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28. DEZEMBER 2021 – Dienstag

28.12.2021 | Tageskommentar

 

Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker findet vor 1.000 Besuchern statt
Die Wiener Philharmoniker werden ihr Neujahrskonzert am 1. Jänner vor einem kleineren Publikum als üblich spielen. Lediglich 1.000 Personen werden Einlass in den Großen Musikvereinssaal finden, gab das Orchester am Montag bekannt. Die Philharmoniker reagieren damit auf die aktuellen Corona-Präventionsmaßnahmen.
WienerZeitung.at

Wiener Philharmoniker reduzieren Besucheranzahl für Neujahrskonzert
1.000 Personen mit Zweitstich oder Genesung, gültigem PCR-Test und FFP2-Maske zugelassen
DerStandard.at

800-€-Karten – Neujahrskonzert lädt Käufer per Mail aus
Heute.at

Es ist dies die Kompromisslösung, die nicht nur die Philharmoniker, sondern auch das Burgtheater und die Volksoper gewählt haben. Bei Burg und Volksoper fiel die Entscheidung wohl nicht schwer, bei den total ausverkauften Philharmonikern wohl schon. Auch sind „Ausladungen“ immer unangehm und heikel – sie können auch Leute treffen, die das nicht so ganz verstehen und als persönliche Beleidigung empfinden.

Trotzdem, aus meiner Sicht war es die einzig richtige Entscheidung!

Die Staatsoper ist ausgeschert und volles Risiko gegangen. Ob das die richtige Entscheidung war, werden Publikumsbelegung im Verein mit dem Kassabericht geben. Wir werden das freilich nicht erfahren.


Sonntag, also noch vor Beginn der „verschäften Bestimmungen“, sah die Situation relativ freundlich aus. Wartende vor der Stehplatzkassa vor „Parsifal“.
Foto: Fritz Krammer

Galerie bei „Parsifal“: Durchaus zufriedenstellend besucht! Foto: Fritz Krammer

GESTERN TOSCA – mit den verschärften Bestimmungen: Ernüchterung

Exakt eine Minute vor Beginn der „TOSCA“-Vorstellung. Foto: Privat

Die ersten Tosca-Fotos von gestern postet Saioa Hernandez

🎄Tonight we had a very beautiful performance of Tosca at the @wienerstaatsoper not to much public at the house due to the pandemic circumstances, but we made all our best in a super expressive performance for all of you. By now, I show you only some pics of my first costume of this historical production. ♥️
Thank you to all my wonderful colleagues 

 

ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

Ich habe bereits in der Vorwoche meine Meinung dazu deponiert. Ganz böse Zungen behaupten, dass man an der Staatsoper übersehen hat, dass die bundesweite Regelung in Wien nicht gilt, die Gültigkeitsdauer des Tests also kein zusätzlicher Anreiz für Besucher darstellt und die Staatsoper die Gruppe der Zweifach-Geimpften ausschließt.  Als die Staatsoper von der Stadt Wien auf den Verordnungstext aufmerksam gemacht wurde (!, wo gibt es das? Gewiss nicht in Wien), konnte sie nicht mehr zurückrudern.

Ich gehe davon aus, dass sowohl bei den Philharmonikern wie im Burgtheater und in der Volksoper Entscheidungsträger sitzen, die auch nicht dumm sind.

Dr. Wolfgang Habermann war vor Ort: Gestern war der erste Abend mit den verschärften Zutrittsbestimmungen und an allen Eingängen gab es ziemlichen Stau. Offenbar waren viele Besucher nicht über die neuen Regeln informiert und hatten entweder keinen PCR-Test oder keine drei Impfungen. Das Nichteinlassen war aber jeweils mit einer mehr oder weniger langen Diskussion mit dem Billetteur und anschließendem Aus-der-Schlange-zurückdrängen verbunden.

Sicherheitshalber eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn bei der Oper sein.

