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28. FEBRUAR 2021 – Sonntag

28.02.2021 | Tageskommentar

 

Morgen erfahren wir, wie es u.a. mit unseren Theatern in den nächsten Monaten weitergeht

Es gibt Stimmen, nach denen die Theaterschließungen wohl noch längere Zeit anhalten werden, dann gibt es aber auch solche, die auf eine baldige Öffnung bauen, ja sogar damit rechnen. Ich selbst vermute, dass Theater und Gastronomie wohl nicht gleichzeitig unter den ohnedies schwer erfüllbaren Bedingungen öffnen werden, sondern die Theater etwas später an die Reihe kommen. Das ist zwar nicht logisch, aber populistisch.

Soll sein, eine Vorbereitungszeit von einem Monat brauchen die Theater sowieso. Aber unmittelbar nach Ostern sollte es losgehen. Hätte das jemand vor einem Jahr vorausgesagt, nämlich dass wir nach einem Jahr im Grunde genommen schlechter und mit weit weniger Hoffnung dastehen als zu Beginn der Maßnahmen, wäre er für verrückt oder für Karl Lauterbach gehalten worden. Böse Zungen meines, dass das auf das selbe hinausläuft.

Aber die Menschen sind geduldsam und willig geworden und fügen sich. Mich wundert überhaupt nichts mehr!

Apropos Populismus. Was ist so schlimm daran, auf die Wünsche der Menschen zu hören? H.S.S. sieht auch den Fellner-Sender – und der präsentiert aktuelle Meinungsumfragen: Da wurde auch der Wunsch der Bevölkerung hinsichtlich der Lockerungen abgefragt: Unangefochten an de Spitze die Gastronomie mit 65%, der Rest so zwischen 10 und 20%. Kultur und interessanterweise auch die Kinos rangieren ganz hinten mit 10%.

Die 10 % sind sogar mehr, als ich für möglich gehalten habe. Wäre ich Politiker, wüsste ich, was ich zuerst aufsperre, ich schäbiger Populist!

Der Supermarkt ist gefährlicher als das Theater“
Der Kulturpolitik wurden zwei Studien aus Deutschland präsentiert. Andrea Mayer zeigt sich erfreut, macht aber keine großen Hoffnungen
Kurier

Was soll die Staatssekretärin, von der ich nicht viel halte, aber auch sonst sagen. Zu reden hat sie anscheinend nicht viel, obwohl sie in der Vorwoche von „steigendem Einfluss“ gesprochen hat. Wie groß der Einfluss ist, werden wir morgen sehen, wenn der Kanzler Bedeutsames von sich gibt!

 

WIENER STAATSOPER: DIE NÄCHSTEN STREAMS: DREI PREMIEREN INNERHALB EINER WOCHE (zwei davon „vor kurzem erfolgte“), AM SONNTAG, 7. MÄRZ WIRD DIE MIT SPANNUNG ERWARTETE „LA TRAVIATA“ GESTREAMT

onntag, 28. Februar 2021, 19.00 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart
LE NOZZE DI FIGARO (Vorstellung vom 4. Februar 2021)
Opera buffa in vier Akten
Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Jean-Pierre Ponnelle
Mit u.a.: Andrè Schuen, Federica Lombardi, Philippe Sly, Louise Alder, Virginie Verrez

Montag, 1. März 2021, 19.00 Uhr
Georges Bizet
CARMEN (Vorstellung vom 21. Februar 2021)
Opéra comique in vier Akten
Musikalische Leitung: Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung: Calixto Bieito
Mit u.a.: Anita Rachvelishvili, Piotr Beczała, Erwin Schrott, Vera-Lotte Boecker

Sonntag, 7. März 2021, 18.00 Uhr (LIVE)
Giuseppe Verdi
PREMIERE – LA TRAVIATA
Melodramma in drei Akten
Musikalische Leitung: Giacomo Sagripanti
Inszenierung: Simon Stone
Mit u.a.: Pretty Yende, Juan Diego Flórez, Igor Golovatenko, Margaret Plummer

Alle unten angeführten Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr (außer die Traviata-Premiere), die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

Hier können Sie sich zum Streaming anmelden oder neu registieren

Wie machen das eigentlich die Spanier? Eigentlich sollte Anita Rachvelishvili in Wien eine „Carmen“-Serie singen.

War das Recital in Bilbao bereits lange vorher geplant – oder ist der „Carmen vom Dienst“ durch die Absagen in Wien erst „ins Haus geschneit“?

F.K. hat recherchiert: Es ist „ins Haus geschneit“!

