipien. Samstag wird Renate Wagner, die sich keinerlei Gelübde auferlegt hat, in der zweiten Vorstellung sein. Umso mehr freut es mich, dass andere Medien dieses Regiedebüt als gelungen betrachten. G.G. möge uns jedoch weiterhin mit seiner „Weltstimme“ beglücken, seine Inszenierungsambitionen kann er sich für seine „alten Tage“ aufheben. Bieito, Castorf, Kosky, Lauwers und Co. können nicht singen – deshalb müssen sie inszenieren und dabei Sänger ärgern (die dürfen das allerdings nur hinter vorgehaltener Hand sagen)!

Wien/ Kammeroper
„Tristan Experiment“: Ganz bewusst, höchste Lust
Günther Groissböcks Wagner-Projekt an der Wiener Kammeroper glückt auf allen Ebenen.
Wiener Zeitung

Günther Groissböck feierte sein Regiedebüt in der Kammeroper
Auch die Wiener Kammeroper, die kleine Dependance des Theaters an der Wien, ist nun mit der letzten Premiere der laufenden Spielzeit in den postcoronalen Aufführungsreigen eingestiegen: Dort, wo Starbass Günther Groissböck 1996 im Chor seinen ersten Bühneneinsatz hatte, stand für ihn nun ein weiteres Debüt an – das als Regisseur. Dafür hat sich der 44-Jährige mit Wagners „Tristan und Isolde“ gleich einen fetten Brocken ausgesucht und ihn zum „Tristan Experiment“ entschlackt.
https://www.vol.at/guenther-groissboeck-feierte-sein-regiedebuet-in-der-kammeroper/7002165

Tristan-Experiment
Nach 7 Monaten durfte das Theater an der Wien gestern Abend in der Wiener Kammeroper wieder vor Publikum spielen. Covid geschuldet mit Abstand besetzt, war der Abend ausverkauft
https://radioklassik.at/tristan-experiment/

Konzentrierte Höchstleistung: Norbert Ernst als Tristan in der Kammeroper
Tenor Norbert Ernst steht nach monatelanger Bühnenpause mit einem der schwierigsten Parts der Opernwelt auf der Bühne. Im Interview erzählt er, was die Rolle so schwierig macht.
Bühne-Magazin

WIENER STAATSOPER: »Opernlabor«: Musiktheater-Performance »Der letzte Tag« im Kulturhaus Brotfabrik (ehemalige Ankerbrotfabrik in Wien-Favoriten/Laaerberg)

Mitglieder der Gruppe »Opernlabor« bei einer Probe (c) Peter Mayr

#utopera: Wie wünschen wir uns die Zukunft? Und wie auf keinen Fall? Seit Oktober 2020 haben sich im partizipativen Musiktheaterprojekt »Opernlabor« 17 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 23 Jahren mit den Mitteln des Musiktheaters mit ihren dystopischen und utopischen Zukunftsvisionen auseinandergesetzt, Perspektiven zur Gegenwartsgesellschaft gemeinsam verhandelt und diese, inspiriert durch inhaltliche und musikalische Themen aus Verdis Macbeth und mit Unterstützung von Profis der Wiener Staatsoper und Superar, in eine eigene künstlerische Form gebracht. Entstanden ist eine eigens von den Jugendlichen geschriebene und komponierte Musiktheater-Performance, »Der letzte Tag«, die nun mit dem Bühnenorchester der Staatsoper im Ankersaal des Kulturhaus Brotfabrik zur Aufführung gebracht wird.

Zum Inhalt:
Zukunft: Wir schreiben das Jahr 2084. Empört wird sich hier nicht mehr! Die Proteste haben sich eingestellt. Durchgesetzt haben sich die Egoisten, Narzisstinnen und Realitätsverdränger mit ihrem »Alles wird gut!«-Mantra. Noch einmal kommt die Gesellschaft nun »an einem Tisch« zusammen, um den letzten Tag mit einem fulminanten Brindisi zu feiern. Denn: Alternativen gibt es nicht mehr und »ganz so arg kann’s eh nicht sein«, oder?

Vorstellungstermine im Ankersaal (Kulturhaus Brotfabrik, 1100 Wien)
Premiere: Freitag, 11. Juni 2021, 19.00 Uhr
Weitere Aufführungen: Samstag, 12. Juni 2021, 16.00 und 19.00 Uhr
Kostenlose Karten können über dieWebsite der Wiener Staatsoper gebucht werden.

Neueste Nachricht: Edi Finger jun. in der Nacht völlig überraschend gestorben

 

Jeden Tag hat er mich beim Frühstück begleitet. Edi Finger jun (zeitlebens war er der „Junior“, weil sein Vater eine ganz dominierende Sportreporter-Legende war) war Moderator des Frühstücksfernsehens von oe 24 und das mit Begeisterung für die Zuschauer und für sich selbst. Am Donnerstag hat er noch moderiert, bekam dann Rückenschmerzen, verständigte selbst die Rettung und kollabierte daraufhin. Gestorben ist er um 21,30 h im AKH. Angeblich ist er nicht mehr zu Bewusssein gekommen, eigentlich ein schöner Tod!

