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28. DEZEMBER 2019 – Samstag

28.12.2019 | Tageskommentar

DIE MET-NEUJAHRSGALA: DREI AKTE – NETREBKO ALS MIMI, TOSCA UND TURANDOT

In an unprecedented program to celebrate the new year, Anna Netrebko pulls out all the Puccini stops, starring as Mimì, Tosca, and Turandot in one gala evening. The star soprano will sing Act I of La Bohème, opposite tenor Matthew Polenzani, and Act I of Tosca and Act II of Turandot, opposite tenor Yusif Eyvazov.

Conducted by Met Music Director Yannick Nézet-Séguin and featuring an outstanding cast that also includes baritones Quinn Kelsey and Davide Luciano, and bass-baritones Evgeny Nikitin and Christian Van Horn, this will be an evening not to be missed. Each of the acts will be fully staged and costumed in the respective (and spectacular) Zeffirelli and McVicar productions.

https://www.metopera.org/season/2019-20-season/new-years-eve-gala/

Netrebkos Turandot-Kostüm

 

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Etwas viel Netrebko – finden Sie nicht auch? Anderseits ist sie der bekannteste Opernstar  der Welt, das merke ich sehr wohl, da ich nicht nur mit Opern- und Theaterfreunden verkehre. Eine inflationäre Entwicklung ist nie gut, aber das werden die Met-Macher hoffentlich wissen!

Aber was bietet Wien zu Silvester? Eine abgestandene „Fledermaus“! Früher hat man sich wenigstens die Mühe gemacht, den Überraschungsgast auch eine Überraschung sein zu lassen – heute kündigt man den bereits Tage vorher  an. Peter Simonischek wartet seit gefühlten Jahrzehnten als Frosch mit den müdesten Witzchen auf (wetten dass diesmal viel von Ibiza die Rede sein wird), nein danke, da sorge ich selbst für meine Silvester-Unterhaltung (im letzten Jahr habe ich mich am 30.12. in das Hanusch-Krankenhaus gelegt, so lustig wie die Fledermaus war das auch).

Soll ich jetzt vom Met-Programm begeistert sein? Rein persönlich würde ich es vorziehen – aber wie gesagt, eine Netrebko-Inflation ist weder gut für die Diva, noch für die Oper!

Wien/ Staatsoper: Bogdan Roščićs Pläne für die Staatsoper: Frischer Wind im Repertoire
Der zukünftige Direktor kündigt auch „relativ große“ Bewegung im Ensemble an
Der Standard
Bogdan Roščić: „Klassik als Gouvernantenkunst, das ist vorbei“ Bezahlartikel
Am 1. Juli übernimmt Bogdan Roščić die Direktion der Staatsoper. Was wird er ändern? Was will er im Repertoire? Ein Gespräch über „Lohengrin“ und „Médée“, E und U, Currentzis, Mahler und Fahrradfahren.
Die Presse

Sehr viel hat er ja wiederum nicht gesagt, das aber macht er virtuos. Die Wiener Opernfreunde werden mit der Versicherung beruhigt, dass er in nächster Zeit wohl nicht an der Wallmann-Tosca rühren wird – und das macht ihn in den Augen der Traditionalisten bereits zu einem guten Direktor. Dass sich im Ensemble etwas tun wird, ist auch schon durchgesickert, aber so lange wir nichts Genaues wissen, dürfen wir wohl spekulieren. Eingekauft wurden Produktionen schon immer, hier ist die richtige Dosierung gefragt. Die Wiener Staatsoper hat ein Alleinstellungsmerkmal und sollte das auch behalten. Eines möge der Direktor auch bedenken: Wenn er etwas einkauft, das er bereits kennt, ist er allein für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich – auf den Regisseur kann er sich dann nicht ausreden. Anderseits will er diese Produktionen einkaufen und neu bearbeiten. Was heißt das, wie geht das? Die Regisseure dürfen sich freuen, mittlerweile ist die Branche ja so überlaufen, dass die Regiekünstler froh sind, wenn sie eine Altproduktion abstauben und als Neuproduktion verrechnen dürfen. Das Wort „Einsparung“ habe ich im Roscic-Interview nicht gelesen.

Wer misst nun Erfolg oder Misserfolg? Nie das Feuilleton, immer „die Kundschaft“, somit das Publikum!

Dass er mit „Klassik als Gouvernantenkunst aufräumen will, freut mich. Eine Gouvernante verbinde ich immer mit einem erhobenen Zeigefinger – und den brauche ich wirklich nicht. Ist die Zeit der Belehrungen somit vorbei? Was wird Dr. Drozda dazu sagen, der sich sicherlich bei der Roscic-Kür etwas gedacht hat?

