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28. JUNI 2021 – Montag

28.06.2021 | Tageskommentar

Ballettpremiere an der Wiener Staatsoper mit 3 Choreographien. Symphony in Three Movements“, Choreographie: George Balanchine. Foto: Ashley Taylor

Kinder des Glücks sind auch sie nicht gewesen, die Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsballetts in dieser von der Corona-Pandemie geprägten und zersplitterten Saison 2020/21. Interessant hätte diese gewesen sein können: Mit Martin Schläpfer ist ein neuer, hier zuvor wenig bekannter Ballettdirektor älteren Semesters engagiert worden, der mit seinen choreographischen Schöpfungen in erster Linie nach einer Anerkennung durch Publikum und Presse sucht. Und die Frage, wie sich die zuvor von Tanzstar Manuel Legris exzellent gedrillte Kompanie unter den Anleitungen des neuen Chefs weiterentwickeln wird. Oder stagniert, abrutscht? Alles ist zuerst einmal offen geblieben – und somit ist ab September anzunehmen, dass es dem Wiener Staatsballett nicht an interessanten Aspekten fehlen wird.

In dieser zu Ende gehenden Saison durften die Tänzer bloß dreieinhalb Monate auf der Bühne stehen – und dann ist schnell noch vier Tage vor der Sommerpause doch noch eine Premiere, eine einzige Vorstellung, angesetzt worden. Und diese zeigt an, wie es auch im nächsten Jahr weitergehen wird: Ballett ganz ohne Ballettmusik. Nun, die Musik ist diesmal schon sehr anspruchsvoll. Und die einstudierten Stücke haben auch ihre Qualitäten. Routiniers sind an der Arbeit. Kurz eine Charakterisierung dieses Programms (und auch der künftigen neuen Ballettabende): Musik für den Konzertsaal wird vom Orchester unter Robert Reimer (schon wieder ein herbei geholter anderer unbekannter Neuling am Pult) in folgender Reihenfolge aufgespielt – „Symphony in Three Movements“ (Igor Strawinski, 1945 vollendet) / „Pictures at an Exhibition“ (Modest Mussorgskis berühmter Klavierzyklus, 1874) / „Symphonie Nr. 15“ (der symphonische Abgesang von Dmitri Schostakowitsch)…

Zum Premierenbericht von Meinhard Rüdenauer

Auf den Spuren von Balanchine und Co: „Tänze Bilder Sinfonien“
Der Standard.at

Staatsballett: Saisonschluss mit Schläpfer-Uraufführung
https://amp.kleinezeitung.at/6000195

„operklosterneuburg“ startet am Samstag, 3. Juli

 

 

Damit startet die Outdoor-Saison. Nutzen Sie die Gelegenheit, die „Halbwegs-Normalität auszuleben und helfen Sie den Veranstaltern über den Verlust des Vorjahres hinweg

Wien „Porgy and Bess: Heute ab 20,00 Uhr gibt es heute die Möglichkeit sich für den lifestream für die Premiere ‚Mahagonny ein Songspiel‚anzumelden 

https://www.porgy.at/events/10512/

GRAZ STYRIARTE 2021- ERÖFFNUNG: AMOR & PSYCHE von JOHANN JOSEPH FUX am 25.6.2021

So sollte es bei der Eröffnungspremiere aussehen – allerdings machte das Wetter die Freiluftaufführung unmöglich und man musste vom Barockhof des Schlosses Eggenberg in die nüchtern-abstrakte Helmut-List-Halle ausweichen.

Probenfoto: Nikola Milatovic

Zum Bericht von Hermann Becke

https://deropernfreund.de/graz-styriarte-6.html

Graz
„Amor und Psyche“ erobern Schloss Eggenberg
https://www.krone.at/2448275

Graz/ Ring Award
Junges Musiktheater schlägt neue Haken
Das Finale des Ring Award für Opernregie und Bühnengestaltung in Graz demonstrierte, dass die kanonischen Werke wie Mozarts „Don Giovanni“ noch lang nicht auserzählt sind.
Kleine Zeitung

BERLIN: DER FREISCHÜTZeine konzertante Aufführung der Berliner Staatsoper, 26.06.2021

Der bundesdeutschen Hauptstadt blieb es im Jubiläumsjahr vorbehalten, ausschließlich und gleich doppelt ihr Geburtstagskind zu zelebrieren, nämlich den 200. Jahrestag der Uraufführung von Carl Maria von Webers Märchenoper „Der Freischütz“, der wohl deutschesten aller deutschsprachigen Opern. ..

