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28. MAI 2020 – Donnerstag

28.05.2020 | Tageskommentar

Robert Meyer stellt das Programm der Wiener Volksoper vor und kündigt neuerliche Bewerbung an! Foto: Johannes Ifkovits/ Wiener Volksoper

Es hat die Pressekonferenz der Kunststaatssekretärin Mayer nun etwas Klarheit gebracht, auch der Volksopernchef Robert Meyer wertet es als „gute Nachricht, dass wir ab Juni proben können. Natürlich unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen und soweit möglich auch der Abstandsregeln bzw. mit Mundschutz.“ Weil derzeit keine Vorstellungen stattfinden, kann die Bühne intensiv für Proben genutzt werden. Insgesamt müsse aber noch mehr zugelassen werden. „Wir hoffen, dass ab 20. August Proben ohne Abstand möglich sein werden. Dann kann die Premiere von Sweet Charity planungsgemäß stattfinden.“ (Quelle: Wiener Zeitung“)

Den Spielplan für die hoffentlich „Nach-Corona-Saison“ finden Sie hier
https://www.volksoper.at/volksoper_wien/Saison_20_21.de.php

Volksoperndirektor Robert Meyer über Corona und die nächste Saison
Er wird sich um eine nächste Periode bewerben und hofft, nicht ein halbleeres Haus bespielen zu müssen. Ein Gespräch über Proben, Programme, höhere Gewalt
Der Standard

Volksoper: „Tod in Venedig“ und eine fliegende Flöte
Direktor Robert Meyer plant zehn Premieren. „Das ist sehr viel für unser Haus“, erklärt er im Gespräch mit der „Presse“. Masken sei er aus Japan gewohnt, doch zu wenig Publikum im Saal könnte die Stimmung drücken.
Die Presse

Direktor Meyer kündigt eine neuerliche Bewerbung um Verlängerung seines Vertrages an. Ganz böse Zungen behaupten, dass er die Queen, was Amtszeit betrifft, noch überholen will!

Die Queen als Vorbild für Direktor Meyer?

Robert Meyer fürchtet aber,  dass Sitzreihen auf Regierungsanordnung „schachbrettförmig gelichtet“ sein müssen

Das sähe dann ungefähr so aus: Sie sehen die Sitzordnung im Musikverein, wie sie derzeit praktiziert werden muss. Unser Mitarbeiter Kurt Vlach hat Karten bestellt, seine Frau und er sitzen jedoch sehr weit auseinander. Er hofft, sie beim Wiedersehen auch noch wiederzuerkennen!

„Schachbrettspielplan! Gerade der Volksoperndirektor müsste dem etwas abgewinnen können, kommt er doch dadurch seinem Ziel einer hunderprozentigen Auslastung ein gewaltiges Stück näher!

Mit so einem gelichteten Sitzplan würde ich mich aber nicht zufrieden geben. Ich lade den Kanzler, der ja Meidlinger ist, zum Besuch der Meidlinger Fussgängerzone auf Höhe Zeleborgasse so um die Mittagszeit herum ein. Es gibt dort eine sehr internationale Bestuhlung – und das sollte er sich einmal anschauen. Dann könnte er vielleicht erkennen, wie sehr er gerade die Kultureinrichtungen schikaniert. „Wir brauchen ab sofort mehr Eigenverantwortung“ tönt es aus Kanzlermund (ohne Maske natürlich). Niemand wird zum Besuch einer Vorstellung gezwungen, jeder möge das Risiko für sich selbst abwägen dürfen!

Nun zum Jahresprogramm des Musikvereins

Wien/ Musikverein
Elīna Garanča, Joyce DiDonato & Günther Groissböck Highlight Musikverein Wien’s 2020-21 Season
Zum Jahresprogramm

Innovative Theater und Festspiele warten auf keine göttliche Eingebung der Verantwortlichen, sondern erarbeiten Alternativen genau nach Vorschrift

Grazer Oper spielt ab 4. Juni. Wöchentlich wechselndes Programm, zwölf Abende für jeweils hundert Besucher.

Die Grazer Oper wird ab 4. Juni wieder spielen und bietet jede Woche ein anderes Programm. Von einem gemischten Opernabend über Schubert-Werke bis zu einem Tanzabend ist alles vertreten. Auch das Abschiedskonzert für die scheidende Chefdirigentin Oksana Lyniv wird am 26. und 27. Juni in verkleinerter Form stattfinden, teilte die Oper am Mittwoch mit.

