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28. JULI 2021 – Mittwoch

28.07.2021 | Tageskommentar

Riccardo Muti feiert heute seinen Achtziger. Das Foto ist schon ein paar Jahre alt, aber zum runden Geburtstag sei es hervorgeholt.

Riccardo Muti – Verdis Stellvertreter auf Erden
Tagesspiegel.de

Die Musik ist seine Mission – Maestro Riccardo Muti wird 80
Neue Musikzeitung/nmz.de

Riccardo Muti zum 80. Geburtstag
Energischer Pultstar
BR-Klassik.de

SALZBURG: DON GIOVANNI. Die Meinungen in den Kritiken sind geteilt

Davide Luciano in der Titelrolle. Foto: Ruth Walz/ Salzburger Festspiele

Erfolge lassen sich nicht vorprogrammieren. Romeo Castellucci wollte mit „Don Diovanni“ an seinen „Salome“-Inszenierung anschließen – und das ist nur bedingt gelungen. Überzeugen Sie sich vom Ergebnis am 7.8. auf „arte TV„. Auch ich werde mich nicht zu einer Produktion äußern, die ich noch nicht gesehen habe. Es waren jede Menge Kritiker zur Stelle:

Castelluccis „Don Giovanni“ in Salzburg: Vom Sterben des geilen Mannes
Der Regisseur nützt die Mozart-Oper im Großen Festspielhaus zur Entfaltung eines magischen Assoziationstheaters, das ein Hauch von Trivialität umweht
Der Standard.at

Salzburger Festspiele: Dieser „Don Giovanni“ entzieht sich einem eindeutigen Urteil
„Don Giovanni“ in der Inszenierung von Romeo Castellucci und dirigiert von Teodor Currentzis – kein Platz für Heiligtümer am Tag der Abrechnung
Kurier.at

Don Giovanni“ in Salzburg: Ein Fest der Maßlosigkeit
Salzburger Festspiele: Mozarts „Don Giovanni“ von und mit Romeo Castellucci und Teodor Currentzis im Großen Festspielhaus.
Münchner Abendzeitung

Harmloser „Don Giovanni“ in Salzburg
Zuerst fällt ein Auto vom Himmel und landet mit Wumms auf dem Bühnenboden, dann folgen der Rollstuhl des Commendatore und ein Flügel, auf dessen zwei Bruchstücken Don Giovanni und sein Diener Leporello ein wenig herumklimpern.
Sueddeutsche Zeitung

„Don Giovanni“: Tod in der Farbpfütze
Die zentrale Opernpremiere der Salzburger Festspiele schockiert nicht, erfüllt aber auch keine Sensationserwartungen. Romeo Castellucci inszeniert mit schwankender Güte, Teodor Currentzis sorgt als Dirigent für Spannung – doch ohne Spitzensänger.
Wiener Zeitung

Was will die Ratte an der Rampe?
Dirigent Teodor Currentzis und Regisseur Romeo Castellucci machen Mozarts „Don Giovanni“ bei den Salzburger Festspielen zur Materialschlacht.
Tagesspiegel.de

„Don Giovanni“-Premiere live
Eines der programmierten Höhepunkte des Festivalsommers ist die erste Opernpremiere der Salzburger Festspiele: Mozarts „Don Giovanni“ neuinterpretiert von Kultdirigent Teodor Currentzis am Pult und Regiemystiker Romeo Castellucci.
http://oe1.orf.at/artikel/686390/Don-Giovanni-Premiere-live

Salzburger „Don Giovanni“. Revolution hinter dem FFP2-Vorhang
https://orf.at/salzburgerfestspiele21/stories/3222484/

„Don Giovanni“ in Salzburg, ein Gesamtkunstwerk, das Festspielgeschichte schreibt
https://www.news.at/a/don-giovanni-salzburg-12180453

Ganz in Weiß – Das Opernprogramm der Salzburger Festspiele legt mit einem außergewöhnlichen „Don Giovanni“ los
Neue Musikzeitung/nmz.de

Don Giovanni lebt hier nicht mehr
https://www.welt.de/kultur/article232744523/Mozart-in-Salzburg-Don-Giovanni-lebt-hier-nicht-mehr.html

