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28.JUNI 2020 – Sonntag

28.06.2020 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: Ehrenmitgliedschaft für Dominique Meyer und Thomas Platzer. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Dominique Meyer und Thomas Platzer zu Ehrenmitgliedern der Wiener Staatsoper ernannt

Nach dem umjubelten „Galakonzert des jungen Ensembles“ am Samstag, 27. Juni 2020, wurden Staatsoperndirektor Dominique Meyer und der langjährige kaufmännische Geschäftsführer des Hauses Thomas Platzer zu Ehrenmitgliedern der Wiener Staatsoper ernannt.

Die Ehrung in Anwesenheit des Orchesters der Wiener Staatsoper, den Dirigenten des Abends Marco Armiliato und Adam Fischer – sowohl das Orchester als auch die beiden Dirigenten sind Ehrenmitglieder des Hauses – den Solistinnen und Solisten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses erfolgte auf offener Bühne durch Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Mag. Christian Kircher. Die Laudationes hielten Dr. Heinz Fischer (auf Dominique Meyer) und Direktor Dominique Meyer (auf Thomas Platzer). Im Rahmen der Feierlichkeit wurden Dominique Meyer und Thomas Platzer auch die von Juwelier Wagner gestalteten und zur Verfügung gestellten Ehrenringe der Wiener Staatsoper überreicht.

Galakonzert des Jungen Ensembles am 26.6.

Darüber wollen wir morgen mehr berichten. Auf den ersten Blick habe ich bei kurzer Betrachtungs des Streams (ich werde ihn heute ausführlicher studieren) besonders beim Dirigenten Marco Armiliato jede Menge Händedrücke und sogar Handküsse gesehen. War das jetzt als Provokation gemeint oder kann/ will der Maestro seine Gewohnheiten nicht ändern?

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

WIEN: PRAYNER-KONSERVATORIUM MELDET KONKURS AN

Aufgrund des durch den Corona-Virus bedingten Entganges von Studiengebühren, hat das Prayner-Konservatorium (der Inhaber des Ehrbar Saales) Konkurs angemeldet. Ich hoffe, dass der Ehrbar Saal der klassischen Musik weiter erhalten bleiben wird!

Clemens Horvat

An das Wort Konkurs werden wir uns in nächster Zeit gewöhnen müssen, die große Welle steht noch bevor Das Prayner-Konservatorium konnte mit den Almosen der Bundesregierung nicht gerettet werden.

Ist wirklich schade darum?  Werden deshalb wirklich weniger junge Menschen zur Opernbühne streben? Wenn der Konkurs das bewirkt, hat er auch sein Gutes. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, welch unsicheres Terrain dieser Beruf ist.

Das Konservatorium wurde 1905 von der Musikpädagogin Eugenie Patonay als Musikschule gegründet und bereits nach kurzer Zeit als Konservatorium für Musik und dramatische Kunst weitergeführt. 1911 übersiedelte das Institut in die Räumlichkeiten der ehemaligen Klavierbaufirma Ehrbar, das Ehrbar-Palais in der Mühlgasse 28–30 im 4. Bezirk in Wien. Bald wurde auch Schauspiel- und Ballettunterricht angeboten. Es folgte eine bewegte Anfangszeit mit großem Studentenandrang und baldigen Erfolgsmeldungen über ausgezeichnete Absolventinnen und Absolventen des Konservatoriums.

Ein Konkurs der  anderen Art:

CORONA-VERORDNUNG: SINGVERBOT IN BERLIN

Die neue Corona-Verordnung verbietet in Berlin alles gemeinsame Singen in geschlossenen Räumen, in Schulen aber bleibt es erlaubt. Was soll das denn?! fragt Jan Bachmann in der FAZ

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/neue-corona-verordnung-singverbot-in-berlin-16834388.html

„Die Weinviertler Festspiele – Die Festspiele ohne Grenzen im Herzen Europas“ 
von Mikulov – Nikolsburg und Poysdorf

von 2. bis 23. August 2020

 

Dieses Festival für alle Sinne jedes Opernliebhabers führt den Intendanten zurück zu seinen familiären Wurzeln. Konzipiert als Länder übergreifende und verbindende Kooperation mit den Visegrad Staaten Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn sowie Slowenien ist es die Verwirklichung der Festpiele ohne Grenzen.