Gestern an der Wiener Staatsoper: HÄNSEL UND GRETEL

An diesem Abend gab es einige Rollendebüts und kleinere (technische) Hoppalas. Zuerst zu den letzteren – der Krug im ersten Akt zersprang nicht (was dann etwas komisch anmutete, wenn darüber gejammert wurde, dass eben dieser in Scherben lag), und dann konnte die Tür zur elterlichen Hütte nicht verschlossen werden, was zu einigen Irritationen bei den Sängern beitrug, diese aber routiniert umschifft wurden…

Nach einer Rusalka-Serie vor zwei Jahren kehrte Tomás Hanus wieder an die Staatsoper zurück. Ihm ist es zu verdanken, dass an diesem Abend das Staatsopernorchester den insgesamt besten Eindruck hinterließ. Die Zwischenspiele zeigten, wie nahe Engelbert Humperdinck an der Musik Richard Wagners ist – nicht einmal hatte ich das Gefühl, immer wieder Sequenzen zu hören, die ohne Problem in Opern des RW passen. Zudem unterstützte er die Sänger perfekt, nahm das Orchester zurück wenn notwendig, scheute sich aber auch nicht einen spätromantischen Klangteppich weben zu lassen, wenn es adäquat zu sein schien…

Zum Bericht von Kurt Vlach

BERLIN/ Deutsche Oper: Großer Verdi Abend – der junge mongolische Bariton Amartuvshin Enkhbat triumphiert in der Titelpartie

Wer hätte das gedacht? Eine Repertoirevorstellung an der Deutschen Oper Berlin zu Jahresende wird zu einer der beglückendsten Berliner Opernerfahrungen des ablaufenden Jahres. In der 40. Vorstellung seit der Premiere am 8. September 2013 bildet Keith Warners Inszenierung, optisch im Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts angesiedelt, mit all den Druckmaschinen, Eisenleitern und schweren Metallmauern noch immer einen dramaturgisch brauchbaren Rahmen für diesen frühen Verdi mit ihrer „immensen, ungezähmten, brutalen und wilden Energie des Lebens.“ …

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

HEUTE STAATSOPER.TV BAYERISCHE STAATSOPER: – THE SNOW QUEEN

 

Am 21. Dezember 2019 feierte Hans Abrahamsens erste Oper The Snow Queen seine englischsprachige Erstaufführung an der Bayerischen Staatsoper. In einer neuen Zusammenarbeit mit BR-KLASSIK wird die Vorstellung am 28. Dezember 2019 um 19,30 h live auf STAATSOPER.TV übertragen und ist zusätzlich vom 30. Dezember 2019, 12.00 Uhr bis 29. Januar 2020, 11.59 Uhr als Video-on-Demand verfügbar.

Das Rahmenprogramm rund um den Stream wird erstmals live bestritten: BR-KLASSIK-Moderator Maximilian Maier trifft in der Pause unter anderem den Komponisten Hans Abrahamsen und den Dirigenten Cornelius Meister zum Gespräch über Werk und Komposition.

Mehr Infos zu STAATSOPER.TV

“Rusalka” in Erl: Messerscharf ausgelegter Opernklassiker

Karen Voung, Judita Nagyova. Foto: Tiroler Festspiele

Inszenierung: Florentine Klepper
Rusalka Karen Vuong
Prinz Gerard Schneider
Wassermann Thomas Faulkner
Fremde Fürstin Dshamilja Kaiser
Ježibaba Judita Nagyová
Die Oper “Rusalka” von Antonín Dvorak hat am Donnerstagabend bei den Tiroler Festspielen Erl Premiere gefeiert. Unter der musikalischen Leitung von Alexander Prior und der Regie von Florentine Klepper gelang eine punktgenaue und doch kühne Interpretation des Opern-Meisterwerks.
https://www.msn.com/de-at/news/other/rusalka-in-erl-messerscharf-ausgelegter
Opernklassiker „Rusalka“ neu interpretiert
Die Oper „Rusalka“ von Antonin Dvorak hat Donnerstagabend bei den Tiroler Festspielen Erl Premiere gefeiert. Das Publikum feierte eine punktgenaue und doch kühne Interpretation des Opern-Meisterwerkes, hieß es in dem Premierenbericht der Austria Presseagentur (APA).
https://tirol.orf.at/stories/3027713/
„Rusalka“ in Erl: Ein Opernmärchen im Zeichen des Klimawandels Bezahlartikel
Antonin Dvoráks „Rusalka“ bei den Festspielen in Erl – ein poesieloser Auftakt in eine neue Ära.
Kurier

Aus Erl liegt uns eine APA-Kritik vor, die von zwei Zeitungen natürlich gleichlautend übernommen wurde. Dieses System der „Leitkritik“ ist wohl das System der Zukunft, es erspart den Medien die Gage für den Berichterstatter und verhindert so auch Diskussionen über unterschiedliche Kritiken. Wenn sich eine Zeitung einen eigenen Berichterstatter leistet (wir im konkreten Fall der „Kurier“, dann ist diese Kritik kostenpflichtig – und da spiele ich nicht mit! Gar so euphorisch klingt der Titel der kostenpflichtigen Kritik aber nicht.