Jubel in Salzburg: Don Giovanni als Jedermanns Bruder
Romeo Castellucci liefert zum Festspieljubiläum mit enormem Aufwand ein säkulares Mysterienspiel der Rätsel und Assoziationen rund um eine zerstörerische, aber ewige Naturkraft, ein Pendant zum „Jedermann“. Teodor Currentzis begeistert seine Fans mit unausgesetzten Explosionen und Extremen.
https://www.diepresse.com/6013563/jubel-in-salzburg-don-giovanni-als-jedermanns-bruder

Salzburger „Elektra“: Vom Dirigenten auf Händen getragen
„Elektra“ von Richard Strauss in der Inszenierung von Krzystof Warlikowski hatte letztes Jahr Premiere bei den Salzburger Festspielen. Am Dienstagabend ging die Wiederaufnahme über die Bühne, mit weitgehend gleicher Besetzung – Ausrine Stundyte in der Titelpartie, Tanja Ariane Baumgartner als Klytämnestra und Franz Welser-Möst am Pult. Vida Miknevičiūtė als Chrysotemis und Christopher Maltman als Orest waren neu.
BR-Klassik.de

GESTERN IN BAYREUTH: UMJUBELTER TÄNNHÄUSER

 

Auszug aus „Mannheimer Morgen“: Am Ende der fünfstündigen Aufführung, die der Regisseur Tobias Kratzer inszenierte, gab es viele Bravos, lautes Getrampel und Klatschen.  Mit dem Orchester formte Axel Kober einen sensiblen, im Piano und Pianissimo betörenden Klang, im Forte, etwa im Finale von Akt 2, entstand durchaus auch tumultische Qualität, und Kober bewältigte auch die Aufgabe der Koordination von Orchester und Solisten auf der Bühne mit dem im Chorsaal singenden Festspielchor von Eberhard Friedrich exzellent.

Der erst 42 Jahre alte Tobias Kratzer spielt in seiner Inszenierung so virtuos und leicht mit Wagners romantischer Oper, so gekonnt und voller Ideen, dass das Publikum, wie schon bei der Premiere im Jahr 2019 sehr lange feierte. Sängerisch überzeugten in erster Linie Lise Davidsen mit einer makellosen, kompakten und im Piano auch schlanken und dennoch durchdringenden Elisabeth, Günther Groissböck mit einem sensationell kernigen Landgraf Herrmann und der ehemalige Mannheimer „Wozzeck“ Markus Eiche als Wolfram von Eschenbach. Auch die Venus von Ekaterina Gubanova war gut, bisweilen klang sie in der Höhe leicht übervibriert. Stephen Gould sang die Titelrolle. (Quelle: Mannheimer Morgen).

Wie reagiert das Publikum auf Groissböcks Wotan-Absage? Nun, der Sänger wurde gestern mit Getrampel gefeiert und ist erleichtert. Der Wotan wird kommen, nur eben nicht im nächsten Jahr. Absoluter Publikumsliebling bei Tannhäuser war aber Lise Davidsen.

Nachdenklich stimmt mich, mit welchem offentlichen Lustgefühl negative Kommentare selbst aus finstersten Provinzzeitungen von Informanten gesucht und an mich übermittelt wurden. Ein Fangeplänkel wischen Rapid- und Austriahängern in der Fußball-Szene ist fair dagegen. Ich habe gelernt und werde mich danach richten!

Aber es kommen auch andere Wortmeldungen:Darf denn ein sensibler Künstler bei allem Können keinen Respekt mehr vor übermächtigen Aufgaben in schwierigen Zeiten offen zeigen? Das erinnert an die Zuschauerbefragungen bei römischen Gladiatoren-Kämpfen. (anonym, Name der Red. bekannt)

BAYREUTH: ERSTE „MEISTERSINGER“-VORSTELLUNG“ in dieser Saison

Michael Volle, Camilla Nylund. Foto. Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Bayreuth: „Die Meistersinger von Nürnberg“
Genialer Doppel-Wagner
Barrie Koskys Inszenierung von Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ läuft seit 2017 bei den Bayreuther Festspielen. Am Montagabend hatte die Wiederaufnahme Premiere. Kann sie auch nach vier Jahren noch überzeugen?
BR-Klassik-begeistert

Bayreuth
Zwei Meistersinger bringen die Bayreuther Festspiele in die Exzellenzspur
Klaus Florian Vogt und Michael Volle sind die Meistersinger von Bayreuth!
Klassik-begeistert.de