…Man konnte mit fast kompletter Hausbesetzung auftrumpfen und auch der einzige Gastsänger des Abends, Christof Fischesser, ist als ehemaliges Ensemblemitglied der Lindenoper dem Haus nachhaltig verbunden.

Der Abend wurde ohne Pause gegeben und alle Dialoge, die nicht unmittelbar innerhalb musikalischer Szenen eingebunden sind, wurden gestrichen und durch Texte von Schauspieler Klaus Christian Schreiber vortragend ersetzt, der sowohl den Samiel gab und unterhaltsam zwischen den Nummern durch die Handlung führte…

Zum Bericht von Sigrid E. Werner

BERN: VIVA VERDI! Ausschnitte aus Otello, Rigoletto, La Traviata & Co., Konzert Theater Bern, Vorstellung: 26.06.2021, 19.00 (3. Vorstellung • Premiere am 17.06.2021)

 Konzert Theater Bern beendet die laufende Saison mit einer Verdi-Gala, da die italienische Oper auf Grund von Corona doch etwas zu kurz gekommen ist. Von «Otello» konnten nur wenige Vorstellungen gespielt werden, « Norma» musste ganz abgesagt werden…

Zum Bericht von Jan Krobot

Stream: „Holle!“ als Kinderoper von Sebastian Schwab in der Jungen Oper (JOIN) am 27.6.2021/STUTTGART

Maria Theresa Ullrich. Foto: Matthias Baus

 Es ist eine leichte Abwandlung des berühmten Märchens „Frau Holle“ der Gebrüder Grimm nach einem Libretto von Kai Weßler. Aus den beiden Holle-Töchtern werden nämlich gestandene Männer. Doch auch hier sorgt Frau Holle für Schneegestöber und Blumenwiesenwetter. Doch sie schafft das Pensum leider nicht mehr allein. Frau Holle braucht unbedingt Unterstützung. Die bekommt sie von Pech-Andy und Gold-Andy, die sich als neue Wetterexperten bewerben…
Zum Bericht von Alexander Walther

Stuttgart: Gauthier Dance „SWAN LAKES“ 25.6. 2021 im Theaterhaus (Premiere 24.6.) – weit hergeholte Bezüge

Ungewöhnliche Schwäne in Marie Chouinards „Le chant du cygne. Copyright: Jeannette Bak

Nach dem als stream gezeigten Projekt „Dying Swans“ im April kamen nun die bereits für das letztjährige Colours Festival geplanten Phantasien zum wohl berühmtesten Stoff der Ballettgeschichte unter der schlichten Bezeichnung „Schwanenseen“ live und endlich wieder vor Publikum auf die Bühne des Theaterhauses. Dem unermüdlichen Compagniechef Eric Gauthier ist es dafür gelungen vier ChoreographInnen zu gewinnen, die allesamt durch eine besondere Stellung bzw. stilistische Exzentrik Wegmarken in der jüngeren Tanzentwicklung gesetzt haben. Zwei davon sind gar Hauschoreographen des rührigen Ensembles oder wie das heute „Artist in residence“ heißt…

Zum Bericht von Udo Klebes

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 1. Juli 2021  
GODZILLA VS. KONG/USA / 2021
Regie: Adam Wingard
Mit: Alexander Skarsgård, Rebecca Hall, Demián Bichir u.a.

Es gab Zeiten, da reichte ein Godzilla, da reichte auch ein King Kong für sich allein, um einen Blockbuster zu kreieren. Wenn es ein bisserl mehr sein darf, dann kombiniert man die beiden Monster nun in einem Film und lässt sie auf einander los. Das bringt ja noch mehr, als wenn sie nur isoliert Städte und Menschen zerstören… Wo soll sich allerdings das Publikum hier positionieren? Es ist schon so, dass einem im Zweifelsfall das Säugetier, sprich, der Riesenaffe, lieber ist als die Riesenechse, weil dem Menschen bekanntlich schon seit der Schlange in der Bibel eine instinktive Scheu davor mitgegeben ist…

Natürlich ist die finale Schlacht der Titanen das, worauf ein Popcorn-Publikum wartet und ein Anrecht hat, aber bevor die digitalen Künste explodieren, gibt es noch ein paar Menschen. Ein Team befasst sich mit Kong – Rebecca Hall als Ilene Andrews betreut ihn auf Skull Islan , und, als besonders „rührendes“ (oder wenn man will: kitschiges) Element, ist da ihre Adoptivtochter, ein taubes kleines Mädchen mit den asiatischen Gesichtszügen (Kaylee Hottle), das mit dem Affen in der Taubstummensprache kommuniziert.