Berlin: Staatsoper und Deutsche Oper mit mehr Besuchern
Die Staatsoper Unter den Linden und die Deutsche Oper haben 2019 mehr Besucher begrüßen können als im Vorjahr. Das teilten beide Häuser am Freitag mit. Demnach kamen rund 247 000 Besucher zu über 320 Musiktheatervorstellungen und Konzerten in die Staatsoper. Das waren 12 000 Besucher mehr als bei den 300 Veranstaltungen 2018. Die Auslastung betrug 90 Prozent. Die Deutsche Oper bilanzierte ein Plus von 25 000 Gästen. Nach Angaben des Hauses kamen 263 200 Zuschauer zu 312 Vorstellungen, von denen 183 im großen Haus stattfanden. Die Auslastung lag damit bei 74,1 Prozent nach 72 Prozent bei 238 200 Besuchern im Jahr 2018.
https://www.welt.de/regionales/berlin/article204610684/Staatsoper

Lohengrin – Hamburgische Staatsoper, 26.12.2019

Immer noch auf dem Spielplan, mittlerweile Kult: Der Konwitschny-Lohengrin aus dem vorigen Jahrtausend. Foto: Arno Declair

Es sind nicht nur musikinteressierte oder auch musikbegeisterte Laien, die die Instrumentierung von Wagners „Lohengrin“ immer wieder mit der von Verdis „Aida“ vergleichen. Zugegeben, die hohen und flirrenden Violinen verlocken zu diesem Vergleich und gleichermaßen auch die Herausforderungen an die solistischen Trompeten. Aber wie so viele Vergleiche, ist auch dieser an den Haaren herbei gezogen.

Und dennoch musste ich gestern Abend in der Hamburgischen Staatsoper immer wieder daran denken, denn so fein gesponnen, wie unter der Leitung von Kent Nagano, habe ich bei „Lohengrin“ schon lange kein Orchester spielen gehört…

Wer sagt, dass die Hamburger kühl reagieren ? Schon bei den Vorhängen nach dem 1. und 2. Akt und noch mehr beim Schlussapplaus fühlte ich mich in ein Popkonzert versetzt. Beifallsstürme und Bravorufe kennt der Opernbesucher aus Wien, auch begeistertes Getrample ist nicht mehr ganz fremd. Aber jubelndes Gekreische und Johlen aus dem Mund von Menschen, die das Teenageralter sichtlich einige Zeit hinter sich gelassen haben, hat der Chronist noch nicht erlebt. Und in Summe war der Jubel überaus berechtigt…

Zum Bericht von Michael Koling

Glückliches Hamburg! Klaus Florian Vogt singt einen überirdischen Lohengrin und wird Hamburger Kammersänger
Es war wirklich DAS Weihnachtsgeschenk der Hamburgischen Staatsoper an das Publikum! Würde man diese Opernaufführung als Sternstunde der Oper bezeichnen, würde man maßlos untertreiben…
Klassik-begeistert

Hamburg: „Mann voller Träume“
Regisseur Calixto Bieito inszeniert Giuseppe Verdis „Falstaff“
Die Welt.de

Lieses Klassikwelt 14 / 2019: Pavarotti
Im Gegensatz zu Pavarotti bin ich der Meinung, dass Oper eine elitäre Kunstform ist und als eine solche auch ohne den ganzen Rummel von Attraktionen, Sensationen und Effekten zu ihrem Recht kommen sollte.

Dafür höre ich zunehmend hier und da von Insidern hinter vorgehaltener Hand, welche namhaften Sänger sich mittlerweile an anderen Häusern in aller Heimlichkeit verstärken lassen.

Im Gegensatz zu Pavarotti bin ich der Meinung, dass Oper eine elitäre Kunstform ist und als eine solche auch ohne den ganzen Rummel von Attraktionen, Sensationen und Effekten zu ihrem Recht kommen sollte.