Gespielt wird an zwölf Abenden für jeweils hundert Besucher – das entspricht ziemlich genau einer einzigen ausverkauften Vorstellung im Normalbetrieb. Nach fast dreimonatiger Pause wird zunächst ein „Musenkuss“ geboten. Das Programm nimmt Bezug auf jene mythologischen Wesen, die sich im Zuschauerraum der Oper an den Wänden, der Decke und auf dem Eisernen Vorhang finden. Tetiana Miyus, Wilfried Zelinka, Sieglinde Feldhofer, Pavel Petrov und Dariusz Perczak werden zu hören sein.

Oper Burg Gars: „Carmen“ wegen Corona-Situation auf 2021 verschoben Intendant Dr. Johannes Wildner arbeitet auf Hochtouren an einer den Sicherheitsrichtlinien entsprechenden Fassung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“, um auch im Sommer 2020 ein Opernerlebnis in der Burg Gars anbieten zu können.

Eigentlich hätte das 30-Jahr-Jubiläum der Burg Gars als Opernspielort mit Georges Bizets „Carmen“ zelebriert werden sollen. Doch die vorherrschende Lage und die Rahmenbedingungen für Veranstaltungen im Sommer 2020 lassen eine Umsetzung der mit Solisten aus der ganzen Welt und großen Theatereffekten konzipierten Garser Carmen-Inszenierung nicht zu. Bereits erworbene Karten für Carmen 2020 behalten sitzplatzgenau ihre Gültigkeit für die neuen Spieltermine 2021. Um eine der schönsten Freiluft-Kulissen Österreichs 2020 trotzdem mit kulturellem Leben zu erfüllen, unternehmen Intendant Johannes Wildner und sein Team gegenwärtig alles, um den Opernfreunden eine alternative, den Sicherheitsbestimmungen entsprechende Opernproduktion in der Burg Gars bieten zu können: Eine eigens geschaffene Fassung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in einer einzigartigen Version.

Die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Wenn man im Tempo der „Finanzhilfen der Bundesregierung für in Not geratene Gewerbebetriebe arbeiten würde, fällt in Gars bereits der erste Schnee bevor der erste Cent eintrifft – und dann geht nicht einmal eine „Entführung schlank“.

Sie haben richtig gelesen: Schnee – das ist der weiße Regen, den man in Wien gar nicht mehr kennt.  Im Waldviertel gibt es den noch!

Ich unterstütze Ideenreichtum, deshalb sage ich Ihnen, ob und wann Sie nach Gars aufbrechen sollten.

Salzburger Festspiele: Küss mich, wenn du magst
Hauptsache, Kunsttourismus! Die Salzburger Festspiele finden im Sommer tatsächlich statt – in abgespeckter Form und dank wundersamer Vorgaben. Die lesen sich wie eine Anleitung zu einem Ischgl-Inferno II.
Sueddeutsche Zeitung

Die Bayern neiden uns offenbar die Festspiele, deshalb stänkert Herr Brembeck herum und verkehrt dabei auch die Aussagen. Die Salzburger bieten nicht pausenlos Programme an, sondern pausenlose Programme! Hat es nun bei Ihnen getickt, Herr Brembeck? Dann sind Sie ein „Blitzgneisser“! Sollten Sie dieser Tage  zufällig nach Wien kommen, lade ich Sie herzlich in die Meidlinger FUZO zu einem Getränk beim Segafredo ein, damit Sie sehen, wie sich auch anderswo die Menschen unverhüllt (im Gesicht) aneinander drängen. Freilich, konsumieren tun diese dort nicht viel, sie „tauschen sich bloss aus“. Essam Shehata, der Besitzer (ein Freund von mir, der auch gerne für den Bundespräsidenten bis 2 h geöffnet lassen würde – ob der Werbung) hat von diesem „Austausch“ nicht viel, damit kann er kein Personal bezahlen. In Salzburg, so vermute ich, lassen die Besucher wenigstens Geld liegen!

Sommereggers Klassikwelt 37: Constanze Mozart – die unterschätzte Witwe
Die landläufige Meinung über die Witwe des wahrscheinlich größten musikalischen Genies aller Zeiten ist eher negativ besetzt. Wusste Constanze Mozart überhaupt, mit wem sie da verheiratet war? Als oberflächliche Person, welche die angeschlagenen Finanzen ihres Gatten durch Badekuren noch weiter belastete, oberflächlich war, und diesem Genie mehr schadete, als nützte?
Wer sich die Mühe macht, und seriöse Quellen zu Rate zieht, trifft auf eine völlig unterschiedliche Person. Die 1762 geborene Tochter Franz Fridolin Webers, der am Mannheimer Theater beschäftigt war, hatte noch drei Schwestern, die sämtlich musikalisch erzogen wurden. Mozart kam bei seinen Mannheimer Aufenthalten 1777 in Kontakt mit der Familie und verliebte sich erst in die zweitgeborene Aloisia, die ihn allerdings abwies. 1781 traf Mozart erneut auf die inzwischen nach Wien übersiedelte Familie Weber. Aloisia war inzwischen verheiratet und zu einer berühmten Sängerin aufgestigen. Ganz pragmatisch warb der Komponist nun um die jüngere Constanze, die er schließlich 1782 heiratete.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin.
https://klassik-begeistert.de/sommereggers-klassikwelt-37-constanze

Constanze war also nur zweite Wahl! Deppert war sie freilich nicht, sie hat sich nach Mozarts Tod seinen Biographen angelacht und fortan nicht schlecht gelebt!

