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28. MÄRZ 2022 – Montag

28.03.2022 | Tageskommentar

ZU INSTAGRAM – Kurzvideo
Wien: RIGOLETTO: Die dritte „Gilda“ in der dritten Vorstellung.  Ein Kurzvideo vom Schlussapplaus – und die Rezension

Drei „Rigoletto“-Vorstellungen – drei verschiedene Gildas: Nach Rosa Feola und Vera Lotte Boecker kam an diesem Abend Lisette Oropesa zu ihrem „Gilda“-Debüt an der Wiener Staatsoper.

An Umbesetzungen ist in derzeit keine Mangelware, dass aber dieselbe Hauptpartie in drei Vorstellungen einer Aufführungsserie von drei verschiedenen Sängerinnen verkörpert wird, doch eher ungewöhnlich. Lisette Oropesa ist an der Staatsoper eben erst als Konstanze aufgetreten, ihre erste Wiener Lucia scharrt schon in den Startlöchern – und in diesem Zusammenhang war die eingesprungene Gilda eine abrundende und vom Publikum mit viel Beifall bedachte „Zugabe“. Diese Partie ist eine der „Paraderollen“ der Sängerin und wurde von ihr bereits an vielen großen Opernhäusern verkörpert, jetzt durfte sich auch die Wiener Staatsoper in diese lange Reihe einreihen.

Oropesas Sopran ließ Gilda keine kühle Virtuosität angedeihen, sondern trug das Herz auf der Zunge. Ihre Stimme ließ in der weich gebetteten Mittellage eine leise Wehmut anklingen, die an längst vergangene Opernzeiten erinnerte.

Zum Bericht von Dominik Troger

MAILÄNDER SCALA: PREMIERE „DON GIOVANNI“ (26.3.2o22)

Laut erstem Telefonbericht unmittelbar danach  eine mit Jubel aufgenommene Premiere

 

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

Neuer Manager: Anna Netrebko will ab Mai wieder auftreten
Maxim Berin mit Sitz in Monaco vertrat die Sängerin bisher nur in Osteuropa. Nachdem sich Netrebko von ihrer Berliner Agentur getrennt hat, wird er sie jetzt weltweit managen. Sie plane demnächst Auftritte in Israel, Asien und Lateinamerika.
BR-Klassik.de

Franz Welser-Möst: „Die Marke Netrebko“ ist „ziemlich kaputt“
Die Sopranistin und Dirigent Gergiev würden einen Kriegstreiber unterstützen oder sich nicht distanzieren.
WienerZeitung.at

Der Herr Welser-Möst ist grandios im Austeilen. Bei jeder passenden wie auch unpassenden  Gelegenheit zeigt er auf. Von mir bekommt er dafür keinen Applaus, denn das macht man ganz einfach nicht. Zumindest ich bin so erzogen worden!

Stuttgart
»Rumgeeier« des SWR: Der Stardirigent und das russische Geld
Teodor Currentzis verdankt seine Karriere seinem Riesentalent – aber auch Millionen aus dem russischen Staatsapparat. Das SWR-Sinfonieorchester hält an seinem Chefdirigenten fest. Wird mit zweierlei Maß gemessen?

…Eine Äußerung zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und zur Rolle des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist von dem Dirigenten bis heute nicht bekannt – und auch die Erklärung des SWR zum Beginn der anstehenden Tournee enthält kein Zitat von Currentzis selbst. Die Klassikszene wartete auf ein Statement, Kolleginnen und Kollegen zeigten sich verwundert. Einer, der den Griechen seit vielen Jahren kennt, sagt: »Teodor ist kein Putin-Freund. Aber er lässt uns rätseln, was er denkt.«
DerSpiegel.de

Was Herr Currentzis denkt, geht uns nichts an. Oder wurde auch die Gedankenfreiheit bereits abgeschafft? Es sieht so aus! Currentzis hat sich zum Thema überhaupt nicht geäußert, also auch nicht Putin-freundlich. Man möge doch die Künstler, die in ihrer Unwichtigkeit keinerlei Einfluss auf das Geschehen nehmen können, nicht zur Preisgabe ihrer Gedanken zwingen.