Ein Schock für mich, denn er war 72 und somit jünger als ich. Wenn ich zu einer telefonischen Terminvereinbarung „So Gott will“ dazusetze, schmunzeln meine Gesprächspartner. Dabei meine ich das ernst!

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 27. MAI – 2. JUNI 2021

 

29.5. LA JUIVE (aus Amsterdam, Aufnahme v. 12.9.2009) Radio 4Hilversum-19 Uhr
TRISTAN UND ISOLDE (aus New York, Aufnahme v, 3.10.2016) RNE Classica Madrid-19 Uhr
OBERST CHABERT (aus Berlin, Aufnahme v. 26.3.2010) Deutschlandradio-19.05 Uhr
MANON (aus Paris, Aufnahme v. 29.2.2020) ORF Ö1-19.30 Uhr
HÄNSEL UND GRETEL (aus Glasgow, Aufnahme v. 19.12.2020) BBC 3-19.30 Uhr
DIDO UND AENEAS (aus Genf, Aufnahme v. 2.5.) Radio Suisse R.-20 Uhr
TOSCA (aus Wien, Aufnahme v. 13.12.2020) RAI 3-21.30 Uhr
30.5. LEAR (Live aus München) Bayern 4-18 Uhr
SIMPLICIUS SIMPLICISSIMUS (aus Mannheim, Aufnahme v. 22.5.) SWR 2-20.03 Uhr
DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL (aus Wien, Aufnahme v. 12.10.2020) WDR 3-20.04 Uhr

Wien/ Staatsoper
Figaro auf der Vespa, Bartolo mit grünem Haar
„Der Barbier für Kinder“ amüsiert an der Wiener Staatsoper nicht nur das junge Publikum. Gesungen wird auf Deutsch – und hochqualitativ.
https://www.diepresse.com/5984102/figaro-auf-der-vespa-bartolo-mit-grunem-haar

WIEN/ MuTh-Spielplan überschreitet 2021/22 vielfach Genregrenzen
Salzburger Nachrichten

Bayreuth
Bayreuther Festspiele: Mitarbeiter müssen wegen Corona in Container umziehen
Mitarbeiter der Bayreuther Festspiele müssen in Container umziehen. Das übergangsweise Auslagern der Arbeitsplätze ist Teil des Hygienekonzepts während der Corona-Pandemie.
Bayreuther Tagblatt

Irre, was dort abgeht! Irre, was Menschen mit sich machen lassen! Damit sind aber auch Intendanten und Festspielchefinnen gemeint!

Hannover
Trotz Corona: Staatsoper Hannover plant Ur- und Erstaufführungen
Neue Musikzeitung/nmz.de

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Saioa Hernandez und Ferrucio Furlanetto probieren FORZA in Firenze, Dirigent Zubin Mehta

 

ZU INSTAGRAM

PRETORIA/ Südafrika: Anbei eine Besprechung eines Afrikaansen Liederabends, eine in Europa wenig bekannte aber interessante Kunstform.

Über einen gebürtigen Wiener, Dr. Harald Sitta, der seit vielen Jahren in Südafrika geschäftlich wie auch kulturell erfolgreich tätig ist (er betreibt den „Rand-Club, in den Sie nur besser nur im  Abendkleid oder Smoking gehen) , haben wir Verbindung nach Johannesburg und Umgebung.

Die ältere Dame ist KS. Mimi Coertse, älten Wiener Operfreunden bestens bekannt!

Zum Bericht aus Südafrika

WIEN / Theater der Jugend im Renaissancetheater: TOM & HUCK nach Mark Twain
von Clemens Pötsch und Felix Metzner
Premiere: 26. Mai 2021

Tatsächlich, manchmal möchte man Autoren regelrecht in Schutz nehmen vor jenen, die sie „bearbeiten“, sich aber nur ihrer Namen und Reizworte bedienen und dann machen, was sie wollen. Die Absicht mag – vielleicht – noch gut gewesen sein, am Ende ist doch reinster und ärgerlicher Etikettenschwindel draus geworden…

…Dass es den Kindern im (notgedrungen nur) halb gefüllten Renaissancetheater gefallen hat, könnte man nach ihrem Applaus schließen. Aber höchstens jenen, die noch sehr naiv sind – und die noch nie ein „Tom Sawyer“ oder „Huckleberry Finn“-Buch in der Hand gehabt haben.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

(Anm.d.Red.: Das eher anspruchslose Publikum von morgen befindet sich anscheinend bereits im Trainingslager)

WIEN / Theater in der Josefstadt: : DIE STADT DER BLINDEN von Thomas Jonigk
nach dem gleichnamigen Roman von José Saramago
Uraufführung
Erste Voraufführung: 27. Mai 2021

 

Der Außenstehende, der gar keinen Einblick in innerbetriebliche Josefstadt-Vorgänge hat, könnte sich Folgendes vorstellen: Mitte März 2020 war die Pandemie, damals noch fast kess „Corona“ betitelt, mittlerweile seriöserweise meist nur noch „Covid-19“ genannt, so unmissverständlich bei uns angekommen, dass die Theater schließen mussten. Und ein Theaterdirektor, der auf sich hält, sollte doch bald ein Stück zum Thema haben.