Satire statt Deutschtümelei
Premierenkritik „Die Meistersinger von Nürnberg
Barry Koskys Inszenierung von Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ läuft seit 2017 bei den Bayreuther Festspielen. Am Montagabend hatte die Wiederaufnahme Premiere. Kann sie auch nach vier Jahren noch überzeugen?
BR-Klassik.de

Abschied von „Die Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen
https://www.nmz.de/online/abschied-von-die-meistersinger-von-nuernberg-bei-den-bayreuther-festspielen

Er kommt, singt und siegt
Der Bariton Bo Skovhus springt in letzter Minute bei den „Meistersingern“ ein. Und singt grandios.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/bayreuth-meistersaenger-wagner-bo-skovhus-1.5365378

Dass Bo Skovhus den Beckmesser statt des indisponierten Johannes Martin Kränzle singen würde, wurde uns schon vor der Vorstellung zugetragen und von uns auch veröffentlicht.

Bayreuth
„Fliegender Holländer“ in Bayreuth: Asmik Grigorian singt alle an die Wand
Oberösterreichische Nachrichten

„Der fliegende Holländer“ in Bayreuth: Skandinavischer Regionalkrimi
Die Bayreuther Festspiele eröffnen mit dem „Fliegenden Holländer“, dirigiert von Oksana Lyniv.
Münchner Abendzeitung

Bayreuth
Dieser Gesang ist eine Erlösung
„Der fliegende Holländer“ eröffnet die Bayreuther Festspiele. Asmik Grigorian als Senta und Oksana Lyniv als Dirigentin versetzen das Publikum in Glückstaumel.
Frankfurter Allgemeine

Auch beim Bayreuther Holländer ist nach dem ersten Kritiken-Durchlauf zu bemerken, dass die Meinungen geteilt sind. Tcherniakov ist schon ziemlich „abgelutscht“, er sollte nun neue Wege suchen. Das kann von einem Spitzenregisseur verlangt werden. Also raus aus der Salon-Szenerie, beim Holländer darf auch ein Schiff zu sehen sein!

Neuburg/Donau: Zwei Operneinakter:


Goran Cah als Käufer des Hauses mit Nachbar Horst Vladar (Foto: Brigitte Clemens)

Die Stadt Neuburg an der Donau, die im frühen Mittelalter Bischofssitz war und ihre glanzvollste Epoche als Hauptstadt des Fürstentums Pfalz-Neuburg erlebte, genießt seit Jahren durch die Kammeroper, die seit ihrer Gründung im Jahr 1969 immer wieder Raritäten aufführt, die kaum an anderen Opernhäusern zu hören und zu sehen sind und daher bei Opernliebhabern große Anerkennung finden.

In diesem Jahr wurden im Stadttheater Neuburg zwei Einakter des französischen Komponisten Nicolas Dalayrac gespielt: „Eine Stunde verheiratet“ und „Haus zu verkaufen“. Die beiden Opern wurden wieder von Annette und Horst Vladar übersetzt und bearbeitet…

Zum Bericht von Udo Pacolt

Burgenland-Posse

Aus unserem Forum („Eduard Paul“: Besuch von Vorstellung West Side Story am 25.07.: wahrlich eine ganz hervorragende ,niveauvolle Produktion – Vorstellung war ausverkauft!! – immerhin bei 6.100 Leuten..die sichtlich begeistert/berührt waren- zu Beginn begrüßte der noch amtierende künstlerische Direktor das Publikum, mit dem Hinweis, daß aufgrund des großen Erfolges ,noch 2 zusätzliche Aufführungen eingeschoben werden mußten. Die Publikumsnachfrage soll so stark sein, daß man Leichtens auch nächstes Jahr, Sommer 2022 nochmals diese Erfolgsproduktion  aufführen könnte. (so wie es Bregenz vorzeigt) aber nein, der neue Generalintendant hat ja bereits ein anderes Stück für sich angesetzt. Auf dieses wird man ,nachdem noch kaum der Schlußapplaus verklungen ist,von diesem per Video und als Moderator erfahren, optisch und akustisch hingewiesen. So würgt man einen Erfolg (mutwillig) ab – fein !!!

Filme der Woche

 

Filmstart:  30. Juli 2021 
MINARI/ USA  /  2020
Drehbuch und Regie: Lee Isaac Chung
Mit: Steven Yeun, Yoon Yeo-jeong, Alan S. Kim, Han Ye-ri u.a.