Ein wenig beschleicht mich das Gefühl, dass der Fokus auf den Popstar Pavarotti im Film auch der Grund dafür sein könnte, warum Mirella Freni – eine der wunderbarsten lyrisch-dramatischen italienischen Soprane überhaupt und dem Mikrofonsingen gegenüber so kritisch wie Schwarzkopf eingestellt – an der Doku nicht mitwirken wollte. Wiewohl die Sopranistin im selben Jahr wie Pavarotti in Modena geboren, sogar von derselben Amme versorgt wurde
Kirsten Liese berichtet aus Berlin
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-14-2019-klassik-begeistert-de/

Solisten des Wiener Kammerorchesters am Samstag, 28.12. um 19,30 h in der Minoritenkirche


(Mozart, Vivaldi, Händel, Haydn, Lehár u.a.)

Leonardo Furda (Violine), Anete Liepina (Sopran), Gezim Berisha (Bariton)

Karten
Der Code „merker“ ist freigeschaltet für alle Konzerte in der Minoritenkirche bis 30.12.
Kategorie 1 um € 39 + Kat 5 ist um € 55 kann mit dem Discount Code merker für alle Online Merker Leser auf unserer Buchungsseite https://viennaticketing.com/de/ konzerte-in-der-minoriten-kirche.html um jeweils € 5 Euro billiger gebucht werden

Buchbesprechung Jost Hermand: BEETHOVEN
Werk und Wirkung,
288 Seiten, Böhlau Verlag, 2020

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Es ist Beethoven-Jahr, der Reigen der neuen oder auch halbneuen Beethoven-Literatur ist eröffnet. Jost Hermand, Jahrgang 1930, eher Literatur- und Kulturwissenschaftler als Musikhistoriker, hat schon 2003 ein Werk über Beethoven veröffentlicht. Nun erscheint zum Beethoven-Jahr die zweite, aktualisierte Auflage und reiht sich in die anspruchsvollen Analysen. Kurz gesagt, geht es das ganze Buch darum, Beethoven als bewusst „politischen“ Komponisten zu deuten. Und in vielen Punkten scheint die Argumentation sehr schlüssig.

GEGENÜBER DEM ONLINE-MERKER. LANGSAM GEHEN DIE LICHTER AN!  (Zeleborgasse 13 in Wien-Meidling)

Die Infrastruktur ist die beste in Wien, der Bahnhof Meidling (3 Gehminuten von unserer Redaktion entfernt) ist einer der ganz wichtigen Verkehrsknotenpunkte in Wien und mit vielen öffentlichen Verkehrsmitteln (U 6, Schnellbahn, Badner Bahn) bequem erreichbar!

Das Gegenüber der Online-Merker-Redaktion, mein täglicher Ausblick bei der Redaktionsarbeit.

Sieht man sich die Quadratmeterpreise an, dann spielt Meidling längst bei den beliebteren Wohnbezirken mit: Die Quadratmeterpreise beginnen bei 3800 Euro für Eigennutzer. Das Penthouse, das über 150 Quadratmeter Wohnfläche und 220 Quadratmeter Freiflächen verfügt, wurde um 1,2 Millionen Euro verkauft (an einen arabischen Investor).

Unter den Käufern sind sowohl Eigennutzer als auch Anleger. Viele davon sind Meidlinger, „aber es gibt auch Käufer, die sich zum ersten Mal mit Meidling auseinandersetzen und die gute Infrastruktur oder die Nähe nach Schönbrunn schätzen“. Straßenseitig gibt es ein Ecklokal mit 30 Quadratmetern, die Erdgeschoßzone soll dadurch belebt werden. Das wird sie aber durch den gegenüberliegenden Online-Merker sowieso, dort scheint noch Licht, wenn es gegenüber schon längst ausgeschaltet wurde

Aktuell gibt es noch 4 Wohnungen

60,14m2 mit 8,53m2 Balkon   € 402.900.-
53,14m2 mit 6,79m2 Balkon € 323.700.-
66,73m2 mit 9,76m2 Balkon € 433.700.-
63,31m2 mit 9,69m2 Balkon € 455.100

Auskünfte bei LIV.at
Ich bekomme weder Provision noch wird diese „Werbung“ bezahlt. Mir geht es um die Aufwertung gerade dieser Gegend, in der meine Familie in der Vergangenheit eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hat. Ich habe mich mit dem Bauträger gleich zu Beginn arrangiert (Glasportal, Fassadenrenovierung, etc.), die anderen Anrainer haben zu streiten versucht und schauen nun durch die Finger. Die Gewinner sind meine Erben.

Haben Sie einen schönen Tag
A.C.

 

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