Wiener Staatsoper: Heute und morgen Ballett  ONEGIN von John Cranko

 
Jason Reilly. Foto: Roman Novitzky

Wien/ Volksoper
Lotte de Beer will „Musiktheater ohne Grenzen für ein Publikum ohne Grenzen“

Lotte de Beer. Foto: David Payr

Lotte de Beer tritt am 1. September 2022 ihren Job als Direktorin der Volksoper an. Der Niederländerin schwebt ein zeitgemäßes Haus der Vielfalt vor, das niemanden abschreckt
Der Standard.at

Erl/ Tiroler Festspiele
„L’amico Fritz“ in Erl bestach mit Balance und Nuancen

Foto: Xiomara Bender/ Tiroler Festspiele

Die Oper „L´amico Fritz“ von Pietro Mascagni hat Sonntagabend zu Beginn der Wintersaison der Tiroler Festspiele Erl Premiere gefeiert. Für die Inszenierung des etwas in Vergessenheit geratenen Opernwerks setzte die Regisseurin Ute M. Engelhardt auf szenische Aufgeräumtheit, die der farbenreichen Musik und dem Bühnenbild viel Raum und Möglichkeit zur vollen Wirkungsentfaltung ließ.
Salzburger Nachrichten

Liebe ist einfach schwer – Die Festspiele Erl wagen eine Belebung von Pietro Mascagnis „L’amico Fritz“
NeueMusikzeitung/nmz.de

Konzertgänger in Berlin“
Bescherlich
Frohe Musikbotschaften mit Staatsopern-Lohengrin, Mehta/Mahler und Prokofjews Cinderella beim RSB. „Geschenke, Geschenke / Sind daran, wo ich denke“, wie meine jüngeren Kinder zur Weihnachtszeit gern singen. Einer Bescherung gleich kommt es dem Berliner vor, dass seine Kulturinstitutionen im erneuten Pandemiewinter unseres Missvergnügens überhaupt noch offen sind und über den Jahreswechsel bleiben werden, wenngleich unter strengen […]
https://hundert11.net/bescherlich/

TULLN/ NÖ: GÖTTERKLANG TRIFFT DONAUGOLD
Andreas Schager und Lidia Baich bringen Startenor Piotr Beczala zum Klassik Open-Air auf die Donaubühne Tulln. Tickets sind ab 17.  Dezember 2021 erhältlich.
25. August 2022, 20.00 Uhr, Donaubühne Tulln

Lydia Baich, Andreas Schager. Foto: Erich Marschik

Nach der erfolgreichen Premiere in diesem Jahr findet Götterklang trifft Donaugold am 25. August 2022 eine Fortsetzung. Die Weltstars der Klassik, Andreas Schager, Piotr Beczala und Lidia Baich werden für das Klassik-Highlight ein ganz besonderes Programm auf die Donaubühne Tulln bringen.

SOFIA: Klaus Billand berichtet von „Das Rheingold“ und „Tosca“

SOFIA:  „Tosca“ in Sofia auch nach zehn Jahren immer noch frisch und lebendig!

Die etwa zehn Jahre alte „Tosca“-Inszenierung von Giacomo Puccinis Meisterwerk durch den Generaldirektor der Oper und Ballett Sofia, Prof. Plamen Kartaloff, ist auch nach so langer Zeit noch frisch und von einer emotionalen Direktheit, die man nicht oft hat an einem Repertoire-Theater. Es ist die Einfachheit des Bühnenbildes von Miodrag Tabacki, das diese Inszenierung so überzeugend macht, mit einem exzellenten Lichtdesign von Andrei Hajdinyak und Emil Dinkov, wie auch eine hervorragende Personenführung der Sängerschauspieler, die aber auch große Freiheiten in der Interpretation ihrer Rollen haben…

Zum Bericht von Klaus Billand

Sofia: DAS RHEINGOLD

Schlussapplaus mit Plamen Kartaloff und Evan Christ. Foto: Setoslav Nikolov

Über die international viel Aufmerksamkeit erhaltende Inszenierung des „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner an der Sofia Oper und Ballett durch deren Generaldirektor, Prof. Plamen Kartaloff, ist hier schon viel geschrieben worden. Deshalb möchte ich im Wesentlichen nur auf die beachtliche musikalische Neueinstudierung durch Evan Alexis Christ und die Sänger eingehen.