INSTAG(K)RAMEREINEN – gefunden von Fritz Krammer

Anita Rachvelishvili in  Bilbao . Recital 27.2.2021 video clip voi lo sapete CAVALLERIA RUSTICANA

 

ZU INSTAGRAM

Was machen wir in unserer Verzweiflung? Wir kramen in alten Beständen herum und fördern Hervorhebenswertes zutage. Christoph Karner hob die zu Berühmtheit gelangte Wiener Trovatore-Premiere aus 1978  aus seiner Schatztruhe

SCHAUEN SIE SICH DAS AN: EIN VIDEO VOM „TROVATORE“ IN DER WIENER STAATSOPER 1978 (Direktübertragung)

Karajan; Kabaiwanska, Cossotto; Domingo, Cappuccilli

 

Das war 1978  eine Liveübertragung aus der WSTOP. :

Sie werden sich sicher erinnern.  Gäbe es kein Dokument, würde man es nicht glauben, wie damals gesungen wurde, und zwar von jedem. Leider wird immer Werbung vor und zwischengeschaltet

ZUM YOUTUBE-VIDEO (2 Stunden, 27 Minuten)

Christoph Karner

DRESDEN/ Semperoper : Georg Zeppenfeld und Johannes Wulff-Woesten – Die Ansprache des „La Roche“ aus der Oper „Capriccio“ von Richard Strauss.

Es geht so langsam wieder los in der Semperoper. Deshalb möchte ich Euch mit unserem ersten Semper-Donnerstag-Beitrag herzlich zum Wochenende grüßen. Georg Zeppenfeld singt, von mir am Flügel begleitet, die Ansprache des „La Roche“ aus der Oper „Capriccio“ von Richard Strauss.
Johannes Wulff-Woesten

 

Viel Freude!

ZUM VIDEO

Verdis „Ernani“ am 26.2.2021 via Live-Stream aus dem Teatro Massimo/PALERMO

Werktreue und Dramatik

Foto: Youtube

 Im Jahre 1844 wurde „Ernani“ am Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt. Giuseppe Verdi hatte damit seinen ersten internationalen Erfolg im Alter von 31 Jahren. Dieses Werk basiert auf Victor Hugos Drama „Hernani“, einem Gipfelwerk der französischen Theater- und Literaturromantik.

Der Dirigent Omer Meir Wellber hat die Oper nun nach Palermo zurückgebracht, nachdem sie dort 22 Jahre nicht auf dem Spielplan stand. Und die halbszenische Inszenierung von Ludovico Rajata (Kostüme und virtuelles Konzept: Francesco Zito) setzt ganz auf Werktreue in historischen Kostümen des 16. Jahrhunderts…

Zum Bericht von Alexander Walther

Die Besetzung ist sehr gut, vor allem der Tenor Berruggi. Der Chor sang von den Logen aus. Die Aufführung ist als Video auf der Homepage des Teatro Massimmo noch abrufbar!

KOMISCHE OPER BERLIN: Digitaler Salon zum Thema Gaming (22.3.), »Die tote Stadt« im Stream, Spielpause verlängert

 

Digitaler Salon am 22. März, 19.30 Uhr
Gaming – Kunst oder Kinderspiel?

Auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen Oper und digitalen Games

Ab heute
28. Feb 2021, 19:00

bis 28. Mrz (mittags)
verfügbar
Die tote Stadt | Stream-on-Demand
Mit einem musikalischen Psychothriller über die Schwierigkeit, loszulassen, und die Notwendigkeit, es dennoch zu tun, gab der kanadische Star-Regisseur Robert Carsen 2018 an der Seite von Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis sein Debüt an der Komischen Oper Berlin. In den Hauptpartien sind die Amerikanerin Sara Jakubiak, die kurz zuvor an der Deutschen Oper Berlin in der Titelpartie von Das Wunder der Heliane reüssierte, und Aleš Briscein, an der Komischen Oper Berlin als Lenski in Jewgeni Onegin gefeiert, zu erleben.

Besetzung: Aleš Briscein (Paul), Sara Jakubiak (Marietta/Erscheinung Mariens), Günter Papendell (Frank, Pauls Freund/Fritz, der Pierrot), Maria Fiselier (Brigitta, Pauls Haushälterin) u. a.