Farmer in den USA können im allgemeinen damit rechnen, unter sich zu bleiben – eine Welt der konservativen Trump-Wähler. Aber die Amerikaner sind an sich ein freundliches Volk, weit freundlicher als die Europäer. Und wenn da eine koreanische Familie im ländlichen Arkansas ankommt, haben sie es zwar nicht unbedingt leicht – aber mit blanker Feindseligkeit begegnet man ihnen auch nicht.

Korea ist derzeit Hollywoods Liebling, man denke an den (weidlich übertriebenen) doppelten „Oscar“ für „Parasite“ 2020. Und 2021 brachte es „Minari“, ein Film, in dem über weite Strecken nur Koreanisch gesprochen wird, auf immerhin sechs „Oscar“-Nominierungen (und die Darstellerin der „Oma“, Youn Yuh Jung, bekam auch den „Oscar“ als beste Nebendarstellerin.

Und grundsätzlich ist natürlich gar nichts dagegen zu sagen, das ist eine brave, schöne Geschichte. Aber seitdem man in Hollywood die politische Korrektheit ins Extrem treibt und nur noch nach „Relevanz“ urteilt, kann man „Minari“ in dieselbe Kategorie reihen wie „Nomadland“: Filme, die früher respektvoll betrachtet worden, aber absolut auf Nebengeleisen geblieben wären, weil die Themen niemanden so besonders interessierten…

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Sinkende Corona-Zahlen verblüffen die Briten: Mit seiner hohen Impfrate und dem Abbau von Restriktionen gilt Grossbritannien als Testfall. Nun verzeichnet das Land einen überraschenden Rückgang der Ansteckungszahlen, wobei die Effekte des letzten grossen Öffnungsschritts noch nicht messbar sind.
Zum Bericht
Myanmars Militärjunta geht gegen das Gesundheitspersonal vor: Das Gesundheitssystem von Myanmar ist nach dem Militärputsch vom Februar zusammengebrochen. Das Coronavirus verbreitet sich rasant. Doch den Militärs geht es einzig um Kontrolle und Machterhalt.
Zum Bericht
Gesundheitsbehörde in den USA empfiehlt wieder das Maskentragen: Grund dafür ist die hochansteckende Delta-Variante, die im letzten Monat für eine Verfünffachung der täglichen Fallzahlen gesorgt hat. Mit der Delta-Variante infizierte Geimpfte sollen eine ähnlich hohe Viruslast tragen können wie Ungeimpfte.
Zu den neusten Entwicklungen weltweit
Polen und Ukraine kritisieren deutsch-amerikanischen Deal um Nord Stream 2: In einer gemeinsamen Mitteilung warnen die beiden Länder, die Vereinbarung im Konflikt um das deutsch-russische Projekt habe eine «politische, militärische und energietechnische Bedrohung für die Ukraine und Mitteleuropa geschaffen».
Zu den neusten Entwicklungen
Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic wird neuer Trainer von Bordeaux in der Ligue 1: Vladimir Petkovic wechselt per sofort zum französischen Klub Girondins Bordeaux. Damit sucht der Schweizerische Fussballverband (SFV) einen neuen Nationaltrainer. Und hat Eile: Bereits in der ersten Septemberwoche trifft das Schweizer Nationalteam in der WM-Qualifikation auf Italien. Schon während der Euro vor einigen Wochen hatten Gerüchte über Petkovics Abgang die Runde gemacht, von Zenit St. Petersburg war damals die Rede.
Zum Kommentar

Trotz Impf-Rekord: Corona-Zahlen in Israel explodieren
Oe24.at

Bedenklich!

Zweite Medaille für Österreich: Judoka Borchashvili holt Bronze
Shamil Borchashvili stand als 22. der Weltrangliste nur auf seiner eigenen Rechnung. Doch der Judoka aus Wels räumte Favoriten weg und holte Bronze, Österreichs zweite Medaille in Tokio
Der Standard.at

Wenn er Edelmetall für Österreich bei Olympia holt, wird aus dem Tschetschenen plötzlich „unser Tschetschene“.  Der junge Judokämpfer spricht aber ein besseres Deutsch als so mancher Favoritner, Ottakringer oder auch Meidlinger. Wenn er nicht ganz dumm ist – und das ist er nicht – müssen wir uns um seine Zukunft keine Sorgen machen, er wird Bronze versilbern – und das wird für ihn Gold sein. Fazit der kryptischen Bemerkung: Er soll einen Job in der heimischen Judo-Sportausbildung anstreben!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

 

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