Seit fast einem Jahr ist der US-amerikanische Dirigent Evan Alexis Christ an der Sofia Oper sehr aktiv und dirigiert in erster Linie das deutsche Fach, immer wieder aber auch Opern des hier traditionellerweise sehr beliebten italienischen Fachs. Zwei Tage nach diesem „Rheingold“ hörte ich von ihm und dem Orchester der Sofia Oper im selben Saal eine sehr gute „Tosca“ (Rezension weiter oben). Gerade hat er eine Neuinszenierung der „Ariadne auf Naxos“ einstudiert, gemeinsam mit Anna Tomowa-Sintow, die die Sänger orientierte. Die Premiere wurde Corona-bedingt auf Mai 2022 vertagt…

Zum Bericht von Klaus Billand

Buchbesprechung

 

Christoph Matzl: KARL VON HABSBURG
Kaiserenkel zwischen den Zeiten
176 Seiten, Carl Ueberreuter Verlag. 2020

Wenn ein Journalist auf einer Pressereise eine Berühmtheit kennenlernt, und wenn besagte Berühmtheit ihn nach näherer Bekanntschaft auffordert, ein Buch über ihn zu schreiben, kann das natürlich keine kritische Biographie im üblichen Sinn werden.

Karl von Habsburg (lasse man ihm sein „von“, es tut niemandem weh) hat sich quasi ein Huldigungsbuch zu seinem 60. Geburtstag bei dem Kronen Zeitung-Chefreporter Christoph Matzl bestellt, und hat genau das bekommen. Sogar der Stil passt, füllig, süffig, humoristisch, wie es Leser von Boulevard-Zeitungen mögen. Was das Faktische betrifft, wird nicht allzu tief nachgeforscht.

Inhaltlich ist das Buch als langes Interview gehalten, das biographisch wichtige Stationen des Lebens und ein paar grundlegende Fragen zu den Habsburgern beantwortet oder auch nicht (wie das eigentlich mit ihrem Vormögen ist, wird nicht wirklich klar und auch sonst wird manchem ausgewichen)…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant: Vom Aussterben bedroht und degeneriert?
Integrität: Unverzichtbar fürs Vertrauen
Anständigkeit, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit,Gerechtigkeit, Korrektheit, Rechtschaffenheit, Unbestechlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit …
https://karrierebibel.de/integritaet/

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • In Moskau spricht niemand gerne von Krieg: In der russischen Hauptstadt glauben Gesprächspartner trotz Fernsehpropaganda und düsteren Szenarien von Politikern nicht an einen militärischen Konflikt mit der Ukraine. Aber Russlands Interessen würden zu wenig ernst genommen.
    Zum Bericht
  • Warum die finanzpolitischen Vorschläge von Macron und Draghi brandgefährlich für den Euro-Raum sind: Die beiden führenden Politiker aus Frankreich und Italien wollen beim Auftürmen von vermeintlich guten Schulden die bisherigen Hindernisse aus dem Weg räumen. Konkret geht es um die künftige Ausgestaltung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes. Doch niemand weiss im Voraus, ob eine Investition einen hohen gesellschaftlichen Ertrag bringt oder nicht – am wenigsten der Staat.
    Zum Kommentar
  • Regisseur Jean-Marc Vallée mit 58 Jahren verstorben: Er drehte den mit einem Oscar ausgezeichneten Kinoerfolg «Dallas Buyers Club» mit Matthew McConaughey sowie die Serie «Big Little Lies» mit Nicole Kidman und Reese Witherspoon. Nun ist der kanadische Filmemacher Jean-Marc Vallée überraschend verstorben.
    Zum Bericht
  • Wie zwei Wandbilder von Otto Baumberger unter Rassismusverdacht geraten sind: Tausende von Pendlern eilen tagtäglich unter den meterhohen Wandbildern in der Eingangshalle des Stadtzürcher Bahnhofs Wiedikon hindurch, um ihren Zug zu erwischen. Jahrzehntelang nahm kaum jemand Notiz von den Werbegrafiken. Seit diesem Frühling jedoch steht die Frage im Raum: Darf ein historisches Kunstwerk im öffentlichen Raum diskriminierend wirken?
    Zum Bericht
    Die Lust am Rausch der Jungen zeigt das Versagen der heutigen Drogenpolitik:
    Der Drogenkonsum ist für junge Schweizerinnen und Schweizer längst normal geworden. Sie nutzen LSD in Kleinstdosen zum Lernen, konsumieren Ecstasy auf Partys und rauchen Cannabis für den Stressabbau. Es braucht deshalb neue Wege in der Drogenpolitik.
    Zum Kommentar