Am 13.8.1876 wurden die Bayreuther Festspiele gegründet. 144 Jahre später wird am 2.8.2020 um 18:00 Uhr mit der Galanacht “ Not only Wagner….“ das weltweit einzige Richard Wagner Open Air Festival  mit internationalen Stars der klassischen Musik im Amphitheater von Mikulov – Nikolsburg hochkarätig eröffnet.

Am 13.8.2020 folgt um 19:00 Uhr die erste Opernpremiere „Tristan und Isolde“ 

am 14. August um 19:00 Uhr die zweite „Der Fliegende Holländer“.

 

Der Intendant Peter Svensson singt sebst den Tristan, Martina Serafin ist als Isolde vorgesehen, Thomas J. Mayer wird als Kurwenal angeführt. Beim „Fliegenden Holländer ragen die Namen von Anna Gabler, Tomasz Konieczny und Franz Hawlata heraus!

Sollte sich das Festival wirklich in dieser Form durchführen lassen (wir haben Corona-Zeit), dann wäre das wahrlich eine kleine Sensation. Ich drücke für jedes Wagnis fest die Daumen und unterstütze medial, wo ich kann! Nicht ganz uneigennützig, weil über diese 3 Monate des Stillstands ohne Totalabfall der Quote  zu kommen, war wirklich nicht leicht – und die zwei folgenden Monate in der auch zu Normalzeiten „Sauregurkenzeit“  werden noch schwerer.

Wiener Festwochen starten am 26. August Rumpfausgabe
Nun wird es doch noch mehr als eine digitale Ausgabe der Festwochen geben. Real zu erleben: Anne Teresa De Keersmaeker, William Forsythe oder Marlene Monteiro Freitas.
Die Presse

Komponist Kurt Schwertsik wird 85: Die Rückseite der Erleuchtung
Am Donnerstag hat der Wiener seinen Geburtstag mit einer Uraufführung im Musikverein gefeiert. Ein heiteres Buch hat er auch verfasst
Der Standard

HANNOVER/Herrenhäuser Gärten: LE VIN HERBÉ – DER ZAUBERTRANK – Premiere

Foto: Dr. Klaus Billand

Die Staatsoper Hannover war der Corona-bedingten Pause überdrüssig und kam wieder einmal in die Herrenhäuser Gärten, die das älteste Heckentheater in der Gartengeschichte beherbergen. Die Verbindung zwischen der ursprünglichen Schlossoper und den Gärten währt schon seit 330 Jahren (!) – sogar beide Grundrisse ähneln sich sehr. Nach der Unbespielbarkeit der Oper infolge des 2. Weltkriegs waren die Gärten 1945 Ausweichspielstätte und somit der kulturelle Mittelpunkt Hannovers. Opern wurden allerdings immer nur im Galeriegebäude aufgeführt. Im Rahmen der an diesem Abend beginnenden „Summer Session 2020“ werden laut Ankündigung der Intendanz bis zum 12. Juli „Oper, Ballett und Konzerte“ in den Gärten aufgeführt.

Die Premiere bildete das weltliche Oratorium des Schweizer Komponisten Frank Martin „Le vin herbé“, für welches er Auszüge aus Joseph Bédiers‘ französischer Übersetzung und Rekonstruktion des Tristan-Stoffes in seinem Roman de Tristan et Iseut von 1900 vertonte…

Zum Bericht von Dr. Klaus Billand

OPER FRANKFURT: Liederabend Gaëlle Arquez (Mezzosopran) und Susan Manoff (Klavier) 

Gaëlle Arquez (Mezzosopran).  Foto: Barbara Aumüller

DRESDEN: FIDELIO – AUFNAHME IN DER PHILHARMONIE ( FIDELIO unter Marek Janowski mit Lise Davidsen, Christian Elsner, Johannes Martin Kränzle, Georg Zeppenfeld, Günther Groissböck)

 

Corona-gerechte Aufnahme  FIDELIO unter Marek Janowski mit Lise Davidsen, Christian Elsner, Johannes Martin Kränzle und Georg Zeppenfeld u.a.in der Philharmonie .

3 Sat-Dreh in Bayreuth

Günther Groissböck in Bayreuth

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Wiener Stadtspaziergang

Trautes Familienglück.