Zum Online-Spielplan

Mailand
Neuproduktion der „Salome“ in der Mailänder Scala: In Liebe zu einem Geköpften
Deutchslandfunk.de

St. PETERSBURG: DAS MARIINSKY-THEATER SPIELT TÄGLICH IM HISTORISCHEN THEATER

Der Besuch der Mariinsky-Webseite könnte Sie vom Problem der kulturellen Langeweile in Corona-Zeiten  befreien, denn das Mariinsky spielt täglich im historischen Theater, auf der neuen Bühne sowie in der Konzerthalle. Darüber hinaus „beglückt“ Valery Gergiev auch das Moskauer Publikum mit Gastspielen seines Instituts. Kürzlich gab es an drei Tagen hintereinander Meistersinger (konzertant), Macbeth und Turandot (halbszenisch, d.h. in Kostüm und Maske).

Hier finden Sie Details:

 

Heute: A CHRISTMAS TALE  opera by Rodion Shchedrin. The performance will have synchronised Russian and English supertitles 14. h. Um 19 h gibt es eine zweite Vorstellung in großteils geänderter Besetzung.

Pelageya Kurennaya , hier bei ihrem Besuch beim Online-Merker (2019). Foto: Barbara Zeininger

Zamarashka: Pelageya Kurennaya
Great Queen: Varvara Solovyova
Zlydnia: Larisa Yelina
Stepmother: Natalia Yevstafieva
December: Dmitry Grigoriev
April: Stanislav Leontiev
Woodcutter: Grigory Karasev
Chancellor: Sergei Romanov

https://www.mariinsky.ru/en/

http://www.mariinsky.today/

SONOSTREAM: New Program:

 

SONOSTREAM TV

New:  Sonostream.tv can now be broadcasted on smart TVs with Chromecast and Apply Airplay from an iphone or android system!  

Montserrat Caballé – Magic Moments of Music

Spanish legendary soprano Montserrat Caballé, otherwise known as “La Superba“, passed away in 2018 at the age of 85. Following her death, a highly acclaimed concert documentary was made by filmmaker Claus Wischmann – Magic Moments of Music – featuring Montserrat Caballé singing Norma in 1974 at the magnificent Théatre Antique in Orange, France. This moving film also features interviews with star singers of today such as Sonya Yoncheva and Olga Peretyatko who describe the miracle of Caballé’s artistry, and how it touches them.

Montserrat Caballé sang a wide variety of roles, but is best known as an exponent of the works of Verdi and of the bel canto repertoire, notably the works of Rossini, Bellini, and Donizetti. She attracted international attention when she stepped in for a performance of Donizetti’s Lucrezia Borgia at Carnegie Hall in 1965. Her voice was described as pure but powerful, with superb control of vocal shadings and exquisite pianissimo.

A few short years after this performance of Norma, Maria Callas would describe Caballé as her true successor – high praise indeed.

A purchase of the film provides access for 30 days.
Interviews in English, Italian, German with English Subtitles.

Click here for other Sonostream-Programms

Hauters Hauspost Nr 9: Corona macht kreativ
Corona macht kreativ. Heute morgen zum Beispiel kam meine Liebste mit dem Aufweckkaffee zu mir ans Bett, hielt mir die dampfende Tasse unter die Nase und schon strömte, angeregt von den Aromen, ein völlig neues Liedlein aus mir heraus. „Folge dem Duft der Liiieeebä,“ frohlockte ich noch mit geschlossenen Augen, bevor ich überhaupt den ersten Schluck genossen hatte. Text und Melodie – ich schwöre es – waren ganz eigenständig und spontan aus mir heraus entstanden. So viel kreativer Schwung musste gleich genutzt werden. Ich wühlte mich aus der Daunendecke, die Beste aller Lebensgefährtinnen setzte sich an die Bettkante – und schon ging es weiter mit den munteren Einfällen. In wenigen Sätzen konstruierten wir den Plot für unsere nächste Kurzgeschichte. Der geneigte Leser darf gespannt sein. Sie dreht sich – natürlich – um Musik. Beziehungsweise um die nicht gehörten Konzerte dieser Tage
von Barbara Hauter
Klassik-begeistert.de

65. Song Contest: Streit um „satanistischen“ ESC-Beitrag auf Zypern
Der Song „El Diablo“ der griechischen Sängerin Elena Tsagrinou war am Mittwoch vorgestellt worden und stieß wegen seines Titels und seines englischsprachigen Textes sofort auf Kritik.
Tiroler Tageszeitung

Sprechtheater /Theater in der Josefstadt: Letzte Hoffnung: Teststation Theater
„Die Menschen schreien nach Theater“, hat Herbert Föttinger Donnerstag in der „ZiB2“ gesagt. Der Direktor des Theaters in der Josefstadt hat ein leidenschaftliches Plädoyer für das Öffnen der Kultureinrichtungen gehalten. Föttinger, der noch vor kurzem gesagt hat, er mache sich nicht zum „Blockwart der Regierung“ und wolle keine Eintrittstests kontrollieren, outete sich nun als „glühender Befürworter“ der Tests. Er will nun sogar eine Teststation im Theater einrichten.
Wiener Zeitung

Der Josefstadt-Chef hat in der Corona-Krise so oft seine Meinung gewechselt wie manch anderer das Hemd. Zu behaupten, dass die Glaubhaftigkeit davon profitiert, wäre kühn!