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 28. MAI – 3. JUNI 2020

 

28.5. LE BELLE HELENE (aus Lausanne, Aufnahme v. 22.12.2019) BBC 3-15 Uhr
30.5. BENVENUTO CELLINI (Aufnahme v. 11.1.1986) Radio 4Hilversum-19 Uhr
COSI FAN TUTTE (ausAufnahme v. 6.2.2008) ORF Ö1-19.30 Uhr
CARMEN (aus Glyndebourne, Aufnahme v. 25.7.2002) BBC 3-19.30 Uhr
DIE ZAUBERFLÖTE (aus London, Aufnahme v. 27.8.2019) RAI 3-20.30 Uhr
31.5. FALSTAFF (Salieri;aus Schwetzingen, Aufnahme aus 1995) SWR 2-20.03 Uhr
THE VEILED PROPHET (aus Wexford, Aufnahme v. 28.10.2019) WDR 3-20.04 Uhr
1.6. JEPHTA (aus London, Aufnahme v. 30.8.2019) ORF Ö1-19.30 Uhr

HEUTE BEIM ONLINE-MERKER

Limitierte Besucherzahl, Mundschutz für Besucher!

Das Konzert ist ausgebucht!

info@der-neue-merker.at

 

 

Margarita Gritskova, Maria Prinz

  • Erschienen am 08.05.20 bei Naxos

Veranstaltung in der Merker Galerie (Präsentation der Prokofjew CD. Programm mit Moderation, Vortragen der Texte der Lieder auf Deutsch und natürlich Vortrag der Lieder in Originalsprache)

Kurzparkzone vor der Galerie bis 19 h – deswegen ab 19 h kein Parkproblem (ich würde aber trotzdem mit der U 6 Bahnhof Meidling – oder mit dem 62er – Philadelphiabrücke-  kommen).

Im Zuge des Konzerts sind auch die laufenden Ausstellungen unserer Galerie zu besichtigen

Dietrich Fischer-Dieskau zum 95. Geburtstag: Sänger der Superlative
Es ist ein bisschen wie mit Marie Curie. Man muss sie nicht kennen, um den Strom aus dem Atomkraftwerk aus der Steckdose zu ziehen – aber es war eben genau sie, die die Radioaktivität entdeckt hat. Dietrich Fischer-Dieskau ist vielleicht auch nicht allen U30-Musikfans gegenwärtig, trotzdem war er es, der den klassischen Liedgesang geprägt hat, ihn verfeinert und auf ein Niveau gehoben hat, an dem sich heute jede und jeder messen lassen muss.
BR-Klassik

Waidhofen/Ybbs
Opernstar Günther Groissböck kommt ins Alpenstadion
Konzert von Günther Groissböck und Musikverein Windhag geplant. Oper rund um und Schlosshofkino angedacht.
Niederösterreichische Nachrichten

Füssen räumt ab: Beste Newcomer aus Ludwigs Festspielhaus

Jedes Jahr kürt das Portal Musical1 die beliebtesten Musicals und Darsteller der deutschen Szene. Ludwigs Festspielhaus Füssen hat sich hier seit dem Neustart 2017 einen festen Platz erarbeitet und räumte gleich in mehreren Kategorien wichtige Preise ab.

Mehr in unseren „Infos des Tages“

TTT: Börsenguru Warren Buffett kauft noch keine Aktien – ein Signal für den nächsten Crash?
Der weltbekannteste Börseninvestor Warren Buffett misstraut der raschen Börsenerholung, verkauft große Engagements und zögert mit dem Neueinstieg. Er hortet lieber 137 Milliarden Dollar Cash. Viele werten das als ein Warnsignal, dass ein zweiter Börsenrückschlag droht.
https://www.gmx.net/magazine/wirtschaft/boersenguru-warren-buffett-kauft-aktien-signal-naechsten-crash-34734048

TTT beweist, dass wir Online-Merker auch andere Sorgen als Festspiele haben!

Coronavirus: Oxford vaccine ‘has only 50-per-cent chance of success’

‘We’re in the bizarre position of wanting Covid to stay, at least for a little while,’ says researcher
The Independent

Unkommentiert! Sie sind selbst des Denkens fähig!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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