Parallel wütet Godzilla tödlich in den USA herum und erinnert sich daran, dass die Japaner ihn erfunden haben, weshalb er sich in Richtung Tokio aufmacht: Das sorgt schon dafür, die Lust an der Zerstörungswut teilweise zu befriedigen. Die ganze „Menschen-Handlung“, in der noch Dr. Nathan Lind (Alexander Skarsgård) und Walter Simmons (Demián Bichir) wichtige Rollen spielen, ist eigentlich eher retardierend, weil das Publikum natürlich auf die Action wartet…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Warum sinken die TV-Zahlen der Fußball-EM so stark?

https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-em/tv-quoten-bei-fussball-em-bei-ard-und-zdf-sinken-deutlich-17406964.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

TTT sucht nach einer Erklärung: Früher waren die emotionale Aufnahme einer Opernaufführung und eines Fußballspiels im gleichen Rahmen menschlichen Empfindens, der mentalen Aufnahme.  Man konnte sich seinen Gefühlen hingeben, hier wie dort.

Man gab sich hin, war im Flow und die Aufführung verinnerlichten Menschen im überwiegenden emotionalen Empfinden, wie im Fußball, erreichte Gefühle und Intentionen. Das hat sich in vielen Fällen geändert, da man dieses tiefe Empfinden kaum noch erreichen kann. Kanäle menschlichen Verstehens und der Hingabe werden  ständig  durch szenische Informationen im werkzertrümmernden Regietheater blockiert, die im Unterbewußtsein sofort als unstimmig emfunden werden. Man muss ständig intellektuell hinterfragen oder resignierend Achselzucken…

Mehr darüber in den heutigen Infos des Tages!

Klaus Billand zur Fußball-EM: „Gleiche Höhe großzügiger fassen“!

Klaus Billand ist auch an Fußball stark interessiert und hat anlässlich des aberkanntenArnautovic-Tores eine Vorschlag bereit: Ich finde die Haarspalterei beim Abseits langsam unerträglich! Wieviele schöne Tore wurden wegen Zentimetern bisher schon annulliert!

Ich schlage vor, die Regel wie folgt zu ändern. Gleiche Höhe sollte so definiert sein, dass beim Ziehen der Linie irgendein Körperteil beider Spieler von der Linie berührt wird. Die Zentimeterzählerei zwischen hinterer Schulter und nach vorn strebender Mittelstirn muss jedenfalls ein Ende haben. Man sollte hier das Motto der Justiz beherzigen, „In dubio pro reo“. Es geht schließlich darum, Tore zu schiessen und nicht geschossene zu annullieren!…

Im Prinzip hat Klaus Billand Recht, die oft kuriosen Vorgänge bei der Europameisterschaft widersprechen immer noch geltenden Fußballregeln. Das Regelwerk selbst ist in Ordnung, Abseits wurde bereits vor vielen Jahren neu ausgelegt. Hieß es zu meiner Schirianfangszeit „im Zweifelsfalle für die verteidigende Mannschaft (was für die Schiris viel leichter war), so gilt nun „im Zweifel für den Angreifer“. Genau das meint K.B – und genau so ist die Abseitsregel, die für mehr als 99 % der Spiele gilt (der Videoassistent wird ja nur im obersten Bereich herangezogen).

Beim „Videoassistenten“ wird nun zum Schaden des Fußballs stark übertrieben. Es empfiehlt sich, nach einem Tor nicht spontan zu jubeln, sondern darauf zu warten, was die Fußballweisen im Videokammerl ausbaldowern. Das Fehlen von Spontanreaktionen tut dem Fußball gar nicht gut. Hört bitte mit diesem Blödsinn vor dem nächsten großen Bewerb auf! Der Videoassistent sollte nur im echten Zweifelsfall und auf ausdrückliches Verlangen des Schiedsrichtern herangezogen werden, nicht zum Flöhe/Läuse suchen.

Der regierende Europameister Portugal ist gestern gegen Belgien unglücklich ausgeschieden, begeistert haben die Sieger nicht.