Österreich
„Normales Leben 2022 trotz Omikron hinbekommen“
Nikolas Popper, Simulationsforscher und Teil des Beratungs-Gremiums, geht davon aus, dass man mit Omikron einen „Paradigmenwechsel“ erleben werde: „Wir werden sehen, dass wahrscheinlich die Fallzahlen hoch bleiben, aber idealerweise auch die schweren Erkrankungen zurückgehen.“
https://www.krone.at/2590308

Infektiologe zu 2022: Corona-Wellen werden immer flacher werden
Die Corona-Wellen werden nach Ansicht des Deutschen Infektiologen Mathias Pletz im Jahr 2022 abnehmen.
Salzburger Nachrichten

Lukaschenko „Negativ-Sieger“, aber Kurz auf Shortlist der korruptesten Politiker 2021
Das Organized Crime and Corruption Reporting Project (Projekt zur Erfassung und Veröffentlichung von organisierter Kriminalität und Korruption, kurz OCCRP) hat auch heuer wieder seine „Person des Jahres“ gewählt. Der Sieg ging an den weißrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko. Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schafft es unter 1167 Nominierten auf die fünf Finalisten umfassende Shortlist des Negativ-Rankings.
https://www.krone.at/2590689

Auch wenn man – wie ich – Sebastian Kurz im Laufe der Jahre unterschiedlich bewertet hat, muss ich dennoch sagen, dass er kein Korruptionist ist – und das meine ich ehrlich. Ein Korruptionist unterschägt öffentliches Geld um sich selbst zu bereichern – das ist definitiv nicht der Fall. Seine Entscheidung, nun zumindest für einige Jahre in das Ausland abzutauchen, halte ich dennoch für goldrichtig!

Kleine britische Insel sucht Pub-Betreiber, der dann auch zum König ernannt wird
Auf einer kleinen Insel in Großbritannien wird ein Pub-Betreiber bzw. eine Betreiberin für ein 300 Jahre altes Lokal gesucht. Dieser soll aber nicht nur der Inhaber des Pubs sein, sondern soll gleichzeitig auch zum „König“ oder „Königin“ der Insel ernannt werden. Groß ist die Insel aber nicht und das Ganze hat noch ein paar weitere Haken.
www.miss.at

Wenn ich bedenke, was im titelsüchtigen Österreich Menschen aufführen, um als Doktor zu gelten, halte ich das Angebot auf einen Königstitel als ein Schnäppchen, das man zumindest überdenken sollte. Auch macht sich so ein Königstitel zu gegebener Zeit auf einer Parte gut. Staatsbegräbnis?

Den Online-Merker könnte ich von dort wohl nicht gestalten, denn angeblich fällt oft der Strom aus. Wer aber weiß, ob das ein großer Schaden für die Leserschaft und für mich wäre?

Als erste Amtshandlung würde ich dort als König die Corona-Verordnung außer Kraft setzen. Referenzen könnte ich auch nennen: So nebenberuflich habe ich viele Jahre lang ein Sportplatzkantine in der Cumberlandstrasse in Wien Penzing geführt und bin weit trinkfester, als es das Gesetz erlaubt. Ich vertrage Unmengen und niemand hat mich jemals betrunken erlebt! Also, ich bin am Überlegen!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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