Leipzig: LOHENGRIN -Neuinszeniering, die an K.W. vorbeigegangene

Klaus Florian Vogt, Gabriele Scherer. Foto: Kirsten Nijhof

Immer noch oder genauer gesagt noch besser als je ist DER Sänger der Titelpartie unserer Zeit, der Tenor Klaus Florian Vogt. Jedes Opernhaus darf sich glücklich schätzen, ihn für die Titelrolle verpflichten zu können…

…Der hohen Festspielqualität dieser Besetzung stehen die anderen Sänger und Sängerinnen nicht nach. Sowohl die lyrisch-dramatische Sopranistin Gabriela Scherer als Elsa wie ganz besonders die Mezzosopranistin Kathrin Göring als Ortrud, die von der Inszenierung in das dramatische Zentrum gerückt wird, überzeugen restlos…

...Mit der Besetzung des Königs durch den balsamisch und mächtig, immer kultiviert singenden Bass Günther Groissböck, der erst kurzfristig in die Produktion eingestiegen ist, zeichnet sich diese Premiere durch eine weitere Luxusbesetzung aus. Ihm zur Seite steht mit Mathias Hausmann als Heerrufer der an der Oper Leipzig besonders geschätzte Bariton, der makellos singt…

Oper Leipzig: „Lohengrin“ – Ortruds Rache – oder es gibt (k)ein Glück, das ohne Reu‘
Von Dr. Guido Müller
Klassik-begeistert.de

Deutsche Oper Berlin: Olivier Pys schwierige Vêpres Siciliennes
Licht und Schatten bei der Berliner Premiere von Die Sizilianische Vesper in der französischen Originalversion. Olivier Py verlegt die Oper in das französisch beherrschte Algerien. Leider gerät Pys düstere Neuinterpretation schnell in plakatives Fahrwasser. Doch auch die Sänger überzeugen nur teilweise. Enrique Mazzola am Pult schien sich Pys drastischer Deutung anzuschließen.
konzertkritikopernkritik.berlin/aschlatz

Malaga
Just in: Malaga cancels unsold Domingo concert
https://slippedisc.com/2022/03/just-in-malaga-cancels-unsold-domingo-concert/

Das ist Placido Domingo wohl auch noch nie passiert – ein Auftritt von ihm interessiert „kein Schwein“. Jedenfalls musste das Konzert abgesagt werden, weil weniger als ein Drittel der Karten verkauft wurde!

DRESDEN: Ab 2.4. MADAMA BUTTERFLY mit Kristine Opolais

 

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos und einem Video

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ZU INSTAGRAM mit Video (5 Minuten)

Essen/ Philharmonie
Diana Damrau, Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch begeistern in der Essener Philharmonie
opernmagazin.de

Die Oper wird plötzlich filmreif
Im Musiktheater haben Video und filmische Formen sprunghaft zugenommen. Warum ist das so? Was ist der Nutzen? Vier Thesen zu einem neuen Phänomen.
NeueZürcherZeitung.ch

„Konzertgänger in Berlin“
Feuertortig
DSO, Ticciati, Christian Tetzlaff spielen Brahms und Elgar
Robin Ticciati, Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, ist niemals faul oder bequem oder würde es sich leichtmachen – im Gegenteil. Und dafür lieben ihn das Publikum und sehr spürbar auch seine Musiker
https://hundert11.net/feuertortig/

Hannover
Verfremdungsgesänge
An der Staatsoper Hannover hat Ersan Mondtag die romantische Oper „Der Vampyr“ von Heinrich Marschner politisch aufgemöbelt. Und bietet damit beste Unterhaltung.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/heinrich-marschner-ersan-mondtag-1.5555250

Florenz: Audienz beim Opernkönig
Seit zwei Jahren ist Florenz die Heimat von Alexander Pereira, der einst das Opernhaus Zürich in die Champions League führte. In Italien zelebriert der Intendant der Herzen die Musik, das Kochen – und die Liebe.
SchweizerIllustrierte

Musikgeschichte: Abschied von einem großen Tonkünstler
Vor 125 Jahren starb Johannes Brahms – sein Leichenbegängnis wurde zur Reverenz an den Klassiker aus Hamburg.
WienerZeitung.at

Benefiz für die Ukraine – am 28.3. live am GLOBE WIEN Player streamen und unterstützen!

 

Der Benefizabend mit zahlreichen Vertreter*innen der österreichischen Kabarettszene im GLOBE WIEN war innerhalb weniger Stunden ausverkauft – jetzt wollen die Künstlerinnen und Künstler möglichst vielen Menschen digitalen Zugang per Streamingangebot ermöglichen und damit auch weitere Spenden sammeln.

Hilfe für die Ukraine – NACHBAR IN NOT
am Montag 28. März, 19:30 Uhr live im GLOBE WIEN und zeitgleich im Streaming am GLOBE WIEN PLAYER – https://player.globe.wien

Die Vorstellung wird danach sieben Tage online verfügbar sein.
https://player.globe.wien

94. Academy Awards : „Coda“ gewinnt Oscar als bester Film

Das Gehörlosen-Drama „Coda“ von US-Regisseurin Siân Heder hat den Oscar als bester Film des Jahres gewonnen. Den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann die Schauspielerin Jessica Chastain. Und auch ein Deutscher wurde ausgezeichnet.
Frankfurter Allgemeine

Oscar-Gala 2022: Als Will Smith zuschlug und die Show weiterging
Es sollte ein Abend zur Feier der US-Filmindustrie werden. Letztlich wurde es eine Nacht der Scheinheiligkeit, weil Will Smith, der kurz darauf den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann, die Nerven verlor und Komiker Chris Rock auf der Bühne attackierte. weiterlief
Die Presse.com

Bei solchen Attacken vermutet man meist einen gewollten Gag. Aber diese Erregung und der dadurch bedingte Faustschlag scheinen echt gewesen zu sein. Allerdings hätte ich angenommen, dass sich ein Schauspieler von diesen Graden besser im Griff hat.