ZU INSTAGRAM mit einem weiteren Foto

Samstag am Wiener Naschmarkt/ Flohmarkt

 

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos und Videos

Das sind keine Luxuskäufe, auf dem Flohmarkt sucht man Schnäppchen. Allerdings zeigt eines der Videos das Problem von Netrebkos Bekanntheitsgrad. Der Händler schätzt sie offenbar nach den Gagen ein und lässt nicht mit sich handeln. So macht ein Flohmarktbesuch nicht wirklich Spaß.

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

„The Souvenir“ ist ein Gemälde von Jean-Honoré Fragonard, ein schönes Bild, aber kein weltbewegendes Meisterwerk. Es hängt in der Londoner Wallace-Collection, und immerhin kann man sich angesichts der seitlich gezeigten jungen Frau den Kopf zerbrechen, ob sie traurig oder entschlossen drein sieht. Darüber diskutieren Julie und Anthony ziemlich am Anfang ihrer Beziehung, und es bringt sie einander näher. Der Rest ist eine Tragödie, die bitter bis zum bitteren Ende führt.

„The Souvenir“, der Film der britischen Regisseurin Joanna Hogg, erzählt die Geschichte der Filmstudentin Julie, und nicht nur, weil sie in eine Schreibmaschine hineinklappert, muss die Sache in den achtziger Jahren spielen. Tatsächlich ist es Joanna Hoggs eigene tragische Jugendgeschichte, die sie hier auf die Leinwand bringt, getreu dem Rat der Lehrer an der Filmschule: Man solle etwas gestalten, wo man seine eigenen Erfahrungen einbringen kann.

Das will Julie – die an sich ein ruhiges, scheues Wesen ist – dennoch mit Entschlossenheit nicht. Sie will, zugegeben als Flucht aus ihrer eigenen saturierten großbürgerlichen Situation, über die Probleme der Arbeiter in der Hafenstadt Sunderlang berichten. Es kommt nicht dazu, und zu vielem anderen auch nicht…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

„Simpsons“: Weiße sollen nicht-weiße Figuren nicht mehr sprechen
Anlass der Entscheidung sind die Anti-Rassismus-Proteste in den USA. Betroffen sind die „Simpsons“-Charaktere Apu Nahasapeemapetilon und Dr. Hibbert.
Die Presse

Wie ist das jetzt gemeint, ich komme da nicht ganz mit. Dann dürften eigentlich Schwarze nicht mehr Opernrollen von Weißen singen? Hat man den Gedanken zu Ende gedacht?

Fußball Österreich: Dramatik pur in der Abstiegszone der Bundesliga.

In der Meistergruppe ist alles klar, Salzburg deklassiert seine Gegner. Dramatik pur gibt es jedoch im Kampf gegen den Abstieg, zwei runden von Schluß sind vier Vereine abstiegsgefährdet und nur minimal voneinander getrennt. Mit dem 5:2 Auswärtssieg von St. Pölten gegen die Austria und Admira-Wackers 2:1 in Mattersburg konnten unsere Experten denn doch nicht rechnen. Mein Herz schlägt für Admira-Wacker, vor Jahrzehnten hätte ich Geschäftsführer dieses Clubs werden können, habe jedoch im letzten Moment selbst die Reissleine gezogen. Erstens hätte ich deswegen meine Firma hintanstellen und vorübergehend in fremde Hände geben müssen, zweitens sind meine Fremdsprachenkenntnisse , vorsichtig ausgedrückt, durchaus ausbaufähig, drittens verstehe ich von Buchhaltung zwar sicher mehr, aber doch wiederum nicht viel mehr wie der Regisseur Serebrennikov, der sich und der Öffentlichkeit dennoch zugemutet hat, ein Theater zu leiten!  Zudem ist so ein Job ein Schleuderstuhl. Nein danke, wenn man sich erstens selbst richtig einschätzt und zweitens die Verantwortung für einen Familienbetrieb trägt, ist man in seinen Entscheidungen nicht frei!

Jetzt hoffe ich, dass Admira-Wacker es doch noch schafft, in der Liga zu verbleiben. Sicher bin ich nicht, denn St. Pölten ist ein unberechenbarer Gegner und im letzten Spiel muss  Admira-Wacker in Wattens/Tirol ran. Das wird ein Nervenspiel, der Verlierer steigt ab! 

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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