Film: Virtuelle Golden Globes: „Wir machen das Beste daraus“
Glanz, Glamour, Globes: In der Nacht auf Montag lassen sich Superstars im Pyjama feiern.
Salzburger Nachrichten

Corona früher vorbei als gedacht?
Experten vermuten Pandemie-Ende in wenigen Monaten
Trotz Ausbreitung der Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika, geht die Zahl der Infektionen weltweit zurück. Es ist die Rede von einer „Wende“ der Pandemie. Experten vermuten sogar, dass die Corona-Krise in wenigen Monaten schon vorbei sein könnte, doch was ist dran an den Behauptungen?
https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/coronavirus/corona-pandemie-bald-vorbei-who-glaubt-an-schnelles-covid-19-ende-art-5170437

Schweden
Anders Tegnell: „Jedes Land hatte Phasen, in denen alles daneben ging. Auch Österreich“


Der schwedische Chef-Epidemiologe ist gegen eine Maskenpflicht und erklärt, wo sich die meisten Menschen anstecken.

…Anders Tegnell plädiert für etwas mehr Gelassenheit im Umgang mit Virus-Mutationen. Stark gesunkene Infektionszahlen in Ländern wie Großbritannien und Südafrika würden zeigen, dass die Varianten mit den gleichen Maßnahmen eingedämmt werden könnten wie das ursprüngliche Virus, meint Tegnell. „Ich bin nicht sicher, dass die Mutationen wirklich so viel ansteckender sind.“

Zweifel an der Richtigkeit der eigenen Einschätzung kenne er wie wohl jeder, der mit der Bekämpfung dieser Pandemie zu tun habe, sagt Tegnell. „Jedes Land hatte Phasen, in denen alles danebenging und das Virus trotz aller Bemühungen außer Kontrolle geriet. Auch Österreich hat das erlebt.“…
https://www.profil.at/oesterreich/anders-tegnell-jedes-land-hatte-phasen-in-denen-alles-daneben-ging-auch-oesterreich/401202019

Das Beispiel Schweden hat in vielen Familien für Meinungsverschiedenheiten gesorgt, kurzfristig sogar in meiner. Meine Tochter hat sich wie eine Glucke schützend vor ihren Nachwuchs gestellt und den Papa wegen seiner Gelassenheit, die dem „schwedischen Weg“ ähnelt, kritisiert. Nun, meine Tochter ist – kaum zu glauben bei diesem Vater – sehr intelligent, zudem bodenständig und hat mir längst Abbitte geleistet. Ich neige nicht zu Panik und Hysterie, ich fühle mich am wohlsten, wenn rund um mich Panik herrscht – dann erst kann ich meine Stärken ausspielen. Das beunruhigt mich manchmal sogar.

Wieviel Blödsinn ich mir von telefonischen Gesprächspartnern über Schweden anhören musste, geht nicht mehr auf die berühmte „Kuhhaut“ .  Mittlerweile steht Schweden besser da als Österreich, vor allem, wenn man die wirtschaftliche Situation in die Beurteilung mit einbezieht!

Dennoch, abgerechnet wird am Schluss und so weise ich auch jetzt jede meiner Behauptungen in das Reich der Spekulation. Damit bin ich nicht allein, viele Politiker sind da mit von der Partie.

Warten wir ab, was weiter geschieht – aber ohne jedwede Leugnung (die ohnedies nur ein Schlagwort ist) und Hysterie!

Bei der Recherche zum heutigen Kommentar stieß ich – ohne es zu wollen – auf einen sehr klugen Satz. Ich wollte den Link einer Zeitung öffnen – und wurde wie folgt zurückgewiesen: Link geblockt. Alles hat seinen Preis – besonders die Dinge, die nichts kosten!

Großartig! Das entspricht voll der Philosophie aller mir bekannten männlichen und bereits verstorbenen Cupaks: Leben und leben lassen! Zum Glück gesellten sich den Männern immer Frauen mit gegenteiliger Philosophie hinzu, nur so kann das Werkl funktionieren!

Aber das nur so nebenbei!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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