Aktuelles in der „Neuen Zürcher Zeitung“

Joe Biden sagt, er habe keinen Machtwechsel in Moskau gefordert: Der amerikanische Präsident Joe Biden hat dementiert, dass er bei seiner Rede zum Ukraine-Krieg in Warschau den Sturz des russischen Präsidenten Wladimir Putin gefordert habe. Eine Reporterin fragte Biden am Sonntagabend: «Herr Präsident, wollen Sie, dass Putin (von seinem Amt) entfernt wird? Herr Präsident, haben Sie einen Regimewechsel gefordert?» Biden antwortete darauf: «Nein.» Biden hatte Putin am Samstagabend bei seiner Ansprache einen «Diktator» genannt und mit den Worten geschlossen: «Um Gottes willen, dieser Mann kann nicht an der Macht bleiben.»
Zu den neusten Entwicklungen
Ukraine verteidigt Zugang zum Schwarzen Meer: Mit Gegenstössen im Süden verhindert die ukrainische Armee, dass das Land vom Schwarzen Meer abgeschnitten wird. Am Samstag sagte ein Sprecher des Pentagons, dass die russische Armee die volle Kontrolle über die Hafenstadt Cherson verlieren könnte. Sie sei jetzt «umkämpftes Gebiet». Die Stadt liegt am Mündungsdelta des Dnipro am Schwarzen Meer etwa 150 Kilometer östlich von Odessa.
Zum Bericht
Bundeskanzler Olaf Scholz plant Raketenschutzschild für Deutschland: 100 Milliarden Euro will die deutsche Regierung in den nächsten Jahren zusätzlich in die Verteidigung investieren. Der Bundeskanzler erwägt die Anschaffung des israelischen Systems «Arrow 3». Es ist in der Lage, Langstreckenraketen sehr hoch über der Erde zu zerstören, bis in die Stratosphäre hinein. Dazu ist die Bundeswehr bisher nicht in der Lage.
Zum Bericht
Der neutrale Kontinent Afrika: Kein Kontinent tut sich schwerer damit, die völkerrechtswidrige Invasion in der Ukraine zu verurteilen. Ein Teil der afrikanischen Zurückhaltung lässt sich historisch erklären. Mehrere afrikanische Regierungsparteien sind aus antikolonialen Befreiungsbewegungen hervorgegangen, die von der Sowjetunion unterstützt wurden.
Zum Bericht

„Schlächter“ Putin: Macron distanziert sich von Biden-Sagern
Der französische Staatschef Emmanuel Macron hat sich von der Wortwahl von US-Präsident Joe Biden distanziert, der den russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen des Angriffskrieges auf die Ukraine einen „Schlächter“ genannt hat. Er würde diesen Begriff nicht verwenden, sagte Macron am Sonntag. Es gelte, „eine Eskalation der Worte wie der Handlungen“ im Ukraine-Krieg zu verhindern.
https://orf.at/stories/3256075/

Es ist wohl die Höchsstrafe für den US-Präsidenten, wenn sich der weit besonnenere französische Präsident von Bidens Aussagen distanzieren muss.

Deutschland
Machtwechsel im Saarland steht an. SPD holt Absolute im Saarland, Debakel für CDU
Ampelparteien FDP und Grüne nicht mehr im Landtag
http://www.krone.at/2666395

Die Grünen haben den Einzug in den Landtag angeblich nur um 23 Stimmen verfehlt. Die AfD hat es hingegen geschafft, 5,9 %. Auch die sehr selbstbewusste FDP landete einen Bauchfleck.

Auto-Rennsport: Verstappen schlägt in Dschidda zurück
Max Verstappen hat am Sonntag beim zweiten Grand Prix der neuen Saison in der Formel 1 seinen ersten Sieg gefeiert. Der Weltmeister setzte sich in Saudi-Arabien im Red Bull vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc sowie Carlos Sainz durch und feierte seinen 21. Karriereerfolg. Vierter wurde Verstappens Teamkollege und Polesetter Sergio Perez.
https://sport.orf.at/stories/3093690

Trotz der Verstappen-Siegs ist aber Ferrari das Team der Stunde. Mercedes (mit Hamilton) ist im Moment ziemlich „von der Rolle“, aber natürlich werden Toto Wolf, Verstappen und Co. bald eine Antwort finden!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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