Also Seuche, Epidemie, Pandemie – „Die Pest“ von Camus kann es ja nicht immer sein, aber „Die Blinden“ des Portugiesen José Saramago (Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1998) tun es ja auch, man muss sie nur dramatisieren. Thomas Jonigk, ein erfahrener Dramatiker (in Wien allerdings nie viel gespielt, nur bei Hans Gratzer war er in den neunziger Jahren im Schauspielhaus „zuhause“) konnte das unternehmen, und Herbert Föttinger hat punktgenau gerade noch zum Ende der Spielzeit 20/21 sein aktuelles Stück, in dem er dem Publikum den moralischen Spiegel vorhalten kann, wie schlecht die Menschen doch in Zeiten von Krisen sind, wenn alles Gutmenschentum, wenn die ganze Zivilisationstünche von ihnen abfällt. Da interessieren sie sich vermutlich nicht mehr dafür, was für andere Menschen „matters“, sondern nur für das  eigene Überleben…

Bei aller Simplizität der Handlungsführung (oder vielleicht gerade deshalb) schien der Abend das Publikum beeindruckt zu haben, und für seine gekonnte Machart ist der Applaus verdient. Dennoch: Als Schiller vom Theater als „moralischer Anstalt“ sprach, hat er es vielleicht nicht so simpel gemeint.

Zum Bericht von Renate Wagner

Paris
Der Pariser Louvre erhält erstmals eine Direktorin: Laurence des Cars im Porträt
Die 54-jährige Kunsthistorikerin soll eines der meistbesuchten und größten Museen der Welt einem jüngeren Publikum erschließen
Der Standard.at

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

In Zürich soll das Haus «Zum Mohrenkopf» umbenannt werden, in Berlin die Mohrenstrasse. Was an der Vergangenheit stört, muss verschwinden oder umgedeutet werden. Aus der Geschichte liessen sich jedoch keine ewigen Wahrheiten destillieren, schreibt NZZ-Chefredaktor Eric Gujer in «Der andere Blick». Geschichte sei kein Gerichtshof – das zeige auch das neuste Buch des Historikers Dan Diner.
Zum Kommentar
Die Schweiz soll am Samstag eine Million weiterer Impfdosen des Herstellers Moderna erhalten: Dies kündigte Gesundheitsminister Alain Berset an. Fast 4,3 Millionen Impfungen wurden insgesamt bisher verabreicht. Laut Berset könnte Anfang August die Mehrheit der Bevölkerung geimpft sein.
Zu den neusten Corona-Entwicklungen in der Schweiz
Julius Bär zahlt knapp 80 Millionen Dollar: In der Fifa-Korruptionsaffäre hat die drittgrösste Schweizer Bank einer Vergleichszahlung an das US-Justizministerium zugestimmt. Vereinbart wurde eine dreijährige Aussetzung der Strafverfolgung. Der Bank wurde vorgeworfen, beim Weltfussballverband Fifa in Geldwäsche involviert gewesen zu sein.
Zu den neusten Entwicklungen in der Wirtschaft
 Australiens Umweltministerium muss einem Urteil zufolge die Jugend vor dem Klimawandel schützen: Jugendliche hatten gegen den Ausbau einer Kohlemine geklagt, weil diese zum Klimawandel beitrage und ihre Zukunft zerstöre. Ein Richter in Melbourne gab ihnen weitgehend recht. Er stoppte den Ausbau der Mine allerdings nicht, sondern überliess die Entscheidung der zuständigen Ministerin. Für Rechtsexperten ist das Urteil dennoch richtungsweisend.
Zum Bericht
Machthaber Asad erzielt bei Wahl in Syrien 95 Prozent: Die Opposition bezeichnet die Wahl in dem Bürgerkriegsland als Farce, internationale Stimmen kritisieren sie als «betrügerisch» und «weder frei noch fair». Bashar al-Asad ist seit 2000 an der Macht.
Zum Bericht

Die Welt hat ein Recht auf neue Untersuchungen in Wuhan
Mit seiner Blockade einer wirklich unabhängigen Aufarbeitung der Pandemie schadet sich Peking selbst. Die US-Regierung nimmt das Geschenk dankbar an.
https://www.diepresse.com/5985697/die-welt-hat-ein-recht-auf-eine-neue-untersuchung-in-wuhan

Aha, als es Trump gesagt hat, wurde es als Hirngespinst, als Verschwörungstheorie abgetan. In Österreich wurde Stefan Petzner, eine Art „Polit-Humorist“, schrullig, jedoch keineswegs deppert, sogar verurteilt (wegen eines damit in Zusammenhang stehenden Begriffs, den ich besser nicht gebrauche, sonst blüht mir Petzners Schicksal), aber wenn Joe Biden es sagt, ist es wie Religion!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

 

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