Beim zweiten Spiel hat hingegen meine slawische Seele Labung erfahren. Tschechien, das Land meiner Vorfahren sowohl mütterlicher- wie auch väterlicherseits) besiegte den Favoriten Holland sicher mit 2:0. Gewiss, auch in diesem Spiel gab es eine vom Videoassistenten beinflusste Entscheidung, die jedoch meiner Meinung nach nicht spielentscheidend war – obwohl es zu deren Zeitpunkt 0:0 stand. Wenige Minuten zuvor stürmten nämlich zwei Niederländer (Weltklassefußballer, einer davon gehört zu den schnellsten weltweit)  ballführend auf den tschechischen Tormann zu. Die Art, wie der Keeper sich in Ballbesitz setzte, war sensationell und die eigentlich entscheidene Szene. 

Bei 1:0 für Holland wäre das Spiel anders ausgegangen, die Niederländer waren daraufhin entnervt und gebrochen! Dann griffen die Herren im Videokammerl ein und zwangen den Schiri zum Auschluss eines Niederländers wegen Handspiels. Die beiden siegbringenden Treffer fielen dann zwangsläufig.

In den Niederlanden wird nun voraussichtlich der Trainer, ein ehemaliger Weltklassekicker, geschasst.

Ich bin froh, zu einer Zeit Fußballschiedsrichter gewesen zu sein, zu der der Schiri keine ferngesteuerte Marionette war!

Zur Feier des Tages die Hymne Tschechiens

 

Die Hymne Tschechiens

Opernfreund (www.deropernfreund.de ) Peter Bilsing hat dieser Hymne sogar einen Artikel gewidmet (Entstehung etc.)
Peter Bilsing stellt Nationalhymnen vor, die jeder Oper zur Ehre gereichen würden

https://www.deropernfreund.de/nationalhymnen.html

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Amerikaner fliegen Luftangriffe in irakisch-syrischer Grenzregion: Die Angriffe zielten auf Orte, die nach US-Angaben von pro-iranischen Milizen genutzt wurden. Von diesen Einrichtungen aus hätten vom Iran unterstützte Milizen mit Drohnen Angriffe auf US-Personal und Einrichtungen im Irak gestartet.
    Zu den neusten Entwicklungen
  • Palästinenser protestieren gegen Präsident Abbas und die Autonomiebehörde: Der Tod eines Kritikers von Mahmud Abbas treibt Palästinenser auf die Strassen. Die Autonomiebehörde geht dabei brachial gegen die Demonstranten vor. Die Palästinenser sehen Abbas zusehends als Erfüllungsgehilfen der israelischen Besatzer.
    Zum Bericht
  • Brennende Kirchen nach Fund von Indigenen-Gräbern in Kanada: Am Samstag sind zwei katholische Kirchen in Kanada in Flammen aufgegangen. Es könnte sich um Racheakte von Indigenen handeln. Laut der kanadischen Wahrheits- und Versöhnungskommission starben 6000 indigene Kinder in katholischen Einrichtungen.
    Zum Bericht
  • Beppe Grillo demontiert seine Fünf-Sterne-Bewegung: Der Komiker und politische Strippenzieher in Italien hat klargemacht, dass seine Partei Cinque Stelle ihm gehört und er über sie verfügt. Dem von ihm selbst ernannten, formell aber noch nicht gewählten Parteichef Giuseppe Conte droht er mit dem Rauswurf.
    Zum Bericht
  • Max Verstappen lässt Lewis Hamilton in Spielberg keine Chance: Der Triumph beim Grossen Preis der Steiermark ist der vierte Erfolg des Niederländers, der in der Gesamtwertung auf den Zweitplatzierten Lewis Hamilton nun 18 Punkte Vorsprung hat.
    Zum Bericht
  • Bahnen müssen Stationen ein zweites Mal für Rollstuhlfahrer umbauen: Die SBB und weitere Unternehmen müssen Bahnhöfe für viel Geld zusätzlich behindertengerecht anpassen. Die Branche führt dies auf ungenaue und verschärfte Vorgaben zurück. Allein die SBB planen gegenwärtig rund 70 Millionen Franken zusätzlich ein.
    Zum Bericht
  • Zitat Ende.
  • Autorennsport: Max Verstappen gewinnt auch am Österreich-Ring
  • Dennoch, bis zum Weltmeistertitel ist es noch weit. Dabei täte ein neuer Weltmeister dem Rennsport so gut!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C

 

 

 

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